Mein Mann, die Nachbarin...Reflexion

    • (1) 26.04.17 - 09:45
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      Guten Morgen,

      ich habe mir nach meinem Posting Zeit genommen über die Situation und eure Antworten nachzudenken. Im Grunde kreisen meine Gedanken nur noch um das Ehe- und Familienleben. Obwohl wir über 10 Jahre gemeinsame Zeit verbracht haben sehe ich plötzlich mit viel klareren Augen. Vielleicht liegt es an den Gesprächen mit der Kinderpsychologin und mit der neutralen Meinung meiner besten Freundin. Fakt ist, dass wir, mein Mann und ich, es nicht auf einen Nenner bringen.
      Vielleicht war die letzte Zeit auch einfach zu anstrengend und deshalb hatte ich keinen klaren Blick. Ich habe meinen Großvater in den Tod begleitet, war selber sehr krank, hatte viele Termine mit den Behörden, Krankengymnastik, Arzttermine, meine Oma ist nun auch zum Pflegefall geworden usw. Wahrscheinlich legt sich der Staub darum so langsam.

      Es ist ein Teufelskreis in dem wir uns befinden und ich kann ihn sogar nachempfinden. Unsere Bedürfnisse, Erwartungen, Umgang deckt sich nicht (mehr) mit dieser Partnerschaft. Wir haben uns beide in andere Richtungen entwickelt.

      Mein Mann ist direkt, zynisch, schnippisch, streng, zielstrebig (mit viel Zeitdruck), pessimistisch (durch und durch), steht immer unter Strom, gereizt und ungeduldig, braucht viel Ruhe und Zeit für sich, handelt impulsiv, keine Reflexion, keine Empathie, Schwäche (physisch oder psychisch) gibt es nicht. Er möchte sehr viel Anerkennung, Sex, Körperkontakt. Wobei der Körperkontakt nicht auf Kuscheln basiert, sondern eher oder oft auf Betasten der Brust, zwischen den Beinen, dem Po.
      Ich bin eine Optimistin: wer noch Luft zum Jammern hat kann diese lieber nutzen um weiter zu machen, mag es harmonisch, verbringe gerne Zeit mit der Familie, mag es organisiert und ordentlich, zielstrebig (plane allerdings mehr Zeit und evtl. Hindernisse ein), gehe manchmal über meine Grenzen und bin dann gereizt und impulsiv, kann reflektieren, überlege mein Handeln, manchmal zu viel Empathie. Ich mag körperliche Nähe, die mir Halt und Geborgenheit gibt, jedoch nicht dieses Befummeln oder dass es jedes Mal im Sex endet.

      Anerkennung gebe ich gerne, erhalte sie jedoch nur ganz begrenzt. Mittlerweile erteile ich sie zwar, jedoch nicht mehr aus voller Überzeugung, da sie mir fehlt.
      Ich war total stolz auf mich, dass ich ein kaputtes Auto, bei dem das Automatikgetriebe nicht richtig geschaltet hat, ohne Hilfe nach Hause fahren konnte - laut meinem Mann könnte ich einfach nur nicht fahren. Bzw er könnte damit besser umgehen. Fazit: Auto ging mit Schaden vom Hof
      Ich habe einen Acker von 30 qm vom Rasen entfernt. Na gut, 3/4 davon. Statt sich zu freuen sagte mein Mann, es würde aussehen als wenn ein Schwein gewütet hätte.
      Er hingegen möchte für jeden einzelnen Schritt Anerkennung haben.
      Mein Leben oder das der Kinder interessieren ihn nicht. Egal ob ich einen Arzttermin, ein Elterngespräch, einen Termin beim Kinderpsychologen, bei der Ergotherapie hatte oder bei meiner Oma war. Und ja, er weiß von den Terminen.
      Für mich hingegen ist völlig normal zu fragen, wie sein Tag war, ob es besondere Ereignisse oder Termine gab.

      Körperlicher Kontakt steht bei ihm und mir in völlig verschiedenen Positionen. Mein Mann sagt er braucht sie, nutzt sie aber zum Betasten. Ich würde diesen Kontakt für etwas Halt, Zuneigung benötigen...ich finde nicht mal die richtigen Worte...für ihn gibt es das in dem Sinne nicht. Wahrscheinlich bedeutet dies für meinen Mann Schwäche.
      Mir fällt es schwer ihm körperliche nahe zu kommen wenn er zynisch und schnippisch mit uns umgeht und unnahbar wirkt. Und das obwohl ich weiß wie wichtig es ihm ist. Das Gleiche mit dem Sex. Er spielt für meinen Mann eine riesen Rolle und egal wie die Stimmung ist, er könnte immer. Ich bin da ganz Frau und bei mir funktioniert nichts bei fieser Stimmung.

      Bei uns gibt es nach Streit/Auseinandersetzungen auch keine Versöhnung. Das Thema ist für meinen Mann gegessen. Die Streitkultur stimmt also auch nicht.
      Wenn mein Mann mit seinen Dingen beschäftigt ist, dann kann kommen wer will, er unterbricht sie nur für seine Bedürfnisse.
      Ich hingegen werde ständig herausgerissen, da die Kinder sich kaum noch an ihn wenden mögen. Laut seiner Aussage würde es daran liegen, dass Mama häufiger "Ja" sagen würde...
      Schlüsselerlebnis: Wir haben altes Holz verbrannt, Sohnemann saß zu unseren Füßen und hat mit alten ausrangierten Autos von Papa gespielt. Mit ganz großen, erwartungsvollen Augen hat Sohnemann den Papa angestrahlt und ihn zum Spielen aufgefordert. Antwort meines Mannes war: "Nö, keine Lust. Ich spiele nicht mit Autos. Aus dem Alter bin ich raus."
      Wenn mein Mann mal was mit den Kindern oder am liebsten mit dem größeren Kind macht, ist es es mit in den Baumarkt zu nehmen, vor dem TV zu kleben oder so zu toben, dass es kein Spiel, sondern Kräfte messen ist.
      Zugegeben spiele ich auch nicht gerne mit Autos, unternehme und mache aber andere Dinge mit den Kindern. Mal mit nur einem ganz alleine, mal mit beiden. Laut meinem Mann bin ich kein Vorbild für ihn.

      Unterhaltungen oder Dinge für uns als Paar interessieren ihn nicht. Unterhaltungen klappen nur wenn er etwas geplant hat, organisiert werden muss oder Termine anstehen. Ansonsten klebt er am PC, TV oder Smartphone. Aber auch dieses Problem soll an mir liegen, da ich auch dies in die Hand nehmen soll. Allerdings kann ich diese Ehe nicht alleine führen :-(

      Schlussendlich wird es ihn irgendwann in die Arme einer anderen Frau treiben. Ich kann ihm nicht mehr bieten was er benötigt, seine Bedürfnisse nicht stillen.
      Vor kurzer Zeit haben wir über die Kinder gesprochen. Er ist es leid immer alles wiederholen zu müssen und dass nicht ein Abendessen ohne Ermahnung abläuft. Er sei aber auch nicht bereit sich zu verbiegen. Es hat in meinen Augen nicht mal etwas mit Verbiegen zu tun, sondern mit etwas mehr Gelassenheit, Geduld und der Erinnerung, dass er damals selber ein sehr unruhiger Geist war.

      Die Psychologin sagte, ich solle meinem Mann feste Aufgaben geben und vor allem soll ich gucken, wie lange ich diese Situation aushalten kann. Sie sagte, ich soll aufhören zwischen den Kindern und meinem Mann zu vermitteln ( die Situation zu erklären). Aber ich merke jetzt schon das angespannte Verhältnis und dass die Kinder immer mehr rebellieren.

      Ich könnte meinem Mann helfen, indem ich ihn an die Dinge heranführe. Aber egal wie oft ich das Gespräch suche und wie ich versuche den Umgang miteinander zu vermitteln, es fruchtet nicht. Mein Mann fühlt sich bevormundet, macht dicht und ist eingeschnappt.
      Entlastung bekomme ich trotzdem nicht. Ich fahre die Kinder von A nach B, stehe fast immer morgens als erste auf, nehme Termine usw wahr. Alles gerechtfertigt, da er arbeitet und ich z. Zt. zuhause bin. Dass ich fünf Jahre Schlafmangel aufgrund unsere Sohnes habe ist Schnee von gestern.
      Ich denke wir sind ihm lästig. Wenn ich abends auf dem Sofa während einer Serie wach werde und den Blick meines Mannes sehe, weiß ich sofort was er denkt.Er sagte ,er kann es nicht verstehen wie man auf dem Sofa bei einer Serie einschlafen könnte. Dass ich völlig erschöpf bin ist egal.
      Wenn er mich ansieht bei dem was ich mache, sehe ich immer wieder die Enttäuschung in seinen Augen. Und diesen Blick hat er auch bei den Kindern - das bricht mir das Herz!

      In drei Wochen kann ich mit den Kindern eine Kur antreten und habe mir extra ein Ziel ausgesucht, welches 500 km weit weg ist. Die Psychologin sagte, ich solle es als Auszeit nutzen.
      Mein Mann und ich sind jetzt schon extrem distanziert und ich gehe stark davon aus, dass es vielleicht das Ende unserer gemeinsamen Zeit bedeutet. Mein Mann wird evtl das Gewohnte vermissen, jedoch nicht uns. Als unser Sohn sagte, wir sind dann ganz schön weit weg für eine lange Zeit freute mein Mann sich ausdrucksvoll. Unser Sohn wollte wissen ob der Papa denn zu Besuch kommen würde:"Das denke ich nicht und weiß es noch nicht"

      Ich werde diese Zeit ganz bewusst für uns nutzen und versuchen in der Gegenwart zu sein um für die Zukunft gerüstet zu sein. Ich fühle mich erschöpft, erschlagen und sehr traurig.
      Dass viele Ehen geschieden werden ist mir bewusst, jedoch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es auf diese Art und Weise passiert.

      • Hast Du Dir Deinen eigenen Text noch mal durchgelesen?
        Was hält Dich denn noch bei diesem Mann?
        Jede Sekunde mit ihm unter einem Dach wäre für mich verschwendete Zeit.
        Ich wünsche Dir, dass Du den Absprung bald schaffst und bin mir sicher, dass es dann für Dich bergauf gehen wird.

        Alles Gute!

        Warum um alles in der Welt verschwendest du deine wertvolle Lebenszeit noch einen einzigen Tag lang an diesen schrecklichen Mann???

        "Dass viele Ehen geschieden werden ist mir bewusst, jedoch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es auf diese Art und Weise passiert. "

        Welche Weise wäre Dir denn lieber gewesen? Häusliche Gewalt, ein Erwischen des Partners inflagranti, ein "normales" Auseinanderleben, ein tödlicher Unfall (Querverweis: Lebensversicherung)?

        Ich denke, eine superelegante Art zu beiderseitiger Zufriedenheit ist da selten.

        Du hast die Erkenntnis gewonnen, daß hier daddeldu ist. Jetzt kommt das Umsetzen.

      • Für dich ist alles ganz klar. Er ist ein Arschloch, der deine Bedürfnisse negiert. Egal, ob du bei ihm bleiben wirst oder nicht, eine wirklich sinnvolle Übung wäre, du schreibst jetzt genau denselben Text noch einmal aus der Sicht deines Mannes und zwar ehrlich und durchdacht. Vielleicht lässt er sich sogar drauf ein und schreibt auch zwei Texte. Dieser Positionswechsel tut sehr gut.

        Vergiss bitte nicht, dass du in einer völligen Ausnahmesituation bist - die Pflege von Angehörigen ist m.E. eine der größten Zerreißproben für das ganze Leben, nicht nur für die Beziehung. Ich weiß, wovon ich spreche und der, der es nicht gemacht hat, weiß es nicht. Ich würde da keine vorschnellen Entschlüsse fassen, sondern wirklich mal runterkommen und eben auch die Positionen vergleichen. Nicht dass du später drum trauerst.

      • @ sonnenscheinchen und hippogreif: Ich hab weiter hinten nochmal was geschrieben bzgl. Diskurs. Ihr wird das nichts bringen und wenn ihr 1000 Leute schreiben, er ist ein Arsch.

        Außerdem wird sie wahrscheinlich irgendwann mal wieder eine Beziehung führen wollen und da ist es sinnvoll, sich Gedanken zu machen, woran die alte zerbrochen ist. Sonst ist man gleich wieder in dem Fahrwasser. Und selbst für den völlig unwahrscheinlichen Fall, dass er das allein schuldige Arschloch ist (HOFFENTLICH bringt ihr so viel Intelligenz mit, dass ihr wisst, dass es sowas eigentlich nicht gibt oder glaubt ihr wirklich an das Schwarz-Weiß, das ihr hier so vehement propagiert), dann besteht die Gefahr, dass sie sich wieder so einen sucht.

        Wir reden hier nicht von einem ONS, sondern von einer Beziehung mit zwei Kindern, die schon einige Zeit gedauert hat. Da ist es m.E. immer wert zu schauen, was der andere denkt, fühlt, etc. Nicht um irgendeine Schuldfrage zu klären (darüber ist die deutsche Gesetzgebung auch weg), sondern um daraus zu lernen und eine fundierte Entscheidung zu treffen. Und natürlich wird man sonst später drum trauern! Und wenns nur ist, wenn man Weihnachten ohne die Kinder verbringt, weil sie beim Ex sind oder wenn man überlegt, wohin man sich als Alleinerziehende in den Urlaub traut (wir machen z.B. Camping und mir wärs zu stressig, den Wohnwagen allein aufzubauen, in ein Hotel mag ich nicht). Es wird IMMER wieder Situationen geben - und seien sie noch so klein - wo man als Alleinerziehende an seine Grenzen stößt und sich denkt: Das war mit Partner schöner. Und wenn man dann nicht wirklich schwer wiegende Argumente weiß, warum man sich getrennt hat, dann wird's bitter.

        Mir geht's nicht drum, den Mann zu verteidigen, auch nicht drum, dass sie bei ihm bleiben muss oder so. Mir geht's nur drum, nicht blindlings zu raten, wenn man nur eine Seite kennt.

        Btw.: Ihr glaubt echt alles, oder? Schon mal was davon gehört, dass die gleiche Situation von verschiedenen Leuten ganz unterschiedlich wahrgenommen wird. Und wo es jetzt bei ihrer Schilderung so rüberkommt als sei er der Letzte (nicht weil sie lügt, sondern weil sie die Situation tatsächlich so wahrnimmt), kann es in Wahrheit auch ganz anders sein.

        Ich könnte sicher auch eine Situation schildern, wo ihr mir alle raten würdet, mich von meinem Mann zu trennen. Dabei führen wir eine super Ehe.

        • Die TE hat bereits schon einmal ihre Situation geschildert. Anschließend reflektiert (so hat sie es zumindest geschrieben). Laut ihrem Post ist sie auch in Kontakt mit einer Psychologin. Ich glaube nicht, dass sie hier eine Entscheidung blindlinks treffen möchte bzw. trifft.

          Natürlich gibt es immer zwei Seiten. Aber nur weil ich mich in eine andere Seite reinversetzen kann, heißt das nicht, dass ich damit klarkomme, es gut finde bzw. diesen Menschen verstehe. Auch heißt es nicht, dass sich Menschen ändern möchten. Dazu gehören ebenfalls immer zwei!

          Die TE schrieb: >> Unsere Bedürfnisse, Erwartungen, Umgang deckt sich nicht (mehr) mit dieser Partnerschaft. Wir haben uns beide in andere Richtungen entwickelt.<<
          So ist das Leben einfach. Da kann ich auch nichts „schöndenken“. Und da nutzt es mir auch nicht, mir zu überlegen, was als Alleinerziehende alles schwieriger sein wird, als mit Partner.

          Und hast du mal gelesen, wie die TE ihren Partner beschrieben hat? Da ist es vollkommen irrelevant, ob sie das falsch sieht oder nicht. Ob er in der Realität tatsächlich so „ein Arsch“ ist oder nicht. Sie empfindet das so, und das schon seit langer Zeit. Und meiner Meinung nach ist „Unglücklich sein“ ein absolut legitimer Grund (oder wie du es ausdrückst: schwerwiegendes Argument) für Konsequenzen/eine Trennung.

          Ganz abgesehen davon, weiß ich nicht, wie man die geschilderte Situation von ihrem Mann und der Nachbarin „positiv“ (aus dem Blickwinkel des Mannes) drehen möchte…

          (11) 27.04.17 - 11:41

          Hallo,

          "Es wird IMMER wieder Situationen geben - und seien sie noch so klein - wo man als Alleinerziehende an seine Grenzen stößt und sich denkt: Das war mit Partner schöner. Und wenn man dann nicht wirklich schwer wiegende Argumente weiß, warum man sich getrennt hat, dann wird's bitter."

          Wie schwerwiegend sollen denn die Argumente sein, bitteschön? Durchhalteparolen um sich das Leben unerträglich zu machen und sein Leben noch weiter an der Seite eines Widerlings (ja, das Verhalten mit der Nachbarin, aber auch der andere respektlose Umgang ist widerlich!) zu verbringen helfen da auch nicht unbedingt. Ich finde, in einer Trennungsphase ist es durchaus legitim, mal die schlechten Seiten des Partners überzubetonen, um sich lösen zu können. Die Aufarbeitung und das Erkennen eigener Anteile kann später erfolgen. Ist für die eigene Psychohygiene besser.

          Und nicht jede plötzlich Alleinerziehende betrauert in dem von dir geschilderten Maße die Trennung, das ist totaler Unfug und spiegelt nur deine eigenen Ängste und Befürchtungen. Es gibt genug Menschen, die sich regelrecht ERLÖST fühlen, wenn sie endlich den Absprung aus einer dysfunktionalen Beziehung geschafft haben und eher betrauern, so lange überhaupt durchgehalten zu haben.

          LG

          Selbstreflektion in allen Ehren, aber manche Dinge lassen sich nicht schönreden, nicht schönargumentieren, nicht irgendwie hinbiegen und müssen nicht mit irgendwelchen Pseudo-intellektuellen Weisheiten in breite Bahnen zwangsinterpretiert werden, wo auf diverse "Grautöne" hingewiesen wird und rein niemand wirklich Schuld hat, wenn mal wieder rein gar nichts passt und funktioniert.

          Manchmal reicht es in der Tat, einfach mal "schwarz-weiss" zu sehen, oder auch einfach nur pro und contra abzuwägen, ohne einen noch tieferen Sinn zu suchen, oder zig "vielleichts" und "was wäre wenns" in die Überlegungen einzubringen, um einfach das zu tun, das sich richtig ANFÜHLT.

          Manchmal muss es keine fundierte Entscheidung sein, sondern einfach nur eine, bei der es einem wieder GUT GEHT.

          <<<Schon mal was davon gehört, dass die gleiche Situation von verschiedenen Leuten ganz unterschiedlich wahrgenommen wird>>>

          Das extra zu betonen ist in meinen Augen so, als würde man eine Diskussion darüber anleiern, ob Wasser nass ist oder nicht.

          Jeder Mensch macht jeden Tag Erfahrungen die für ihn einzigartig sind, auch wenn sie in ähnlicher Form schon 10.000 anderen Leuten passiert sind.

          Wenn ein Text also impliziert, dass 4 Menschen zusammen wohnen, und es dreien davon wegen der vierten Person nicht gut geht, und diese auch nicht bereit ist, ihre Handlungen zu mäßigen oder anzupassen, um zu erreichen dass alle eine zufriedenstellende Gesamtsituation erreichen, mutet es seltsam an, wenn jemand so wie Du liberales "Feintuning" betreiben will, wo es doch offensichtlich ist, dass es nichts bringt die Autotür mit Häschen und Gänseblümchen zu verzieren, wenn die Karre mit der Schnauze in der Schrottpresse steckt, und die Kids auf dem Rücksitz schon vor Angst am brüllen sind.

          <<<Mir geht's nur drum, nicht blindlings zu raten, wenn man nur eine Seite kennt.>>>

          Dann darf hier niemand mehr einen Ratschlag geben, oder eine Frage stellen. Auch Du selbst urteilst automatisch wenn Du jedem hier der zur Trennung rät unterstellst, nicht über beide Seiten nachgedacht zu haben.

          Ich behaupte nämlich dass hier niemand einen Rat aufgrund von "nur schwarz oder weiss" sehen erteilt hat, sondern aufgrund der jeweils eigenen Lebenserfahrung, und Toleranzgrenze.

    (13) 26.04.17 - 11:07

    So hart es auch ist, aber eure Ehe ist vorbei.
    Dein Mann hat keinerlei Interesse an dir und deinem Wohlbefinden! Er denkt nur an sich!
    Würde ihm noch irgendwas an dir und der Ehe liegen, würde er nicht nur die Fehler an dir, sondern auch an sich selber suchen! Er redet dir alles madig und sieht nichts positives mehr an dir... Er wertschätzt dich und was du tust, überhaupt nicht und macht nur was mit seinen Kindern, was ihm auch Spaß macht...

    Schon alleine, dass er dir nur noch körperliche Zuneigung in Form von Sex oder Begrabschen gibt, zeigt doch, dass diese Liebesgefühle gar nicht mehr da sind. Er ist einfach ein sexuell aktiver Mensch, das hat nichts mit Gefühlen zu tun... Hätte er keine Lust auf Sex, weil bei euch etwas nicht stimmt, dann wäre das sogar noch positiver, da es ihn ja beschäftigen würde... Aber ihm scheint es ja anscheinend egal zu sein und er möchte gar nichts ändern. Das ist wirklich traurig, aber so etwas hast du nicht verdient! Daher trenne dich lieber, bevor du daran psychisch zerbrichst!

    (14) 26.04.17 - 11:23

    Eigentlich ist er, mal so ganz kurz gesagt, ein riesengroßes A...loch!
    Da frage ich mich, was dich überhaupt bei ihm hält?! War er schon immer so? Oder hat er sich schleichend so extrem verändert, sodass du irgendwo noch Hoffnungen hast, dass er wieder so wird wie früher? #kratz Aber ist eigentlich auch vollkommen egal... Tatsache ist, dass du dich wie das letzte Stück Dreck unter seiner Schuhsohle behandeln lässt... Warum??? Habe ein wenig stolz und sei dir selbst was wert!

    Deine Story ist wirklich ein harter Brocken. Geht mir sehr nahe, da du auch wirklich gut geschrieben hast.

    Weißt du, was für eine große Last von dir und deinen Kindern abfallen würde, wenn du einfach die Tür hinter dir zumachst, deinem Mann Tschüß sagst und nie wieder kommst!?

    Das ist nur bildlich gemeint. Aber dein Mann hat dich und die Kinder nicht verdient. Du machst doch jetzt schon alles alleine. Dann kannst du nach einer Trennung auch alles allein stemmen. Du brauchst deinen Mann nicht. Du brauchst einen Mann, der dich wirklich liebt, dir Wärme und ein Gefühl der Geborgenheit gibt.

    Mache einen Cut unter diese Beziehung. Schau, dass du Unterhalt bekommst und vor allem, dass deine Kinder auch wieder glücklich sein können. Gehe mit ihnen vielleicht zum Kinderpsychologen. Solche Lieblosigkeit, wie die von deinem Mann bleibt bei Kindern hängen. Als Erwachsene werden sie immer noch dran knabbern, werden am Ende vielleicht selbst wie ihr Vater. Mit einer zeitigen Therapie kann man vielleicht gegen steuern.

    Ich wünsche dir viel Glück, eine erholsame Kur und vor allem viel Liebe in der Zukunft. Das hast du dir verdient!!!

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