Mein Mann, die Nachbarin...Reflexion

Guten Morgen,

ich habe mir nach meinem Posting Zeit genommen über die Situation und eure Antworten nachzudenken. Im Grunde kreisen meine Gedanken nur noch um das Ehe- und Familienleben. Obwohl wir über 10 Jahre gemeinsame Zeit verbracht haben sehe ich plötzlich mit viel klareren Augen. Vielleicht liegt es an den Gesprächen mit der Kinderpsychologin und mit der neutralen Meinung meiner besten Freundin. Fakt ist, dass wir, mein Mann und ich, es nicht auf einen Nenner bringen.
Vielleicht war die letzte Zeit auch einfach zu anstrengend und deshalb hatte ich keinen klaren Blick. Ich habe meinen Großvater in den Tod begleitet, war selber sehr krank, hatte viele Termine mit den Behörden, Krankengymnastik, Arzttermine, meine Oma ist nun auch zum Pflegefall geworden usw. Wahrscheinlich legt sich der Staub darum so langsam.

Es ist ein Teufelskreis in dem wir uns befinden und ich kann ihn sogar nachempfinden. Unsere Bedürfnisse, Erwartungen, Umgang deckt sich nicht (mehr) mit dieser Partnerschaft. Wir haben uns beide in andere Richtungen entwickelt.

Mein Mann ist direkt, zynisch, schnippisch, streng, zielstrebig (mit viel Zeitdruck), pessimistisch (durch und durch), steht immer unter Strom, gereizt und ungeduldig, braucht viel Ruhe und Zeit für sich, handelt impulsiv, keine Reflexion, keine Empathie, Schwäche (physisch oder psychisch) gibt es nicht. Er möchte sehr viel Anerkennung, Sex, Körperkontakt. Wobei der Körperkontakt nicht auf Kuscheln basiert, sondern eher oder oft auf Betasten der Brust, zwischen den Beinen, dem Po.
Ich bin eine Optimistin: wer noch Luft zum Jammern hat kann diese lieber nutzen um weiter zu machen, mag es harmonisch, verbringe gerne Zeit mit der Familie, mag es organisiert und ordentlich, zielstrebig (plane allerdings mehr Zeit und evtl. Hindernisse ein), gehe manchmal über meine Grenzen und bin dann gereizt und impulsiv, kann reflektieren, überlege mein Handeln, manchmal zu viel Empathie. Ich mag körperliche Nähe, die mir Halt und Geborgenheit gibt, jedoch nicht dieses Befummeln oder dass es jedes Mal im Sex endet.

Anerkennung gebe ich gerne, erhalte sie jedoch nur ganz begrenzt. Mittlerweile erteile ich sie zwar, jedoch nicht mehr aus voller Überzeugung, da sie mir fehlt.
Ich war total stolz auf mich, dass ich ein kaputtes Auto, bei dem das Automatikgetriebe nicht richtig geschaltet hat, ohne Hilfe nach Hause fahren konnte - laut meinem Mann könnte ich einfach nur nicht fahren. Bzw er könnte damit besser umgehen. Fazit: Auto ging mit Schaden vom Hof
Ich habe einen Acker von 30 qm vom Rasen entfernt. Na gut, 3/4 davon. Statt sich zu freuen sagte mein Mann, es würde aussehen als wenn ein Schwein gewütet hätte.
Er hingegen möchte für jeden einzelnen Schritt Anerkennung haben.
Mein Leben oder das der Kinder interessieren ihn nicht. Egal ob ich einen Arzttermin, ein Elterngespräch, einen Termin beim Kinderpsychologen, bei der Ergotherapie hatte oder bei meiner Oma war. Und ja, er weiß von den Terminen.
Für mich hingegen ist völlig normal zu fragen, wie sein Tag war, ob es besondere Ereignisse oder Termine gab.

Körperlicher Kontakt steht bei ihm und mir in völlig verschiedenen Positionen. Mein Mann sagt er braucht sie, nutzt sie aber zum Betasten. Ich würde diesen Kontakt für etwas Halt, Zuneigung benötigen...ich finde nicht mal die richtigen Worte...für ihn gibt es das in dem Sinne nicht. Wahrscheinlich bedeutet dies für meinen Mann Schwäche.
Mir fällt es schwer ihm körperliche nahe zu kommen wenn er zynisch und schnippisch mit uns umgeht und unnahbar wirkt. Und das obwohl ich weiß wie wichtig es ihm ist. Das Gleiche mit dem Sex. Er spielt für meinen Mann eine riesen Rolle und egal wie die Stimmung ist, er könnte immer. Ich bin da ganz Frau und bei mir funktioniert nichts bei fieser Stimmung.

Bei uns gibt es nach Streit/Auseinandersetzungen auch keine Versöhnung. Das Thema ist für meinen Mann gegessen. Die Streitkultur stimmt also auch nicht.
Wenn mein Mann mit seinen Dingen beschäftigt ist, dann kann kommen wer will, er unterbricht sie nur für seine Bedürfnisse.
Ich hingegen werde ständig herausgerissen, da die Kinder sich kaum noch an ihn wenden mögen. Laut seiner Aussage würde es daran liegen, dass Mama häufiger "Ja" sagen würde...
Schlüsselerlebnis: Wir haben altes Holz verbrannt, Sohnemann saß zu unseren Füßen und hat mit alten ausrangierten Autos von Papa gespielt. Mit ganz großen, erwartungsvollen Augen hat Sohnemann den Papa angestrahlt und ihn zum Spielen aufgefordert. Antwort meines Mannes war: "Nö, keine Lust. Ich spiele nicht mit Autos. Aus dem Alter bin ich raus."
Wenn mein Mann mal was mit den Kindern oder am liebsten mit dem größeren Kind macht, ist es es mit in den Baumarkt zu nehmen, vor dem TV zu kleben oder so zu toben, dass es kein Spiel, sondern Kräfte messen ist.
Zugegeben spiele ich auch nicht gerne mit Autos, unternehme und mache aber andere Dinge mit den Kindern. Mal mit nur einem ganz alleine, mal mit beiden. Laut meinem Mann bin ich kein Vorbild für ihn.

Unterhaltungen oder Dinge für uns als Paar interessieren ihn nicht. Unterhaltungen klappen nur wenn er etwas geplant hat, organisiert werden muss oder Termine anstehen. Ansonsten klebt er am PC, TV oder Smartphone. Aber auch dieses Problem soll an mir liegen, da ich auch dies in die Hand nehmen soll. Allerdings kann ich diese Ehe nicht alleine führen :-(

Schlussendlich wird es ihn irgendwann in die Arme einer anderen Frau treiben. Ich kann ihm nicht mehr bieten was er benötigt, seine Bedürfnisse nicht stillen.
Vor kurzer Zeit haben wir über die Kinder gesprochen. Er ist es leid immer alles wiederholen zu müssen und dass nicht ein Abendessen ohne Ermahnung abläuft. Er sei aber auch nicht bereit sich zu verbiegen. Es hat in meinen Augen nicht mal etwas mit Verbiegen zu tun, sondern mit etwas mehr Gelassenheit, Geduld und der Erinnerung, dass er damals selber ein sehr unruhiger Geist war.

Die Psychologin sagte, ich solle meinem Mann feste Aufgaben geben und vor allem soll ich gucken, wie lange ich diese Situation aushalten kann. Sie sagte, ich soll aufhören zwischen den Kindern und meinem Mann zu vermitteln ( die Situation zu erklären). Aber ich merke jetzt schon das angespannte Verhältnis und dass die Kinder immer mehr rebellieren.

Ich könnte meinem Mann helfen, indem ich ihn an die Dinge heranführe. Aber egal wie oft ich das Gespräch suche und wie ich versuche den Umgang miteinander zu vermitteln, es fruchtet nicht. Mein Mann fühlt sich bevormundet, macht dicht und ist eingeschnappt.
Entlastung bekomme ich trotzdem nicht. Ich fahre die Kinder von A nach B, stehe fast immer morgens als erste auf, nehme Termine usw wahr. Alles gerechtfertigt, da er arbeitet und ich z. Zt. zuhause bin. Dass ich fünf Jahre Schlafmangel aufgrund unsere Sohnes habe ist Schnee von gestern.
Ich denke wir sind ihm lästig. Wenn ich abends auf dem Sofa während einer Serie wach werde und den Blick meines Mannes sehe, weiß ich sofort was er denkt.Er sagte ,er kann es nicht verstehen wie man auf dem Sofa bei einer Serie einschlafen könnte. Dass ich völlig erschöpf bin ist egal.
Wenn er mich ansieht bei dem was ich mache, sehe ich immer wieder die Enttäuschung in seinen Augen. Und diesen Blick hat er auch bei den Kindern - das bricht mir das Herz!

In drei Wochen kann ich mit den Kindern eine Kur antreten und habe mir extra ein Ziel ausgesucht, welches 500 km weit weg ist. Die Psychologin sagte, ich solle es als Auszeit nutzen.
Mein Mann und ich sind jetzt schon extrem distanziert und ich gehe stark davon aus, dass es vielleicht das Ende unserer gemeinsamen Zeit bedeutet. Mein Mann wird evtl das Gewohnte vermissen, jedoch nicht uns. Als unser Sohn sagte, wir sind dann ganz schön weit weg für eine lange Zeit freute mein Mann sich ausdrucksvoll. Unser Sohn wollte wissen ob der Papa denn zu Besuch kommen würde:"Das denke ich nicht und weiß es noch nicht"

Ich werde diese Zeit ganz bewusst für uns nutzen und versuchen in der Gegenwart zu sein um für die Zukunft gerüstet zu sein. Ich fühle mich erschöpft, erschlagen und sehr traurig.
Dass viele Ehen geschieden werden ist mir bewusst, jedoch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es auf diese Art und Weise passiert.

Hast Du Dir Deinen eigenen Text noch mal durchgelesen?
Was hält Dich denn noch bei diesem Mann?
Jede Sekunde mit ihm unter einem Dach wäre für mich verschwendete Zeit.
Ich wünsche Dir, dass Du den Absprung bald schaffst und bin mir sicher, dass es dann für Dich bergauf gehen wird.

Alles Gute!

Warum um alles in der Welt verschwendest du deine wertvolle Lebenszeit noch einen einzigen Tag lang an diesen schrecklichen Mann???

"Dass viele Ehen geschieden werden ist mir bewusst, jedoch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass es auf diese Art und Weise passiert. "

Welche Weise wäre Dir denn lieber gewesen? Häusliche Gewalt, ein Erwischen des Partners inflagranti, ein "normales" Auseinanderleben, ein tödlicher Unfall (Querverweis: Lebensversicherung)?

Ich denke, eine superelegante Art zu beiderseitiger Zufriedenheit ist da selten.

Du hast die Erkenntnis gewonnen, daß hier daddeldu ist. Jetzt kommt das Umsetzen.

Für dich ist alles ganz klar. Er ist ein Arschloch, der deine Bedürfnisse negiert. Egal, ob du bei ihm bleiben wirst oder nicht, eine wirklich sinnvolle Übung wäre, du schreibst jetzt genau denselben Text noch einmal aus der Sicht deines Mannes und zwar ehrlich und durchdacht. Vielleicht lässt er sich sogar drauf ein und schreibt auch zwei Texte. Dieser Positionswechsel tut sehr gut.

Vergiss bitte nicht, dass du in einer völligen Ausnahmesituation bist - die Pflege von Angehörigen ist m.E. eine der größten Zerreißproben für das ganze Leben, nicht nur für die Beziehung. Ich weiß, wovon ich spreche und der, der es nicht gemacht hat, weiß es nicht. Ich würde da keine vorschnellen Entschlüsse fassen, sondern wirklich mal runterkommen und eben auch die Positionen vergleichen. Nicht dass du später drum trauerst.

Bitte lies Dir mal die Vorgeschichte dazu durch:
http://www.urbia.de/forum/16-partnerschaft/4901666-mein-mann-die-nachbarin-und-allgemeines-verhalten-warum

Solch einem Mann würde ich definitiv nicht hinterher trauern, sondern schauen, dass ich so schnell wie möglich von ihm los komme.

Solch ein Widerling hat es nicht verdient, dass man sich da um "seine Position" noch groß Gedanken macht. Sein Verhalten ist einfach unter aller...

Diese Antwort von Dir kann echt nicht ernst gemeint sein!
Zitat: "Nicht dass du später drum trauerst. "
Sie sollte um jeden Tag trauern, den sie bei dem Kerl noch verschwendet!

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So hart es auch ist, aber eure Ehe ist vorbei.
Dein Mann hat keinerlei Interesse an dir und deinem Wohlbefinden! Er denkt nur an sich!
Würde ihm noch irgendwas an dir und der Ehe liegen, würde er nicht nur die Fehler an dir, sondern auch an sich selber suchen! Er redet dir alles madig und sieht nichts positives mehr an dir... Er wertschätzt dich und was du tust, überhaupt nicht und macht nur was mit seinen Kindern, was ihm auch Spaß macht...

Schon alleine, dass er dir nur noch körperliche Zuneigung in Form von Sex oder Begrabschen gibt, zeigt doch, dass diese Liebesgefühle gar nicht mehr da sind. Er ist einfach ein sexuell aktiver Mensch, das hat nichts mit Gefühlen zu tun... Hätte er keine Lust auf Sex, weil bei euch etwas nicht stimmt, dann wäre das sogar noch positiver, da es ihn ja beschäftigen würde... Aber ihm scheint es ja anscheinend egal zu sein und er möchte gar nichts ändern. Das ist wirklich traurig, aber so etwas hast du nicht verdient! Daher trenne dich lieber, bevor du daran psychisch zerbrichst!

Eigentlich ist er, mal so ganz kurz gesagt, ein riesengroßes A...loch!
Da frage ich mich, was dich überhaupt bei ihm hält?! War er schon immer so? Oder hat er sich schleichend so extrem verändert, sodass du irgendwo noch Hoffnungen hast, dass er wieder so wird wie früher? #kratz Aber ist eigentlich auch vollkommen egal... Tatsache ist, dass du dich wie das letzte Stück Dreck unter seiner Schuhsohle behandeln lässt... Warum??? Habe ein wenig stolz und sei dir selbst was wert!

Deine Story ist wirklich ein harter Brocken. Geht mir sehr nahe, da du auch wirklich gut geschrieben hast.

Weißt du, was für eine große Last von dir und deinen Kindern abfallen würde, wenn du einfach die Tür hinter dir zumachst, deinem Mann Tschüß sagst und nie wieder kommst!?

Das ist nur bildlich gemeint. Aber dein Mann hat dich und die Kinder nicht verdient. Du machst doch jetzt schon alles alleine. Dann kannst du nach einer Trennung auch alles allein stemmen. Du brauchst deinen Mann nicht. Du brauchst einen Mann, der dich wirklich liebt, dir Wärme und ein Gefühl der Geborgenheit gibt.

Mache einen Cut unter diese Beziehung. Schau, dass du Unterhalt bekommst und vor allem, dass deine Kinder auch wieder glücklich sein können. Gehe mit ihnen vielleicht zum Kinderpsychologen. Solche Lieblosigkeit, wie die von deinem Mann bleibt bei Kindern hängen. Als Erwachsene werden sie immer noch dran knabbern, werden am Ende vielleicht selbst wie ihr Vater. Mit einer zeitigen Therapie kann man vielleicht gegen steuern.

Ich wünsche dir viel Glück, eine erholsame Kur und vor allem viel Liebe in der Zukunft. Das hast du dir verdient!!!

Allein, dass er das hier zugelassen hat, (aus deinem 1. Thread) wäre schon Grund gewesen, diese unerträgliche und demütigende Situation alias "Ehe" zu beenden (*würg*): "Sie hat ständig seine Nähe gesucht, sich auf seinen Schoss gesetzt und auf ihm herumgewubbelt, um zu demonstrieren wie spitz die Popoknochen sind. Rittlings wollte sie sich auch auf ihn setzten, hat es aber gelassen da ich dazu kam. Jedes Mal wenn ich in die Nähe kam (z.B. vom Klo zurück) hat sie etwas Abstand genommen, war ansonsten sofort an seiner Seite sobald ich aus dem Schussfeld war. Eine Bierflasche wurde ziemlich obszön vor meinem Mann beleckt, er hat trotzdem das Bier mit ihr geteilt. "

Jetzt hast du noch mehr Gründe gefunden - ich gratuliere dir, denn das bedeutet wohl, dass du endlich ein neues Leben anfangen kannst.

Hi,

wenn man so extrem schlecht über einen Partner redet, frage ich mich doch tatsächlich, warum man noch da ist?

Nur frage ich mich, ob eine beste Freundin wirklich eine gute Beraterin ist....ich denke mal eher nicht.

Ansonsten, stelle ich mir immer vor, das dieser Mann dann über die TE schreiben würde?
Er fühlt sich anscheinend bevormundet aber ist das nicht normal, wenn man selber reflektiert, das man selber perfekt und der Partner nur scheiße ist?
Wie soll sich ein Partner aus dieser Situation überhaupt befreien können - gar nicht.

Daher, Deine Meinung wird sich über diesen Mann niemals ändern, egal ob er sich verändert oder nicht. Trenn Dich und fertig.

Ich lebe nach dem Motto "Topf und Deckel"...und dieser scheiß Mann hatte mit Dir lange den passenden Deckel gehabt, der jetzt wackelt. Daher.....es lohnt sich wohl nicht, da noch zu investieren.

Lisa

Hallo,

jo... Alles ätzend und katastrophal, aber...? Mir fehlt das "aber"? Liebst du ihn noch?!

LG

Mich würde hier ernsthaft mal die völlig eigene Sicht des Mannes interessieren.

Leider bekommt man die nie - damit man so eine weite Entfernung voneinander in einer Ehe erreicht, müssen hier schon auch beide Partner ihren Teil zu beitragen.
Schließlich war man mal verliebt, wollte das Leben miteinander teilen und hat gemeinsame Kinder.

Wo war wohl die Stelle, an der es immer weiter auseinanderging? wo hätte man noch zueinanderfinden können?

Lichtchen

Die Sicht des Mannes ist doch in dem Fall vollkommen egal?!
Auch wenn ich meinen Partner nicht mehr lieben würde, weil man sich auseinander gelebt hat oder zu viel gestritten oder oder oder... ich würde doch nieeemals einen Menschen so behandeln! Er tut nichts zu Hause, macht sie auch noch nieder, obwohl sie so viel tut, kümmert sich nicht um seine Kinder und flirtet extrem mit der Nachbarin vor seiner Frau und tut es noch so ab, als wäre es das normalste der Welt und dann will er auch noch Anerkennung von seiner Frau!? Das ist nicht nur eine kaputte Ehe, sondern er ist auch noch ein Charakterschwein, das kann man drehen und wenden wie man will!

Nicht nur Deinem Mann gehört mal links und rechts auf die Backen gehauen, sondern auch Deiner "Plüschologin".

Alleine der Satz "aufhören zwischen Kindern und Mann zu vermitteln" gehört der Dame rektal appliziert .... und zwar mit Anlauf bis zum Ellenbogen. Vermutlich meint sie das zwar gut, aber "Ratschläge" die gänzlich realitätsfremd sind, bzw. die Konflikte vorprogrammiert schüren und Dir damit noch mehr Ärger machen.

Als subtile "Entscheidungshilfe" Dich zu trennen vermutlich bedingt geeignet, sofern Du bis dahin nicht schon so sehr mit den Nerven runter bist, dass Dir eh alles egal ist.

<<<Schlussendlich wird es ihn irgendwann in die Arme einer anderen Frau treiben>>>

Du musst nicht darauf antworten, aber überlege Dir mal für Dich selbst, ob Dich das wirklich noch stören würde, sollte das tatsächlich geschehen.

<<<Kur antreten.....extra ein Ziel ausgesucht, welches 500 km weit weg ist>>>

Auch in einer völlig intakten Beziehung geniesst man eine Auszeit durchaus, und darf sich sogar wie Dein Mann über etwas Zeit alleine freuen.....aber in Deinem Fall ist das ja schon eher eine Flucht die Du da antrittst.

<<<Er sei aber auch nicht bereit sich zu verbiegen.>>>

Er muss sich weder verbiegen noch sich brechen lassen, noch sich in allen Punkten gänzlich zurück nehmen und anpassen.....es würde ja eigentlich schon ausreichen, wenn er einfach mal das "arrogantes Arschloch sein" ausschalten würde....für den Anfang zumindest temporär/phasenweise.

<<<Laut meinem Mann bin ich kein Vorbild für ihn.>>>

Eigentlich würde es ja reichen, wenn er Dich als Partnerin sieht. Vorbilder......so "heroisch" muss es doch gar nicht sein wenn genug Respekt, Zuneigung/Liebe, Verständnis und ausreichend Gemeinsamkeiten da sind. Auch ist es grundlegen erst mal nicht so wichtig, ob der/die Partner/in der Meinung ist, dass man selbst ein Vorbild für die Kinder ist. Hier zählt in meinen Augen doch eher, was die Kinder darüber denken....und ganz ehrlich: So wie Du das hier schilderst, musst Du Dir dahingehend KEINE Gedanken machen !

Wünsche Dir und Deinen Lütten eine angenehme Zeit in der Kur, und nicht nur viel besinnliche Zeit, sondern auch einen Gedankenblitz, bei der Dich die Erkenntnis auf angenehme Art und Weise flasht, was Deine weitere Zukunft angeht.

LG
Tomm

[... dieser Beitrag wurde vom urbia-Team editiert. Bitte bleibt höflich]

:-)

Nicht aufregen....ist schlecht für die Haut.

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Die Sicht meines Mannes würde mich auch interessieren. Es würde helfen die Situation zu verstehen. Was denkt er über mich und warum verhält er sich so?
Mein Mann ist unnahbar. Emotionen gibt es keine. Euphorie kann man ab und an bei ihm vernehmen wenn er einen besonderen Obolus in der Arbeit erreicht, sich einen Wunsch erfüllt hat. Dann ist er lieb, einfühlsam und lacht sogar mal<- dies ist der Mann den ich kennen und lieben gelernt habe. Daran hat sich meine Hoffnung geklammert.
Natürlich habe ich an dieser Situation meinen Teil zu tragen. Dazu gehören definitiv zwei.
Ich denke ich habe irgendwann angefangen mich auf die Hinterbeine zu stellen. Habe angesprochen dass es mich nervt, wenn seine Dinge, Bedürfnisse, Vornehmungen usw grundsätzlich Priorität haben.

Wenn mein Mann etwas von mir möchte, eine Antwort z.B., und diese nicht umgehend bekommt, ist er sauer, meint ich ignoriere ihn. Zum Teil habe ich nicht mal die Zeit mir meine Gedanken zu machen was ich in der Situation möchte und dann zu antworten.
Vor kurzem wollten Mutter, Vater und Hund gleichzeitig etwas von mir, mein Mann kam meinen Namen rufend von hinten. Ich habe im scharfen Ton "Moment" gesagt, das war schon zuviel. Selbst wenn ich hinterher reflektiere, ihm sage es war auf die für mich gerade stressige Situation bezogen und nicht gegen ihn gerichtet, ist er sauer.
Ich hasse es wenn ich in Eile bin, das von mir gesagte zu wiederholen (Schwäche von mir). Ich spreche es dann laut und deutlich aus. Für meinen Mann wieder ein Angriff. Ich bin allerdings auch einfach genervt davon, dass mein Mann mir einfach nicht zuhört und ich deshalb Dinge oft erneut ansprechen muss.

Ich glaube mein Mann fühlt sich in vielen Dingen "ertappt". Er ist immer scharf an der Grenze zu seinem eigenen Perfektionismus. Wenn dann jemand wie ich um die Ecke kommt und treffende Argumente bringt, bringt ihn das aus dem Konzept.

Für mich als Mutter und Ehefrau sind viele Dinge ganz logische Konsequenzen aus seinem Verhalten. Er hingegen sieht es nicht so. Ich habe manchmal das Gefühl er hat da irgendwo eine Sperre und über die komme ich nicht hinweg.
Ich feinde ihn auch nicht an, kann viele Dinge seiner Sicht nachvollziehen und gebe Lösungsvorschläge - ich dachte immer in einer Ehe lernt man von einander-
Es ist nicht so, dass ich ihn mit bösen Worten konfrontiere. Ich erkläre immer und immer wieder dass es mir nicht darum geht, er solle sich schlecht fühlen, sondern ich möchte an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Fehler machen wir beide!
Aber in jedem Gespräch bricht er aus, versucht mich emotional zu treffen und ist wie immer unnahbar :-(

Man liest in deinen Zeilen richtig, dass du um die Ehe kämpfst wie eine Löwin! Du möchtest Harmonie, Verständnis, eine gemeinsame Lösung... Aber du musst realisieren, dass es rein gar nichts bringt, wenn nur der eine kämpft, Verständnis zeigt, versucht einem alles recht zu machen usw... Wo bleibst du? Wo bleiben deine Bedürfnisse, deine Gefühle? Gibt er sich Mühe dir zu gefallen, dir etwas recht zu machen? Das was ich nur lese, ist dass du dir um ihn und seine Gefühlswelt Gedanken machst, andersrum überhaupt nicht! Ich bleibe bei meiner Meinung, dass er ein egoistisches A...loch ist, der nur sich selber sieht! Und du bist dabei dich selbst aufzugeben um ihm alles recht zu machen! Er tritt dich immer wieder und du kommst immernoch angekrochen wie ein winselnder Hund! Er respektiert dich null! Warum auch, du lässt ja auch alles mit dir machen?! Lass ihn los und denke an dich, dass ist der einzige Weg wieder glücklich zu werden!

Ich behaupte mal plump Dein Mann hat kein besonders ausgeprägtes Selbstbewusstsein und haut deswegen so auf die Kacke. Sein ganzes Verhalten spricht dafür. Dazu kommt vielleicht noch, dass er meint, Du wärst ihm überlegen. Rhetorisch, intellektuell, empathisch, emotional, etc. Vielleicht sogar alles zusammen?

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Hallo du

der Text könnte fast von mir sein bis auf das Sex auch kein Thema mehr war bei uns....Und seit der Trennung? Es geht mir gut, sau gut damit. Es ist wie wenn ich ganz viel balast abgeworfen habe......

Und ja ich hatte auch angst davor was kommt, was ist, wie schaffe ich es, bereue ich es doch irgendwann.....

Aus der Beschreibung deines Mannes lese ich zu großen Teilen meinen Stiefvater heraus.

Ich habe einen Knacks weg dafür, dass ich mit diesem Menschen aufwachsen musste. Das ist aber gar nichts im Vergleich zu meinen Geschwistern, seinen leiblichen Kindern, die unter diesem Leistungsdruck aufwachsen mussten. Ich schätze mich inzwischen froh, dass ich nur ein lästiges Anhängsel war, dass er sich weggewünscht hat und nicht ein Teil seiner Familie, der dringend nach seinem guten Vorbild erfolgreich sein musste.

Mein Bruder hat sich mit 16 das Leben genommen. Meine Schwester studiert und betreibt nebenbei Leistungssport mit Ambitionen für Olympia. Sie ist der unglücklichste Mensch, den ich kenne.

Warum meine Mutter solange bei diesem Typen geblieben ist und diese vorgetäuschte heile Familie besser fand als eine Trennung, habe ich nicht verstanden.

Du siehst immer nur Enttäuschung in seinen Augen, wenn er euch anguckt. Da schüttelt es mich.

>>Ich hingegen werde ständig herausgerissen, da die Kinder sich kaum noch an ihn wenden mögen. Laut seiner Aussage würde es daran liegen, dass Mama häufiger "Ja" sagen würde...<<

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen: Nein, es liegt am Vater! Dies war auch das Argument meines Vaters und nein, meine Schwester und ich sind ganz sicher nicht deswegen nur zu meiner Mutter gegangen #nanana