Lässt er sich ausbeuten? Vorsicht geboten?

    • (1) 03.05.17 - 11:56
      Inaktiv

      Ich brauche mal Rat für meine Partnerschaft. Möchte voranstellen mich mit Hausfinanzierung etc. nicht auszukennen. Habe aber in den letzten Wochen vermehrt ein ungutes Gefühl.

      Mein Partner und ich sind seit fast 2 Jahren zusammen.

      Vor ca. 5 Jahren erfolgte die Scheidung meines Freundes von seiner Ex. Sie besitzen ein gemeinsames Haus und die Ex wohnte bis vor ca. 3 Jahren noch in dem Haus, es bestanden getrennte Wohnungen.
      Die Ex steht mit im Grundbuch und den Kreditverträgen.

      Seit der Trennung und Scheidung hat sie sich in keinster Weise an den Krediten und Kosten ums Haus mehr mitbeteiligt. Mein Partner hat die ganze Finanzierung bei der Bank alleine gestemmt. Das ist auch belegbar.

      Die Ex weigerte sich in den letzten Jahren, ihren Hausanteil aufzugeben und mein Freund hätte sie niemals auszahlen können. Vor ca. 3 Jahren, als es zu ihrem Auszug aus dem gemeinsamen Besitz kam, wurde sie schwanger von ihrem neuen Freund und behauptete bis vor Kurzem, nicht arbeiten zu können und deshalb auch die Kostenbelastungen und Kredite nicht mittragen zu können.

      Soweit die Ausgangslage.
      Nun verstarb Anfang des Jahres der Vater meines Freundes. Im Zuge dessen beschloss er, das Elternhaus zu übernehmen und das Haus von ihm und der Ex zu verkaufen, diese willigte ein.
      Das Haus wurde nun mit Gewinn verkauft. Der Notartermin ist nächste Woche.
      Laut der Ex steht ihr die Hälfte des Gewinns rechtlich zu.
      Weiterhin wird der Kaufbetrag wohl zu beiden Teilen an die Hauseigentümer übergeben.

      Auch erfuhr mein Freund nun von der Ex selbst, dass diese seit einem Jahr schon wieder arbeitet.

      Ich gebe zu mich bisher mit Ratschlägen und so weiter rausgehalten zu haben, wir wohnen auch nicht zusammen. Aber für mich riecht das Alles zunehmend nach Abzocke. Da mir die rechtliche Seite nicht geläufig ist wollte ich mal nachfragen. Mein Freund ist sehr gutmütig und ich mache mir langsam einfach Sorgen, dass er zu unvorsichtig und leichtgläubig ist.

      • (2) 03.05.17 - 12:13

        Hallo,
        Da die Ex Miteigentümerin ist/im Grundbuch steht, hätte sie von deinem Freund, sofern er das Haus bewohnt, eine Nutzungsentschädigung fordern können.
        In wie weit sich diese mit den Kreditraten aufrechnen lässt, könnt nur ihr sagen.

        Unser Haus wurde nach der Trennung zwangsversteigert und obwohl ich nur zu 1/3 im Grundbuch stand wurde der Erlös Hälfte/Hälfte geteilt.

        Dies hatte damit zu tun, dass wir vor dem Amtsgericht gleichlautende Erklärungen abgeben musste.

        Diese war völlig unabhängig vom 1/3 und 2/3 Eigentum.

        Ich weiß, dass dir das nicht hilft, da bei euch ein Verkauf im Raum steht.

        Ich wollte dir damit lediglich sagen, dass man manchmal vielleicht auch rechtlich falsch denkt, was seine jeweiligen Rechte zur Verteilung angeht.

        Dein Freund sollte sich lieber professionell vertreten lassen.

        • (3) 03.05.17 - 12:22

          Danke für deine Antwort. Aber ich dachte das gilt im Zusammenhang mit Scheidungsverfahren und nachd er Scheidung bewohnten beide ja noch für ca. 2 Jahre das gemeinsame Haus wenn auch in getrennten Wohnungen. Auch hier beteiligte sich die Ex bei Mitnutzung/-bewohnung ja schon nicht an den Krediten und Kosten.

          Denke aber auch, dass er sich anwaltlich oder dergleichen beraten lassen sollte.

      Er soll sich einen Anwalt nehmen, alles andere wird nichts bringen.

    • Auch wenn der Frau als Miteigentümerin der entsprechende Anteil des Kaufpreises zusteht, muss sie im Innenverhältnis ihrem Ex, der die Schulden alleine abgetragen hat, das Geld zurück erstatten. Dazu gibt es eine BGH-Entscheidung.

      Dein Mann soll sich rechtlich beraten lassen.

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