Was kann ich noch machen

    • (1) 07.05.17 - 08:18
      Verzeifelt123

      Hallo,

      Mein Partner und ich sind seit 4 Jahren zusammen, seit 3 Jahren wohnen wir zusammen. Er ist 49.

      er war viele Jahre verheiratet und hat 3 Kinder, UH zahlt er nur noch für den kleinen. Und das noch etwa 4 Jahre lang.

      Er hat jetzt die Arbeitsstelle gewechselt. Er arbeitet jetzt in einer anderen Stadt. Er fährt Sonntag abends hin. 6 Stunden fahrt und am Freitag nach Hause. Er wollte neue Herausforderungen.

      Er ist denk ich vor Monaten, wo das mit dem neuen Job kam, noch bei der alten AG in Depressionen gerutscht. Er jammert immer, dass er mit 50 nix hat, er sein ganzes Leben lang buckelt und ihm nix bleibt. Seine ex Frau hat ihn wie einen weihnachtsgans ausgenommen. Sie hat das gemeinsame Haus behalten usw. Er wurde nicht ausbezahlt. Die Anwälte haben das echt klug gemacht. Das ganze war vor 10 Jahren.

      Nun hat er wahnsinnige Existenzängste. Er weint hier am WE, sagt, dass er nicht mehr kann usw. Hilfe will er nicht annehmen. Er hat Überweisung zum Psychologen. Er sagt, der kann auch nicht helfen.

      Wobei, wenn er seine Schulden, Miete, Fahrtkosten, Wohnung bei der Arbeit bezahlt, bleiben ihm 1300 Euro zum Leben. Das ist doch gar nicht so wenig. Ich weiß nicht mehr, wie ich ihm helfen soll. Er ist echt am Boden. Ja, es ist scheisse, dass er nix hat, 0 Euro auf dem Konto. Er kann aber irgendwie auch nicht sparen. Jetzt stopft er wenigstens die kippen. Ich weiß nicht, wie ich ihn aufbauen soll. Er sollte sich doch freuen, dass wir ihn nach Hause warten, eine Mega tolle Mietwohnung haben, einen schönen garten dran, er hat zwar ein altes Auto, ist aber in Ordnung, er hat 3 Kinder, die ihn lieben, ich habe ein Kind, das ihn abgöttisch liebt. Und paar Jahre muss er ja noch arbeiten, von 1300 kann man auch gut sparen, wenn man davon nur kippen und essen kaufen muss, und bei seinem brutto, fällt dann auch seine Rente glaub ich nicht so schlecht aus. Was soll ich machen?

      LG die verzweifelte.

      • (2) 07.05.17 - 10:47
        Endlich Sonnenschein

        Hallo,

        wenn dein Partner nach Abzug aller Fixkosten noch 1.300€ übrig hat, warum hat er dann die letzten Jahre gar nichts sparen können? Für sich alleine benötigter doch nicht 1.300€ für Essen, Kleidung, Hygieneartikel....jeden Monat?!
        Das was dein Freund übrig hat, verdienen andere netto und müssen davon ihren kompletten Lebensunterhalt bestreiten.
        Kann es sein, dass er nicht in einer Depression steckt, sondern dass er eine Midlifecrisis hat? Kommt mit bei seinem Gejammere so rüber.
        Von seinem Geld könnte er locker monatlich 500-700€ sparen, das wären im Jahr wenigstens 6.000€. Da er mindestens noch zehn Jahre arbeiten muss, ist das schon eine nette Summe.
        Er soll seinen Termin beim Psychologen wahrnehmen und sich helfen lassen.
        Du kannst mit ihm einen Sparplan ausfeilen und ihm so weiter helfen.
        Vielleicht sollte er das Rauchen aufgeben, für seine Gesundheit, aber auch um noch mehr sparen zu können.

        Hallo,

        Es gibt Leute, die ihre Finanzen einfach nicht in Griff bekommen oder diese, wie auch andere Verwaltungsaufgaben, nicht überblicken.

        Kann es sein, dass er dazu gehört? Deine Schilderung, wie das mit dem Haus mit seiner ex-Frau gelaufen ist, und auch, dass er von 1300 € nix zur Seite legt, bringt mir diese Vermutung nahe. Du könntest ihn unterstützen, indem du ihm einfach nahelegst oder mit ihm ausrechnest, was /wieviel er monatlich zur Seite bringen kann/soll. Dann ein Konto dafür anlegen und am besten einen Dauerauftrag. Ich würde die Rate mal nicht zu hoch ansetzen, lieber dann am Monatsende nochmal was beiseite legen.

        Ausserdem ist es ja nicht so, dass er bisher nix geschaffen hätte. Er wird im Laufe seines Lebens einen stolzen Betrag an Unterhalt bezahlt haben, der wohl letztlich (hoffentlich ) seinen Kindern zugute kam.

        Ich würde hier nun nicht gleich von Depressionen ausgehen, eher eine Frustrationsphase.

        Nur jammern bringt aber nix, sondern er soll einen Anfang machen , wenn er es ändern möchte. Und zwar sofort. Unterstütz ihn dabei!

        Lg

        Er hat nach Abzug aller Kosten 1300 Euro übrig und wird von dir anscheinend rundum verwöhnt. Das heißt, er wohnt kostenfrei bei dir und ißt auch dort ohne etwas von den Kosten zu übernehmen, und du überlegst, wie du ihm darüberhinaus noch helfen könntest??

        Wo bleiben dann die 1300 Euro jeden Monat?

        Er ist über die Lebensmitte hinaus gewachsen ohne zu lernen wie man verantwortlich mit Geld umgeht, er hat sich bei der Trennung anscheinend nicht mit Nachdruck um seinen Anteil gekümmert, und jetzt merkt er wie ihm die Zeit davonrennt bis zur Rente.

        Und du willst ihm helfen? Eine therapeutische Hilfe lehnt er ab. Da gibt es wohl nichts zu helfen, außer dass du normal mit ihm umgehst. Er sollte wenn er bei dir lebt, seinen Teil der gemeinsamen Aufgaben, auch finanziell, übernehmen.

        Ansonsten solltest du dir besser überlegen, ob du mit einem Menschen den Rest deiner Lebenszeit verbringen möchtest, der für eure gemeinsamen Finanzen nicht sorgen kann/will oder wie auch immer, und der dir immer finanziell zur Last fallen wird. Überlege dir mal was das im Alter bedeutet. Vielleicht hat er auch die Hälfte seiner Rente an seine Exfrau abtreten müssen. Was ist dann in rund 15 Jahren mit ihm? Wieviel Rente wirst du haben? Wie stellt ihr euch das vor?

        • (5) 07.05.17 - 19:22

          Nein, nein, er wohnt hier nicht um sonst. Diese Wohnung mieten wir zu zweit.

          Er hat zwar ein Haus fast abgezahlt, aber die ex hat dann Wohnrecht für die schwimu erteilt und die war damals noch jung und erwartete Lebenszeit Jahre x 5000 Euro, kamen vom Verkehrswert von Haus ab. Verkehrswert ist schon mal fast die Hälfte vom Verkaufswert. Somit blieb da nix übrig. Längere Geschichte.

          Bis vor kurzem musste er auch für 2 Kinder UH zahlen. Nun nur noch für 1. ok, er kann demnächst etwas sparen. Es nimmt ihn aber wahnsinnig mit, dass er seit 30 Jahren arbeitet und nun nix hat. Kann ich ja auch verstehen, er muss jetzt wieder von vorne anfangen. Aber ändern können wir das nun mal nicht. Höchstens seine Sichtweise, aber das lässt er irgendwie nicht zu.

          • die ex hat dann Wohnrecht für die schwimu erteilt ........

            Ich kann dir nur raten, die Dinge sachlich zu betrachten (Zahlen und Fakten). Die Exfrau kann der Schwiegermutter kein Wohnrecht erteilen, ohne dass der Mitbesitzer (Ehemann) da zustimmt. Das Wohnrecht wird im Grundbuch eingetragen!

            Ich vermute mal, dass es damit zu tun hatte, dass die Schwiegermutter sich am Hauskauf finanziell irgendwie stark beteiligt hat. Wohnrecht gegen Finanzierung. Natürlich mindert das den Wert des Hauses. Bei der Beurteilung sollte man sich auch fragen: wer (und wessen Eltern) hat wieviel in die Ehe mit hineingebracht, damit dieses Haus gebaut oder angeschafft werden konnte.

            Wenn du bei diesen Gedankengängen nicht bei den Fakten bleibst, dann ärgerst du dich maßlos. "Ausgenommen wie eine Weihnachtsgans...." Das hat zwei Seiten: einen der seine Vorteile ausschöpft und einen der sich ausschöpfen läßt. Und wenn es so ist, dass der Ehemann das Haus fast abbezahlt hat - was hat die Frau in der Zeit geleistet, an Kindererziehung, an Verdienst ...? Auch das ist ja etwas wert und muss gewürdigt werden.

            Wenn du versuchst, beide Seiten zu sehen, kannst du ihm vielleicht irgendwann eine Stütze werden und auch selbst innerlich Frieden finden mit der Sache.

        (8) 07.05.17 - 19:23

        Ach, und Einkäufe und so am we zahlen wir auch gemeinsam.

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