Mann denkt ich sei "faul"

    • (1) 07.05.17 - 19:46

      Ihr Lieben,
      Nun habe ich auch einmal ein Problem. Mein Mann und ich haben zwei Kinder, 2,5 und 10 Monate. Mein Mann hat einen extrem fordernden Job, 8- 10 Uhr abends ist standard. Eher später. Auch mal über Nacht . Ich mache alles zuhause, kümmere mich um die Kinder, Haushalt, putze, mache Abendessen für meinen Mann etc. Stehe um 5 auf und kümmere mich um die Kids.

      Er hilft nur minimal am. Wochenende mit.
      Jetzt ist die Elternzeit zu Ende und er sagt ich sei "unterfordert" und soll mindestens 25h/ Woche arbeiten. Ich sage, 15 h sind genug weil ich alles andere auch noch mache. Finanziell ist es relativ egal, ich arbeite quasi nur "für mich". Er ist aber total genervt weil ee sagt ich muss doch arbeiten. Wie sehr ihr das? Ich habe einfach Angst dass ich im Endeffekt ALLES mache und keine Minute mehr für mich habe,. Ich würde mir gerne einen 450€ Job suchen weil ich einfach denke das reicht. Mein Mann ist total sauer weil er dann zuhause helfen soll (also wenigstens sein Abendessen selbst machen) ....:( sonst ist er ein total lieber Kerl, aber momentan ist es echt übel :((( hat er recht und ich bin einfach ,faul???lg Cookie

      • Du bist auf keinen Fall faul. Du kümmerst dich doch rund um die Uhr um die Kinder. Vielleicht könntet ihr ja einen Kompromiss schließen. Du gehst halbtags arbeiten und dafür zahlt er eine Putzfrau, damit nicht alles an dir hängen bleibt.

        Davon mal ganz abgesehen, würde ich meinen Mann wenn er mir sowas unterstellen würde verbal in Grund und Boden stampfen, dass er nicht wüsste wie ihm geschieht:-[

        Ich finde die Behauptung ist eine Frechheit. Evtl. könnte man mal einfach den kompletten Haushalt ruhen lassen und wenn er keine frischen Unterhosen mehr hat kann er ja mal gucken wo er saubere herbekommt. Dann würde ich sagen: "Ach, weißt du was ich bin doch so faul, da hatte ich einfach keine Lust zu!"
        Mir würden noch ganz andere Sachen einfallen#schein

        Alles Gute dir.

      Hi,
      ich denke, dass die Einstellung deines Mannes bei euch sicherlich ordentlich Konfliktpotenzial haben wird. Je älter eure Kleine wird, desto mehr wird er von dir mehr aushäusiges Arbeiten fordern. Zwei Kinder, solange sie noch so klein sind, und der ganze andere Kram sind sicherlich vergleichbar anstrengend wie ein Vollzeitjob. Und wenn du evtl. mal zwischendurch Zeit zum Durchschnaufen haben solltest, gönnt er dir dies nicht und das finde ich das Befremdliche.

      Ich würde in der Tat an deiner Stelle schauen, dass du nicht in die Teilzeitfalle tappst und ggf. doch mehr arbeiten gehen und dafür eine Putzhilfe bezahlen (oder er muss halt mehr mit anpacken).

      vlg tina

      Unglaublich! Sag ihm doch, du kannst dich auch trennen und dann zahlt er halt Unterhalt. Für so einen Penner würde ich nix mehr kochen etc.

    • Wenn es finanziell Wurscht ist...Deine Kinder sind noch total klein! Wenn ihr auch nicht aufteilen könnt, sind 25 Stunden Arbeit die Woche extrem viel.

      Mal ausgenommen, du hast eine Haushaltshilfe. Dann ginge es.

      Hast du denn mal mit deinem Mann gesprochen, wie er darauf kommt, dass du unterfordert seist? Vielleicht meinte er gar nicht deine Auslastung, sondern die intelektuellen Anforderungen. Eventuell ist er der Ansicht, dass du ausgeglichener bist, wenn du außer Haus und Kind mal wieder etwas anderes machen kannst.

      Faul bist du keinesfalls, wenn du tatsächlich "alles alleine" machst. Allerdings denke ich, dass auch diesbezüglich in vielen Ehen eine verdrehte Ansicht herrscht. Viele Frauen denken, dass sie "alles alleine" machen, übersehen dabei aber, dass der Mann die Steuer macht, den Rasen mäht, renoviert, repariert, etc. Ist es bei euch tatsächlich so, dass du wirklich alles machst? Selbst wenn nicht, bist du nicht faul! Bei weitem nicht!

      Ihr solltet unbedingt ein klärendes Gespräch führen. Ich fürchte, dass deine ganzen Tätigkeiten für ihn erstens nicht sichtbar und zweitens selbstverständlich geworden sind. Er hat zwar immer frisch gewaschene Wäsche, registriert aber vielleicht nicht, wie viel Arbeit es macht. Klingt blöd, aber das ist ja leider oft so.

      • Ich glaube du triffst so ziemlich den Punkt. Es geht ihm vermutlich eher darum dass ich intellektuell unterfordert sei...
        Also ich will ja auch gern arbeiten aber zum einen ist mein kleiner erst 1 Jahr und zum anderen verbringe ich momentan ganz gern Zeit zuhause mit meinen Kindern ;) er macht tatsächlich auch was zuhause (Garten - 5qm) aber den Alltag bekommt er leider kaum mit.ich warte mal ab, sollte es sich finanziell nicht lohnen bin ich eh erst mal,raus und suche mir lieber nen Minijpn in der Nähe :)

    (10) 07.05.17 - 21:39

    Die Logik deines Mannes versteh ich nicht. Wenn du 25 Std gehst, dann muß er doch erst recht mit ran. Nun denn.

    Im Übrigen, würde mein Mann mich als "faul" bezeichnen (wozu er doch manchmal Grund hätte#schein), dann würde ich ihm garantiert in der nächsten Zeit zeigen, was es bedeutet wenn ich wirklich faul bin. Und glaub mir, ich würde alles geben....naja, in dem Fall eher nichts#gruebel.

    (11) 07.05.17 - 21:40

    Männer?!

    (12) 07.05.17 - 21:57

    Ich finde man kann das halt auch nur schwer miteinander vergleichen. Haushalt und Kinder sind eben ganz anders anstrengend als arbeiten zu gehen. Wie oft ich meinen Mann schon darum beneidet habe, dass er nach dem Frühstück das Haus verlassen darf und mit ERWACHSENEN reden darf. Wir haben uns vorgenommen nicht ständig alles aufzuwiegen, sondern zu sagen was wir brauchen und dann schauen wir wie wir Abhilfe schaffen können.

    Beispiel: Mein Mann ist im Haushalt sehr langsam und ich wünsche mir manchmal einfach mal EINE Sache am Stück wegzuarbeiten. Deshalb geht mein Mann mit den Kindern an seinem freien Tag auf den Spielplatz und ich darf mal putzen. Ich putze nicht gern, aber ich freue mich mal was zu schaffen.

    Letztendlich lese ich aus deinem Text meines Erachtens zwei Aspekte heraus.

    1. Du entscheidest über deine Arbeit, weil du natürlich auch viel besser einschätzen kannst, wie viel Zeit und Kraft du hast. Dein Mann darf dich beraten, aber du musst entscheiden.
    2. Die gegenseitige Wertschätzung. Die Frage ob du faul bist ist meines Erachtens falsch gestellt, sondern eher ob er glaubt, dass du faul bist. Ich wäre gekränt, dass mein Mann sowas behauptet.

    (13) 08.05.17 - 09:28

    Hallo!

    Finde ich ziemlich daneben von deinem Mann so was zu behaupten. Wenn es dir gelingt würde ich mal 3-4 Tage zuhause nichts machen. Kein Geschirr wegräumen. Nicht kochen, also für Kids schon aber für ihn nicht. Keine Wäsche, etc. Mal sehen ob er dann immer noch meint du bist unterfordert.

    LG Gabi

    Ich denke nicht, dass du faul bist! Zuhause sein ist der anstrengendste Job!

    Ich kann allerdings das "unterfordert" was er dir vorwirft nachvollziehen. Zuhause sein ist gerade so anstrengend, weil man kaum soziale Kontakte, wenige intellektuelle Herausforderungen und keine Anerkennung erhält. Ein Job kann da definitiv helfen!!

    Ich finde du könntest es versuchen etwas mehr zu arbeiten. Vielleicht fühlst du dich dann sogar entspannter! Persönlich finde ich im Büro sitzen deutlich entspannter als Programm für meine zwei Kinder zu machen!

    Plus denk finanziell auch an die Rente! Selbst wenn du erstmal nicht viel mehr in der Tasche hast, spielt finanzielle Unabhängigkeit und Rente auch eine Rolle in solch einer Entscheidung!

    Eines ist allerdings klar: wenn du arbeitest muss auch dein Mann mehr mithelfen. Wenn das nicht möglich ist, dann kommt eben eine Putzfrau oder ein gelegentlicher Babysitter. Das sollte bei zwei Kindern sowieso fats standard sein, finde ich, wenn beide Partner arbeiten!

    (15) 08.05.17 - 10:00

    Hallo!

    Nun genau genommen hat Dein Mann so wie Du es beschreibst einen sehr fordernden Job 8-10 und öfters auch über Nacht. - Wo bleibt da für ihn "Zeit für sich", die Du eigentlich für Dich beanspruchst?

    Ich denke ohnehin, dass man in einer Partnerschaft solche Wettbewerbe "wer arbeitet am meisten und vernachlässigt sich und seine Familie dabei am meisten" vollkommen bescheuert. Wenn er mit seinem Job nicht zufrieden ist, wegen der hohen Arbeitszeiten, sollte er nicht von Dir fordern es ihm gleich zu tun, er sollte lieber einen familienfreundlicheren Job suchen. Solange ihm sein Job Spaß macht, Du diese hohe Belastung mit trägst, soll er die Klappe halten, Du schreibst es ihm schließlich auch nicht vor, dass er weniger arbeiten muss bei genauso hohem Einkommen!

    Redet miteinender und rechnet Euch nicht gegenseitig auf, wie hoch und schlimme Eure jeweilige Belastung ist. Wenn ihr Änderungen wollt, dann fragt Euch in welche Richtung das gehen soll und was jeder selbst dazu beitragen kann und nicht was der andere bitte schön ändern soll.

    Und Dir kann ich nur raten nicht beruflich kurzfristig zu denken .... Sofern möglich bleib bei Deinem Job und mach einen Bogen um 450,- Jobs ohne Zukunftsperspektive! Deine Kinder werden schneller groß und selbständig als Du meinst in 14 Jahren brauchen die Dich nicht mehr soooo. Je nachdem wie viel Zeit dann noch bis zur Rente ist, wirst Du Dich umgucken mit dem 450,- Job.

    LG, I.

    Hallo!

    Faul bist Du nicht, aber wenn Deine Kinder in eine Kita gehen sorgt ein Minijob schon dafür, dass Du sehr viel Freizeit hast. Und vielleicht auch arg wenig intelektuellen Anspruch, wenig Kontakt mit Erwachsenen etc., weil Du halt sonst nur mit Haushalt und Kindern beschäftigt bist.

    Wenn Du sowieso Kita-Plätze hast, dann kannst Du auch mehr arbeiten, einfach um unter Erwachsene zu kommen. Die Kids sind da ja versorgt und solange keiner zu Hause ist, wird es auch nicht unordentlich und dreckig. Wenn Du willst, kannst Du ja einmal pro Woche die Kinder länger in die Kita lassen um da einmal grob durchzuputzen, Großeinkauf zu machen etc., dann musst Du sonst immer nur alles halbwegs ok halten.

    450-Euro-Jobs sind halt erst recht nur zum Mindestlohn und alles andere als geistig fordernd, Du bist da ganz unten. Ein paar Stunden mehr in dem Beruf den Du mal gelernt hast bringt Dir langfristig mehr - Anrecht auf Arbeitslosengeld, Rente, Aufstiegsmöglichkeiten, Berufserfahrung. Mit dem 450-Euro-Job hast Du halt denkbar wenig Aussichten für Deine Zukunft.

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