wenn man den partner nicht mehr liebt

    • (1) 13.05.17 - 13:20
      wird hier oft gesagt dass

      hallo zusammen,

      ich habe hier schon so oft gelesen.. "ich liebe meinen mann nicht mehr, wir haben kinder etc...."

      dann kommen so kommentare wie "trenn dich alles andere is unfair und jeder unglückliche tag eine zumutung für den der nicht mehr geliebt wird". grundsätzlich stimme ich dem zu, man sollte eines tages doch den mut aufbringen, klar zu sagen wie es aussieht und dem anderen die chance geben, sich dann eben auch zu entscheiden, ob er das weiter so mit macht oder eben nicht..

      ich kann nur sagen, ich habe meinem mann mehrfach zu versehen gegeben, dass ich ihn nicht mehr so lieb habe wie es sein müsste, wir haben sei jahren keinen sex. aber er wehrt sich mit allen mitteln, dass ich mich von ihm trenne. er würde das nie mehr mi einer anderen frau haben, was er mit mir hatte.. ja, das geht mir ähnlich. ich weiß, es ist unsere lebenszeit, die wir zusammen verbringen und nicht glücklich sind....

      ...aber....

      wenn man sich dann trennt, ist ja noch lange nicht gesagt, dass man glücklicher ist?! man geht ja nicht raus und es schmeißen sich einem sofor die super-typen bzw. super-frauen an den hals und man fängt direkt von vorn an, viele frauen die alleinerziehend sind, bleiben sehr lange wenn nicht für immer allein.

      nur mal so..

      lg

      • man geht ja nicht raus und es schmeißen sich einem sofor die super-typen bzw. super-frauen an den hals und man fängt direkt von vorn an, viele frauen die alleinerziehend sind, bleiben sehr lange wenn nicht für immer allein.
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        So wie du es ausdrückt, impliziert das, man würde nur glücklich mit einem Partner an der Seite. Also behält man das, was man hat, als ganz ohne dazustehen.

        Wenn ihr euch und euer Glück darüber definiert, das man jemanden hat - egal unter welchen Bedingungen - dann ist das eure Entscheidung.

        Jeder definiert Glück und Beziehung anders. Es gibt doch keine Regel, dass man 3 x die Woche Sex haben muss, um miteinander glücklich zu sein. Manche haben das, aber es passt dennoch nicht, weil es andere Defizite in der Ehe gibt. Manche haben beides und können sich glücklich schätzen. So lange beide mit ihrer jeweiligen Entscheidung gut leben können, dann steht es anderen nicht zu, das zu kritisieren.

        Nur ihr seid nicht glücklich, oder wie ist das zu verstehen? Ihr haltet aneinander fest aus Angst, ohne jemanden dazustehen bzw. dein Mann zehrt noch aus vergangenen Zeiten und denkt, er würde nie wieder jemanden finden, mit dem er das erlebt, was er mit dir hatte. Er mag sich nicht der Gegenwart stellen und hofft vielleicht auf Besserung und glorifiziert die Vergangenheit.

        Niemand wird gezwungen, ein glückliches Leben zu führen und jeder darf Abstriche dort machen, wo er es für nötig erachtet. Bei euch ist das eben euer Sexleben. Das funktioniert so lange, bis jemand irgendwo einen Funken Glücksmoment am Horizont erkennt und vielleicht darauf zugeht. Oder man ist es leid, zu zweit unglücklich zu sein und entscheidet sich dafür, das man es auch vermeintlich allein sein kann. Was auch immer bei euch irgendwann eintritt..........

        Wer behauptet denn, das man zwingend einen Partner an seiner Seite haben muss um glücklich zu sein? Glücklich sein muss man in aller erster Linie mit sich re0bst. Einen anderen Menschen zum glücklich sein zu brauchen ist ein ausnutzen von diesem Menschen und Erwartungen an ihn zu haben, die er natürlich nicht erfüllen kann. Ich und nur ich allein bin dafür verantwortlich glücklich zu sein, niemand sonst. Glücklich sein muß man mit sich selbst sein können. Braucht man andere zwangsläufig dazu, hat man nie gelernt sich selbst genug zu sein.

        Es kann ja nicht angehen, dass man bei einem ungeliebten Partner bleibt aus Angst keinen mehr zu bekommen.
        Zum einen kann man das nicht wissen und zum anderen kann man auch als Single glücklich durchs leben gehen.
        Glück ist nicht abhängig von irgendwelchen Männern, man kann auch ohne glücklich sein.

      • Ach so, ich habe vergessen zu schreiben, dass ich zwei Freundinnen habe, die seit Jahren alleinerziehend sind.
        Beide wollen keine Beziehung mehr.

        Kann auch passieren....

        ...Es aushaltbar für beide Seiten ist,kann man auch sehr gut zusammenleben ohne das man sich dafür lieben muss.
        Ich liebe meinen Mann auch nicht mehr,ABER ich weiß die Jahre (über 20) zu schätzen,die ich mit ihm verbracht haben guten wie in schlechten Zeiten. Und das kann nicht durch einen neuen Partner ersetzt werden. Die Partnerschaften sind heute auch anders. Wie kennen und akzeptieren unsere Macken. In neuen Partnerschaften wird oft nur noch nach Fehlern gesucht und die Akzeptanz wie der andere ist ,ist ziemlich niedrig. Das im Laufe der Jahre das ein oder andere nachlässt ist eigentlich auch normal. Und auch wenn man als Paar auseinander geht,wächst man als Familie aber zusammen. Muss jeder für sich werten,was wichtiger und schöner ist. Für mich sehr wichtig,meinen Kindern ein Familienleben zu geben,als egoistisch nach meinem Glück zu suchen,was einen Partner betrifft.
        Und wie hier schon erwähnt wurde,jeder ist seines Glückes Schmied. Und jeder empfindet glücklich sein anders. Ich bin glücklich,ohne meinen Mann dafür lieben zu müssen. Und es funktioniert-weil man die Werte irgendwann anders legen muss.

      • Die Frauen, denen hier zur Trennung geraten wird, signalisieren mehr oder weniger deutlich, dass diese Trennung nötig ist, weil sie sonst todunglücklich sind. Eben deswegen, weil sie sich eine Partnerschaft wünschen, die ihnen etwas gibt und das in der aktuellen Partnerschaft nicht mehr finden.

        Wenn Dein Mann weiss, dass er nicht mehr geliebt wird und für Euch eine Ehe-WG okay ist, dann könnt ihr das ja gerne durchziehen. Und für so manche Frau und so manchen Mann ist eine unglückliche Beziehung im Alltag stressiger, als alleine zu sein. Dein Mann würde das umgekehrt empfinden, das Leid, sich ungeliebt fühlen zu müssen ist ihm anscheinend doch (noch) lieber. Dass er wählen kann und Du ihm die Wahrheit gesagt hast finde ich völlig okay.

        Ansonsten sprechen wir uns dann wieder, wenn Du oder Dein Mann sich irgendwann anderweitig verliebt haben, das macht das Ganze nämlich dann auf einmal doch ganz anders.. ;-)

        das ist vor allem eine Frage der Angst: "wenn ich mich trenne, finde ich nie mehr einen".

        Ich denke, es braucht so viel Mut wie bei jeder Trennung. Man hat zusammen ein Leben geführt, auch Kinder, Erinnerungen, Wohnung, Haus... schwer so viel hinter sich zu lassen, aber ihr seid ja nicht alleine, ihr habt Freunde, Verwandte, in gewisser Weise auch noch einander - im besten Fall als Freunde.

        Schwerer Schritt, aber ist es Wert, wenn es zusammen so gar nicht mehr geht.

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