Trennung?

    • (1) 27.05.17 - 04:52
      Lusina

      Hallo,
      ich weiß nicht mehr weiter. Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Partner zusammen. Wir haben zwei kleine Kinder, ein Kita-Kind und ein Baby unter 1 Jahr. Ich habe einen sehr guten Job und arbeite im Moment halbtags. Er arbeitet freelance und verdient nicht so viel. Er ist Südländer undsehr emotional. Ich liebe ihn.
      Doch es kriselt schon seit längerer Zeit. Er möchte nicht mehr hier leben, er kommt mit den Leuten und der Mentalität hicht klar. Er hat fast keine Freunde un Bekannte und hasst mittlerweile alles hier. Er möchte in einer anderen Stadt leben ca. 220km entfernt. Dort mag er das Leben. Er hat da auch Aufträge. Jetzt müsste ich hier alles aufgeben und mit den Kindern mit ihm dahin. Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht eine Riesendummheit wär, hier meinen Job und mein Leben aufzugeben, da ich ja der finanzie?le Stützpfeiler der Familie bin. Nun setzt er mir das Messer an die Brust: entweder ich komm mit oder er trennt sich. Ich weiß nicht, was ich will. Ich möchte ihn nicht verlieren, auch als Vater für die Kinder nicht. Eine Trennung wäre aber auch eine 'Erleichterung': keiner mehr der ständig meckert und womöglich eine handfeste Depression hat. Ich trage im Moment zu viel für meinen Partner mit, das hat auch unserer Partnerschaft geschadet, sodass wir seit der Geburt des Kleinen auch fast keinen Sex haben.

      • Hallo,

        das ist traurig zu hören.

        Wenn Dein Partner an eurem Wohnort keinen Anschluss findet, in der anderen Stadt aber für ihn das Leben besser ist, dann wäre es wohl klug, dort hinzuziehen. Er hat dort Aufträge und fühlt sich wohl, richtig?

        Und Du hast hier Arbeit und fühlst Dich hier wohl.

        Ein möglicher Lösungsansatz wäre, er zieht um und Ihr führt eine Wochenendbeziehung, um zu sehen, wie es klappt.

        So wäre Entlastung für Dich da - die wünschst Du Dir ja anscheinend. Und er kann sehen, ob das Gras dort tatsächlich grüner ist. Eine Depression, wie Du vermutest, hätte er zwar auch dort, aber die kommt ja irgendwo her. Und manchmal reicht eine Veränderung in den Umständen und man kommt wieder auf die Füße.

        Das muss natürlich nicht so sein. Eine Depression könnte auch noch schlimmer werden, wenn er dann allein wohnt und allein den Lebensantrieb finden müsste, morgens ausm Bett zu kommen.

        Aber das weisst Du ja nicht vorher.

        Ihr beide habt aktuell Wünsche und wollt diese dem anderen aufzwingen. So macht Ihr euch aber nur kaputt. Immerhin habt Ihr euch ein gemeinsames Leben mit Kindern ausgesucht, weil Ihr euch liebt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Partner, der Frau und Kinder liebt, sich leichtfertig trennt und weg zieht, wenn es ihm emotional nicht wirklich schlecht geht.

        Und Liebe heißt nun mal auch zugunsten des Partners Kompromisse einzugehen - auf beiden Seiten. Wie die Kompromisse aussehen, könnt Ihr ja zusammen entscheiden.

        Ich hab eine schwere Ehe hinter mir mit vielen Anschuldigungen, Spannungen, dem Partner die Schuld zuschieben, den eigenen Willen durchsetzen, Familie entwurzeln, Streit, Hass ... quasi das volle Programm.

        Tja, was soll ich sagen: Wir sind immer noch verheiratet. Heute ist vieles einfacher, weil wir uns gegenseitig und uns selbst ernster nehmen und Kompromisse eingehen können.

        Alles Gute für euch zwei.

        LG

        "Nun setzt er mir das Messer an die Brust: entweder ich komm mit oder er trennt sich."

        Na, so führt man jedenfalls ganz sicherlich keine Beziehung auf Augenhöhe. Erpressung geht gar nicht, mit Trennung drohen wenn der Partner andere Vorstellungen hat schon dreimal nicht.

        Frag ihn, ob ein Kompromiss möglich wäre. Er sucht sich in seiner Stadt ein Zimmer und lebt unter der Woche dort und am Freitag kommt er heim zu Euch. Ich kann mir vorstellen, falls Eure Beziehung noch eine Basis hat, dann kommt sie wieder in Ordnung durch etwas Abstand. Ihr fangt dann an, Euch zu vermissen und werdet Euch wieder interessanter finden. Falls es tatsächlich nichts mehr gibt, was Euch verbindet, dann müsst ihr wenigstens kein totes Pferd mehr reiten.

        (4) 27.05.17 - 09:59

        Ich antworte dir mal aus der anderen Sicht.

        Nämlich als der Partner der dem Partner zuliebe irgendwo lebt wo er sich überhaupt nicht wohl fühlt.

        Das ganze auf Depressionen zu schieben ist echt eine Frechheit!

        Ich fühle mich nicht wohl hier, habe keine Freunde oder Bekannte. Es ergibt sich nichts trotz aller Versuche.

        Ich will hier weg. Dahin wo ich mich verbunden fühle und ich meinen Backround habe.

        Und mein Partner will ums verrecken hier nicht weg.

        Er wischt das immer vom Tisch und nimmt in Kauf das ich hier total unglücklich und einsam bin.

        Am Ende werde auch ich gehen. Das Leben hier tue ich mir nicht an. Nur damit der Partner hat was er will und vollkommen ignoriert das es dem anderen nicht gut geht.

        Du lässt nicht einmal eine Option zu. Für dich steht fest das du da bleibst und das vermittelst du auch sehr deutlich.

        Welche Wahl hat er denn?

        • Habt ihr denn Kinder? Hat dein Partner den festen Job, der euren Lebensunterhalt sichert? Die te hier so anzugehen, finde ich nicht ok. Denn immerhin ist sie diejenige, die für alle Kosten aufkommt, ob sie in einer anderen Stadt das ebenfalls kann, scheint bei dir gar nicht an zu kommen. Und das zumindest ein Kind komplett aus dem gewohnten Umfeld gerissen wird, dass das mit Kindern eben nicht so einfach ist und was da alles mit dran hängt, scheint dir völlig egal zu sein.

          • (6) 27.05.17 - 10:57

            Ja das ist hier ebenso.

            1 Kind und ich könnte dort wo ich leben möchte meine Chancen nutzen die ich hier nicht habe.
            Deshalb werde ich das Kind vor der Einschulung nehmen und gehen.

            • Dir ist schon klar, dass du nicht so einfach das Kind nehmen und gehen kannst? Und warum warten bis kurz vor der Einschulung?

              Trotzdem sehe ich die Situation der TE (oder eben ihres Partners) ein wenig anders als deine.

              Und ja, ein bisschen geht es schon auch darum, wer die Kohle heim bringt.

              Und Erpressung geht einfach gar nicht.

        (8) 27.05.17 - 11:29

        Doch, ich ziehe es in Betracht wegzugehen, aber eben nicht ohne Sicherheiten. Erstens diejenige, dass unsere Beziehung noch fest genug ist und er sich wieder als ebenbürtiger Partner erweist. Zweitens, dass ich eine Anstellung dort finde. Und drittens, dass das für unsere Kinder ein fließender Übergang wird. Leider müssten sie sogar eine neue Sprache lernen.
        Mein Mann hat sich schon eine kleine Wohng gesucht und arbeitet an einigen Tagen in der Woche schon da, aber erst seit kurzer Zeit. Wir hatten abgemacht, uns einer Kompromisslösung langsam anzunähern. Jetzt muss es auf einmal schnell gehen und ich soll ihm zumindest theoretisch ein festes Vetsprechen geben. Das ist mir einfach zu schnell und ich fühle mich unter Druck gesetzt. Außerdem ist unsere Beziehung durch das Ganze zu sehr aus dem Lot geraten, daß ich einfach schon mal im Voraus daran glaube, dass ein Ortswechsel alles richtet.

        Er sagt jetzt, er würde nicht mehr daran gluben und er würde sich trennen ... ich kann seine Probleme sehr gut nachvollziehen, nur ist es für mich als alleiniger Allesmacher (kinder, Arbeit, Papierkram, Kochen und Putzen) gar nicht einfach zu sagen: ok. Morgen fang ich neu an.

        • Entschuldige bitte, wenn ich das jetzt so sage. Aber in ALLEN Fällen im Bekanntenkreis, wo so plötzlich auf eine ganz schnelle Lösung gedrängt wurde, hat es (egal, ob nachgegeben wurde oder nicht) zur Trennung geführt und nicht selten war schon jemand anderes im Spiel.

          Alles Gute für dich, hör auf dein Gefühl!

          (10) 27.05.17 - 12:17

          Also, wenn die Kinder eine neue Sprache lernen müssten (vermutlich nicht die Muttersprache des Vaters?), dann handelt es sich um einen Umzug über Landesgrenzen hinweg? Innerhalb der EU?
          Beherrschst Du die dortige Landessprache so, dass Du weiterhin einer qualifizierten Beschäftigung nachgehen könntest? Hättest Du dort überhaupt die Möglichkeit, Deinen hier erlernten Beruf weiter auszuüben? Wie sieht es vor Ort mit Arbeitslosigkeit aus? In vielen EU-Staaten ist die Arbeitslosigkeit ja höher, als in Deutschland.

          Vielleicht liegt Deinem Mann das Problem schon zu lang auf der Seele, als dass er jetzt noch länger die Ungewissheit aushalten könnte, wie es mit Euch als Familie weitergeht. Aber ich halte es für wahrscheinlicher, dass er schon mit Euch abgeschlossen hat und sein Ding durchziehen will.

          (11) 27.05.17 - 14:45

          oh... jetzt habe ich erst die anderen Beiträge gelesen

          da scheint wirklich ein anderer Hund begraben zu sein, er lässt es ja scheint drauf ankommen zu lassen, dass euer Zusammenleben komplett auseinander bricht.

          Es wird eventuell nicht nur leicht werden, aber du wirst es als Alleinerziehende schaffen. Ich würde mich keinesfalls auf diesen faulen Kompromiss einlassen und jetzt ein Versprechen abgeben. Du bist doch nicht erpressbar, oder?

          Das ist eine fiese Nummer! Wenn du so ihm gegenüber auftreten würde, wäre er wahrscheinlich längst weg, oder?
          Eventuell bist du eine kluge und emphatische Frau? Die fallen schneller in die Falle, für den anderen Mitzudenken, zu fühlen und sich dabei zu verlieren... und der werte Herr (ich meine das nicht böse) käme im Traum vielleicht irgendwann mal darauf, an andere zu denken, wenn es nicht mit irgendeinem Vorteil für sie verbunden ist. Das muss nicht sein...

          oh je... lass dich nicht erpressen und bleibe die unabhängige Frau! Kopf hoch!

      (12) 27.05.17 - 12:50
      Du scheinst.....

      ....ziemlich in deinem Thema festzustecken, dass du dein eigenes auf andere projizierst! Ich sehe allerdings so rein garkeine Parallelen. Es scheint, dass die TE wohl im Gegensatz zu deinem Mann sehr selbstreflektiert rüber kommt und versucht, nach Kompromissen zu suchen bzw. ein Leben in der neuen Umgebung zu planen und zu organisieren. Ob man ihr dazu raten kann, weiß ich nicht, denn niemand weiß, ob die sowieso angeschlagene Beziehung sich bessern wird, wenn sie als Hauptverdienerin ihren sicheren Job aufgibt. Dir rate ich jedoch, beim nächsten Mal erst den Kopf einzuschalten, bevor du antwortest, damit du nicht so unkontrolliert unberechtigte Unterstellungen ablieferst!

      (13) 27.05.17 - 14:48

      du bist ja komplett im Opfer-täter-denken verhaftet...
      krass...

Dann soll er erst mal dort hin gehen.
Vielleicht entspannt sich die Beziehung und Ihr könnt mit einer Fernbeziehung besser leben.
200 km ist ja kein Weg.

(15) 27.05.17 - 11:38

Hi,
grundsätzlich bin ich sehr dafür, dass jeder in einer Partnerschaft die Möglichkeit bekommt, zufrieden zu sein.

Dennoch würde mir es an deiner Stelle auch großes Bauchweh bereiten, meine Sicherheit - Beruf, familiäre Unterstützung mit den Kindern... - aufzugeben. Das muss geplant werden und ohne Job dort für dich würde ich nicht gehen wollen.

Die Frage ist, wie dein Partner tickt. Nutzt er vor Ort bei euch Möglichkeiten, die sich für ihn bieten oder hat er sich schon so in seine Abneigung verrannt, dass er das nicht tut. Das weißt aber nur du.
Den Kompromiss, dass er schon mal vorgeht und euch den Weg bereitet, finde ich gar nicht so verkehrt.

Aber schnell alles aufgeben, damit er dir das Messer von der Brust nimmt, darauf würde ich mich nicht einlassen. Der Schritt muss gut vorbereitet sein, dazu habt ihr mit den Kindern viel zu viel Verantwortung.

vlg tina

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