Vernunft oder Liebe

    • (1) 31.05.17 - 09:49
      a oder b

      Tja... Vernunft oder Liebe... Natürlich gibt es auch beides zusammen, aber hier geht es darum nicht!

      Es gibt einen Mann, ich kenne ihn schon seit einigen Jahren..., der gern mit mir zusammen wäre und auch gut für mich wäre, im Sinne von... Er ist lieb und hilfsbereit. Aber ich bin überhaupt nicht verliebt in ihn.

      Nun, warum mache ich mir dann dennoch Gedanken über >ihn<... Ich bin seit 9 Jahren alleinerziehend und habe schon oft "die falschen Entscheidungen" getroffen. Nun stehe ich kurz davor ua. aus beruflichen Gründen weiter wegzuziehen. Was meine Existenz angeht, ist das im Grunde genommen aber rauch nur ein weiteres Risiko, daher denke ich mir... Mensch, mit diesem Mann könnte ich zusammenziehen, ein schönes Häuschen bewohnen, einen Hund kaufen..., ein ganz normales Familienleben führen eben - und allg. nicht mehr für alles allein verantwortlich und zuständig sein.

      Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich über all die Jahre hinweg viele Paare beobachtet habe (im Kindergarten und in der Schule), die sichtlich nicht gerade verliebt sind. Mit einigen führte ich über dieses Thema auch ein offenes Gespräch und bin daher überzeugt davon, dass viele ihre Ehe hinsichtlich dem Nutzen führen und nicht der Liebe wegen, zumindest nicht nur! Ich wohne aber auch in einer recht gehobenen/teuren Gegend. Hier lebt es sich nunmal nur als Paar wirklich oder ausserordentlich gut und darauf wollen viele nicht verzichten.

      Ist hier noch jemand, der seine Beziehung/Ehe, ohne oder sogar mit dem Wissen des Partners nur oder auch nur zum Teil auf Grund des Nutzens führt? Nicht zu verwechseln mit dem Grund "der Kinder wegen". Das ist hier nicht gemeint. Wie kam es dazu? War Euch das schon am Anfang der Beziehung klar und welchen Grund gab es dann diese Beziehung einzugehen, oder entwickelte sich das erst im Laufe der Beziehung?

      Bei mir ist es aktuell so, dass ich zuletzt zwei aufeinanderfolgende Beziehungen führte, die katastrophal waren und endeten. Dadurch bin ich (teilw. zum Glück) sehr wählersich geworden was eine Beziehung auf die ich mich geistig wieder völlig einlassen kann und will angeht.

      So viele Beziehungen scheitern letztendlich sowieso. Ganz plump gesagt, kann meine Beziehung zu dem Herren irgendwann genauso gut aus natürlichen Gründen scheitern, wie aus dem Grund, dass ich irgendwann jemanden finde der meinen Vortsellungen und vor Allem Gefühlen mehr entspricht. Ich weiß, dass das schroff klingt, aber ich spreche reine Tatsachen aus. Warum nicht zusammen eine Weile verbringen, gemeinsam von der Partnerschaft profitieren bis es nunmal ein Ende hat? So ist es doch auch ohne den Vorbehalt, dass wahre Gefühle von Anfang an fehlen. Ich muss und möchte auch klarstellen, dass ich den Mann keineswegs nur ausnutzen würde. Er ist seit 8 Jahren single und hat trotz gutem Charakter seine Problemchen im Leben - wie alle anderen. Aber ich würde das natürlich ebenso hinnehmen und ihm unterstützend zur Seite stehen wie er mir letztendlich auch - nur halt ohne Verliebtsein:-(

      Mein anderer Gedanke ist... Könnte man diese Gefühle vielleicht auch erst während der Beziehung entwickeln? Hat das schon mal jemand hier erlebt?

      Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich gehe, aber ich wollte dieses Thema davor noch in den Raum werfen. Vielleicht bekomme ich ja ein paar Impulse.

      Ich weiß, dass das Thema sehr schwierig ist, denn ich empfinde es als Tabu eine Beziehung nicht aus reiner Liebe zu führen. Ich habe bislang auch nie eine Beziehung aus anderen Gründen geführt. Aber nach meinen, vor allem zwei letzten, sehr schmerzlichen Beziehungen und mit steigendem Alter (wenn auch nur ü30), so wie auch der Möglichkeit welche mir durch diesen Mann, der ebenso von mir "profitieren" würde gegeben ist, hat sich dieses Thema freigeschaltet.

      #herzlich

      • (2) 31.05.17 - 10:00

        Ich würde mich für die Lebensversicherung, den Hund, das Haus und den Garten entscheiden. Aber ohne Anfassen

        • (3) 31.05.17 - 10:02

          Lebensversicherung? Heiraten würde ich wahrscheinlich nicht mal aus Liebe#rofl

          Und ernstgemeinte Antworten wären mir davon abgesehen lieber! #danke

      (4) 31.05.17 - 10:03

      Wie sieht es denn bei ihm aus? Ist er verliebt in dich? Würdest du mit offenen Karten spielen und ihm sagen, dass du nicht in ihn verliebt bist? Wie sieht es mit Sex aus?

      Prinzipiell denke ich schon, dass man auch eine Partnerschaft ohne Liebe sondern auf einer anderen Basis führen kann. Ich denke das ist ähnlich wie bei einer offenen Beziehung. Es gibt sicher nicht viele wo das funktioniert. Aber wenn sich beide einig sind und allen die Spielregeln klar sind, dann kann das gut funktionieren, auch wenn es nicht das "normale" ist.

      Aber auf jeden Fall sollte es immer beiden Seiten klar sein. Es sollte keine Seite ausgenutzt werden.

      In deinem Fall solltest du diesem "lieben Kerl" nicht irgendwelche falschen Hoffnungen machen, sondern wirklich mit offenen Karten spielen. Alles andere fände ich unfair und hätte den Namen Beziehung oder Partnerschaft nicht verdient.

      • (5) 31.05.17 - 10:16

        Ja natürlich ist er verliebt in mich. Aber ich muss dazu sagen, dass er der Sorte Mann angehört, die, zumindest erstmal -jede-nehmen würden. Er ist mit der Zeit sehr unsicher geworden, hat kaum noch Selbstsvertrauen und seit vielen Jahren auch keinen Sex mehr. Und ja, er wohnt sogar noch bei seinen Eltern!!! - von daher mitunter meine Aussage, dass auch er von mir profitieren würde! Aber hier nochmal kurz dazwischen geworfen... Wie ich schon sagte, wohnen wir in einer recht gehobenen Gegend und seine Familie in einem großen Haus und selbst sein Bruder, der ganz anders drauf ist wohnt noch zu Hause.

        Daher nein, er ist der Typ Mann wie man auf Grund alle dem bei RTL am Mittag sieht. Er sieht gut aus, ist gepflegt, hat einen Vollzeitjob. Aber seine wohl größte Macke ist sein fehlendes Selbstbewusstsein. Das kann sehr anstrengend sein, denn eigentlich suche ich jemanden, der mal mich an der Hand nimmt und führt. Da gibt es viele andere Beispiele. Auf jeden Fall kommt das nicht Verliebtsein nicht von irgendwo.

        Also... Ja, er ist verliebt... Aber auch gamsig#rofl Sorry, aber es ist so. Und ja, er weiß auch, dass ich nicht verliebt bin, jedoch nicht, dass ich eine Beziehung dennoch in Erwägung ziehe.

    (6) 31.05.17 - 10:11

    Ich glaube, dass man schon ziemlich verzweifelt sein muss, um das überhaupt in Erwägung zu ziehen.
    Nichts desto trotz würde ich das definitiv nicht machen.

    • (7) 31.05.17 - 10:21

      Kann ich verstehen! Denke ja GENAUSO#schwitz Aber warst Du schon mal fast 10 Jahre alleinerziehend und wohnst in einer quasi unbezahlbaren Gegend, bekommst keinen langfristigen Job im Ort weil Du das Defizit "alleinerziehende Mutter" mit Dir herumträgst und keinen Partner hast, der Dich offiziell mitunterstützt? Ich habe noch 276 andere Beispiele. Aber glaube mir, ich hätte auch am liebsten DEN Partner bei dem alles stimmt aber habe ich noch immer nicht gefunden, möchte aber auch nicht noch weitere 10 Jahre allein für alles zuständig sein, bzw. auch einfach nur mal nicht allein sein!

      • (8) 31.05.17 - 12:06

        Warum bleibt man dann in einer Gegend wohnen, die man sich nicht leisten kann.

        Ich würde es nicht machen, an seiner Stelle. Enttäuscht ist dadurch nämlich nur einer.

        • (9) 31.05.17 - 14:28

          Weil man hier aufgewachsen ist zB. Oder sich auch einfach nur hier eingelebt hat...!?

          Man hat hier auch und trotzdessen seine Arbeit, ist innerhalb der Familie vielleicht auch aufeinander angewiesen, aus welchen Gründen auch immer, möchte und KANN nicht einfach gehen. Viele machen es, wie ich schon mal schrieb und ich bin auch dabei, aber nicht an erster Stelle wegen dem Finanziellen, denn auch meine Familie wohnt hier und braucht mich und ich sie gewissermaßen, sondern weil ich ua. andere Erfahrungen sammeln möchte.

          An seiner Stelle... Ja, würde ich auch nicht. Aber er ist momentan so verzweifelt, dass ihm das was wohl folgen würde wenn ich irgendwann gehen würde, nicht davon abhalten würde. Das Ganze ist aber auch extrem schwer zu erklären. Es ist sehr schwer nicht so zu klingen, als würde es mir darum gehen ihn auszunutzen. Ich kann nur nochmal betonen, dass er weder eine Wohnung noch ein Haus besitzt, geschweigeden mietet, kein Auto hat, nicht mal den Führerschein usw. Er hat "lediglich" einen Job (was auch schon was ist... meine Exen hatten lange nicht mal das) und ist ein netter und lieber Mann. Und ich mache mir darüber Gedanken es zu versuchen, weil ich bislang fast immer nach meinem persönlichen Gefallen was das Äußere eines Mannes anging und auch die "Art" (locker, charmant - zunächst) ging und damit immer nur die Arschlöcher herausgefischt habe - und nein, ich sage nicht, dass jeder gut aussehende Mann ein Arschloch ist. Ich sage nur, dass es bislang bei mir der Fall war! Ja, und jetzt denke ich mir, dass ich vielleicht auch mal einem Mann eine Chance geben soll, der optisch nicht wirklich mein Fall ist und auch ein wenig stehen geblieben in seiner persönlichen Entwicklung, aber mich niemals verletzen würde (eben auch, weil ein solcher Mann zu schätzen weiß was er hat und nicht alles kriegt was er will und dadurch die "Ware" dementsprechend minderwertig behandelt).

          • (10) 31.05.17 - 14:43

            "Ja, und jetzt denke ich mir, dass ich vielleicht auch mal einem Mann eine Chance geben soll, der optisch nicht wirklich mein Fall ist und auch ein wenig stehen geblieben in seiner persönlichen Entwicklung, aber mich niemals verletzen würde (eben auch, weil ein solcher Mann zu schätzen weiß was er hat und nicht alles kriegt was er will und dadurch die "Ware" dementsprechend minderwertig behandelt)."

            Aber er hat es umgekehrt verdient minderwertig behandelt zu werden? Warum?

            • (11) 01.06.17 - 08:57

              #schock#nanana Warum würde ich ihn minderwertig behandeln?

              Ich habe eine Ausbilung, eine große Wohnung, einen Neuwagen und genug Lebenserfahrung um >ihn< aus seinem Loch herauszuholen. Nehmen wir an, er ist wirklich unfassbar in mich verknallt... Ich sage es jetzt so, weil obwohl ich weiß, dass er (wirklich) in mich verliebt ist, ich in ihm aber auch einen, in seinem Leben, nicht geistig(!) stehengebliebenen jungen Mann sehe, der sein Selbstbewusstsein und Selbstvetrauen verloren hat und im Leben nicht wirklich weiterkommt und sich wahrscheinlich auch über die Nähe einer anderen Frau die sich mal für ihn interessieren würde freuen würde!

              Also... Er ist unendlich verknallt und ich spiele mit offenen Karten... Ich sage ihm, dass ich ihn als Mensch sehr wertschätze und achte, allerdings nicht in ihn verliebt bin, mir jedoch vorstellen kann mit ihm eine Beziehung langsam aufzubauen und zu schauen wie fern und weit wir uns gegenseitig unterstützen können und wo hin es führt, er aber auch damit rechnen muss, dass es gefühlsmäßig so bleibt wie jetzt. Er würde das akzeptieren und wir würden uns immer häufiger treffen und anfangen und gegenseitig zu unterstützen... Der Mann, und ich behaupte es mal nach dem ich ihn gut kenne, und jetzt mal ganz abesehen von Gefühlen, würde plötzlich anfangen Verantwortung zu übernehmen, für sich und eine Frau, ein Kind. Er würde sein Selbstbewusstsein aufbauen und vielleicht und wahrscheinlich jemand, der nach mir bereit wäre eine anständige Beziehung mit einer Frau zu führen, eine Familie zu gründen.

              Er hatte bislang nur eine Freundin. Ich war nun schon mit mehreren Herren zusammen... Und ja, es war meist schmerzlich wenn eine Beziehung kaputt ging, aber hat mich auch bestärkt!!! Ich bin daher davon überzeugt, dass sowas dazugehört. Man muss manchmal auf diese Art erfahren, was man wirklich will, kann und was nicht! Ich kann nur nochmal sagen... So viele Beziehungen fangen als die große Liebe an... Und nach ein paar Jahren ist es genauso vorbei und das wahrscheinlich, nicht sicher, aber WAHRSCHEINLICH im Streit. Super. So hingegegen spielt man immer und schon von Anfang an mit offenen Karten - auch wenn sie einem vielleicht nicht so gut gefallen. Aber von Lügen, Intriegen keine Spur.

          (12) 31.05.17 - 14:43

          Ü30 und keinen Führerschein?#zitter Das wird ja immer besser!

          Was willst denn mit so einem? Der widert Dich doch unbewußt jetzt schon an.

          • Ich fahre auch kein Auto und bin auch ü 30 :) ist das pflicht?

            • Kein Auto fahren und keinen Führerschein haben, ist aber ein himmelweiter Unterschied ;-)

              • (15) 01.06.17 - 08:42

                Da muss ich mich kurz einbringen...

                Da ich diesen Punkt, diese Tatsache (er hat keinen Führerschein) genannt habe, stört mich natürlich auch etwas daran. Aber man muss auch sagen, dass es nicht sooo abwägig ist (noch) keinen Führerschein gemacht zu haben, wenn man schlicht und ergreiffend kein Auto benötigt. Seine Arbeit ist nicht weit weg von seinem zu Hause und er hat auch keine Verantwortung gegenüber Frau und Kind, sprich ein Auto haben zu müssen, bzw. auch nur im Notfall oder bei Bedarf fahren zu können. Natürlich zeigt es eine Art von Verantwortlichkeit, wenn man auch diesen Schritt erledigt hat - Ich habe den Führerschein, weil ich schon so alt bin. Aber ich kann es auch verstehen, dass das Alter nicht unbedingt ausschlaggebend sein muss, um sich für etwas das man bislang noch nicht benötigt hat und voraussichlich noch eine zeitlang nicht benötigen wird noch nicht praktisch entschlossen hat.

                Ein anderer Freund von mir machte ihn mit 30. Eine Freundin von mir hat ihn mit 20 gemacht, ist aber seit sie den Schein gemacht hat... haltet Euch fest... NOCH NIE gefahren. Ich habe sie nach Jahren mal dazu bekommen auf einem Parkplatz 4 Meter zu fahren. Sie mag es einfach nicht - und braucht es auch nicht.

                Ich meine, klar... SOLLTE sich zwischen uns wirklich eine Art von Beziehung ergeben, würde ich ihn darum bitten ihn zu machen. Da es mir eben auch um Unterstützung geht, und da wäre es nunmal von Nöten, dass auch er mal fährt. Wohin auch immer.

        (16) 01.06.17 - 06:12

        Brauchst du mit aller Macht einen Mann? Kann man nicht erst mal, nachdem mal schon öfter reingefallen ist, sein Leben selber regeln. Und zumal du ja auch noch ein Kind hast.

        <<<Ja, und jetzt denke ich mir, dass ich vielleicht auch mal einem Mann eine Chance geben soll, der optisch nicht wirklich mein Fall ist und auch ein wenig stehen geblieben in seiner persönlichen Entwicklung, >>>

        Du bist dann auch stehen geblieben in deiner Entwicklung, wenn du nicht mal alleine dein Leben geregelt bekommst. Bleib doch bei ihm bei einer Freundschaft und gut ist. Vielleicht entwickelt sich ja von deiner Seite her doch noch etwas, dann kann man es immer noch versuchen.

        • (17) 01.06.17 - 08:31

          Schön, dass Du meinen Beitrag gelesen, aber nicht verstanden hast - oder verstehen wolltest#pro

          Ich bin seit fast 10 Jahren alleinstehend /-erziehend. Was hat das mit "Nicht allein zurecht kommen" zu tun, wenn ich schier und ergreiffend einfach mal wieder nicht alleine sein und für alles erdenkliche verantwortlich sein möchte, nicht kann, MÖCHTE!!? Ich bin nicht erst seit einem Jahr aus meiner letzten Beziehung gefallen und denke mir: Achherje, ohjemine... Wie kann, wie soll, wie soll, wie kann?! Ich mache alles alleine... Alles! Und ich bin alles andere als "stehen geblieben in meiner Entwicklung". Also entschuldige mal bitte#nanana Ich wette mit Dir, dass Du nicht so lange alleinerziehend bist/warst und glaube, dass Du keine Ahnung hast was das bedeutet und was ich alles geschafft habe, nochmals betont; ALLEINE#cool Mein Kind ist mittlerweile 9 Jahre alt und alt und selbstständig genug! Ich brauche nicht in meinem Muttersein Unterstützung, mir geht es um das gesamte. Und sicherlich profitiert auch der Herr von mir, wenn nicht noch mehr, da ich mit einer guten Ausbildung, einer großen Wohnung, einem Neuwagen (trotz meiner Lage und in einer teuren Gegend) - was ich mir alles alleine erarbeitet und aufgebaut habe eine Beziehung mit ihm eingehe, der weder eine Ausbildung hat, noch eine eigene Wohnung bewohnt, ein Auto oder auch nur Führerschein hat . denn..., er müsste mal wieder raus, raus aus sich, Eigenverantwortung übernehmen, bzw. erlernen usw. Von mir profitiert er mehr als ich von ihm, da es mir hauptsächlich um das Nicht alleine sein, jemandem im Rücken haben geht, und nicht das Hilfe benötigen.

          Natürlich belasse ich es sehr wahrscheinlich dabei, denn ich denke MICH macht es auf Dauer nicht glücklich. Ich kann ja immer noch zurückkehren und er wird mit großer wahrscheinlichkeit zu dem Zeitpunkt noch nicht viel weiter gekommen sein, so dass man nach einem halben Jahr, oder Jahr immer noch darüber nachdenken kann so eine Art von Beziehung einzugehen. Aber es kam mir einfach der Gedanke auf, dass es vielleicht, nach vielen gescheiterten, vor allem den letzten beiden, langjährigen gescheiterten Beziehungen, vielleicht vernünftig wäre, es mit einem solchen, ruhigeren, charakterlich bodenständigeren und aufrichtigeren Mann zu versuchen, auch wenn er, oder gerade weil er nicht meinem eigentlichen Beuteschema entspricht.

          • (18) 01.06.17 - 11:21

            Sollte jetzt kein Angriff sein, nur ich sehe es so aus deinen Beiträgen, dass es eigentlich auch nicht das ist, was du dir wünschst bzw. erhoffst.

            Ich habe deinen Beitrag gelesen und denke mal auch verstanden. Ich kann schon verstehen, wenn man jahrelang die Verantwortung für sich und das Kind alleine tragen muss, dass es nervt. Aber was ist mit dem Vater des Kindes. Den lese ich hier nicht erwähnt. Er hat auch eine Pflicht, sich um euer Kind zu kümmern. Und ehrlich, mich in solch eine Beziehung zu stürtzen, wie du sie hier beschreibst, würde ich nie und nimmer, weil es auf Dauer auch nicht die Erfüllung ist, die du dir vielleicht erwartest. Hast du keine weiblichen Freundschaften, mit denen man vielleicht auch eine WG bilden könnte.

Was ich aus dir heraus höre ist die Suche nach Geborgenheit und Sicherheit. Du schreibst du hättest zwei katastrophale Beziehungen gehabt. Mir kommt es vor als würdest du etwas suchen was dir Sicherheit gibt, oder vielleicht auch ein "normales" Familienleben mit Vater, wenn du verstehst was ich meine. Du schreibst er geht dir nicht aus dem Kopf, hast aber keine Gefühlt für ihn. Was zieht dich denn so an ihm an? Scheint er sehr treu und liebenswert zu sein? Diese Fragen würde ich mir auch stellen.

Zudem scheinst du dir sicher zu sein dass er auch eine Beziehung mit dir haben würde. Hattet ihr schon ein Date? Seit ihr euch nähre gekommen?

Wenn ich dich richtig verstehe geht es darum. Du fragst dich ob du da bleiben sollst wo du im Moment wohnst und mit ihm zusammen eine Zukunft aufbauen, oder ob du wegziehen sollst um einen neuen Job zu bekommen. Dabei liebst du diesen Mann nicht mal. Meiner Meinung nach: lass es. Eine Beziehung aus Vernunft klappt meiner Meinung nach nicht oder macht dich auch nicht glücklich. Weisst du schon was dich in der neuen Stadt erwartet? Vielleicht wartet dort die Liebe deines Lebens auf dich, die dir beides geben kann: Liebe und Geborgenheit. Zudem würde ich nie einen Job sausen lassen wegen eines Mannes, wo ich noch nicht mal weiss ob es für immer hält. Was ist wenn es nicht klappt und du dort wohnen bleibst wo du jetzt bist, nur wegen eines Mannes? Am Ende sitzt du wieder alleine da und hast dabei noch diese Berufsgelegenheit sausen lassen. Du gibst hier an dass du viele Paare beobachtest die nicht mehr sehr liebevoll miteinander umgehen. Es mag ja sein dass nach einigen Jahren Ehe diese Verliebtheit verloren geht und man sich im Alltag verliert. Dies heisst jedoch nicht dass diese Paare nie verliebt waren. Verliebtheit vergeht, was bleibt ist dieses Zusammenseingefühl und das Meistern des Alltages zusammen. Jedoch war bzw ist da noch Liebe.

Wie gesagt ich würde es lassen. Ich lese heraus dass du noch recht jung bist (zwischen 30 und 40?) und denke du hast noch alle Chance dieser Welt deine richtige Liebe zu treffen.

  • (20) 31.05.17 - 10:29

    Danke für die tolle Antwort!

    Ich suche Geborgenheit und Sicherheit, ja!!! Vor Allem nach den vergangenen Beziehungen. Ich habe 110% gegeben, doch diese Männer haben mich verarscht, hintergangen, ausgenutzt und belogen und beide Beziehungen gingen etwa 5 Jahre! Sie waren mein typisches Beuteschema... Gut aussehend, selbstbewusst, bzw. wahrscheinlich zu verwechseln mit arrogant. Davon will ich weg. DESHALB denke ich an meinen Bekannten... Er ist anders. Er hat ein gutes Herz. Er würde mich nicht belügen und betrügen.

    Aber ich empfinde einfach nichts. Und ich bin mir sicher, dass es nicht daran liegt, dass er kein "Arschloch" ist, denn davon bin ich wirklich weg. Wir kennen uns schon viele Jahre und er betonte schon oft und erst neulich wieder, dass er mit mir zusammen sein wollen würde, sogar Kinder möchte usw.

    Ich denk auch, dass mir grundsätzlich ein Tapetenwechsel gut täte. Und was dort kommt weiß man ja nicht. Vielleicht wirklich DER Mann, vielleicht aber auch wieder nur ein Reinfall oder gar gar nichts. Natürlich habe ich noch Zeit, aber es ist traurig, dass es wohl nicht noch in der Blüte meines Lebens passieren wird. Und damit meine ich nicht, dass ältere Frauen ab 40 sage ich mal unattraktiv sind... Aber ich denke man kann verstehen was ich meine. Das hat aber auch nichts mit dem Bekannten zu tun... Ob ich meine 30er als Single oder mit jemanden verbringe den ich nicht liebe macht keinen Unterschied. Ich habe es nur als Tatsache ausgeprochen#hicks

(21) 31.05.17 - 10:31

Nein, das ist sicher keine gute Basis.

Irgendwann wird er dir so dermaßen auf den Sack gehen, oder dich anekeln im Bett, dass du schreiend weglaufen willst.

Die Gefühlsebene sollte - zumindest am Anfang - stimmen. Nach zig Jahren ist sicher bei den Meisten nicht mehr viel übrig von den großen Emotionen. Aber zumindest waren sie mal da und man zehrt auch irgendwie davon.

Von vorneherein aber auf sie zu verzichten, nur des reinen Profits wegen, halte ich

a) für moderne Prostitution (scheint auch "in" zu sein-> Lugner und Co.)
b) für selbstzerstörerisch

Das hälst du nicht durch. Lass es.

Gruss
agostea

  • (22) 31.05.17 - 10:33

    Sehr sachlich!

    Ja, vermutlich, sogar sicherlich hast Du recht!

    Vielleicht mache ich mich damit noch mehr kaputt und kann danach wirklich gar nichts mehr führen.

    • (23) 31.05.17 - 10:42

      Nicht nur vielleicht - es WIRD dich total ankotzen. Und nein, ich glaube auch nicht daran, dass Liebe wächst. Wo nix ist, was soll da wachsen?!

      Geh in die neue Stadt, fang den neuen Job an, wirf alten Ballast ab und schau nach vorne.

      Wer weiß, was das Leben noch für dich bereit hält? Für dich ist doch noch lange nicht Schluss.

      Btw: Ich persönlich finde deine aktuelle Perpektivedas auch wesentlich aufregender, als mit einem gutmütigen Langweiler in einer grusligen Neubausiedlung einen auf RAMA - Familie zu machen. GÄÄÄÄHN. Mit nicht mal 40 an der Endstation angekommen. Super.

      • (24) 31.05.17 - 10:58

        "Mit nicht mal 40 an der Endstation angekommen. Super."

        So genau habe ich es noch gar nicht gesehen... Nur weil viele, vor Allem in Ortschaften wie hier dieses Leben bereits mit Anfang 20 aufbauen und dementsprechend mit um die 30 und 40 endgültig leben, bedeutet es noch lange nicht, dass es in dem Alter die Endstation sein muss.

        Hier ist es schwierig... Es wird einmal so vorgelebt... Es gibt kaum Alleinerziehende und somit auch wenige, bzw. keine Angebote für Alleinerziehende. Alles ist teuer... Und dann sieht man die Vorstadtfamilien vor der Schule in ihre schicken Autos einsteigen und nach Hause fahren um den Pool anzuheizen. An dieser Stelle; Nichts gegen Reichtum. Aber es ist hier schier unmöglich alleinstehend, vor Allem auch noch alleinerziehend einen halbwegs hohen Lebensstandart zu erreichen - bzw. redet man sich automatisch ein es zu müssen! Hier bist Du nämlich ohne BMW und Haus mit Pool nichts. Und dann denkt man nach... Da ist jemand, der will auch noch und ist zu allem Überfluss auch noch nett... Aber klar, menschlich gesehen und auch davon abgesehen, dass es mehr auf der Welt gibt als solche Orte, ist es sinnlos.

        • (25) 31.05.17 - 11:23

          Ich kann deine Gedankengänge schon gut verstehen.

          Du steckst in einer Maschinerie/Umfeld, die/das alleine schwer aufrecht zu erhalten ist.

          Die Frage ist halt - WILLST du die/das überhaupt aufrecht erhalten? Unterm Strich geht's doch grade um den schnöden Mammon. Der schicke BMW, das schicke Häusschen mit Pool...ja, sicher - angenehme Dinge. Wohlstandsgesellschaft eben. Da ist man schnell abgehängt, wenn man nicht Schritt hält.

          Das Leben außerhalb dieser Standards bietet allerdings wesentlich aufregendere - vor allem individuellere! Lebensformen.

          Deshalb hättest du durch den Jobwechsel grade eine super Chance, dich zu verändern.

          Es ist ja auch alles Einstellungssache. Für den einen ist es der Traum schlechthin, gutbürgerlich einen auf dicke Hose zu machen. Wie die meisten Durchschnittsdeutschen.

          Andere verschwenden keinen Gedanken an schicke Autos oder den Neubau mit Handtuchgarten, sondern sind mit weniger Materiellem glücklich - dafür mit viel bunter Abwechslung. Ich denke da grade an eine liebe Freundin, die mit ihrer Familie in einer Altbauwohnung mitten in einer Großstadt wohnt (ohne Auto!) und da tolle Dinge macht/erlebt...so ganz anders, als viele andere.

          Du musst wissen, was dir wichtig ist.

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