Wie kann ich meiner Freundin helfen?

    • (1) 07.06.17 - 21:04
      Mittwochsfrage

      Ihr Lieben,

      der Freund einer sehr guten Freundin von mir hat im März eine Affäre gestartet, diese is nun schwanger von ihm.
      Die Affäre hat von dem Freund erzählt bekommen, dass er sich gerade von seiner Freundin trennt.

      Meine Frage ist nun, was kann ich für meine Freundin tun.
      Reden und Zuhören ist klar, aber mir bricht es das Herz sie so gedemütigt zu sehen.

      • Hallo,

        "sie so gedemütigt zu sehen" - da geht mir der Hut hoch, sorry.

        Egal, aus welchem Grund der Freund die Affäre angefangen hat, sehe ich ganz klar ihn als den Gedemütigten.

        Zwar gehören zu einer nicht funktionierenden Beziehung, weshalb man dann vielleicht sein Glück anderswo sucht, immer zwei. ABER: eine Affäre und dann noch nicht mal mit adäquater Verhütung war eine rücksichtslose, rückgratlose und sich selbst abwertende Entscheidung des Freundes.

        Bezüglich der Entscheidung zu der Affäre hat Deine Freundin sich doch nichts vorzuwerfen. Das hat der Freund ganz allein verzapft.

        Stärke ihr Selbstbewusstsein, das ist das beste, das Du machen kannst.

        Alles Gute euch.

        LG

          • Guten morgen,

            gern.

            Demütigung bedeutet (Wikipedia z. B.):

            die den Selbstwert, Würde und Stolz angreifende beschämende und verächtliche Behandlung eines Anderen, oft auch im Beisein anderer Personen.

            Diese Definition bezieht sich zwar grundsätzlich darauf, dass jemand dies einem anderen antut. Aber meine persönliche Auffassung ist eine andere.

            Ich als betrogene Frau muss die "Demütigung" des anderen ja nicht entgegen nehmen. Mein Selbstwert, meine Würde und mein Stolz werden durch das Fehlverhalten anderer Personen nicht angegriffen - nicht einmal, wenn es deren Absicht ist. Nur dann, wenn ich das Fehlverhalten der anderen Personen annehme, leidet mein eigener Wert.

            In meinen Augen hat der Mann sich daher selbst gedemütigt. Seine Würde und seinen Selbstwert hat er durch moralisch verwerfliches Verhalten erniedrigt. Stolz kann er darauf meiner Meinung nach auch nicht sein.

            Ob er selber so fühlt, wissen wir nicht. Vielleicht schämt er sich gar nicht, kann ja sein. Aber sein moralisches Radar ist ja nicht der gesellschaftliche Maßstab.

            Zwar könnte man nun linguistische Haarspalterei betreiben und sagen, er könne ja nur dann der Gedemütigte sein, wenn er auch so empfindet, es also auch annimmt - aber es geht ja grundsätzlich nicht um den Mann, sondern wie ich in Bezug auf ihn denke.

            Es geht um meine Gefühle als betrogene Frau - und als diese empfände ich keine Demütigung durch den Mann bezogen auf mich selbst, sondern er hätte sich selbst in seiner Würde, Stolz und Selbstwertgefühl angegriffen.

            MEIN Empfinden ihm gegenüber wäre also eine Abwertung, Erniedrigung SEINER Würde, SEINES Wertes.

            Sein Verhalten und die Wertung dessen trifft mich nicht als Abwertung, sondern ihn.

            Ich hoffe, dass ist einigermaßen verständlich erklärt - manchmal fällt mir das in Worte fassen leider nicht so leicht.

            Viele Grüße

            sinnesfrei

            • Nee, selbst mit linguistischer Haarspalterei komme ich nicht auf Deine Ansicht.

              Deine Ansicht ist immer noch schräg.

              Wenn sie sich nicht demütigen lässt, ist er noch längst nicht der Gedemütigte, sondern immer noch ein ...Trottel.

              Wo Du schon richtig liegst ist, dass sie es in der Hand hat, ob sie diese Demütigung annimmt oder nicht. Mit anderen Worten: Aufstehen und Krone richten.

    Hat er sich denn überhaupt von deiner Freundin getrennt oder hat er das nur behauptet um seine Affäre weiter zu behalten? So oder so, deine Freundin ist nicht gedemütigt worden. Wenn deine Freundin auch nur den witzigsten Hauch von stolz hat, hat sie ihn in dem Moment auf ewig in die Wüste geschickt, wo sie von der Geschichte erfahren hat. Dann braucht sie nicht jemanden, der meint, sie wäre gedemütigt worden sondern jemanden, der ihr stolz auf die Schulter klopft und sagt "Super gemacht! Der Typ ist ein Arsch, ich mochte ihn sowieso nicht und du brauchst ihn auch nicht. Komm, lass uns einen darauf trinken, das du den endlich los bist!"

>> Meine Frage ist nun, was kann ich für meine Freundin tun.<<

Ihr dabei helfen, seine Sachen "zu packen", damit er zu der anderen ziehen kann (oder sonstwo hin).
Mit dem würde ich keine 3 Monate mehr in einer Wohnung wohnen, soweit kommt´s noch!

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