Eltern akzeptieren meinen Freund nicht

    • (1) 09.06.17 - 14:45
      A.verzweifelt

      Hallo

      ich bin inzwischen echt verzweifelt. Meine Eltern haben meinen Freund nie akzeptiert. Ich dachte mit der Zeit wird es besser aber es wird eher schlimmer. Ich bin schwanger und seit sie das wissen dass ich ein Kind von ihm bekomme haben sie versucht mich zur Abtreibung zu überreden und sprechen noch schlechter über ihn, wie ich von dem ein Kind bekommen kann usw. Er hat am Anfang versucht mit ihnen gut zurecht zu kommen doch inzwischen ist er natürlich auch stur und will mit ihnen nichts mehr zu tun haben. Die ganze Familie ist nun schon zerstritten weil meine Schwester auch anfängt sich auf die Seite meiner Eltern zu stellen und ihn sogar für morgen auf ihren Geburtstag ausgeladen hat. Ich dachte ich spinne als sie das geschrieben hat. Sie wollten keinen Ärger weil meine Eltern kommen, also hat sie nur mich eingeladen. Ohne ihn! Er sagt er hat sowieso keinen Bock auf sie, ich soll alleine gehen. Doch ich will das nicht. Mich gibt es nun mal nur mit ihm als Familie bald mit unserem Kind. Wie können sie ihn nur so ausschließen? Denken die ich komme dann gut gelaunt auf den Geburtstag und tue so als sei alles gut? Was meint ihr? Sollen wir nochmal versuchen mit ihnen zu reden? Er ist stur und sagt er will das nicht. Doch wir werden sie brauchen als Babysitter wenn das Baby da ist, denn ich will bald weiter studieren nach der Geburt. Und es macht mich auch fertig dass unser Verhältnis so schlecht ist. Obwohl wir uns vorher immer super verstanden haben. Was meint ihr zu dieser Situation und wie sollen wir uns verhalten? Oder besser ich? Ich sitze zwischen den Stühlen.

      LG
      Alissa

      • (2) 09.06.17 - 14:48

        Hallo.

        Gibt es denn eine Begründung, warum Deine Familie Deinen Freund derart ablehnt?

        Und wenn Du Dich zu Deinem Freund positionieren willst, dann müsst Ihr Euch abnabeln mit allen Konsequenzen. Die Eltern als Babysitter solltest Du auf alle Fälle vergessen und eine andere Lösung finden.

        LG

        • (3) 09.06.17 - 14:51

          Sie mögen seine Art nicht und sein Äußeres, alles. Er ist ziemlich tätowiert und hat auch Piercings, das war meinen Eltern ein Dorn im Auge und sie hatten vom ersten Treffen an Vorurteile gegen ihn. Außerdem studiert er mit 29 immer noch und sie meinen er hat noch nichts erreicht .

          • (4) 09.06.17 - 14:57

            Okay, sein Styling ist Geschmachssache ...

            ... aber im 2. Punkt gebe ich Deinen Eltern durchaus Recht ... insbesondere weil Ihr jetzt auch noch ein Kind bekommt, ohne wirklich schon beruflich angekommen zu sein ...

            ... aber schlussendlich kannst Du das alles nicht ändern ... Deine Eltern sehen Deinen Freund nun mal so, ob nun zu Recht oder Unrecht ... und machen sich sicher Sorgen, was ihr Verhalten natürlich nicht besser macht ...

            ... Deinen Freund kann ich verstehen ... man muss sich so nicht behandeln lassen ...

            ... wenn das Leben mit Deinem Freund und Eurem Kind das Leben ist, das Du willst, dann kannst Du Dich nur klar positionieren ... musst aber dann die Konsequenzen tragen und in Zukunft ohne Deine Ursprungsfamilie auskommen müssen ...

            ... BEIDES wirst Du nicht bekommen oder erzwingen können.

            • (5) 09.06.17 - 15:05

              Das Problem ist, sie ziehen die ganze Familie da mit rein. Meine Schwester kam immer gut mit ihm zurecht und jetzt läd sie ihn plötzlich von ihrem Geburtstag aus? Nur weil meine Eltern ihn nicht mögen? Dass sie jetzt bei ihm auch unten durch ist versteht sich wohl von selbst. Und es ist so schade, weil sie eigentlich weiß wie er ist und sie ihn auch mag.

              Ich war immer ein Familienmensch und wir wohnen alle im gleichen Ort und meine Mutter liebt ihre Enkeln von meiner Schwester und sieht sie jeden Tag. Und bei uns? Wollen die uns für immer ignorieren oder was? Und unser Kind?

              • Zitat: "Ich war immer ein Familienmensch und wir wohnen alle im gleichen Ort und meine Mutter liebt ihre Enkeln von meiner Schwester und sieht sie jeden Tag."

                Deine Schwester ist ja nicht blöd. Die will es sich eben nicht wegen deines Freundes mit ihren eigenen Eltern verscherzen. Sie wird ja vermutlich auch regelmäßig als Babysitter anfordern...

                Du / ihr solltet deinen Eltern die Gelgenheit geben, deinen Freund besser kennen zu lernen. Rein von der Optik schließt man ja schon mal schnell auf den Charakter - das ist natürlich nicht immer fair aber so ist es nun mal. Meine Eltern würden bei einen tattoowierten, gepiercten Typen auch seeeer sparsam gucken, das ist vielleicht auch ne Generationenfrage..

                Du und dein Liebster solltet von deinem und eurem Trotz mal schnell runterkommen und deinen Eltern Verständnis entgegenbringen. Sie lieben dich und wollen nur das Beste für dich. Sie machen sich Sorgen und sind sicherlich auch ein Stück weit verzweifelt. Wenn meine Tochter mitten im Studium schwanger um die Ecke kommt, dann ist mir der Partner auch noch optisch ein Dorn im Auge und ernähren kann er seine kleine Familie auch nicht - bei aller Liebe, was hast du denn von deinen Eltern erwartet, Mädel?? Freundensprünge????

                Aber zum Babystitten sollen sie dann wieder gut genug sein oder wie? Setzt euch in Ruhe zusammen. Vielleicht nur erstmal du und deine Familie. Ich würde auch zu dem Geburtstag gehen. Zeig ihnen, dass du an Kontakt zu ihnen interessiert bist und sie brauchst. Sag ihnen, dass du sie liebst, deinen Freund aber auch. Dass du dir wünschst, dass sie ihn wenigstens aktzeptieren so wie er ist. Sag ihnen, dass du nicht zwischen ihm und ihnen wählen möchtest. Frag sie, wie sich sich einen gemeinsamen Weg vorstellen können.

                Es werden Tage kommen, da wird eine Oma vor Ort und eine Schwester um die Ecke deine Rettung sein. Sei jetzt schlau, versuche zu vermitteln, sei auch für deine Familie da. Erzähle ihnen, was du an deinem Freund schätzt und dass er ein feiner Kerl ist, auch wenn das Äusserliche vielleicht nicht sofort darauf schließen lässt.

                • Ich sehe das etwas anders. Eltern wollen nicht immer das Beste für ihre Kinder. Manchmal geht es ihnen einfach nur ums Prinzip, Recht zu haben, es schon immer gewusst zu haben, besser zu sein, Macht auszuüben etc. Ich habe selbst Jahre meines Lebens damit verschwendet, es meinen Eltern recht machen zu wollen, den Lebensweg einzuschlagen, den sie für den richtigen hielten, habe sie jede Woche mit schlechtem Gewissen besucht, weil ich ihre Vorgaben meistens nicht erfüllt hatte etc.

                  Ich habe mit 27 mit ihnen gebrochen. Danach fing die beste Zeit meines Lebens an. Heute bin ich weder Reserveoffizier, noch Kadermitarbeiter in einem Grossunternehmen noch habe ich einen Doktortitel oder sonstwas, womit man familienintern angeben könnte. Dafür habe ich mein Leben zurück. Nach etwa sechs, sieben Jahren Funkstille haben meine Eltern übrigens dann auch langsam signalisiert, dass vielleicht doch nicht alles ganz verkehrt ist, was ich tue, mein Vater war sogar am Tag der offenen Tür in meinem Betrieb. Mittlerweile haben wir zwar immer noch ein distanziertes Verhältnis, aber können wieder normal miteinander umgehen.

                  Vielleicht braucht es diesen Bruch und Abstand, ansonsten drehen sich die immer gleichen Streitigkeiten jeden Tag von neuem im Kreis. Und eine Oma vor Ort, die ihre Präsenz dazu nutzt, Streit in die Familie reinzutragen, schadet unter dem Strich mehr als dass sie nützt.

              (8) 09.06.17 - 16:40

              >>> Und es ist so schade, weil sie eigentlich weiß wie er ist und sie ihn auch mag. <<<

              Natürlich ist das schade, aber sie meint halt, dass sie sich in diesem Fall positionieren muss (was Du ja auch tun musst) und für sie ist da eben Blut dicker als Wasser ... was ich verständlich finde, wenn man gezwungen ist, Stellung zu beziehen ... es ist ja nun mal Dein Freund und nicht ihrer.

              LG

    (9) 09.06.17 - 14:52

    Seh ich auch so. Wen da noch ein Druckmittel im Spiel ist, wird es noch schlimmer.
    Kümmer dich beizeiten um eine unabhängige Betreuung. Wende dich am Besten an dein Studentenwerk - die haben eine gute Übersicht über Unterstützungsmöglichkeiten.

    • (10) 09.06.17 - 14:56
      A.verzweifelt

      Ich wollte eigentlich schon dass meine Tochter von meiner Mutter betreut wird, vor allem weil sie zu Hause ist und viel Zeit hat. Mit ein paar Monaten ein Baby in fremde geben finde ich echt schwierig. Irgendwann würde sie natürlich in die Krippe gehen aber gerade in der Anfangszeit wäre es schon eine große Hilfe wenn sie für die paar Stunden wo ich in der Uni bin einspringen würde. Aber es ist ja sein Kind was ich unbedingt wollte und mich nicht habe zur Abtreibung zwingen lassen, da sieht es wohl anders aus und sie stellen sich quer :-(

      • (11) 09.06.17 - 15:00

        >>> Ich wollte eigentlich schon dass meine Tochter von meiner Mutter betreut wird, vor allem weil sie zu Hause ist und viel Zeit hat. <<<

        Aber es muss Dir doch von vornherein klar gewesen sein, dass Deine Mutter nicht zur Verfügung steht, wenn Du jetzt und dann auch noch von diesem Mann ein Kind bekommst ... bisschen naiv zu glauben, dass es für Deine Mutter überhaupt zur Debatte steht, Euer Kind zu betreuen ...

        ... Ihr hättet da von Anfang an planen müssen ...

        • (12) 09.06.17 - 15:07

          ich dachte die beruhigen sich wieder wenn die Schwangerschaft weiter ist und immerhin ist es ihre Enkelin!!! Wie kann man die Abneigung am Mann an einem Baby auslassen?

          Sie müssen ihn ja nicht lieben wie ihren Sohn aber ein neutraler Umgang sollte doch möglich sein für erwachsene Menschen? Und uns unterstützen?

          • (13) 09.06.17 - 16:43

            >>> Wie kann man die Abneigung am Mann an einem Baby auslassen? <<<

            Das tun sie ja nicht ... dem Baby ist es erst einmal egal, ob es die Großeltern gibt oder nicht ... sie beziehen ganz klar Stellung ... die Beziehung ist für sie nicht akzeptabel und deswegen unterstützen sie Euch nicht ... wozu sie im Übrigen auch bei einem guten Verhältnis nicht verpflichtet wäre, das müsst Ihr schon selbst regeln ... es war schließlich Eure Entscheidung, jetzt schon eine Familie zu gründen.

            • (14) 09.06.17 - 16:50

              vermutlich meint sie die von den Eltern gewünschte Abtreibung:
              der Mann wird abgelehnt und somit das Baby auch

              und möglicherweise geht es jedoch den Eltern vordergründig um den Zeitpunkt und nicht um das Baby per se: besser die TE baut sich ein gutes Standbein beruflich auf und plant dann ihre Familie...

          (15) 09.06.17 - 20:05

          Du kannst doch nicht eine Familie planen und Oma mal eben so für die Betreuung eintakten. Schon gar nicht, wenn der Vater des Kindes und sie überhaupt nicht miteinander können. Da sind doch Konflikte schon vorprogrammiert.

          Menschenskind. Du bist erwachsen und studierst und bist dennoch so blauäugig.

    (16) 09.06.17 - 15:03

    Das kannst du doch nicht machen! Deine Eltern dissen deinen Partner massiv, und du spielst weil du glaubst sie zu brauchen weiter Friede Freude Eierkuchen und willst dein Kind aus Bequemlichkeit bei denen lassen? Also bleibt zwischen dir und deinen Eltern trotz all dem alles wie es ist? Na dann haben sie ja was sie wollen!

    Macht auf jeden Fall auch von dir einen sehr unreifen Eindruck.

    • (17) 09.06.17 - 15:08

      Wieso spiele ich mit? Ich überlege den Geburtstag meiner eigenen Schwester sausen zu lassen weil sie ihn ausgeladen hat. Das nenne ich wohl nicht mitspielen.

(19) 09.06.17 - 15:30

Alles geht nunmal nicht.

Ich finde deine Einstellung etwas befremdlich.
Du bist doch erwachsen! Ich finde du solltest deine Sachen alleine regeln. Wenn sich darüberhinaus Unterstützung durch die künftigen Großeltern ergibt - wunderbar. Wenn nicht - auch ok. Ich finde das wirklich seltsam etwas so einzufordern und auf dieser Grundlage eine Familie aufzubauen.

Wenn für dich die Vorstellung nicht ertragbar ist, dein Kind so zeitig in fremde Hände zu geben, dann musst du eben anders planen. Es gibt doch aber nicht nur die Möglichkeit gar nicht zu studieren oder Vollzeitbetreuung mit 8 Wochen. Dazwischen gibt es unzählige Möglichkeiten! Deswegen mein Rat: Geht zu den Stellen in eurer Uni und eurem Studentenwerk und kümmert euch selbstständig.

Ich würde den Kontakt zur Eltern-Familie erstmal ruhen lassen und rate euch wirklich, dass ich euch erstmal um eure Familie kümmert.

Vielleicht entspannt sich dann auch irgendwann das Verhältnis zwischen deinen Eltern und deinem Freund, wenn sie sehen, dass ihr euer Leben auf die Reihe bekommt.

Von einer Person, die Menschen nach dem Äußeren verurteilt, würde ich mein Kind nicht betreuen lassen, wer weiß, was sie dem Kind für einen Mist erzählt und gegen den Vater hetzt.

Gib Dein Kind in die Uni Krippe, die sind bestens aufgestellt und schaden, tut es dem kleinen Menschen auch nicht, er hat doch dort auch die gleichen Leute um sich.

Und wenn sie doch irgendwann einwilligt baby zu sitten, dann wird sie beim kind den eigenen vater schlecht reden?! Würd ich nicht herausfordern;-)

Haben Deine Eltern jemals zugestimmt für Dein Baby die Aufsicht zu übernehmen, damit Du wieder studieren kannst? Hast Du sie gefragt, bevor Du schwanger wurdest? Ich finde es äußerst naiv anzunehmen, dass sich das dann schon automatisch so ergeben wird.

Ich würde mich schon sehr wundern, wenn meine Tochter ankäme und sagen würde, ich soll ihr Kind babysitten damit sie studieren kann. Das ist ihr Job.. und ihr Kind.. und ich habe ein eigenes Leben.
Was nicht bedeutet, ich lehne das völlig ab und ich würde auch mit mir reden lassen, aber genau das ist der Punkt: Auf Erwartungshaltungen reagiere ich ziemlich allergisch. ;-)

  • (23) 09.06.17 - 15:21

    Das Baby war nicht geplant. Deswegen habe ich sie natürlich nicht vorher gefragt ob sie babysitten würde. Ich wollte auch erst nach dem Studium Kinder aber nun ist es so und ich werde sicher nicht abtreiben nur weil es eben 5 Jahre zu früh passiert ist. Aber sie ist eine richtige Glucke und liebt es Kinder um sich zu haben und ist auch jeden Tag mit den Kindern meiner Schwester zusammen und holt sie vom Kiga ab und so. Wir leben auch alle im gleichen Ort. Da bin ich schon davon ausgegangen sie würde natürlich einspringen und mein baby auch betreuen bis sie in die Krippe geht. Damit ich keine Pause im Studium machen muss. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Oder es ist besser gesagt das Baby vom falschen Vater :-(

    • Man spricht ja allgemein innerhalb der Familie über sowas, auch bei ungeplanten Kindern. Gerade wenn sie als Oma schon voll in dieser Rolle aufgeht.

      Wenn Du also wissen willst, ob sie für Eure Tochter auch da sein wird solltest Du sie so oder so fragen. Ich denke nur, wenn Du dem Geburtstag Deiner Schwester fern bleibst erhärten sich die Fronten nur noch weiter. Meinst Du nicht, dass sie dann zum Beispiel behaupten könnte, Dein Partner hätte Dir das Hingehen verboten? Ich weiss ja nicht, ob Deine Mutter so tickt.

(25) 09.06.17 - 19:15

Na zum glück sind nicht alle eltern so:-D meinen sag ich auch immer: ihr habt so lange auf enkelkinder gewartet, jetzt müsst ihr auch babysitten#rofl natürlich scherzhaft!!! Bin dennoch froh dass sie gerne und oft einspringen:-)

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