Urlaub mit Mann ...nur noch die Hölle

    • (1) 09.06.17 - 13:29
      Urlaub @.

      Ich muss einfach mal mein Herz ausschütten .wir sind grade mit dem Wohnwagen im Urlaub und es ist einfach nur noch die Hölle .

      Meinen Mann stört von früh bis spät alles . Außer die kleinste . Wegen was er uns schon abgepflaumt hat .

      Das eine Kind krümelt zu viel , das andere hat es gewagt seine Kappe aufzusetzen ....usw es gibt tausend Kleinigkeiten .

      Versuche ihm die kleinste abzunehmen ...ist er beleidigt weil er Zeit mit ihr vetbringen möchte .

      Vorhin nach dem Essen wollte er noch Tee trinken und ich bat ihn dann die kleine zu nehmen damit wir abspülen können. Er sagt gleich . Wir gehen eine Runde spazieren. Er hat abgespült und ist aber beleidigt .

      Ich habe heute früh nachdem er ein Kind wegen irgendeiner Nichtigkeit wieder so angeschnautz hat versucht mit ihm zu reden. Dann heißt es er erzieht halt so und ich soll ihn nicht in den Rücken fallen . Ich sage (nicht vor den Kinder.) das ich damit nicht einverstanden bin und ob wir nicht einen Kompromiss machen könnten , dann sagt er er ist raus aus der Erziehung aber so fährt er nicht mehr mit uns in den Urlaub . Er will im Sommer nur noch mit der kleinen wegfahren.

      Das liest sich jetzt wahrscheinlich so als würden die großen ihm total auf der Nase rumtanzen aber das stimmt nicht . Die sind den Großteil des Tages sowieso selbst unterwegs und spielen mit den andern Kids .

      Ich bin echt verzweifelt und würde am liebsten alle einpacken und heimfahren und ihn hier mit seiner blöden Laune sitzen lassen .

      Danke fürs lesen .

      • Er ist vielleicht "urlaubsreif" und nun sitzt ihr im Wohnwagen sehr dicht aufeinander, wie die Ölsardinen. Wenn einer aufs WC geht, wackelt der ganze Wagen, wenn einer nachts wach wird, werden die anderen gestört. Wenn es krümelt, muss man wieder saubermachen und der Platz ist immer eng. Wenn gekocht wurde, steht das gebrauchte Geschirr im Weg. Man hat immer aufzuräumen und es braucht m.E. viel Disziplin in so einem Wohnwagen mit Kindern klarzukommen. Man braucht eine dicke Haut um diese intensive Nähe auszuhalten. Ihr müßt über eure Bedürfnisse sprechen. Welche Bedürfnisse hast du, welche hat er? Welche haben die Kinder? Wie kann man am besten jedem entgegenkommen, so dass der Urlaub schön wird?

        • (3) 09.06.17 - 13:54

          Danke für deine Antwort . Ja klar ist es eng . Aber die beiden großen schlafen sogar im vorzelt und sonst sind sie auch unterwegs . Saubermachen tu wenn dann eh ich . Die Kinder spülen . Bis auf eben ein einziges Mal und wir sind bereits eine Woche hier .

          Einerseits will er dauernd mit der kleinen was machen andererseits ist es ihm zu viel . Wie gesagt heute Vormittag wollte ich mir den Kids in die Stadt gehen damit er Ruhe hat dann musst ich mir anhören ich nehme ihm die kleine Weg ......

          Wir unternehmen eh nix dass würde ich nichtmal vorschlagen weil es ihn zu viel ist .

          Jetzt hat er sich die kleine genommen ist ins Schwimmbad und redet kein Wort mit mir .

          ich bin der Meinung man kann immer über seine Bedürfnisse sprechen , man kann immer sagen was einen stört aber bitte in einem respektvollen Ton. Da ist er echt nicht in der Lage momentan und ich kanns ihm echt auch nicht Rechtmachen

          • (4) 09.06.17 - 18:18

            Ich wollte damit sagen, dass die Probleme, die man zu hause mit der Sauberkeit und der Ordnung auch hat, im Wohnwagen viel intensiver sind. Und wenn sich jemand daran stört, dann kann er sich schlecht erholen und seinen Urlaub schlecht genießen. Dein Mann ist wahrscheinlich kein Campingtyp, warum tut ihr euch dann das an?

            Und was du nicht verstanden hast: anstatt über die Ereignisse und Befindlcihkeiten zu streiten und ihm Vorwürfe zu machen was ihn alles störe, solltest du herausfinden, wo seine Bedürfnisse liegen, die dahinter stehen. Vielleicht findet ihr ein ruhiges Stündchen wo ihr darüber ganz ruhig reden könnt - was sind seine udn deine Bedürfnisse, und wie kann man denen gerecht werden in dieser Situation.

            Niemand tut etwas "extra" - jedes Verhalten hat einen Grund. Finde ihn heraus.

            • (5) 09.06.17 - 19:18

              Wir campen schon mehrere Jahre . Seine Idee . Er möchte halt immer , dass alles Erziehung , Freizeitgestaltung , Urlaub nach seinem Plan läuft . Läuft es nicht oder bin ich anderer Meinung dann ist es gleich immer ein Weltuntergang und er ist kaum Kompromiss bereit und wenn er mir doch mal entgegenkommt dann heißt es aber das ist meine letzte Chance . Er ist 19 Jahre älter als ich und wird immer sturer und konplizierter .zumal wir eben grade wegen dem Kleinkind wenig Zeit füreinander haben .

                • (7) 09.06.17 - 19:40

                  Tja der Himmel voller Geigen , Sicherheit , geliebt werden , respektvoll behandelt werden . Das waren so die Dinge . Wir waren auch länger vor der hochzeit zusammen .

                  • (8) 09.06.17 - 20:07

                    Sicherheit konnte dir ein 19 Jahre älterer Mann geben, der vermutlich schon länger im Berufsleben stand und ein geregeltes Einkommen hatte.... ich rate jetzt einfach mal. Was noch hat dich angezogen?

                    Weißt du diese Vorzüge, die dich damals anzogen, jetzt noch immer wertzuschätzen?

              (9) 09.06.17 - 21:35

              Er ist ein Egoist.
              Ich würde mich mehr durchsetzen.

              Aber da ist auch nicht jede Frau der typ für.
              Bei so viel älteren Männern denke ich immer an vaterkomplex. Er durfte immer bestimmen und jetzt nervt es dich.

    (10) 09.06.17 - 14:23

    während eines Sturms kommst du nicht an ihn ran
    er braucht gerade seinen Raum, vielleicht auch um nachzudenken oder um sich selbst wieder näher zu kommen...

    schaffst du es, dich emotional schnell zu beruhigen?

    vielleicht kannst du in manchen Dingen etwas lockerer werden? Dass er zum Beispiel in Ruhe seinen Tee trinken kann und nicht nur gedrängt wird, dieses und jenes zu tun (vielleicht habe ich das aber auch missinterpretiert, wenn ja: #sorry).

    und ja: über Werte zu sprechen - wenn es sich etwas entspannt hat - steht unbedingt an. Vielleicht kannst du dir bei Jesper Juuls noch Ideen holen. Zum Beispiel, was ist euch beiden wichtig, welche Werte die Kinder lernen sollen. Respektvoller Umgang miteinander? Dann muss er das aber auch leben. Gegenseitige Achtsamkeit - dann bitte in alle Richtungen... eine Gesprächskultur? dann redet alle miteinander, wie wenn ihr nicht Besitz des anderen wäret, sondern wie wenn ihr alle eigenständige Menschen mit unterschiedlichen Wünschen, Ideen und Vorlieben seid.
    In einer Gemeinschaft muss man Kompromisse eingehen - ihr lebt wie eine kleine Demokratie - wo in letzter Instanz natürlich die Eltern die Führung inne haben.

    Es gibt eine Postkarte: "Kinder erzieht man nicht, die machen einem so und so alles nach." Vielleicht ist das eine Idee für ihn, dass er merkt, dass er auch seinen Beitrag für die Familie leisten kann, indem er vorlebt, was er auch von anderen erwartet - statt nur in der Erfüllerrolle zu sein (Geld nach Hause bringen, dieses und jenes leisten...)

    und das wäre dann noch die Frage an dich: ob du dich auch nicht mehr in der Rolle als Mama siehst, die nur leistet, damit alles im Laufen bleibt. Vielleicht könnt ihr beide füreinander und miteinander wieder Wege finden, wie ihr das leben könnt, was euch ein Glänzen in die Augen bringt, was unabhängig von den Kindern ist...

    liebe Grüße

    (11) 09.06.17 - 16:29

    Ich hoffe, ihr seid Campingfans! Mein Sohn krümelt auch sehr gerne und ja, mir geht es oftmals total auf den Keks...im Wohnwagen #schwitz da muss es ja im Endeffekt nochmals ordentlicher sein, da alles so beengt ist.

    Zur Erholung wäre es mir zu eng, zu unbequem und bestimmt nicht erholsam!
    Mir ist es eh immer Schleierhaft, wie man sich da erholen kann;-)
    Wohnwagen an Wohnwagen, man hört jeden Pups vom Nachbarn.....

    Ist dein Mann vielleicht gerade einfach genervt ? Könnte er sich zu Hause besser erholen?
    Er hat auch Urlaub...OK, Du auch...aber mich nervt es auch, wenn wir daheim bleiben, das Haushalt, etc. trotz allem gemacht werden muss#rofl Ihr nimmt ja den Haushalt praktisch mit. .und es muss alles gleich augebräumt, etc. werden.

    lg
    lisa

    War er denn daheim auch schon so unzufrieden oder ging das erst im Urlaub los?

(14) 09.06.17 - 21:33

Urlaub im camper auf engstem Raum ist geschmacksache...

Ist dein Mann zuhause auch so streng?

Wieso benachteiligt er die grosse so extrem? Sind es seine Kinder (sorry für die nachfrage).

Mir tust du und die großen Kids total leid. Die merken die Benachteiligung sicher auch arg. Das ist schon merkwürdig, dass er immer nur was mit der kleinen machen will..

Wir sind auch camper. Und das was ihn stört ist der Alltag beim campen.
Packt eure Sachen und fahrt. Er ist scheinbar nicht bereit an der Situation vor Ort was zu ändern.

Ganz ehrlich, so einen Urlaub würde ich nicht weiter führen.

Würde das nächste mal ins Hotel gehen...

(16) 10.06.17 - 10:50

Hallo,

wir sind auch Camper (allerdings mit einem Zelt). Ich glaube auch, es stört ihn die Situation ansich. Camping mit gereizter Stimmung ist der Horror (hatten wir auch schon.....). Aus dem Weg gehen, Freiraum....Fehlanzeige......

Frag ihn, ob ihr lieber heim wollt - oder ob es möglich ist, dass er heim fährt und ihr bleibt. Für die Kinder ist die Situation ja auch blöd....

Bei euch sind es auch drei Kinder? Habt ihr die Möglichkeit, dort Ausflüge zu machen? Auch alleine? Das der Mann am Wohnwagen bleibt - oder selber seiner Wege geht?

Wir fahren dieses Jahr wieder zum reiten. Da sind die drei Kinder den ganzen Tag unterwegs (und ich auch ;-)) und mein Mann kann lesen und mal hier und da beim satteln helfen. Empfand ich angenehmer als den Urlaub an der Nordsee war und wir entweder am Strand oder im Zelt aufeinanderhockten. Nur auf dem CP - das wäre undenkbar (für mich...).

Alles Gute und ich hoffe, ihr macht das beste draus...

(17) 12.06.17 - 22:46

Ach komm, das hat mit Camping gar nichts zu tun. Wir sind auch Camper und klar, hin und wieder streiten wir im Urlaub, aber wurscht ob Camping oder Hotel. Waren Ostern im Hotel, da haben wir uns gezofft wie schon lang nicht mehr. Warum? Weil wir beide völlig am Ende waren, total unter Druck, Sorgen, Stress, Hektik und alles im Urlaub jetzt besser werden sollte. Wurde es natürlich nicht. Wie auch? Der Krebs meines Vaters wurde nicht besser davon, weil wir 500 km weg waren, geschlafen haben wir auch nicht wesentlich mehr, etc. Dafür kam noch Enttäuschung dazu, weil die Tage so schnell vergingen, weil der Partner auch nicht mehr Zärtlichkeit suchte als daheim (wie auch in einem 4-Bett-Zimmer, wo alle lagen und zwischen Sehenswürdigkeiten und Stadtbummel), ... Und weil es dauernd pisste und scheißkalt war, die Kleine nicht im Buggy sitzen blieb, etc.

Ist auch vergangen. Jetzt waren wir in Italien - campen. Strahlender Sonnenschein, herrliches Wetter, der Tumor ist zurückgegangen, die Nachwirkungen der Bestrahlung verheilt, klar, kann auch nur ein kurzes Zwischenhoch sein, aber wurscht. Da können die Kinder krümeln, matschen, sich mit Eis beschmieren, ... das Bett mit einer übergehenden Windel tränken (und ich freu mich nur, weil sie so lang geschlafen hat). Alles kein Problem.

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