Wenn man nicht Vollzeit arbeiten gehen kann

    • (1) 13.06.17 - 09:19
      nicht zu faul

      Hallo,

      sorry, dass ich hier schreibe. Ich möchte aber anonym bleiben und nicht als faul hingestellt werden.

      Mir brennt folgendes auf der Seele.

      Vor zehn Jahren habe ich ein Kind bekommen, war 3 Jahre in Elternzeit. Vermutlich ist bei der Geburt ist irgendwas in meinem Körper kaputt gegangen. Ich habe seitdem unspezifische Durchfälle, Gelenk- und Gliederschmerzen, Nervenschmerzen und depressive Verstimmungen, die aber vermutlich mit den ganzen Schmerzen zusammen hängen.

      Nach meiner Elternzeit bin ich nur noch zu 50% arbeiten gegangen - eigentlich aufgrund der Kinderbetreuung. Heute ist mein Kind schon "groß" und eigentlich könnte/sollte/müsste ich wieder Vollzeit arbeiten gehen. Kann ich aber nicht. Durch meine Schmerzen, Verdauungsprobleme und die damit verbundene Medikamenteneinnahmen schaffe ich es nicht einen ganzen Arbeitstag durchzustehen. Oftmals muss ich mich nach meiner Arbeit auch erstmal 2 Stunden hinlegen, weil ich so erschöpft bin. Diese Müdigkeit ist halt ein großer Teil der Nebenwirkungen der Medikamente, die ich gegen die Schmerzen nehmen muss.

      Meine Angst ist nun wegen meiner Rente. Ich arbeite, wie gesagt, nur 50% und das auch in einem nicht gerade gut bezahlten Beruf. Um mehr in die Rentenkasse einzahlen zu können, müsste ich halt mehr arbeiten, was ich aber körperlich absolut nicht schaffe. Ich frage mich, ob man da von irgendwoher Unterstüztung bekommen kann um seine Rentenanwartschaft irgendwie aufzustocken ? Wäre ich krankgeschrieben/in Frührente bekäme ich ja auch irgendwoher Geld. Mein Arzt hat schon öfters vorgeschlagen einen Rentenantrag zu stellen.

      Ich bin aber der Meinung, solange es noch halbtags irgendwie geht, gehe ich auch arbeiten. Wenn man den ganzen Tag nur zu Hause rumsitzt, hat man doch nur mehr Zeit um über alle Wehwehchen nachzudenken.

      Wie gesagt, mir macht nur meine Zukunft Angst, was kann ich denn tun, um mehr Rente zu bekommen. Privat vorsorgen ist fast nicht drin. Wenn überhaupt, könnte ich vielleicht 20€ im Monat erübrigen.

      Vielen Dank an alle, die eine Idee haben.

      • Leider ist die einzige Möglichkeit mehr Rente zu erhalten, privat vorzusorgen. Und das schon vom 1. Tag der Ausbildung an.

        (3) 13.06.17 - 09:59

        Woher kommen denn Deine Probleme? Hast Du mal die Ernährung umgestellt...... bzw. wurdest Du mal auf Unverträglichkeiten getestet?
        Wurde mal eine Darmspiegelung gemacht?

        • (4) 13.06.17 - 10:16

          Wenn man das wüsste woher die Probleme kommen. Ich liege praktisch halbjährlich im MRT, renne von Arzt zu Arzt und wieder zurück. Ich bin beim Neurologen, Psychologen, Internisten, Gastroenterologe, Rheumatologe, Orthopäde und Gynäkologe Stammgast.

          Alle machen eine Menge Untersuchungen, finden nichts aussagekräftiges.

          Mal arbeiten die Nieren nicht anständig. Eine Woche später arbeiten sie wieder normal und die Leber arbeitet nur vermindert. Wieder eine Woche später sind Leber und Nieren o.k. dafür spinnt die Bauchspeicheldrüse rum. Wenn alles nichts mehr hilft schicken sie mich zum Psychologen, weil das ja alles nur Einbildung ist.

          Aber auch der hat mittlerweile das Handtuch geworfen. :-( Dann muss ich immer mal für 2 Wochen ins Krankenhaus um einen Rundumcheck zu machen, da kommt dann auch nur raus, dass die Organe im Wechsel versagen und dann doch wieder arbeiten. Genauso hab ich montags erhöhte Rheumawerte, die dienstags normal sind.

          Ernährung hab ich schon öfters versucht. Es gibt Phasen da kann ich alles essen, egal ob fettig, scharft oder ungesund. Dann gibts Phasen, da reicht es schon ein Glas Wasser zu viel zu trinken und ich hocke stundenlange auf der Toilette. Ich war bei Ernährungsberatern, Allergologen auch hier kam nichts bei rum.

          Wie gesagt, hatte ich vorher nichts, alles fing nach der Geburt an. :.-(

          • Wurdest du mal auf chronische Darmerkrankungen getestet? Ich habe morbus crohn und mir geht es manchmal sehr ähnlich. Damit kann man aber leben lernen und es behandeln soweit dass man vollzeit arbeiten kann.

            Der Darm ist wichtiger als man manchmal denkt und da gibt es allerhand Erkrankungen. Es wirkt zunächst als ob die Beschwerden nicht zusammen passen, aber tatsächlich kommt das bei mir auch alles dadurch.

      (7) 13.06.17 - 10:03

      Ich kann dir bei der Rentenfrage nicht helfen, außer dass du privat Vorsorgen musst. Aber deine Symptome sind ähnlich der meinen. Zusätzlich zu all dem was du aufzählst habe ich noch Probleme mit den Sehnen. Deshalb meine Frage: Bist du nach der Entbindung mit Antibiotika behandelt worden?

    Schonmal an Fibromyalgie gedacht ?

    Das mit der Rente ist leider sehr schwierig in der heutigen Zeit. Sein altes Einkommensniveau wird man kaum noch erreichen, es sei denn man hat Immobilien im Besitz die man vermieten kann.. Ansonsten fällt mir leider auch nichts mehr ein was man noch machen könnte um die Rente aufzustocken, außer eben, wie schon erwähnt, privat vorzusorgen soweit es eben geht.

    Bist du schon mal in einer Uniklinik auf Morbus Crohn untersucht worden? Das Krankheitsbild passt dazu.

    Hi, das klingt sehr anstrengend und frustrierend, hast Du nie eine anständige Diagnose bekommen? Eine Freundin von mir hat Lupus und sie ist auch ständig im Krankenhaus wegen vieler verschiedener Probleme. Völlig unberechenbar. Sie hat die Krankheit übrigens erst mit Mitte 20 bekommen, einfach so, und niemand konnte sich zunächst erklären, was sie hat.

    Da ihre Schwester aber seit Geburt auch an Lupus leidet, haben die Ärzte es relativ früh herausgefunden.

    Ich wünsche Dir alles Gute und hoffentlich bald eine richtige Diagnose!

    Wegen der Rentenversorgung kann ich Dir leider keinen Tipp geben.

    Lg Carol

    Hallo

    <<<< Mein Arzt hat schon öfters vorgeschlagen einen Rentenantrag zu stellen.<<<<

    Was möchte er denn da rein schreiben in den Rentenantrag????

    Welche Schmerzmittel nimmst du und waren die Beschwerden alle vorher da?

    Man müsste herausfinden, was zuerst da war - Die Henne oder das Ei? Begann es mit depressiven Verstimmungen, die sich dann psychosomatisch bemerkbar machten? Oder begann es mit somatischen Schmerzen, die aufgrund der Dauer depressive Verstimmungen erzeugt haben....!?

    Ich würde versuchen meine Gesundheit wieder herzustellen und ganztägig zu arbeiten.
    Warst du schon mal in einer Fachklinik für Diagnostik?

    L.G.

    Hattest du mal eine ZEcke?

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