Vasektomie- Uneinigkeit

    • (1) 15.06.17 - 18:04
      Rosa Elefant

      Mein Mann hatte zugesagt, nach langer Überlegung und einer ungeplanten Schwangerschaft, die ich abgebrochen habe, sich sterilisieren zu lassen. Hormone darf ich wegen einer tiefen Beinvenenthrombose in der Vergangenheit nicht einnehmen , Kupferspirale ist zwei mal raus gekommen und Kondome haben 7 Jahre gut funktioniert und bei der ersten Panne war ich schwanger.

      Er war auch gegen ein weiteres Kind, wir waren uns einig dass die Familienplanung nach drei Kindern definitiv abgeschlossen ist. Mir ist eine endgültige Lösung einfach sehr wichtig.
      Ich bin Ü40, mein Mann auch. Also Vasektomie.
      Er drückt sich aber, hat den Termin jetzt zum 2. Mal abgesagt und ich bin sehr sauer.
      Auf die Frage warum er zögert, die Aussage, es wäre ihm zu endgültig.
      Ich verstehe ja, dass es für einen Mann, der theoretisch bis ins hohe Alter Kinder zeugen kann, eine weitreichende Entscheidung ist. Daher hab ich beschlossen, es bei mir machen zu lassen.

      Die OP ist am Montag. Es gibt da für mich auch keine Zweifel und ich werde es machen lassen.

      Jetzt kam er heute wieder an ob ich mir sicher sei.
      Bin ich jetzt eine schlechte Partnerin wenn ich an meinem Körper einen Eingriff vornehmen lasse, nur weil er Zweifel hat?

      Was geht es ihn an?
      Über seinen Körper kann er selbst bestimmen, ich ärgere mich zwar über seinen Rückzieher, aber ich kann ihn ja nicht zwingen.
      Mich nervt das Thema und ich hab es schon hundertmal bereut, es nicht eher habe machen zu lassen, weil ich immer darauf gewartet habe dass er in die die Puschen kommt.

      Bitte eure Meinung dazu.

      • Geht mir so ähnlich.

        Zieh es durch!

        Auf einem Geburtstag letzte Woche waren wir 5 Frauen, deren Männer "Angst um ihre Männlichkeit" haben. Die Damen haben genug von Hormonen, Spirale und die Männer wollen keine Kondome, da fehlt ja völlig das Gefühl :-[

        Der große Eingriff bei der Frau wollen sie auch nicht, ihren nicht, aber Poppen, das wollen sie alle.......

        Alles Gute Claudia

        Hallo,

        Zieh es durch...

        Mir ging es bis vor 2 Jahren so ähnlich wie deinem Mann.
        Er wollte nach 3 Kindern endgültig einen schlussstrich und die Vasektomie, ich hab (ehrlicherweise) endlos lange rumgeeiert, hatte keinen akuten Kinderwunsch, wollte aber auch die Möglichkeit noch nicht ganz abhaken.

        Tja, ich wurde ebenfalls schwanger, wir haben das Kind bekommen, da wir beide gegen Abtreibung sind und im Nachhinein ist die Kleine auch nicht mehr wegzudenken, aber diese ganze ungeplante Schwangerschaft und der Stille Vorwurf seinerseits deswegen, hätte fast unsere Ehe gekostet.
        War keine leichte Zeit und gleich nach der Schwangerschaft haben wir es mit der vasektomie durchgezogen.

        Es ist schön nicht mehr jeden Monat Panik schieben zu müssen, dass sich Nr. 5 noch einschleichen könnte.

        Verstehe auch nicht was Männer für Probleme damit haben, es ist ein winziger Eingriff und an der sexualität macht sich rein gar nichts bemerkbar bei uns #augen
        Aber wenn er es nicht gebacken bekommt, mach du es für dich.
        Du bist dir sicher und wirst sowieso keine Kinder mehr bekommen, zudem hattet ihr bereits einen Abbruch.

        LG

        (4) 15.06.17 - 18:24

        Bin auch sterilisiert und U40.

        Mein Leben, mein Körper.
        Ich hatte gewünschte Anzahl an Kindern. Es reichte.

        Perfekt. Lass es machen. Wenn DU zu 100% nicht mehr willst. Legitim ist es.

        • (5) 15.06.17 - 19:19

          Ich will mehr als 100%ig nicht mehr.
          Auch war mir sofort klar dass ich die letzte Schwangerschaft abbrechen würde , da war der Test noch nicht trocken.

          Ich hab ihm meine Entscheidung auch sofort mitgeteilt, er hätte da gar keine Chance gehabt mich umzustimmen.

          Und uch glaube das hat ihn verletzt.
          Ich habe sein Kind angetrieben, er sagte früher einmal ein gemeinsames Kind sei der größte Liebesbeweis.
          In seinen Augen habe ich also meine Liebe zu ihm nicht noch mal unterschreiben wollen.
          Ich weiß, dass er prinzipiell gerne viele Kinder gehabt hätte, aber er selbst hat die Nerven nicht wirklich und ich auch nicht. Außerdem bin ich auch realistisch genug zu sehen dass die Kinder auch finanziell eine Herausforderung sind und wir sich da an unsere Grenzen stoßen.

          Ich weiß was ich mir zutrauen kann und ehrlich gesagt ist das dritte schon sehr anstrengend und hat hier das Gleichgewicht in der Familie ins Wanken gebracht.

          Und seitdem versuchen wir, es wieder zu erlangen aber es will uns nicht so Recht gelingen.

          Ich glaube er zweifelt an meiner Liebe weil ich kein weiteres Kind von ihm möchte.

          Wir haben nach dem Abbruch darüber gesprochen, aber ich muss das Thema wohl nochmal abschneiden , das wird nicht einfach werden.

          I

          • Mir fällt es ziemlich schwer, mir vorzustellen, dass jemand, dem klar ist " die Schwangerschaft abzubrechen bevor der Test trocken ist und dem Partner den Entschluss mitteilt, und er keine Chance auf Umstimmung gehabt hätte" den Segen eines Forums braucht, um sich sterilisieren zu lassen.
            Irgendwoher kommt mir der Stil bekannt vor#kratz.
            Aber wie auch immer, ich würde es durchziehen.

            • Liest sich grausam

              Andere können keine eigenen Kinder bekommen und dann so eine Harte Aussage...:-(

              • Ich verstehe nie, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Ungewollt Kinderlose werden nicht schwanger davon, wenn ungewollt Schwangere ein Kind austragen und den Leuten mit Wassermangel geht es nicht besser, wenn anderen die Häuser weggeschwemmt werden.

                Mich wundert ja bloß, wenn die TE so eine Aussage macht, dass sie sich dann einen Kopf drum macht, ob der Partner von ihrer Sterilisation begeistert ist. Schließlich müsste es ja auch für den Mann die beste Lösung sein, wenn bei einer Schwangerschaft für sie nur ein Abbruch in Frage kommt und er sich selbst nicht traut#kratz.

              #Augen

              Jaja, diese Doppelmoral der ungewollt Kinderlosen. Ihnen ginge es besser, wenn andere ein Kind bekommen und womöglich die Gesundheit darunter leidet, die Familie daran zerbricht.........?????? Wenn es denen wirklich um Kinder und nicht um den eigenen Egoismus ginge, säßen nicht so viele Kinder in Heimen. Um die Größeren reißen sich komischerweise auch keine Kinderlosen.

              Hoffentlich packst du, die du hier im Überfluss lebst, auch immer deine Essensreste ein und schickst sie in ein Dritte-Welt-Land, denn da verhungern Menschen.

          (11) 15.06.17 - 22:27

          Ich brauch keine Bestätigung, was richtig oder falsch ist.
          Meine Formulierung bezüglich meiner Entscheidung die Schwangerschaft abzubrechen, klingt natürlich hart, aber so war es nun mal.
          Es war mir klar, dass ich abtreibe, aber leicht ist es mir nicht gefallen. So eine Entscheidung ist für keine Frau leicht aber auch traurige Entscheidungen gehören zum Leben. Meinem Mann war es auch klar, aber das heißt ja nicht dass er es sich anders gewünscht hätte.

          Kopf und Herz eben.
          Ich wollte damit nur deutlich machen dass ich wirklich kein Kind mehr möchte und mein Mann das ja auch spätestens da begriffen haben sollte.
          Warum muss man immer sentimental und voller Betroffenheit über einen Abbruch sprechen?
          Nur um zu beweisen , dass man es bedauert?

          Ich bedaure dass ich in die Situation überhaupt kommen konnte.
          Aber den Abbruch bereue ich keinesfalls.

          Warum das Zögern bezüglich der Vasektomie?
          Oder die Unsicherheit in Bezug auf meine Entscheidung zur Sterilisation?
          Ich glaube langsam er hat gehofft, dass ich doch noch mal ein Kind bekommen werde.

          Es kann nur reden helfen, ich werde ihm meine Gründe und Gefühle nochmal erklären und er hoffentlich auch offen sprechen.

          Ich werde versuchen ihn zu verstehen, aber ich werde auch klar stellen dass es nichts an meiner Einstellung ändern wird.

          • Ob die Formulierung hart war, kannst du mit der Userin diskutieren, die auf mein post geantwortet hat, ich finde es durchaus okay, wenn man eine Entscheidung trifft, gut damit leben kann und dazu steht.
            Deswegen verstehe ich ja nicht richtig, was du dir von diesem Thread erhoffst. Die Entscheidung und der Termin zur Steri steht, er traut sich eh nicht, und ihm beim Akzeptieren helfen können wir höchstens mal versuchen, wenn er selbst hier schreibt;-).

>>>Auf die Frage warum er zögert, die Aussage, es wäre ihm zu endgültig.<<<

Das ist meiner Meinung nach eine beliebte Ausrede. Sehr viele Männer haben einfach nur Schiss, jemanden an ihr "bestes Stück" zu lassen. Und das mit der jahrzehntelangen Zeugungsfähigkeit, die dann nicht mehr gegeben ist, ist ein Totschlagargument.

Frauen dürfen gerne jahrelang Hormone schlucken, irgendwas in ihren Körper einsetzen lassen, dann Kinder zur Welt bringen (ok, das geht nicht anders :-)), danach wieder verhüten....
Kein Mann würde sowas mitmachen. Und wenn dann der Zeitpunkt kommt, an dem sie mal Einsatz zeigen könnten, wird feige rumgestammelt.

Das gilt natürlich nicht für alle Männer, aber für sehr viele.

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