Frau wuppt Familie - Mann bringt das Geld- normal?

    • (1) 23.06.17 - 15:33
      New life

      Hallo,
      ich lese hier oft, dass Frauen schreiben : wir haben x Kinder und ich wuppe den Alltag alleine.

      Ist das nur hier so Gang und Gäbe oder erlebt ihr in eurem Umfeld auch noch diese Aufgabenteilung.
      Ist es für Frauen heutzutage immer noch ok, dass sich die Männer aus dem Alltag mit den Kindern raus halten und sich aufs Geld verdienen beschränken?

      Ganz zu schweigen von einer Beteiligung am Haushalt?

      Diese Rollenaufteilung manifestiert sich um so mehr, je mehr Kinder da sind oder ist das nur meine Beobachtung?

      Und umgekehrt : sehen die Frauen sich nicht auch in der Verantwortung finanziell für die Familie zu sorgen?
      Oder anders ausgedrückt : wäre es nicht angebracht, dass auch die Frau sich die Kinder die sie wollte, auch leisten kann?
      Bei uns ist es so, dass wir beide arbeiten und uns gleichermaßen um Kinder und Haushalt kümmern.

      Also Kinder krank Tage teilen wir uns auf, Termine in der Schule, Fahrereien ,Kochen,waschen, bügeln.

      In meiner Herkunftsfamilie war das auch so geregelt und auch in meinem Freundeskreis ist es fast überall so geregelt. Und das sind Leute mit den unterschiedlichsten Berufen und die machen das alle.
      Deshalb wundert ws mich, hier so oft zu lesen, dass die Frauen allein für die Kinder zuständig sind, die der Mann ja auch wollte.

      • Bei uns ist es so, dass ich immer nach einem Jahr Elternzeit wieder voll arbeiten gegangen bin und mein Mann dann voll Zuhause war.hier wippt er also Kinder und Haushalt und ich sorge für das Geld. Klappt gut so, auch wenn ich manchmal drunter leide, die Kinder weniger zu sehen. Leider ist es für meinen Mann (Hnadwerker) extrem schwer, einen Teilzeitjob zu bekommen, da heißt es oft " ganz oder gar nicht". Das ist das, was viele Männer bei uns im Umfeld davon abhält Teilzeit zu arbeiten, die Gesellschaft/ Arbeitgeber ind da leider noch nicht so fortschrittlich #aerger

        (3) 23.06.17 - 15:55

        Bei uns ist es noch so, wie du es schreibst. Wir haben drei Kinder, der Wunsch war immer, drei Jahre pro Kind Elternzeit zu nehmen. Am allerliebsten wäre es uns, wenn wir die komplette Grundschulzeit so leben könnten. Aber das wird sich Ende des Jahres entscheiden wie es dann wirklich weiter geht.

        Meine Verlängerung der Elternzeit wurde aktuell genehmigt...& wenn die zuende ist, ist meine Älteste 9 Jahre alt. Wir möchten eigentlich keine OGS nutzen..., mal sehen ob sich das verwirklichen lässt. Ich glaube nein, mein Mann glaubt das klappt.

        Aktuell ist es tatsächlich so, dass ich den kompletten Haushalt mache, die komplette Gartenarbeit (außer den ganz großen Baumschnitt, aber auch da kleineres schon), Papierkram, Vermietung und alles was mit den Kindern zu tun hat. Mein Mann hat einen Job, bei dem er viel, oft und sehr lange abarbeitet. Da fände ich es schade, wenn er die Zeit nicht für UNS nutzen könnte, sondern im Haushalt was tun müsste, oder im Garten oder sowas.

        Wir finden es beide so toll. Ich kenne es aus meiner Herkunftsfamilie ähnlich.
        Mein Mann kennt es wiederum anderes. Da haben Mutter und Vater viele viele kleine Jobs angenommen um über Wasser zu bleiben, und wenn man zu hause war, waren Haushalt und Garten dran - die Kinder standen da zuletzt.

        Daher ist es für uns so wie es ist perfekt!

        (4) 23.06.17 - 16:01

        Was hsat du denn die ganze Zeit mit diesem Thema?

        Erst beobachtest du, dsas hier die Rollenaufteilung oft "traditionell" ist, dann wiederum schreibst du, dass alle, die du kennst, es nicht so machen.
        Dann ist doch alles prima. WIe du siehst, gibt es beide Lebensmodelle und vermutlich auch noch diverse andere, beispielsweise dass der Mann zuhause ist oder in Teilzeit arbeitet, während die Frau Vollzeit berufstätig ist, oder beide nicht arbeiten, oder beide in Teilzeit, oder in Homeoffice oder oder oder...
        Soll doch jeder so machen, wie er es möchte, egal, ob Mann oder Frau. Wer lieber bügelt, soll bügeln, wer lieber kocht, soll kochen, wer gerne die Steuererklärung macht, soll sie machen, wer gerne managed, soll managen, ...

        Es ist alles normal.

        Mit diesem öden Thema lockt man doch keinen mehr hinter dem Ofen hervor... #gaehn

        • (5) 23.06.17 - 17:56
          provozierendertroll

          Doch es wird immer wieder klappen, dass sich die user über dieses Thema die Köpfe einschlagen. Denn jeder der sein eigenes Lebensmodell angegriffen sieht, wird schnell pampig. Viele akzeptieren keine anderen Lebenseinstellungen. Und damit will dieser Troll immer und immer wieder hier aufmischen. Nun eben anonym nachdem er im Familienleben nicht so richtig voran gekommen ist.

      <<<ich lese hier oft....>>>

      Urbia ist eindeutig KEIN repräsentativer Querschnitt !

<< Oder anders ausgedrückt : wäre es nicht angebracht, dass auch die Frau sich die Kinder die sie wollte, auch leisten kann? >>

Das klingt fast so, als ob man sich Kinder "anschafft", so wie man / Frau sich ein schönes teures Schmuckstück "leistet" #kratz

Mein Mann und ich sind seit 25 Jahren miteinander verheiratet. Wir sind früher immer davon ausgegangen, dass wir drei bis vier Kinder haben werden. Damals war noch nicht absehbar, dass wir mal nur ein einziges Kind haben würden. Unser Ideal war von Anfang an die Konstellation, dass mein Mann der Hauptverdiener ist und ich als Mama hinzuverdiene. Für das "Hinzuverdienen" kristallisierte sich schon sehr zeitig heraus, dass ich sehr gern selbstständig / freiberuflich arbeiten würde.

Und so habe ich die Jahre, bevor unser Sohn zur Welt kam, genutzt, um zu testen, was genau ich tun könnte. Daraus wurde im Jahr 1998 der "Sprung" in die Selbstständigkeit. Ich gründete einen Büro- und Sekretariatsservice mit Schwerpunkt Vertriebsunterstützung / Marketing / Telefonmarketing. Parallel dazu ergab sich eine interessante Tätigkeit als Dozentin.

Von Beginn meiner Selbstständigkeit an habe ich alles so organisiert, dass meine Geschäftskontakte nicht abreißen, sobald ich Mama werde, sondern, dass es Möglichkeiten gibt, in kleinerem Maße die Arbeit fortzusetzen. Dieses Konzept war sehr wichtig für mich: Ich konnte mir nicht vorstellen, komplett Hausfrau zu sein. Ich hab's irgendwo hier bei urbia in einem anderen Thread schon mal erwähnt:

Unser Ideal ist die "geschäftstüchtige Hausfrau" oder auch die "hausfrauliche Geschäftsfrau" => siehe Bibel: Sprüche 31, Verse 10 bis 31.

Wir haben mit diesem Modell über all die Jahre hinweg bis heute immer nur sehr gute Erfahrungen gemacht. Und ich hab' tatsächlich über viele Jahre hinweg, wie in diesem Bibeltext beschrieben, eine Handeln mit Stoffen zum Nähen und Handarbeiten betrieben :-)

Ich glaube, in uns Frauen steckt sehr viel mehr Kreativität und Unternehmergeist, als das manchmal sichtbar wird. Wir dürfen diese Gaben in uns entdecken, nutzen, entfalten, weiterentwickeln und uns daran freuen - und zwar ganz unabhängig davon, ob uns Kinder vergönnt sind oder sie uns aus irgendwelchen Gründen versagt bleiben #winke

Hallo,

ich glaube, Frauen sind im Allgemeinen mal die besseren "Kümmerer".

Da ist dann die Bude aufgeräumt, das Kind gewaschen und die Wäsche gebügelt - und nicht umgekehrt ;-).

Nein, im Ernst. ich erlebe oftmals, dass Frauen den Familienalltag im Griff haben, wohingegen die Männer das nicht so genau nehmen, dafür aber den Berufskampf genießen, was wiederum oft Frauen abschreckt.

Ob Erziehung oder Evolution, Hauptsache wir sind glücklich, oder? Und das muss jeder für sich selbst herausfinden. Denn nur weil unsere Gesellschaft mittlerweile das "traditionelle" Familien-Rollenbild verteufelt, heißt das ja nicht, dass es Blödsinn ist :-p (heißt es übrigens auch nicht anders herum).

Wie ernst mir dieses oder ein anderes Rollenbild ist, kann ich ja zum Glück mit mir selber abmachen.

LG

Top Diskussionen anzeigen