Zwei Schulkinder und ein Baby. Gefühl, abhauen zu wollen.

    • (1) 25.06.17 - 20:31
      weiblich, 34

      Hallo,

      ich versuche, die Umstände kurz zusammenzufassen.
      Ich, 34 bin mit meinem Mann, 35 seit etwas mehr als 9 Jahren zusammen. Kind Nr. 1 kündigte sich, von mir gewollt (oder sagen wir mal in Kauf genommen), nach 8 Monaten an. Wir zogen dann im Laufe der Zeit auch zusammen. Damals gab es eine Phase, in der aus (nicht von mir verschuldeten massiven familiären Gründen seinerseits) eine Trennung im Raum stand, die aber letztlich wegen des Kindes nicht vollzogen wurde. Die Lage entspannte sich dann auch. Wir gingen beide arbeiten, Kind in die Kita. 22 Monate später wurde Kind Nr. 2 geboren. Ich arbeitete dann erstmal nicht mehr. Zeitgleich erfolgten in der Familie 3 Todesfälle, 2 davon betrafen mich gravierend. In der Folge zogen wir um ins Eigenheim. Mein Mann arbeitete sehr viel. Ich rutschte psychisch sehr ab durch den Schlafmangel und dem Alleinsein mit zwei kleinen (nicht gerade pflegeleichten Kindern).

      Es gab oft massiven Streit bis hin zu Trennungsabsichten, die wiederum nicht vollzogen wurden. Mit steigendem Alter der Kinder entspannte sich die Lage. Ich ging wieder arbeiten (was aber auch durchaus Streß nach scich zog). So ging die Zeit ins Land, bis Kind Nr. 2- 5 Jahre alt wurde und Kind Nr. 1- 7 Jahre.

      Die Baby- und Kleinkindzeit war so schrecklich und belastend. Ich wünschte mir sehnlichst ein drittes Kind. Mit ihm wollte ich endlich das erleben, was man mit einem Baby erlebt: Schöne Tage zu Hause, Spaziergänge usw. Mein Mann nahm auch Elternzeit, das Haus wurde vergrößert, ein großes Auto angeschafft. Die Freude war riesig.

      Inzwischen hat sich auch die Arbeitssituation stundenmäßig bei meinem Mann entspannt. Wenngleich er doch Schichten arbeitet. Aber an den Wochenenden ist er immer zu Hause und durch die Schichten auch immer 1/2 Tag am Morgen oder am Nachmittag...

      Nach der anfänglichen Euphorie ist jedoch fast der gleiche Zustand wieder eingetreten wie damals.

      Ich habe WIEDER ein sehr anstrengendes Kind. Er kann brüllen, dass die Wände wackeln. Ich hab keine ruhige Minute mehr. Es sei denn, ich nehme ihn im Auto mit oder fahre Kinderwagen. Als Mutter (bald) zweier Schulkinder mit den entsprechenden Terminen und festen Uhrzeiten ist das aber nicht ständig machbar.

      Ich kann den Haushalt nicht mehr gewohnt machen. Ständig muss ich unterbrechen oder Sachen ganz liegen lassen.

      Zwei Mal pro Woche gehe ich ein paar Stunden arbeiten. Das ist DIE Erholung pur im Büro. Kein Kindergeschrei. Ich kann am Stück arbeiten usw. Allerdings ist währenddessen mein Mann mit 3 Kindern alleine zu Hause, was er nicht gerade gut wegsteckt.

      Am Schlimmsten ist für mich, dass ich NICHTS mehr machen kann. Ich renne nur noch. Versuche, alle Termine im Auge zu behalten. Ständig fordert und quengelt das Baby. Und ich sitze da und weiß: Du müsstest noch dies und dies und das tun. Gekocht werden kann wieder nichts Richtiges und Zimmer XYZ muss ungeputzt bleiben.

      Ja. Hier bekommt man immer wieder den Ratschlag, Fünfe gerade sein zu lassen. Mit einem Kind vielleicht praktikabel. Aber bestimmt nicht mit 3 Kindern. Es frustriert mich. Ich zittere schon innerlich, wenn ich was am machen bin und er schreit wieder (obwohl Windel frisch, Flasche gegeben usw.).

      Ich wäre zufrieden, wenn er mal am Tag 3-4 Stunden am Stück schlafen würde. Aber das macht er nur nachts.

      Ich bin so weit, dass ich mir in Gedanken ausmale, dass ich meine Familie verlasse. Einfach plane, auszuziehen, abzuhauen. Sachen packe, mich ins Auto setze und nicht mehr wiederkomme.

      Gestern waren wir spazieren und da ist mir (aber auch meinem Mann, der ist nicht minder unzufrieden) bewusst geworden, dass ich auch gerne zu den flanierenden und in den Restaurants sitzenden Leuten gehören würde! Dass das alles wahrscheinlich ein riesengroßer Fehler war. Wir hatten nämlich zwei nölende Kinder und ein meckerndes Baby dabei. An Erholung nicht zu denken.

      Ja. Oma und Opa gibt es, die helfen, wo sie können. Aber altersbedingt natürlich bei drei Kindern nicht immer machbar.

      Ja, wir haben ein Haus, ein großes Grundstück und Spielsachen. Wir haben genug zu Essen und könne auch was unternehmen.

      Wir sind weitestgehend gesund, die Kinder sind in Schule und Kindergarten beliebt und stets brav. Unser Baby ist gesund und munter.

      Aber dennoch: Mein Mann hat es sogar schon ausgesprochen, dass das ein Fehler war. Dass wir uns nichts mehr richtig leisten können. Finanziell (schickes Auto und keine Familienkutsche, Urlaube im größeren Stil etc.).

      Meine Wut über den unerledigten Haushalt, die ganze Arbeit usw. richtet sich oftmals gegen meinen Mann, der in meinen Augen mehr anpacken könnte bzw. ich davon träume, so einen richtig tollen pingeligen Mann zu haben, der kräftig im Haushalt mitschafft, alles piccobello in Ordnung hält usw.

      Aber den hab ich leider nicht.

      Ich habe die Vision, dass ich die nächsten 2 Jahrzehnte in einem unordentlichen Haushalt sitzen oder nur noch rotieren werde.

      Zeit mit meinem Mann hab ich nur noch nebenher oder zwischen Tür und Angel, ich schlafe mit dem Baby, wie mit den Beiden anderen auch, sowieso in einem anderen Raum. Erstens, damit er bei der Arbeit halbwegs fit ist und zweitens ist es mir lieber, wenn das Baby neben mir liegt.

      Denn obendrein bin ich auch eine echte Glucke, die alles perfekt machen will und ich könnte niemals das Baby allein in seinem Raum lassen, wenn er mich auch noch so nervt.

      Die seltenen schönen Momente sind die, wenn er lacht (damit ist er leider sparsam) oder ich ihn bade und ihm das gefällt.

      Aber von meinen Vorsätzen ist nicht mehr viel übrig. Ich will nur noch den Tag überleben...

      Ach ja: Das Schlimmste ist das Geschrei. Das geht durch Mark und Bein und zerrt entsetzlich an den Nerven...

      Mir wäre schon geholfen, wenn mir jemand schreibt, dass es ihm auch so geht oder ging.... Oder was ihr dagegen getan habt/vorschlagt.

      Danke fürs Lesen.

      • Du arme. Schon das lesen war so wahnsinnig anstrengend. Ich hatte solche Probleme nie, da meine beiden wirklich pflegeleicht waren und sind.

        Ich habe meine Kinder von Anfang an daran gewöhnt sich auch mal alleine beschäftigen zu können und alleine einzuschlafen. Das war mir immer sehr wichtig, denn der Haushalt will auch gemacht werden und ich will auch mal in Ruhe einen Kaffee trinken.

        Ich habe zwar nur zwei Kinder, aber bin komplett auf mich allein gestellt. Mein Mann ist monatelang im Ausland unterwegs und Familie habe ich hier nicht.

        Deswegen ist es wichtig, den Kindern klar zu machen, dass alle anpacken müssen und der Mama auch mal Freizeit einzuräumen ist.

        Ich verstehe nicht, wie ein sieben und ein fünfjähriger noch Stress bedeuten können?

        Die müssten doch sicher schon selbständig sein und nicht ständig an deinem Rockzipfel hängen.

        Mein fünfjähriger hilft hier total viel im Haushalt mit und er liebt es. Der Kleine (2,5) räumt super gut sein Zimmer auf und deckt den Tisch, holt die Wäsche aus dem Trockner usw.

        Sie machen sich allein fertig und spielen miteinander, wenn ich was zu tun habe.

        Der Große hat immer super auf den Kleinen aufgepasst, wenn ich unter der Dusche war oder gekocht habe. Wenn er mal genörgelt hat, war er auch immer zur Stelle und hat ihn zum Lachen gebracht.

        Verteile Aufgaben an die großen Kids und deinen Mann und konzentriere dich auf dein Baby und den Rest des Haushaltes.

        Kochen würde ich abends, wenn die Kids im Bett liegen und es am nächsten Tag erwärmen. Das mach ich seit Jahren so. Das klappt alles super, obwohl ich einen Vollzeitjob habe.

        Alles Gute.

        • (3) 25.06.17 - 21:23

          Super, eine Supermama, die alles perfekt wuppt ist genau das, was man in der Situation lesen möchte;-).
          Ich frag mich ja immer, ob die Mütter, die ihre Kinder "daran gewöhnt haben, pflegeleicht zu sein", glauben, dass andere Eltern das noch nicht probiert hätten. Glaubt ihr, andere Eltern schleppen ihre Babys zum Vergnügen den ganzen Tag durch die Gegend, weil ein Rucksack zu langweilig wäre oder weil es ihnen nicht wichtig wäre, mal in Ruhe aufs Klo zu können?

          Als mein Großer sieben war hab ich mich auch gefragt, wie Drei-, Fünf- oder Siebenjährige noch anstrengend sein können. Ich hab mich kaum mehr eingekriegt ob der unfähigen Eltern der anstrengenden Kinder...und dann kamen seine Brüder auf die Welt und ich war schlauer#rofl.

          • (4) 25.06.17 - 22:15

            Wer sagt denn, dass ich eine super Mami und perfekt bin?

            Ich bin halt sehr strukturiert, weil ich es sein muss. Es ist nun mal kein anderer da, der mir was abnehmen kann. Also muss es hier alles laufen.

            Deswegen gibt es genaue Tagesabläufe. Und wenn jemand zuhause ist und fast zusammenbricht, ist der Tag wohl nicht gut durchorganisiert. Ist ja nicht schlimm, aber da kann man sich doch den einen oder anderen Tipp mitnehmen!

            Übrigens, die Mamas, die ich kenne, die behaupten, sie hätten es probiert, ziehen ihre Sache nicht durch und Knicken beim kleinsten Problem ein. Tausend mal miterlebt.

            Und auch das ist in Ordnung. Muss ja jeder selbst klarkommen.

            • (5) 25.06.17 - 22:55

              Du musst erst mal Kinder haben, mit denen das funktioniert. Hast du anscheinend. Hatte ich teilweise auch.
              Ich hatte ein Kind, das man problemlos in die Wiege oder in den Wagen legen konnte, sofern es satt und gewickelt war, war es da lange zufrieden. Man könnte meinen, damals hätte ich eine besondere Begabung gehabt;-).

              Und ich hatte drei, die so lang sie wach waren nur brüllten, wenn sie nicht auf dem Arm oder in der Trage waren. Wie lange würdest du denn ein Baby immer heftiger brüllen lassen? Bis es sich dran gewöhnt hat? Wenn ich mal auf die Toilette musste oder mich um ein anderes Kind kümmern ging es halt nicht anders, aber viel länger hätte ich als Misshandlung empfunden. So gesehen, ja, da bin ich eingeknickt, so wichtig, dass ich ein Baby stundenlang durchbrüllen lasse war es mir doch nicht.

              Und ich hatte einen, der sich seit er zwei war gut beschäftigen konnte ohne Blödsinn zu machen, der Erklärungen verstand und machte worum man ihn bat. Klar dachte ich, den hätte ich super erzogen. Jetzt ist er 17, und ich denke noch, Pubertät müsse ein Kinderspiel sein, aber ich ahne inzwischen, dass es auch anders kommen kann. Und zwei, die viel schneller Chaos anrichten konnten als ich es beseitigen, und das in irrer Lautstärke. Die beiden haben inzwischen eine ADHS-Diagnose, konnte man damals ja aber nicht ahnen.

              Da kann ich lang sagen, es muss klappen, weil es mir wichtig ist, wenn es einfach nicht geht.

              Tipps, wie man den Tagesablauf besser strukturieren kann sind ja durchaus hilfreich. Aber dieses "mir war es wichtig, und deshalb habe ich dafür gesorgt, dass es meine Kinder können" das hat für mich was von Sonnenaufgang befehlen. Mir ist es wichtig, dass im Juni morgens um sechs die Sonne aufgeht, deshalb sorge ich morgens dafür, dass sie es tut;-).

              • (6) 25.06.17 - 23:03

                "Wie lange würdest du denn ein Baby immer heftiger brüllen lassen? Bis es sich dran gewöhnt hat?" Neeee, hier musste nie einer brüllen. Ich kenne so ein Gebrüll nicht. Ich denke, dass das Gemüt der Eltern sich auf die Kinder überträgt. Und das meine ich u.a. mit "dafür sorgen"...

                Wir sind entspannte Eltern. Wir brüllen nicht, es gibt klare Ansagen und nicht hü und dann wieder hott. Alles sehr klar und verständlich. Ich denke schon, dass es damit zusammenhängt.

                Und dass ich morgens ne halbe Stunde für mich brauche, klappt nur, weil ich das einfordere und auch durchziehe (nein, bei Gefahr in Verzug natürlich nicht. Hier muss man ja alle Eventualitäten erklären, sonst wird man darauf festgenagelt). Die sind das gewöhnt und lassen mich in Ruhe.

                Auf die Pubertät freue ich mich schon, wenn die so werden wie ich, dann gute Nacht:)))

                • (7) 25.06.17 - 23:14

                  Hm, jetzt müsste man noch klären, warum ich ausgerechnet bei einem behinderten Frühchen so super entspannt, und bei drei Wonneproppen so extrem angespannt war;-).

                  Aber Pubertät ist wirklich ganz easy wenn man es richtig macht und entspannt ist, also das kann ich perfekt#schein.

                  Bisher#rofl.

          (8) 26.06.17 - 16:30

          Ich hab jetzt grad so viel darüber nachgedacht und überlegt ob ich was schreiben soll dazu.
          So richtig dienlich ist es natürlich nicht, sich zurück zu lehnen und zu sagen "also ich versteh dein Problem nicht, du bist wohl nur zu unfähig dein Kind zu erziehen"...

          Aber ganz oft ist es wirklich so habe ich den Verdacht.
          Das geht jetzt mal nicht an die TE, sondern ich möchte da ganz allgemein bleiben.
          Man ist ja doch bei anderen Frauen und ihren Kindern eben nicht 24 Stunden dabei. Daher kann man es schwer beurteilen.

          Ich bin zum Beispiel mit 4 Kindern gesegnet die alle immer nachts ganz gut geschlafen haben, morgens konnte man auch lange liegen bleiben.
          Als wirklich pflegeleicht bezeichne ich allerdings auch nur das zweite von den Vieren, die anderen wurden schon gern rund um die Uhr getragen in den ersten Monaten, und waren oft und schnell am rumknatschen.

          Meine beste Freundin findet alle ihre 3 Kinder sehr anstrengend. Sie kommen nachts alle ein paar mal heulend zu ihr, und rauben ihr auch tags den Nerv.
          Ich sehe sie sehr oft und ich beobachte wirklich VIELE Situationen in denen ich völlig anders reagieren würde, ich bin teils regelrecht überrascht wie lasch und wenig konsequent sie auftritt in vielen Situationen.
          Mit Teller und Stück Kuchen in der Hand rumrennen? Gabs bei uns nie. Frage ich das irritiert sagt sie "ja, er kann halt nich still sitzen bleiben", resignierend erschöpft sagt sie das.
          Tochter nimmt sich den Soßentopf und schüttet alles quer über ihren Teller. Gabs bei uns nie, ICH verteile das Essen, meine Kinder warten bis ihre Teller gefüllt sind und essen dann brav.

          Sie beklagt sich dass ihre Kinder morgens so früh wach sind, seien halt Frühaufsteher. So oft habe ich ihr schon versucht zu erklären dass man eigentlich als Mutter den Rythmus des Kindes lenkt.

          Als ich 2 kleine Kinder hatte war ich rotzfertig morgens. Wachte da ein Kind bereits um 7 oder 8 auf, blieb ich einfach liegen, es wurden keine Rollos geöffnet, und meine Augen blieben auch weitestgehend zu. Kind musste sich allein beschäftigen, kam aber schnell auf den Trichter dass es doch besser ist, einfach wieder mitzuschlafen. So war der Rythmus geschaffen.
          Ich hatte besonders bei der Sache eben immer einen sehr langen Atem. Und das fehlt bei meiner Freundin VÖLLIG sehe ich. Sie ist null authentisch oder energisch, warum sollten ihre Kinder sie für voll nehmen?

          Ich war mal spät abends zum Kaffee bei ihr, kinderlos.
          Ihr Sohn kam runter, quengelte und bettelte rum, er wolle nicht schlafen, er wolle Handy spielen. Tausend mal hat sie ihm gesagt er solle sich hinlegen es sei doch so spät. Er holte ein Spielzeug, wollte es auspacken und zeigen. Sie ließ ihn gewähren. Dann bat sie ihn, es jetzt wegzupacken und sich endlich hinzulegen. Er sagte nein. So ging das dann gefühlte 27 mal. Ich war wirklich zunehmend genervt.
          Ich hätte schon beim ersten Treppe runter kommen mein Kind energisch dazu gebracht sofort wieder hoch ins Zimmer zu gehen, wäre auch aufgesprungen und hätte ihn hochgebracht.
          Tür bleibt zu, fertig. Meine Kinder kamen nie auf die Idee wieder raus zu kommen, meine Ansage mit Handlung zog zügig.

          Bei manchen hab ich einfach das Gefühl, für Erziehung sind sie schlicht zu groggy und unfähig.

          Und, ich kann mir tatsächlich nicht vorstellen, dass ich halt 4 ganz einfache Kinder bekommen habe, und meine Freundin zufällig 3 charakterlich total anstrengende.
          Ich denke immer, würde sie mir mal ihre Kinder geben, würde ich ihnen recht schnell, vielleicht innerhalb weniger Tagen und Wochen so einiges austreiben. Auch wenn das herablassend klingt.

          Ein 5jähriger der isst wie ein Schwein, ohne Messer und Gabel?
          Und bereits bei der Kleinsten von 14 Monaten muss ich regelmäßig die Hände überm Kopf zusammen schlagen: Im Hochstuhl wird Reis durch die Gegend gefeuert, Gemüse auf dem Tisch einmassiert...

          Zusammen Grillfest: Die Kleine wird an den großen Tisch gesetzt, fasst ALLES an. Was macht ihre Mutter? Räumt alles aus dem Bereich weg (dabei war der Tisch eh schon so klein, wir hätten den Platz gebraucht), statt einfach mal Kind runter, weg, UNTERBINDEN.
          Ich kenne so ein Verhalten wirklich nicht, klar grabbeln Kinder dieses Alters alles an, aber ich war immer schon konsequent und irgendwann machts dann klick und das Kind macht immer weniger von solchen Sachen.
          Ich habe derart eingedreckte und verwühlte Esstische zumindest NIE gehabt, und ich habe auch nicht alles weggeräumt, nur damit Kind nich mehr hingeht. Es musste lernen nicht dran zu gehen WENN es da steht.

          Mein Empfinden ist Frauen wie meine Freundin sind überfordert. Sie betreiben nur noch still schweigend Schadensbegrenzung, haben nicht die Kraft, etwas verändern zu wollen, das "Übel an der Wurzel zu packen".

          • (9) 26.06.17 - 16:36

            ... du scheinst ganz toll zu sein... #kratz

            • (10) 26.06.17 - 17:07

              Hallo, ich finde sie hat vollkommen recht. Immer mehr Eltern verweigern Erziehung bei ihren Kindern. Und wundern sich dann.

              LG Leah

              • (11) 26.06.17 - 17:12

                oh ja, entschuldigung... da hast du Recht!

                ich hatte den Text vorher in den falschen Hals bekommen
                manche Kinder fordern so viel (und eigentlich ist das ein gutes Zeichen) - und es ist anstrengend... aber ich bin absolut für eine klare Erziehung und Führung

                danke für deinen Beitrag und #sorry

          (12) 26.06.17 - 17:51

          "Haben nicht die Kraft etwas zu verändern."
          Und fragen hier deshslb nach Tipps. Es ist, egal ob selbstverschuldet oder nicht, eine Erschöpfungssituation eingetreten. Sie braucht KONKRETE Tipps.

          (13) 27.06.17 - 15:42

          Ich gebe dir in sehr vielen Punkten recht und ich bin auch dafür das die Kinder zu hören haben, ABER das Schlafverhalten beim Kind zu beeinflussen ist nicht immer leicht. Was würdest Du machen, wenn alle im OG schlafen, außer Kind 2, welches im UG schläft, welches früh aufwacht und dann 436 x hintereinander laut Mama ruft und damit das ganze Haus incl. Kind 1 aufweckt. Da kann man sich nicht rumdrehen und die Augen zu machen. Da gönne ich lieber meinem Kind 1 noch ein wenig Schlaf und muss selbst aufstehen und für Ruhe sorgen. #schwitz

    "Ich verstehe nicht, wie ein sieben und ein fünfjähriger noch Stress bedeuten können?"

    Was für ein einfühlsamer Satz. #augen

    • Ist doch aber so!

      Wenn Kinder in dem Alter noch so viel Arbeit machen oder stressen, hat man sie wohl nie zu selbständigen Menschen erzogen. Ist meine Meinung. Willst du sie mir absprechen?

      • #rofl
        Ja, schon klar.

        Ich weiß, du lehnst Schlafbegleitung ab (braucht auch kein Baby deiner Meinung nach, oder?), beide Kinder haben von Anfang an in ihren Betten geschlafen, gehen jetzt um Punkt 20.00h ins Bett und schlafen sofort ein.
        Ohne Mami nochmal zu brauchen.

        Mit 7 und 5 werden deine Kinder bestimmt so selbständig, dass die überhaupt keine Mutter mehr brauchen!

        Herrje, deine Meinung und Ansichten kenne ich zu genüge und lasse sie dir gerne.

        • Hahahhaa immer dieser Neid, der muddis, die Familienbett bis zum Erbrechen oder bis zum zerbrechen der Ehe praktizieren.

          Ich halte nix von schlafbegleitung und Schluss ist hier um 19.30. und mein Sohn ist schon 5 und er ist eher eine Hilfe, als dass er welche brauchen würde. Warum wurmt dich das so? Weil deine Kinder sich nicht mal ein Glas Wasser holen können? Ist doch nicht schlimm. Sie sind in guter Gesellschaft, wenn ich mir die ganzen verwöhnten Gören ansehe, die sich mit 10 noch den po abwischen lassen. Weiter so:)))

          (21) 26.06.17 - 08:00

          e

          (22) 26.06.17 - 08:29

          Es wurmt hier niemanden, daß Dein Sohn schon mit 5 Jahren super mithilft. Wenn hier jemanden etwas wurmt, dann Deine Ansicht, dass die anderen wohl einfach nicht richtig erziehen können, wenn sie solche oder so ähnliche Probleme haben, wie die TE und es bisher nicht geschafft haben, dass ihr Kind sich so toll, wie Deine verhalten.

          Klar gibt es viele Eltern, die inkonsequent sind oder grundsätzlich 'einknicken', wie Du es so schön sagst und das Verhalten von deren Kindern dieser Inkonsequenz geschuldet ist.

          Aber es gibt auch etliche Eltern, die ganz sicher deutlich mehr Erziehungsarbeit leisten (müssen), als Du. Eltern, die sich oft genug am Rande der Erschöpfung bewegen, weil beinahe alles (von Schule über Geschwistermiteinander bis Hausarbeit), wo man die Kinder in eine bestimmte Richtung lenken möchte, von selbigen zumindest deutlich hinterfragt wird oder versucht wird, zu umgehen, bzw. nicht erledigt wird.

          Ich muss hier zum Beispiel alles, was ich dem Großen auftrage, nachkontrollieren. Er kommt nicht von sich aus zum Helfen, lernt nicht von sich aus, obwohl es bitter nötig ist, verträgt sich nicht besonders mit seinem Bruder, ist generell total auf 'Anti' gepolt - und zwar schon immer! Wir haben es mit Verstärkerplänen und Belohnungen versucht. Wenn ich sage, Du machst das jetzt, sonst passiert dies und jenes, ziehe ich dies und jenes auch durch. Wir haben uns um Nachhilfe und Lerntherapie gekümmert; außerdem ist er in psychologischer Behandlung. Ich habe hier jeden Tag Kämpfe; dieses Kind verlangt mir und meinem Mann enorm viel ab.

          Und dann kommt jemand wie Du und haut einem mit seiner Aussage verbal nochmal so richtig eine rein. Und das ist es, was Mütter, die so anstrengende Kinder haben, an Deiner Aussage so wurmt.

          mare88

          • (23) 26.06.17 - 09:47

            Ich unterstütze Deinen Beitrag und halte den Beitrag von batu auch für überheblich. Ich habe zwei Kinder, der Kleine ist wahnsinnig pflegeleicht, der große anstrengender. Hätte ich zuerst den Kleinen gehabt, wäre das zweite Kind sicher schneller unterwegs gewesen. :-D Bis heute ist der Große anstrengender, weil er einfach hibbeliger und lauter ist als sein Bruder. Insgesamt habe ich aber zwei unkomplizierte Kinder, die sich lieben und selten streiten.

            Beruflich arbeite ich aber mit Kindern und weiß aus beruflicher und privater Erfahrung, dass Kinder von Geburt an unterschiedlich sind und eben nicht alles Erziehung ist. Von daher empfinde ich es als vermessen, anhand der eigenen Erfahrung mit zwei! Kindern auf alle Kinder dieser Welt zu schließen.

            Mal abgesehen davon ist es gerade für Eltern mit Kindern, die Entwicklungsverzögerungen oder anderweitige Probleme haben einfach beleidigend, so eine Aussage zu machen.

    Ich sehe das so wie du

Top Diskussionen anzeigen