Frauenhaus

    • (1) 01.07.17 - 22:17
      Sambuka

      Hallo,
      Vielleicht kann mir ja jemand weiter Helfen.

      Meine Ehe geht gerade den Bach runter. Es sieht ganz nach Trennung aus.
      Jedoch habe ich weder Familie, Freunde noch finanzielle Mittel.
      So müsste ich also ins Frauenhaus mit Kind ( 3j).

      Jedoch wurden wir nie geschlagen!
      Geht das dann?

      Und mein noch Mann dürfte mich auch nicht finden, denn das Kind wird er mir nicht einfach überlassen. Also würde es eventuell zu Aggressionen oder mehr kommen.

      Wer kennt sich aus???

      Gerne auch private Nachricht...

      Grüß dich,

      Ein Frauenhaus ist in erster Linie ein Zufluchtsort für Frauen die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind.

      Ist das denn so? Mißhandelt er dich psychisch und/oder körperlich?

      Wenn Ja, ist das Frauenhaus erstmal genau die richtige Adresse für dich.

      Wenn Nein, wirst du dich wie alle anderen in Trennung um deine eigenen vier Wände kümmern müssen.
      Finanzieller Unterstützer könnte hier das Jobcenter sein.
      Psychischen Beistand wenn Freunde und Familie fehlen, bieten u.a. Caritas und Diakonie.

      Das Sorge- bzw Umgangsrecht muss rechtmäßig geklärt werden, denn einfach so darfst du dem Vater das Kind auch nicht entziehen.

      Alles Gute

    • Nabend,

      wenn Du in ein Frauenhaus gehst, wirst Du von einem Mitarbeiter gefragt:

      "Fürchten Sie um Ihre Unversehrtheit?" oder etwas vergleichbares.

      Mein Hinweis ist immer, wahrheitsgemäß zu antworten.

      Antwortest Du mit ja, weil es bei Dir so ist, dann wird Dir geglaubt und Du bekommst Obdach und Unterstützung.

      So wie Du die Situation jetzt beschreibst, kann ich nur vermuten, dass Du Angst vor einer Auseinandersetzung im Rahmen der Trennung hast. Das kann nun auf Deine mangelnde Streitbereitschaft oder aber auf einen verbal übergriffigen Ehemann zurückzuführen sein. Da hab ich ja kein Ahnung, ist ja Dein Leben.

      Denk aber an eines:

      Ein Gang ins Frauenhaus belastet die Trennungssituation auch - daher nur, wenn es wirklich nötig und unumgänglich ist.

      Du wirst Dich mit Deinem bald Ex auch bezüglich Umgang usw. auseinander setzen müssen. Du musst Dich scheiden lassen usw.

      Wenn es irgendwie anders lösbar ist - wirklich nur, wenn es eine andere Möglichkeit gibt, dann gib Deinem Noch-Mann die Gelegenheit, mit Dir darüber zu sprechen und räum euch eine Möglichkeit der einvernehmlichen Trennung ein.

      Der Gang ins Frauenhaus ist immer die letztmögliche Option, aber manchmal geht es nicht anders. Das musst Du einschätzen.

      LG

      • (6) 02.07.17 - 00:03

        Ich fürchte erst dann um meine unversehrtheit, wenn es darum geht Was mit unserem Kind ist.
        Natürlich will niemand sein Kind einfach dem anderen überlassen.
        Mein Mann tickt so: willst du dich trennen? Dann geh doch!!! Aber das Kind bleibt bei mir!!!! Versuchst du es mitzunehmen, dann gnade dir Gott!!.....

        Und das hat er schon in Streitgesprächen so zu mir gesagt....

        Mit einvernehmlich wird da nichts
        Ich bin bereit streitgespräche zu führen( die gehen/ gingen von mir aus) nur durch solche aussagen habe ich aufgehört ihm meine Sicht der Dinge zu sagen.

        • Leider wird das Kind bei Trennungen oft als Druckmittel benutzt. Männer wissen das Frauen sich sehr schnell einschüchtern lassen wen gedroht wird das die Frau gehen kann, aber dann ohne Kind.

          Ich weiß auch nicht ob es unter diesen Umständen überhaupt möglich ist vernünftige Trennungsgespräche zu führen.

          Zur Sicherheit würde ich trotzdem bei einem Frauenhaus vorsprechen und die Situation schildern. Dort wird man wissen wo du dich hinwenden kannst wenn das Frauenhaus zur Zeit noch nicht zuständig ist.

          Ich gehe auch davon aus ein Gericht entscheiden wird bei wem euer Kind später lebt. Daher denke ich ist es sinnvoll frühzeitig einen Anwalt einzuschalten.

          (8) 02.07.17 - 07:59

          Wenn ihr euch nicht einigen könnt, bei wem das Kind bleibt, müsst ihr das gerichtlich klären lassen.

          Wenn du ohne Not (und dass er dir das Kind nicht einfach überlässt und darum kämpft ist KEINE) mit dem Kind ins Frauenhaus gehst und ihn damit grundlos in ein schlechtes Licht rückst, wäre das unter aller Sau.

          Ihr seid gleichberechtigte Eltern unabhängig davon, welches Rollenbild ihr gelebt habt. Klärt das wie erwachsene Menschen.

          Und falls dich das immer noch nicht überzeugt: stell dir vor, wie du dich fühlen würdest, wenn er mit dem Kind abhaut und irgendwo Zuflucht sucht, weil du "durchdrehst", wenn ihr über die Trennung redet und sagst, das Kind behält er niemals.

          Keiner hat mehr Rechte als der Andere. Das Kind braucht euch beide!

          Gruß Küstenkönigin

    (9) 02.07.17 - 09:15
    /////////////////////

    Das Frauenhaus sollte wirklich der letzte Ausweg sein. So wie du schreibst, möchtest du einfach nur weg, allerdings ist es in so einer Situation nicht ratsam, kopflos einfach davon zu laufen, wenn keine akute Gefahr besteht. In der Regel gehen solche Drohungen wie die deines Mannes nicht nur von einem aus und werden geäußert, wenn derjenige sich in die Enge getrieben fühlt. Ob er seine Drohung wirklich wahr machen würde, kann hier niemand beurteilen. Eine Trennung ist leider meist schmerzvoll und bringt den Menschen nicht selten an seine Grenzen. Versuche erst einmal, einen klaren Kopf zu bekommen und wende dich an eine Hilfsorganisation wie z.B. Caritas. Dort wird auch Mediation angeboten, damit ihr zwei vielleicht auf einer vernünftigen Ebene miteinander kommunizieren könnt. Und ganz wichtig finde ich, gerade wenn das Kind bei dir leben soll, dass du deine Zukunft organisierst. Suche dir einen Job, danach eine Wohnung, baue Freundschaften auf. Das ist mit kleinen Kindern doch ganz einfach. Auf Spielplätzen, Mutter-Kind Angeboten wie Turnen oder Schwimmen oder über die Kita. Und versuche zum Wohle des Kindes, dich in deinen Mann reinzuversetzen. Du wirst ihn und seine Ansicht im Moment nicht ändern können, aber du kannst deine Sichtweise ändern und ihn vielleicht ein bisschen verstehen (was nicht heißen soll, dass seine Äußerungen dadurch entschuldigt werden). Vielleich entspannt sich die Situation dann aber ein bisschen. Versuche ihm klar zu machen, dass du ihm das Kind nicht entziehen möchtest, denn so liest es sich gerade in deinem Text. Kinder sind kein Besitz und wenn ich hier lese, jeder hat ein Recht auf das Kind, dann hört sich das für mich ganz schlimm materiell an. Kinder sind zerbrechliche Seelen, und eure Hauptaufgabe liegt im Moment darin, dass euer Kind trotz Trennung in einem gesunden Umfeld aufwachsen kann. Wenn du jetzt einfach wegrennst, ohne dass akute Gefahr besteht, dann ebnest du dir den Weg für eine komplizierte Trennung. Also, erstmal tief durchatmen und dir professionelle Hilfe suchen, damit euer Kind am Ende nicht derLeidtragende sein wird.

    Normalerweise solltest Du doch erstmal mit Deinem Mann sprechen, dass Du Dich trennen willst.
    Und danach würde ich zum Jobcenter gehen bzw. mir eine passende Wohnung suchen.

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