Hilfe vom Psychologen?

    • (1) 01.07.17 - 22:54
      JuliVeränderung

      Guten Abend,

      Ich weiß, dass ich hier falsch bin. Würde aber mein Anliegen gerne (auch wenn es verschoben wird) anonym äußern.

      Das letzte Jahr war für mich sehr anstrengend. Eigentlich die letzten 10 Jahre. Verwandte sind gestorben, eine Fehlgeburt, meine Mutter ist erkrankt und zu dem Rest meiner Ursprungfamilie besteht mittlerweile auch kein Kontakt mehr.
      Die meiste Zeit schaffe ich es stark zu sein, wahrscheinlich aus dem Gefühl heraus, dass es anderen noch schlechten geht, und ich auch keinem zur Last fallen möchte.

      Doch in letzter Zeit merke ich, dass ich schnell überfordert bin mit den kleinsten Entscheidungen oder Situation und ich möchte nicht, dass sich mein teils vermeindendes Verhalten manifestiert mit der Zeit. So alt bin ich nämlich noch gar nicht.

      So jetzt aber zur Frage.. Bei meinem letzten Besuch bei meinem Hausarzt, bin ich plötzlich in Tränen ausgebrochen, als ich ihr sagte, dass meine körperlichen Beschwerden auch psychisch bedingt sein könnten. Sie hat mir ans Herz gelegt, vielleicht mal mit einem Psychologen zu sprechen.
      Hat jemand Erfahrungen damit? Gehe ich dann wieder zu meinem Hausarzt, welcher mir dann eine Überweisung gibt? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für ein paar Sitzungen? Wie lange wird es dann bis zur Behandlung ca. Dauern?

      Danke schon mal im Voraus!

      • Hallo,
        Du hast fünf Sitzungen, um den Psychologen kennenzulernen und zu prüfen, ob er/sie dir sympatisch ist. Es gibt eine Kurzzeittherapie mit weiteren 25 Sitzungen oder Langzeittherapie mit 45 Sitzungen. Zahlt die Krankenkasse. Die Schwierigkeit wird sein, einen Therapeuten zu finden. Die haben alle Wartezeiten. Schneller geht es bei den Ambulanzen von Ausbildungsinstituten für Psychotherapeuten. Wichtig ist auch die Therapierichtung. Es gibt Verhaltenstherapie, Psychoanalyse oder Tiefenpsychologie. Informiere dich am besten im Internet über die verschiedenen Richtungen. Das hier zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen.
        Alles Gute!

        (3) 01.07.17 - 23:06

        Du solltest dir definitiv psychologische Hilfe suchen.

        Mein Mann hat eine Angststörung. Ich, sein Hausarzt und seine Eltern haben wirklich 4 Jahre mit ihm darüber gesprochen und immer wieder zum Psychologen geraten. Er hat sich immer geweigert und bestand drauf, dass seine körperlichen Beschwerden auch wirklich organischer Herkunft sind.

        Seit er beim Psychologen war, kann er sehr gut damit umgehen. Wir können wieder das Haus verlassen und normal leben. Wenn es ihm mal wieder schlecht geht, hat er ein Medikamemt das sofort hilft und er kann normal weiter machen.

        Er hatte nur insgesamt 3 oder 4 Sitzungen. Bei bedarf kann er jederzeit wieder kommen.

        Du musst einfach zum hausarzt und dir eine Überweißung holen. Kosten übernimmt die Krankenkasse. Die Wartezeit für den ersten termin kann eine weile auf sich warten lassen.

        Unternimm was, bevor das Problem deinen Alltag bestimmt. Meistens helfen schon ein paar wenige Sitzungen um zu lernen besser damit umzugehen.

        Ich wünsch dir alle Gute und trau dich. Ein PsYchologe beisst nicht und es zeigt nur stärke, dass man sich hilfe sucht.

        Viele Grüße

        Hallo,

        deine Hausärztin hat dir in meinen Augen einen sehr guten Rat gegeben. So wie du deine Situation beschreibst bist du schon lange an einem Punkt angekommen an dem du Hilfe in Anspruch nehmen solltest.

        Der Gedanke zu einem Psychologen / Psychotherapeuten zu gehen macht bestimmt Angst, vielleicht schämst du dich auch dafür. So geht es aber vielen. Es kostet auch Mut und Kraft. Versuch aber bitte dem Rat deiner Hausärztin zu folgen.

        Wenn ich richtig liege brauchst du nicht unbedingt eine Überweisung. Da deine Hausärztin aber deine Situation kennt würde ich mit ihr reden und eine Überweisung holen. Deine Ärztin wird dir bestimmt auch geeignete Psychologe empfehlen können.

        Am Anfang gibt es Probestunden. Erst danach musst du dich entscheiden ob du dich für eine Therapie bei dem Psychologen entscheidest. Wie lange die Behandlung dauern wird ist im Vorfeld schwer zu sagen. Es hängt unter Umständen von der Therapieform ab aber auch davon wie die eine Therapie annehmen kannst.

        FG und viel Kraft

        blaue-Rose

      • Vor 7 Jahren war ich auch in so einer Situation.
        Bin zum Hausarzt der mich krank geschrieben hat mir Therapeuten genannt hat an die ich mich wenden kann, und mich an einen neurologen überwiesen der mir geholfen hat eine genaue Diagnose zu stellen und mir Medikamente gab und mir Adressen von Therapeuten gab sowohl wo er wuste das bei der ein Platz frei ist und nicht so lange warten müsste wenn denn chemi stimmt. Und meine Krankenkasse hat mir auch geholfen.

        Auf meinen therapieplatz muste ich ca. 2 monate warten aber ich hatte drei vorgespräche gehabt die erste Sitzung dauerte 2h die zweite dauerte 1 1/2h und die dritte genau 1h. In der Zeit musste ich dann auf Anträge für die Krankenkassen warten und dann gi g nach 2 monaten warten die 45 therpiesitzungen los a 45 min. Ab da ging es berg auf und brauchte auch keine tabletten mehr.

        Du musst dir nur klar werden welche therapieform du brauchst.

        Dann wurde ich techt schnell schwanger, mein traum hat sich erfüllt und als mein kleiner dann auf der welt war ging es mir so gut das die Therapie auf alle 2 wochen verkürzt wurde und gegen ende fann nur noch einmal im Monat so hatte ich 1 1/2 Jahre fachliche hilfe.

        Rückfälle gab es immer mal wieder aber da kam ich immer aus eigener Kraft raus.

        Alles gute dir.

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