räumliche Trennung nach Affäre?

    • (1) 06.07.17 - 09:34
      nuramweinen

      Hallo,

      mein Mann hatte eine Affäre, die ich aufgedeckt habe. Es sind ein paar Wochen vergangen. WIr haben viel geredet und möchten beide nicht an Trennung denken. Wir sind seit fast 20 Jahren zusammen und haben 3 Kinder. Da ich aber mit der ganzen Situation nicht klar komme, habe ich ihm jetzt doch gesagt, dass es mir zwar schwer fällt und ich ihn auch noch liebe, aber im Moment es nicht aushalte zusammenzuleben und daher eine räumliche Trennung möchte. Er möchte dies zwar nicht und sagt, dass er hier bleiben möchte, aber wenn ich es so möchte, eben geht. Ich bin so verzweifelt und bin nur am weinen. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll. Wir möchten beide keine Trennung, aber ich kann so auch nicht, weil ich ständig Kopfkino habe und er auch kaum darüber reden kann (er hat noch nie viel geredet). Er kann im Moment auch nicht auf mich zukommen sagt er. Er hat zwar noch Gefühle für mich, kann es aber nicht zeigen.

      Ich habe vorgeschlagen, dass er vorübergehend woanders wohnt, dass wir beide einen klaren Kopf bekommen. Was meint ihr? Kann das gut gehen? Ich weiß nicht, ob es aushalte oder für wie lange diese räumliche Trennung sein soll.oder ob wir uns dadurch weiter distanzieren. Ich bin euch über eure Erfahrungen und Tipps sehr dankbar. Und ich hoffe, dass wir es vielleicht auch wieder hinbekommen....

      • Habt ihr schon mal an eine Paartherapie/-beratung gedacht? In dem Umfeld würde er dann vielleicht auch mehr über seine Gefühle reden.

        Meine Meinung ist.

        Er hat dich im vollen Bewusstsein hintergangen und du warst ihm egal, nach 20 Jahren interessierte ihn es nicht das er dich zutiefst verletzt.
        Er hatte nicht nur einen kleinen Ausrutscher sondern eine Affäre! Diese hat er erst beendet als er durch dich aufgeflogen is. Wenn er nicht aufgeflogen wäre, hätte er die Affäre heute noch?

        Du bist zutiefst verletzt, das Vertrauen ist gebrochen, die Tiefe verbunden und vertrautheit weg.

        Die Beziehung ist gelaufen.

        Tut mir leid! Alles Gute

        Ich glaub, räumliche Trennung bringt euch nix. Ihr müsst für einige Zeit getrennt sein, besser einander gar nicht sehen. Dann habt ihr beiden klaren Kopf. Es hilft sicherlich. Dein Mann sollte überlegen, wie er den Schuld tilgen kann, meiner Meinung nach.

      • (5) 06.07.17 - 10:58

        Hallo,

        die Frage, die du dir stellen solltest, ist, ob du die räumliche Trennung willst, um Abstand zu haben, weil du seine Nähe gerade nicht haben kannst, oder ob du dir erhoffst, dadurch dieses Kopfkino, den Schmerz usw nicht mehr zu fühlen.

        Denn egal, wo er ist, du wirst diesen Schmerz fühlen, wirst weinen, Kopfkino haben, wütend sein. Und das wird vermutlich lange dauern. Es ist schön, dass ihr beide nicht aufgeben und an eurer Beziehung arbeiten wollt, aber ihr solltet das ganz bewusst angehen. Nur abwarten und aussitzen bringt gar nichts.

        - Sprecht euch aus. Welche Fehler gab es? Wieso hat er das getan? Was müsst ihr ändern, um glücklich zu sein?

        - sucht euch Hilfe in Form einer Paarberatung, wenn ihr euch in euren Gesprächen immer im Kreis dreht oder eben gar nicht erst vorankommt.

        Verzeihen bedeutet sehr, sehr viel Arbeit.

        Mein Freund hat mich nicht betrogen, aber angelogen und mein Vertrauen dadurch missbraucht. Das ist nun 2 Jahre her. Wir waren ein halbes Jahr getrennt, haben dann viele, viele Stunden mit Aussprachen verbracht, waren bei einer Paarberatung und sind nun glücklich und führen eine viel gefestigtere Beziehung als zuvor. ABER: es braucht nur einen Hauch, dass ich wieder misstrauisch werde. Wir reden dann offen darüber, mich nervt es mittlerweile selber, dass ich weniger Vertrauen habe, als ich dachte und auch will... Ich mag mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn er fremdgegangen wäre. Es braucht unfassbar viel Zeit, Geduld und Liebe.

        Ich wünsche euch alles Gute.

        Was mich an deinem Beitrag stutzig macht, ist die Tatsache, dass dein Mann so gar nicht kämpft.....

        Er ergibt sich der Situation und am schlimmsten finde ich, dass er sagt, in DIESER Situation kann er nicht auf dich zugehen?!?! Ja, wann denn sonst, wenn nicht JETZT?

        Dann zieht er ohne mit der Wimper zu zucken aus, weil du es möchtest... Nimmt dich nicht in den Arm, versucht dir nicht zu erklären, warum es passiert ist...

        Ich sehe da wenig Chance, wenn er (scheinbar) nicht mal bemüht ist Reue zu zeigen und um dich zu kämpfen...

      • Das tut mir leid für dich, aber ich finde es gut, dass du nicht gleich aufgibst. Ich glaube ohne räumliche Trennung wird das noch schwerer, weil ihr sicher beide eure Beziehung überdenken müsst und jeder zu sich selbst finden muss. Wenn ihr dann doch zusammenbleibt und euch wieder findet, könnt ihr doch wieder zusammenziehen :)

        Ich würde auch zu einer (räumlichen) Trennung raten, zudem würde es vielleicht Sinn machen, Hilfe von aussen zu suchen.
        So plakativ wie es einige Userinnen sehen, er der böse Täter du das arme Opfer, ist es im wahren Leben seltenst.
        Den Weg vom Kennenlernen bis zur jetzigen Situation, den seid ihr gemeinsam gegangen, oder nebeneinander her, wie auch immer. Um wirklich aufarbeiten zu können, um wirklich eine gemeinsame Chance zu haben, müssen die Verlewtzungen und Enttäuschungen BEIDER Partner auf den Tisch. Wenn auch nur einer von beiden dabei längerfristig eine Wertehierarchisierung macht ("meine Wunden sind tiefer", "das was du gemacht hast ist schlimmer"), dann ist es chancenlos.

        (9) 06.07.17 - 13:22

        Ach mensch, lass dich mal #liebdrueck
        Ich kann es sehr gut nachfühlen, wie es dir geht. Auch mein Mann hatte nach fast 20 Jahren Ehe eine Affäre (über ein Jahr)...

        Das Kopfkino, die Enttäuschung, die Traurigkeit... all dem kannst du leider nicht aus dem Weg gehen derzeit, ist wahrscheinlich egal, ob du deinen Mann siehst oder nicht. Aber wenn du momentan denkst, es tut dir gut, dass er erst mal von der Bildfläche verschwindet, ja dann soll er woanders unterkommen. Gibt es dazu eine Möglichkeit? (Es soll ja schon Männer gegeben haben, die DANN aus lauter Verzweiflung zur Affäre geflüchtet sind, weil sie sonst keine Bleibe hatten... )
        Ich glaube, du hast hier schonmal geschrieben kürzlich und da hab ich dir auch geantwortet.

        Bei uns ist das nun fast zwei Jahre her. Ja - wir sind noch zusammen. Das Kopfkino etc. lässt nach, irgendwann wird es dich nicht mehr großartig beeinflussen.

        Bei meinem Mann war es ähnlich, daß er anfangs manchmal einfach auf Distanz zu mir ging - weil er wahrscheinlich i-wie doch der anderen hinterhergrämte - denn natürlich sind bei solch einer Affäre auch Gefühle im Spiel. Und da heißt es dann, einen Menschen absolut loszulassen, sich für einen zu entscheiden.

        Vieles ist wieder gut geworden bei uns, manches vielleicht auch besser, doch manches wurde auch zerstört.

        Aber nach mehr als 20 gemeinsamen Jahren Beziehung (wir waren vor unserer Hochzeit lange ein Paar), gemeinsamen, teilweise erwachsenen Kindern, da kriegt man es nicht so einfach hin, zu sagen, "Das wars dann"... da hängt soviel dran...

        Es ist auch für euch zu schaffen, wenn du es schaffst, irgendwann zu akzeptieren, daß dies nun eben geschehen ist, vielleicht hätte es sogar dir auch passieren können.
        Aber i-wann sollte natürlich dann dein Mann wieder auf die Beine kommen und voll und ganz zu dir stehen. Evtl. tut ihm diesbezüglich eine "Auszeit" auch gut, damit er selber erkennt, was er wirklich will.

        Was sich bei uns zum negativen verändert hat: Das Streiten ist ein Problem zwischen uns. Anfangs kamen dabei noch öfter Vorwürfe meinerseits, daß er soviel kaputt gemacht habe, mittlerweile ist es so, daß er einfach eine sehr niedrige Kritikfähigkeit aufweist. Wir kommen uns manchmal wirklich wegen allerkleinsten Kleinigkeiten komplett in die Haare. Da muss sich noch was ändern, weil es so auf Dauer einfach nicht auszuhalten ist. Und er sollte einfach noch kapieren, daß ich manche Situationen, die mir vorher absolut nichts anhaben konnten, kaum aushalten kann.

        Wir haben gemeinsam einige Stunden Eheberatung bei der Caritas in Anspruch genommen. Das hat uns gut getan. Der Therapeut hat es oftmals geschafft, daß wir uns mehr in die Lage des anderen reinversetzen konnten.

        Wenn er nun redet mit dir: Wird dein Kopfkino dann schlimmer oder besser?

        Mein Mann hat damals all meine Fragen beantwortet, es waren die reinsten Verhöre meinerseits, bis i-wann nix neues mehr ans Licht kam und auch er manchmal sagte: Ich kann nicht mehr. Aber es war wichtig für micht, daß ich Alles wusste - das brauchte ich damals einfach.

        Es gibt ein Buch, d. h. "Warum hast du mir das angetan" - das kann ich empfehlen. Oder auch "Die fünf Sprachen der Liebe"
        LG

        (10) 06.07.17 - 13:52

        Hallo,
        in einer ähnlichen Situation wie du war ich vor einem guten halben Jahr, und ja, ich kann Erfahrungen über eine räumliche Trennungen mit dir teilen...

        Auch wir haben drei Kinder (noch sehr klein) und ich habe die Affäre mehr oder weniger durch eine Eingebung aufgedeckt. Sie ging zwar nicht lange, aber es waren Gefühle im Spiel.

        Bei uns war es anfangs so, das ich sofort wusste, dass ich meinen Mann genug liebe, um zu kämpfen (wir waren auch durchaus glücklich bis zum Zeitpunkt der Affäre), mein Mann war aber zu der Zeit völlig durch den Wind und ich wurde aus ihm überhaupt nicht mehr schlau. Einerseits beteuerte er, mich zu lieben und mich und seine Familie nicht verlieren zu wollen, andererseits wollte er nicht versprechen, die andere Frau nicht mehr zu treffen.. am einen Tag war er total liebevoll, am nächsten distanziert... Er ließ sich überhaupt nicht zu irgendeiner Aussage hinreißen, wie es weitergehen sollte. Selbst als er sich nach ein paar Wochen (mit "Pistole auf der Brust") klar für unsere Ehe entschied, spürte ich kein nennenswertes Kämpfen um die Beziehung (während ich selbst nichts anderes tat). Er schien mir so passiv und ich kam mir vor, als ob ICH beweisen müsste, dass ich es wert sei. Bezüglich des Kontakts zu seiner Affäre lief es auch nicht so, wie ich es mir wünschte, sie war nach wie vor präsent.

        Ich habe mir dann selbst ein anderes Haus gesucht und nach mehrmaliger Ankündigung auch angemietet. Das hat meinen Mann ziemlich umgehauen, er hätte das nicht erwartet. Damals haben mir auch alle gesagt: Wenn du dich nicht richtig trennst, brauchst du gleich gar nicht auszuziehen. Aber ich war auch emotional nicht bereit, mich zu trennen.
        Ich kann bei mir nur ein positives Fazit ziehen: Durch die räumliche Trennung mussten wir beide die Komfortzone verlassen und die Beziehung ganz neu überdenken. Anfangs waren die Treffen wie "Dates", das war wieder ein ganz neues Gefühl... Bei meinem Mann hat mein Auszug ein Aufwachen und Umdenken bewirkt. Ihm war sehr schnell klar, dass er mich nicht verlieren will und auch nicht ohne seine Familie leben möchte. Relativ schnell verbrachten wir mehr Zeit hier miteinander als ohne, und wir haben uns noch mal ganz klar füreinander entschieden. Nächste Woche rollt der Möbelwagen ein zweites Mal an und bringt die restlichen Sachen hierher.... nachdem wir es gemeinsam so weit geschafft haben, bin ich zuversichtlich, dass wir den (nach wie vor steinigen) Weg weiter gemeinsam meistern.
        Was das verlorene Vertrauen, die negativen Gefühle und das Kopfkino angeht: Da habe ich auch noch Schwierigkeiten (und das nicht zu knapp), aber es ist definitiv VIEL besser geworden. Die ersten 3 Monate waren einfach nur schlimm, ich habe täglich sehr viel geweint und hatte zeitweise das Gefühl, den Verstand zu verlieren, musste aber weiter funktionieren. Heute geht es mir überwiegend gut und ich fühle mich mit meinem Mann sehr wohl, obwohl das Thema noch ständig präsent ist.

        Mir haben die Bücher "kann ich dir jemals wieder vertrauen" von Andrew G.Marshall und "die Psychologie der Untreue" von Shirley Glass in dieser Zeit sehr geholfen.

        Ich wünsche dir alles Gute- du wirst das irgendwie durchstehen!

        dein Mann hat dich nach 20 Jahren mehrfach betrogen ( Affäre - kein Ausrutscher ). Er hat dich mehrfach absichtlich belogen und das Ganze kam nur ans Licht weil du es rausgefunden hast ! Er ist nicht nur verlogen sondern auch noch zu blöd um das Ganze geheim zu halten ... böse gesagt .

        Jetzt kann hat es Gefühle kann sie aber nicht zeigen ...kann nicht auf dich zukommen ..:. Bla bla bla

        Mir wäre völlig egal was der Herr kann oder nicht. Wenn er was retten will, soll er sich ins zeug legen.

        Ich würde ihn achtkantig rausschmeißen -

        Eine Chance sehe ich nur wenn dein Mann aktiv wird . Richtig aktiv ! Kein ich kann nicht Gelaber !

        Wenn er will dann kann er !

        • So sehe ich das auch!

          Das machen Täter immer gerne.... Rollentabz spielen: Aus dem Opfer den Täter machen und sich selbst als Opfer hinstellen.

          Den hätte ich zu Mond gejagt. Wenn er es bereut und mich nicht verlieren will soll er kämpfen. Wenn er es nicht tut ist er es nicht wert.

          • Das heisst du bist der Ansicht, ein Partner beginnt nach 20 gemeinsamen Jahren "einfach" so eine Affaire, obschon die Partnerschaft super ist, man sich auf Augenhöhe begegnet, sich stets respektiert, die Bedürfnisse beider Partner gleichwertig sind und auf Dauer mit den Bedürfnissen des anderen kompatibel usw. Vielleicht kommt sowas ganz selten mal vor.

            Opfer zum Täter machen, ja, das ist nicht die feine Art, bei Beziehungsangelegenheiten ist aber die Nummer bereits dann durch, wenn sich eine Partnerschaft in Opfer und Täter geteilt hat.

            Ich wurde auch schon betrogen, habe selber auch schon betrogen, in früheren Beziehungen, aber zerbrochen ist keine am Betrug, sondern an dem was vorher passierte, oder eben nicht passierte.

            • Ja ich glaube in der Tat das am Ego Trip mancher Kerle nicht immer zwei beteiligt sind

              • Ja ich glaube in der Tat das am Ego Trip mancher Kerle nicht immer zwei beteiligt sind

                -------

                Und was ist mit den Frauen, die betrügen? Davon gibt es mindestens genauso viele und die Anzahl hält sich ungefähr die Waage.
                Sind die Damen auch auf dem Egotrip?

                • Ja klar. Ich meinte damit jetzt nicht nur die Männer - ich finde nicht dass man sagen kann der andere Part trägt Mitschuld wenn es sich um monatelangen Betrug handelt !

            Ja das glaube ich. Meine beste Freundin ist gerade in der Täterrolle. Sie sagt selber ganz klar. Ihr Mann ist unschuldig und sie will ihn nicht verlieren. Trotzdem fühlt sie sich hingezogen zu einem Kollegen und steht kurz davor fremdzugehen. Moralische Vorwürfe bringen gar nichts. Von Aussen betrachtet kann man moralisch argumentieren. Sie aber steckt da drin und steht zwischen 2 Stühlen. Kann ihre Gefühle nicht kontrollieren. So geht es halt nicht immer nur Männern. Auch Frauen erleben sowas.

            Und sie ist auch diejenige die am Ende mit den Konsequenzen leben muss.

            Zum Glück sucht meine Freundin gerade einen neuen Job um Abstand zu bekommen. Und ich bete für sie und ihren Mann dass sie bis dahin hart bleibt.

            Und ja.... Betrügt mich mein Freund dann geht einer von uns. Punkt.

            Wenn ihm was an uns liegt muss er das deutlich zeigen. Ein: ich kann zur Zeit nicht reden....

            Neee nicht mit mir.

            Wieso kann er nicht mit ihr reden? Auf sie zugehen? Vielleicht einfach weil er sie nicht mehr liebt?!

    (19) 06.07.17 - 15:59

    Bin in einer ganz ähnlichen Situation. Wir sind seit 5 Monaten räumlich getrennt, weil ich ihn danach nicht mehr ertragen konnte und er mir auch auswich, bzw. keine Zärtlichkeiten mehr für mich hatte. Trennen wollten wir uns aber beide nicht.
    Wir sehen uns allerdings durch die Kinder fast jede Woche. Wie es für die Ehe weiter geht, kann ich noch nicht wirklich abschätzen, mir hat es jedenfalls endlich etwas Ruhe gebracht.

    Wenn du willst kannst du mich auch per PN anschreiben.

    Liebe TE.

    Ich möchte Dir gerne meine Erfahrung mitteilen.

    Ich habe am 22.12.16 einen Anruf von einem alten Freund bekommen.

    Er habe eine neue Freundin, man habe über frühere Sexualpartner etc. gesprochen. Dabei viel der Name meines Partners (es ist ein sehr ungewöhnlicher ausländischer Name, daher ist mein alter Freund stutzig geworden), er hat weitere Eckdaten abgefragt (Arbeit, Aussehen, Tattoos).

    Da kam dann raus das er mich 6 Monate lang betrogen hat. Ihr hat er erzählt er war mal verlobt, dass ist schon alles lange her und er wohne etwas außerhalb deshalb könnten sie leider nicht zu ihm gehen.

    Das alles hat mir also mein guter alter Freund erzählt.

    Ich hatte schon länger ein komisches Gefühl doch mein Partner hat mich immer beschwichtigt.

    Ich habe ihn dann damit natürlich konfrontiert und er hat weinend alles zugegeben. Es sei ihm alles zu viel gewesen, dass Kind, die Verpflichtung, er habe das fürs Ego gebraucht.

    Mir hat er immer gesagt (er ist Koch) der Kollege habe gekündigt und der Chef findet niemand. Da lange Arbeitszeiten in der Gastronomie nicht ungewöhnlich sind war das plausibel.

    Er kam nur noch zum schlafen nach Hause. Ich hatte noch Mitleid. Hab wie selbstverständlich alles alleine gemacht, Kind...Haushalt etc.

    Er ist ausgezogen, ich wollte Abstand. Er gab sich Mühe, eine Zeit lang. Es war ein Hin und Her. Wir haben es wirklich versucht. Aber es geht einfach nicht mehr. Vor 2 Wochen habe ich den Schlussstrich gezogen.

    Er fängt auch schon wieder an, ständig am Handy zu hängen und solche Sachen.

    Wir haben uns dennoch freundschaftlich getrennt und verstehen uns recht gut. Auch im Interesse unserer Tochter.

    Als Vater schätze ich ihn sehr, aber das Vertrauen ist weg. Sowie der Respekt. Ergo haben wir keine Basis.

    Ich habe viel geweint und gelitten. Aber das Schicksal hat so entschieden und ich bin mir sicher das er das irgendwann vom Karma zurückbekommt.

    Ihr müsst euren Weg finden. Unserer war die Trennung.

    Alles gute und viele Grüße

Top Diskussionen anzeigen