Ich kapituliere bei meinem Mann. Eure Meinung interessiert mich...

    • (1) 06.07.17 - 12:42
      es.reicht.mir

      Hallo ihr Lieben,

      ich möchte mich mal auskotzen und eure Meinung zu dem Thema wissen.

      Mein Mann und ich streiten immer wieder. Es ist ein blödes Muster entstanden, und wir kommen da sehr schwer raus. Wobei (ich will mich nicht als den Engel darstellen) ich mir doch meiner Meinung nach (ja ich weiß es ist nicht objektiv) sehr viel Mühe gebe, sachlich zu bleiben, nicht zu schreien, ihm wirklich zuzuhören und seine Bedürfnisse auch zu verstehen, ganz getreu dem Motto der GfK (die ich oft versuche zu integrieren).

      Nun haben wir wieder Streit. Seit 3 Tagen!! Auslöser war gewesen, dass er den Kleiderschrank im Schlafzimmer aufbauen wollte, dort wo er hin sollte aber noch eine unbenötigte Matratze und Kartons (von ihm und seinen verstorbenen Eltern) stehen. SOmit habe ich ihm den Vorschlag gemacht, den Karton (wobei es mir egal war, ob er von ihm oder mir ist) doch gleich auszusortieren, und den Inhalt an den richtigen Platz zu räumen. Er war darauf hin zu tiefst beleidigt weil er es nicht einsah SEINEN Karton auszumisten, ich solle doch meinen Karton ausmisten! Nur steht bisher KEIN EINZIGER KARTON von MIR im Schlafzimmer... und somit steht auch kein Karton von MIR im Weg wo der Kleiderschrank hin sollte....

      Nun gut, wir haben das dann gestern halbwegs geklärt. Plötzlich fing er dann wieder an los zu ballern. Jedesmal wenn ich antworten wollte kamen neue Geschosse (inhaltlich wirklich belanglos, ich weiß nicht mehr was da kam, und er selbst auch nicht. Ich habe ihn gebeten mir die Kritik doch bitte einzeln zu nennen, mir die Möglichkeit zu geben darüber kurz nachzudenken und dann darauf zu antworten, war ihm aber unmittelbar nach dem Feuern nicht möglich weil er es selbst wieder vergessen hat.) Nun gut, ich musste dann los meine große Tochter für einen Ausflug bei ihrem Papa (sie sind da zur Zeit in den Ferien für 2 Wochen) abholen. Ich war schon etwas spät dran und eigentlich wollte mein Mann mitkommen, allerdings wollte er noch mit dem Hund raus und einen Anruf tätigen. Und als er dann mit einem "bockigen" Ton (ich komme gleich darauf, warum ich diesen Begriff nehme) sagte:"Weist du was? ....." (ich kenne dieses von ihm, da kommt dann wirklich immer "Fahr ohne mich los!") sagte ich:"Ich hole ..... ab!" und bin aus der Tür. Das ich da das erste Mal so reagiert habe, hat ihm nicht gepasst. Er hat dann in der Zeit wo ich meine Tochter abgeholt habe eine Sache gemacht, die ich hier nicht näher erläutern möchte, aber ich vergewissere, dass dies schon lange ein Problem ist.

      Ich resigniere mittlerweile, denn jegliche Gespräche die ich mit ihm, er mit mir (was wirklich sehr sehr seeeeehr selten ist) und die wir (was noch seltener ist, denn er redet einfach mal fast gar nicht....) werden von ihm nach kurzer Zeit beendet. Meistens an einem Punkt, wo er dann nicht weiter kann. Das sind Punkte wie z. B. wenn ich sage:"Ich möchte nicht beleidigt werden, denn das verletzt mich!" ich bringe ihm dann die Situation, wo ich mich so gefühlt habe und er sagt fast jedes mal dann immer:"Weist du was? Wir beenden das Gespräch hier jetzt" Früher habe ich mit Macht und Gewalt versucht ein Gespräch durchzuboxen, heute versuche ich es 2x noch, tlw. rennt er vor mir weg, versteckt sich vor mir irgendwo im Haus oder setzt sich ins Auto und fährt weg. Es kommt auch vor, dass er sich einschließt im Bad oder im Hobbyraum... und wenn wir doch mal reden zeigt er mir sein infantiles Verhalten. Er schmollt, bockt und gibt irgendwelche Antworten, die gar nicht wirklich zum Thema passen wie z.B. "ja, die ganze Welt ist scheisse!"

      Ich komme damit überhaupt nicht mehr zurecht und weiß nicht mehr was ich noch machen kann, ausser dann einfach meine Dinge zu machen, zu lernen für die Uni, mit den Kids raus gehen, mit meinem Hund spazieren gehen oder ein Buch lesen, im Netz surfen usw. Aber das löst doch die Situationen nicht. #kratz Kritik verträgt er nicht, meine Bedürfnisse, so empfinde ich es, sind ihm nicht wichtig in den Situationen wo es mal schwer ist.

      Wenn jetzt die Frage kommt, wieso ich ihn denn überhaupt geheiratet habe, na weil ich ihn liebe. Und er hat auch echt tolle Seiten an sich. Ich mag seine Spontanität, er ist für verrückte Dinge zu haben, er ist ein toller Stiefpapa für meine Kinder und er gibt mir sonst auch viel Rückhalt.

      Aber mit dieser wirklich kindischen Art komme ich überhaupt nicht zurecht. Ich meine selbst jetzt nach 3 Tagen ist ein wirklich klärendes Gespräch wo jeder jedem zuhört nicht möglich, weil es immer wieder zu Blockierungen oder Desinteresse kommt.

      Er hat m.M.n. eigentlich kaum Selbstbewusstsein und -vertrauen und ich hab die Nase irgendwie voll, dass er nicht alleine aus dem Loch kommt, wo er immer wieder sagt"Ich habe keine Ahnung was ich machen soll, ich will mich nicht anstrengen, unangenehme Situationen lasse ich links liegen, gehe dem aus dem Weg und ignoriere sie...."

      Selbst wenn ich einige Tage gar nichts sage, tut er entweder so, als wäre nichts oder schweigt generell rum und wir gehen uns aus dem Weg, besser gesagt er mir. #gruebel

      LG

      • (2) 06.07.17 - 12:53

        Hi, genau das hat bei uns zu einer Affäre seinerseits geführt und jetzt leben wir im Trennungsjahr. Vielleicht sprecht ihr in Ruhe darüber, wenn es geht...
        Viel Kraft!

        • Hi,

          danke für deine Antwort. Genau darin liegt ja das Problem, er blockiert jedes Gespräch. Bricht es ab mit:"Ich bin zu dumm, kapiere eh nix" Wo ich dann sage, bitte hör auf! Du bist nicht mein Opfer und ich bin nicht deins, es geht darum das wir einander verstehen. Nur so kann ich den Satz gar nicht sagen, weil er schon beim ersten Wort von mir aufspringt und den Raum verlässt, weg geht und sagt:"Lass mich!"

      Für mich hört es sich so an als würdest Du ständig alles zerreden wollen und er hat da aber keinen Bock drauf.

      Der ausschlaggebende Punkt war also eine Matratze und ein Karton, die er ja in jedem Fall hätte bewegen müssen oder?
      Warum hast Du ihn nicht mal machen lassen?
      Vielleicht hätte er die Sachen ja sowieso weggeräumt und kam sich einfach bevormundet vor?!

      Die Sache, die er da aus Bockigkeit gemacht hat ging in welche Richtung?
      Ist ja schon auch eine InformatIon für uns...
      Hat er randaliert? Hat er sich Alkohol reingezogen?

      Wie kommst Du darauf, dass er kein Selbstvertrauen hat?

      Liebe Grüße

      • (5) 06.07.17 - 13:37

        Die Situation war die: Wir gingen dann gemeinsam hoch ins Schlafzimmer haben da einen Plan gemacht und mein Vorschlag war, den Karton auszusortieren, da wir ihn nun schon zig mal hin und her geschoben haben (wir haben echt noch viele Kartons hier im Haus und hätten ja jetzt anfangen können es einzuräumen). Er wollte ihn jedoch wieder nur hin und her schieben, die Matratze hat er dann auf die Treppe gebracht, welche ich dann rausgebracht habe. Er wollte diese Sachen (wo eben auch Kontoauszüge etc. drin sind, die er hätte doch gleich ins Büro bringen können) eben nicht aussortieren.

        Die Sache die er aus Bockigkeit gemacht hat ist ein persönliches Problem, nein er hat keinen Alkohol getrunken oder geschlagen o.ä. auch nicht randaliert. Es ist eine Sache die zu der Problematik nur insofern relevant beiträgt, dass es auch mit Flucht in andere Welten zu tun hat. In welche Welt er da flüchtet möchte ich aus Respekt nicht thematisieren.

        Ich komme deshalb darauf, dass er kein Selbstvertrauen hat, weil er immer wieder sagt, dass er ja sowieso nichts kann, zu dumm ist usw. Ich sehe aber das er könnte wenn er wollte, ich sehe, dass er intelligent ist und er einfach nur von Zweifeln geplagt ist.

        Es geht mir auch darum, dass ich meine Bedürfnisse nicht wahrgenommen fühle. Ich darf ihm nicht sagen, was mir weh getan hat, denn dann stellt er sich in die Opfer - Schiene und es kommt dann so ein Satz wie:"Wir leben einfach nebeneinander her, dann haben wir die Probleme nicht mehr!" Was soll ich denn darauf noch sagen? Mir tut das weh und ich bin dann selbst hilflos. Fühle mich alleine und unsicher.

        LG

    Hi,

    ja - ich weiß auch nicht. Schwer einzuschätzen aus der Ferne.

    Kann es sein, daß du auch keine "Fünfe grade sein lässt" und sich dein Mann deshalb mittlerweile immer weigert / rechtfertigt?

    Beispiel dieser Karton: Was wäre passiert, wenn du einfach gesagt hättest - Wir bringen das alles mal in eine Ecke, damit wir uns hier bewegen können. Oder warum war das überhaupt Thema - er wollte doch den Schrank aufbauen, oder? Hat du ihm dann gesagt, er solle erst sein Zeug ausmisten (so wie man es einem Teenie sagt) oder hat er gejammert, weil da nun der Karton im Weg stand?

    Ich versuch nur gerade, diese Situation i-wie nachzuempfinde.
    LG

    • (7) 06.07.17 - 13:42

      WIr hatten uns einen Überlblick verschaffen wollen und ich sah den Karton, den wir nun schon x mal hin und her geschoben haben. Und wir so viele Kartons einfach nur hin und her schieben und kaum was ausräumen.

      Ich muss dazu sagen ich bin im 6. Monat schwanger und hätte schon ganz gerne endlich mal das es hier voran geht, wir wohnen seit November letzten Jahres hier. Wir haben bis April/Mai im Wohnzimmer geschlafen, wo bisher noch die alte Wohnwand seiner Eltern steht (so wie sie stand, als sie verstorben sind vor 3 und 4 Jahren). Er sagt immer wieder "Er will es ausräumen!" ich solle das nicht machen, da er selbst gucken will was er davon behält. Verstehe ich, akzeptiere ich, allerdings sind bisher die Kinderzimmer fertig und naja so halbwegs das Schlafzimmer.... Die Küche auch, aber Wohnzimmer, Bad und die weiteren Räume (Büro woraus das Babyzimmer werden soll überhaupt noch nicht) Meine Kartons stehen zu 80 % alle noch verteilt hier im Haus, ich kann sie nicht ausräumen, weil der Inhalt noch keinen Platz hat, sprich Wohnwand für meine Bücher, meine Klamottenkartons stehen verteilt irgendwo zwischen anderen Kartons, ich hab durchaus Klamotten zum Anziehen, aber eben auch neu gekaufte....

      • (8) 06.07.17 - 13:46

        ich darf auch nichts wegschmeißen, selbst Deko Clowns von seiner Mutter, Gläser haben wir so viele, Bilder von Fahrzeugen von seinem Vater, wo er nicht mit drauf ist oder überhaupt. Es sind 2 Haushalte in einem Haus....

        #schock
        Oh gott, ich würde durchdrehen. Wollte gerade vorschlagen, räumt die wohnzimmerwand aus und packen einen Teil deines Krempels da rein, aber wenn du das zeug auch nicht wegwerfen darfst....puh.

        Wobei ich dennoch die sachen der Eltern dann in einen Karton packen würde und lieber dann die eigenen Sachen in die, wenn auch alte Wohnwand, stellen. Und beim Umpacken kann ja auch das ein oder andere Teil verschwinden.....#gruebel
        War er denn schon immer so?

        Ist er tagsüber in der Arbeit, du evtl Zuhause? Dann würde einfach damit anfangen.

        Lg

Der Streitanlass ist natürlich pillepalle, das ist leider allen klar, nur einem selbst in dieser Situation leider nicht. Er hätte den Karton wie von Dir gewünscht gleich aufräumen können, es hätte ihn nicht umgebracht. Du wärst aber auch noch im Leben, wenn er es später gemacht hätte, oder?

Es ging also nach spätestens zehn Sekunden gar nicht mehr um die Sache, sondern nur noch darum, wer bestimmt. Nur: Je mehr einer bestimmen möchte, desto weniger kann der andere so einfach nachgeben - wer lässt schon gerne über sich bestimmen? Druck erzeugt Widerstand, das gilt bei Kinder- und Partnererziehung gleichermaßen. Insofern wäre es schlauer gewesen, sich auf einen solchen Konflikt gar nicht einzulassen. Der Karton stand vorher auch da, dann kann er da auch noch einen Tag länger stehen, oder?

Zu Eurem Grundproblem: Diese Aussage kommt mir erschreckend bekannt vor: "Früher habe ich mit Macht und Gewalt versucht ein Gespräch durchzuboxen". Sorry, das geht nicht. Zu einem Gespräch gehören wie zu Tango und Sex immer mindestens zwei und wenn einer nicht will, dann will er nicht und Du kannst nicht entscheiden, dass er sprechen möchte -- und mit "Macht und Gewalt", das geht gar nicht (und ich weiß wovon ich rede, ich habe mir auch schon von einer mich verfolgenden Frau die Ohren zugehalten - und sie hat versucht, mir die Hände von den Ohren zu reißen, nur um weiter zu reden... #klatsch)

Was Du aber machen kannst: Du kannst sagen: OK, dann reden wir jetzt nicht weiter, aber vielleicht in zwei Stunden oder morgen. Und wenn er nie reden möchte, dann kannst Du Deine Konsequenzen ziehen, aber höre auf, für ihn mitzuentscheiden, das geht nicht gut.

  • (11) 06.07.17 - 13:53

    Danke für deinen Beitrag. Ja das habe ich auch lernen müssen, dass es trotz das es doof ist für mich eine Situation nicht klären zu können, es aber akzeptiert werden muss von mir.

    Meine Konsequenzen daraus wären, soweit ich momentan denken kann, Trennung und das ist was mir schwer fällt, was ihm schwer fällt, denn eigentlich möchten wir das gar nicht. Du hast recht, es ist tiefliegendes Problem was wir haben. Benennen kann es glaube ich keiner so wirklich von uns, wie das Kind heißt, welches in den Brunnen gefallen ist. Vielleicht möchte ich deswegen so viel reden, in der Hoffnung endlich das Problem zu ergründen.

    Wie kann ich damit umgehen, dass dann meine Gefühle verletzt sind? Ablenken fällt mir echt schwer, mich auf die Uni zu konzentrieren ebenfalls. Quatschen mit Freunden... naja, zu oft habe ich die in Anspruch genommen. Paartherapie haben wir gemacht, hat echt ne Zeitlang was gebracht, aber naja... mittlerweile kommen wir offensichtlich wieder in den alten Trott.

    Ich möchte doch einfach nur einen Partner an meiner Seite haben, dessen Gefühle mit meinen Gefühlen gleich wichtig sind. Der sich mit mir auf Augenhöhe befindet (und mein Mann KÖNNTE ES, ist es ja auch überwiegend in meinen Augen, ausser er verhält sich infantil...) Ich möchte auch gesehen werden, auch spüren, du ich höre dir gerade genau zu und interessiere mich für dich. Was sind deine Gefühle. Was kann ich machen, damit es dir gut geht? Ich möchte reden können mit meinem Partner... mehr nicht.

    • "Wie kann ich damit umgehen, dass dann meine Gefühle verletzt sind?"

      Ich würde schon darüber mal nachdenken. Wenn Du bist wie meine Frau, dann denkst Du auch womöglich, dass er den Karton nicht ausräumt, weil er Dein Ordnungsbedürfnis nicht sieht oder gar um Dich zu ärgern. Ich für meinen Teil bin da viel simpler: Wie wahrscheinlich die meisten Menschen mache ich die meisten Fehler nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Faulheit, Gedankenlosigkeit oder Dummheit, aber nicht, weil ich irgendjemanden damit ärgern möchte. Wenn also wieder mal eine Karton schiefsteht oder eine Socke querliegt, geh' einfach mal davon aus, dass Du damit NICHT gemeint bist - es ist einfach nur ein Karton oder eine Socke.

      Zur Augenhöhe: Das Bestimmen wollen und der Vorwurf der Infantilität sprechen eher nicht dafür, dass Du Euch wirklich auf Augenhöhe siehst. Und wenn er sich selbst runterputzt und (wie eine andere Userin plausibel vermutet) Dir auch verbal nicht gewachsen ist, dann habt Ihr in dieser Hinsicht eine Schieflage, die durch Kritik natürlich verstärkt wirkt. (Kritisiert er Dich eigentlich auch im selben Umfang?)

      Und natürlich gibt es auch schlicht unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse und Konfliktbewältigungsstrategien: Die einen quatschen sich und eine Beziehung um Kopf und Kragen, die anderen erreichen dasselbe durch Schweigen, beides ist im Extrem nicht zielführend.

      • (13) 06.07.17 - 14:15

        Nein, ich dachte nicht dass er den Karton nicht ausräumt um mich zu ärgern.

        Meine Gedanken waren: Karton steht im Weg, Karton wurde schon x mal hin und her geschoben. WIr haben JETZT die Möglichkeit die Dinge einzuräumen. Karton muss weg weil er im Weg steht. Wie geht Karton weg? Ausräumen. Nicht wegschmeißen. Lediglich ausräumen.

        Resultat -> Karton steht immernoch wie vorher im Weg. Ich darf ihn nicht ausräumen, da es seine Sachen sind. Somit ist mein Bedürfnis unbeachtet.

        Karton = Sinnbild für viele andere Kartons, Schränke etc.

        Ich schwanger -> in 3 Monaten kommt das Baby -> bis dahin viel zu tun, Sorge das wir es nicht schaffen in dem Tempo. Bedürfnis -> unbeachtet

        Zu deiner Frage ob er mich kritisiert? LEIDER NEIN! Ich bitte ihn darum mir zu sagen, was ich besser machen kann, wo ich ihm unrecht tue ohne das ich es merke. Denn auch ich möchte ihm ja gar nicht weh tun. Und selbst das glaubt er mir nicht.

        Ich sehe sein Verhalten deshalb als infantil, weil er mir genau das sagt. Er sagt und zeigt mir durch sein Streitverhalten, dass es nicht vernünftig ist. Es geht mir nicht darum, dass er eine andere Meinung hat, die möchte ich mir ja gerne anhören, denn so erfahre ich ja etwas über ihn. Aber er äußert sie ja nicht. Er schweigt. Dadurch werde ich dann irgendwann hilflos.... so wie jetzt.

        Und danke dass du dir die Mühe machst mich zu verstehen.

        • Seine Gedanken waren (vielleicht): Karton steht im Weg, aber Kindheitserinnerungen kann ich nicht eben in fünf Minuten aussortieren. Also stelle ich ihn erst einmal beiseite, damit ich den Schrank aufbauen kann.

          "Ich sehe sein Verhalten deshalb als infantil, weil er mir genau das sagt. Er sagt und zeigt mir durch sein Streitverhalten, dass es nicht vernünftig ist. Es geht mir nicht darum, dass er eine andere Meinung hat, die möchte ich mir ja gerne anhören, denn so erfahre ich ja etwas über ihn. Aber er äußert sie ja nicht. Er schweigt."

          "Infantil" ist aber Gift für den Respekt - für Deinen vor ihm wie auch seinen für sich. Infantil ist ein weitere Angriff auf ihn und man sollte schon deshalb vorsichtig sein, weil man dann auch sein eigenes Verhalten hinterfragen sollte.

          Es wäre schon, wenn man eher das Groteske dieser Situationen erkennen und darüber lachen könnte, wie in einem Loriot-Sketch, in dem ja auch nicht nur der Mann oder nur infantil sind, sondern gerade die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen.

          Und was die Kritik betrifft: Wenn Du sie gerne hören möchtest, dann ist eine spezielle Vorliebe, aber keinesfalls verallgemeinerbar: Die meisten Menschen mögen sie nicht und vielleicht kritisiert Dich Dein Mann auch gerade deshalb nicht, _weil_ er selbst auch nicht gerne kritisiert werden möchte.

          • (15) 06.07.17 - 14:34

            "Seine Gedanken waren (vielleicht): Karton steht im Weg, aber Kindheitserinnerungen kann ich nicht eben in fünf Minuten aussortieren. Also stelle ich ihn erst einmal beiseite, damit ich den Schrank aufbauen kann"

            Seine Gedanken waren, wie er mir dann gestern erklären konnte:"Karton hat noch Zeit zum Ausräumen, da das Büro eh Babyzimmer werden soll und es keinen Sinn macht da Bürokram weiter zu lagern!" Kabel wollte er nicht in den Keller bringen, damit es nicht verstaubt, Deko aus seinem Jugendzimmer wollte er nicht einräumen, weil .... (kam keine Begründung)....

            ""Infantil" ist aber Gift für den Respekt - für Deinen vor ihm wie auch seinen für sich. Infantil ist ein weitere Angriff auf ihn und man sollte schon deshalb vorsichtig sein, weil man dann auch sein eigenes Verhalten hinterfragen sollte."

            Stimme ich dir voll und ganz zu. Ich habe dann manchesmal Schwierigkeiten mich nicht in die Mutterrolle zu bringen. Wenn es mir auffällt, dann versuche ich es wieder zu ändern. Respekt vor sich selbst ... ich schätze den hat er nicht... wobei ich über mich sagen muss, ich habe da auch großen Nachholbedarf was Selbstwert angeht.

            "Und was die Kritik betrifft: Wenn Du sie gerne hören möchtest, dann ist eine spezielle Vorliebe, aber keinesfalls verallgemeinerbar: Die meisten Menschen mögen sie nicht und vielleicht kritisiert Dich Dein Mann auch gerade deshalb nicht, _weil_ er selbst auch nicht gerne kritisiert werden möchte."

            -> Dann darf man aber auch nicht vorraussetzen, dass man sich ändern kann, wenn man selbst nicht weiß wo. Denn wenn ich über mein Verhalten nachdenke, heißt es nicht, dass ich genau das sehe, womit ich IHM vielleicht weh tue.

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