Bitte um Meinungen zur Situation!

    • (1) 10.07.17 - 12:52
      schwierigesituation17

      Hallo,

      ich muß mal runterschreiben was mir auf der Seele liegt. Vielleicht hilft es Meinungen und Rat von außen zu bekommen.

      Zu unserer Situation:

      Der Vater der Kinder hat im Laufe der Zeit ziemlich viele Schulden angehäuft, trotz gutem Verdienst. Seit gut 2 Jahren können wir uns so gut wie gar nichts mehr leisten, trotz gutem Verdienst. Genauen Überblick über seine Finanzen, laufenden Kredite habe ich nicht, haben getrennte Konten, zum Glück.

      Bei mir ist es so, dass ich zuhause bin. Eine Möglichkeit zu arbeiten hat sich bisher nicht ergeben. Es fehlt uns eine Betreuung für nachmittags, Ferienzeiten, Krankzeiten usw. - das heißt, ich muss mit dem Kindergeld - tägliche Einkäufe, Kleidung, Schuhe, Windeln, Körperpflege eben das alles bezahlen und es soll ja auch noch etwas übrig bleiben um mal Eis essen zu gehen oder einen Ausflug in die nähere Umgebung zu machen.

      Meinen Partner kann ich nicht um Hilfe bitten, er hat kein Geld. Ist zu sehr beschäftigt damit Schulden abzuzahlen.

      Letzten Monat war auf seinem Konto zu wenig Geld um meine Krankenversicherung zu zahlen. Das hat er zwar nachgezahlt, aber jetzt geht es ans existenzielle. Es ist einfach eine große Unsicherheit da und ich weiß nicht in wie weit ich das noch weiter tragen kann und will #schmoll

      Das ist doch einfach kein Leben so.

      Vorzuschlagen wir trennen uns auf Zeit wäre eine Möglichkeit. Finanziell würde es mir damit besser gehen, aber was ist mit den Kindern? Klar, der Papa könnte sie jederzeit sehen und besuchen, aber ist das die richtige Lösung?

      Als Paar sind wir uns durch den Stress und die Sorgen auch fremd geworden, ob sich das nochmal ändern wird kann ich nicht sagen.

      Aber ich fühle mich durch die Situation mehr und mehr belastet und kann mir vorstellen, das auch die Kinder unbewusst etwas davon mitbekommen.

      Gebt mir mal eine Idee wie ich weiter machen kann, wo kann ich Hilfe beantragen - vielleicht einfach eine psychologische Beratung um eine Lösung zu finden oder wieder einen guten Weg zu finden.

      Viele Grüße von einer rastlosen Frau

      • Wie alt ist das Kind? Außer Kindergeld bekommst du kein Elterngeld mehr? Warum gehst du nicht vormittags arbeiten? Putzen, Regale einräumen, Zeitung austragen? Wann hat dein Mann die Schulden ca. abbezahlt? Von wieviel Geld reden wir ungefähr?

        Woher soll das zusätzliche Geld kommen, das in dieser Überlegung nach einer Trennung zur Verfügung steht?
        Ich finde, grundsätzlich muss jeder das Lebensmodell leben, das ihm oder ihr behagt - aber eines, bei dem sich das Arbeiten "bisher nicht ergeben hat", finde ich schwierig.

        (4) 10.07.17 - 13:28

        Mein Mann ging in Privatinsolvenz weil es eben nicht mehr ging. Er hat aber eingesehen das er nicht mit Geld umgehen kann und deswegen bin ich nun für das finanzielle Zuständig.

        Jetzt ist die Restschuldbefreiung da und wir können wieder ganz von vorn Anfangen aber das Geld bleibt in meiner Hand weil es sich eben die letzten Jahre bewährt hat.

      • SchuldnerBeratung für ihn und Arbeitsamt für dich.

        Ich weiß, du hast gesagt, dass du keine Betreuung findest . ...aber vielleicht gibt es die Möglichkeit einen Mini Job anzunehmen, außerhalb der Arbeitszeiten deines Partners.

        Falls du ihn noch liebst müsst ihr gemeinsam eine Lösung finden. Ihn fallen zu lassen, weil er schulden hat fände ich nicht fair. In guten wie in schlechten zeiten oder wie sagt man?
        Aber er muss natürlich seinen Teil zur Lösung beitragen .
        Wenn du ihn nicht mehr liebst, solltest du dich eh trennen.

        Nee, ist kein Leben so, würde ich in verschiedener Hinsicht auch so sehen.

        Du schreibst 2x "trotz gutem Verdienst" bleibt am Ende des Monats nichts übrig. Das wäre für mich mal der erste Punkt, der mich kribbelig machen würde. Warum ist das so? Darüber würde ich mir ein Bild machen wollen, ihn ansprechen wo das Geld hin verschwindet. Getrennte Konten sind ja schön, aber wenn es so knapp wird und die ganze Familie davon in Mitleidenschaft gezogen wird würde ich sagen hast Du einen Anspruch darauf zu erfahren, was die Gründe dafür sind, damit man etwas dagegen tun kann.

        "Arbeiten hat sich nicht ergeben" ist auch für mich eine Aussage, die ich nicht nachvollziehen kann. Es wird kaum jemand bei Dir klingeln und Dir einen superinteressanten und toll bezahlten Job anbieten. Aber Du solltest vielleicht mal selber aktiv werden und Dir was suchen - nicht nur um Deinen Beitrag zum Familienleben zu leisten, sondern auch um Dich unabhängig zu machen, falls ihr als Paar nicht mehr zu retten seid.

      • (7) 10.07.17 - 13:58

        ----Letzten Monat war auf seinem Konto zu wenig Geld um meine Krankenversicherung zu zahlen.----

        Wie kann das sein? Alleine deswegen solltest Du Dir eine Arbeit suchen.

        Wieso schaust Du Dir nicht mal die Zahlen an, die Konten? Du musst doch wissen wie lange der Zustand noch anhält.

        Du bist für das Finanzielle zuständig und hast keinerlei Überblick über die Finanzen, die Deinem Mann evtl. doch zur Verfügung stehen, während Du mit dem Kindergeld versuchst, die gesamte Familie zu finanzieren?
        Da läuft doch was falsch.
        Such Dir einen angemeldeten Job, dann bist Du auch krankenversichert und die Kinder gleich mit.
        Eine Betreuungsmöglichkeit findet man immer, wenn es auch manchmal schwierig ist.
        Ich war 44 Jahre voll berufstätig und hatte 2 Kinder - und damals gab es echt noch keine andere Möglichkeit als eine Tagesmutter. Das sieht heute ganz anders aus.
        Eine psychologische Beratung verhilft Dir weder zu mehr Geld noch zu einem Überblick über die finanzielle Situation der nächsten Jahre.
        Und nein - DAS wäre für mich auch kein Leben.
        LG Moni

        (9) 11.07.17 - 06:16

        "Eine Möglichkeit zu arbeiten hat sich bisher nicht ergeben. Es fehlt uns eine Betreuung für nachmittags, Ferienzeiten, Krankzeiten usw."

        Wer wirklich will, der findet Wege - wer nicht will, der findet Gründe. #aha

        • Sehe ich genauso. Wo lebt ihr denn, dass es bei Euch keine Betreuungsangebote für diese Fälle gibt?!
          Meine Tochter war dieses Jahr bisher genau einen Tag krank, mein Sohn noch gar nicht. Da wären mir ein paar Kröten durch die Lappen gegangen wenn ich deswegen nicht arbeiten würde.

          In den Ferien nehme ich zur Hälfte auch Urlaub und suche für den Rest Ferienbetreuungsangebote. Das gibt es doch inzwischen echt überall. Bei uns sogar günstiger für Familien die es nicht so dicke haben. Oder man teilt es sich mit dem Partner auf, so vorhanden.

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