Bin ich zu anspruchsvoll?

    • (1) 13.07.17 - 23:13
      Anspruchsvoll?

      Nabend,

      Zunächst möchte ich noch mal festhalten , dass ich nicht die Große "Leidflagge" hissen will,sondern eine Spiegelung durch fremde haben mag.

      Näherstehende sind meist nicht besonders objektiv , daher frage ich hier und erhoffe mir möglichst vielfältige Gesichtspunkte.

      Zunächst zu mir :
      26Jahre, 1 Kind von 4 Jahren, 7 Jahre vergeben davon 2 verheiratet.
      Abi 2011 gemacht mit 1er Schnitt , beruflich bei meinem Partner "eingestiegen" als Nebenjob. Seither arbeite ich mit ihm und hab bisher nicht groß was gelernt - außer fürs Leben.
      Ein Wunsch ist es , zu studieren und endlich mal was abzuschließen. Da mein Mann sich aber nicht in der Lage sieht den kleinen vor oder nach dem kindergarten zu betreuen und die Uni mehr als 1 Stunde Fahrtzeit entfernt ist, habe ich mich nun auf ein Fernstudium beworben.
      Er glaubt allerdings nicht an mich. Das bin ich aber auch schon gewohnt.
      Egal ,um was es geht- er macht es mir immer madig.

      Nach der Schwangerschaft habe ich fast 50kg abgenommen (hatte über 30 zugenommen und fühlte mich einfach total unsexy ) ,in seinen Augen habe ich nach wie vor nichts diesbezüglich erreicht.

      Wir verdienen genug Geld , könnten uns finanziell oft und teuren Urlaub leisten,was wir hingegen nicht machen, weil wir faktisch nie länger frei haben als ein paar Tage am Stück und dann auch noch im Winter um die Feiertage rum.
      Das finde ich an sich nicht so dramatisch.

      Mir war auch immer irgendwie klar, dass ich mehr als ein Kind will.

      Eine ganze Zeit lang konnte ich mich dahingehend ablenken und es unterdrücken. Aber je größer der Zwerg wird und umso mehr er Freunde hat ,die bei uns sind, merke ich einfach wie sehr mir etwas fehlt.
      Mein Mann ist da vollkommen anderer Meinung. Er will auf gar keinen Fall noch ein Kind, sagt er heute . Dazu muss ich sagen , dass wir nach langen Gesprächen über Kinderwunsch auch mit seinem positiven Feedback beschlossen haben, es drauf ankommen zu lassen, nachdem er sehr lange körperliche Nähe total verweigert hat.

      So haben wir dann jetzt 2 Monate gar nicht verhütet und jetzt sagt er mir ,er wolle auf gar keinen Fall ein zweites Kind .
      Ja,prima. Etwas mehr nachdenken wäre da wohl sinnvoller gewesen.

      Wenn ich dann mit den Themen aufschlage, wobei es nicht so ist, dass ich permanent vom Kinderkriegen rede . Das Thema ist halt immer wieder aktuell, wenn ich Anstalten mache mich ihm körperlich zu nähern.

      Ich weiß auch genau, dass es dafür keine Lösung gibt. Er wird die Verhütung niemals in die Hand nehmen ,eher fasst er mich mein Lebtag nicht mehr an.

      Nehme ich das in die Hand,misstraut er mir. Hält mich nicht für fähig effektiv zu verhüten offensichtlich.

      Dann die Sache mit dem Job bzw. mit dem Studium. Er sagt ,ich sei viel zu anspruchsvoll und wäre mit dem , was ich habe sowieso nie zufrieden.

      Der letzte Satz ist nicht ganz unwahr, denn schließlich bin ich ja nicht besonders glücklich mit der Situation, da alles, was ich mir ausmale, immer so gedreht wird,dass es nicht funktioniert .

      Bisher habe ich für ihn immer alles wieder hingeworfen , weil ich letztes Endes mit dem kleinen alleine alles organisieren durfte und arbeiten ging.
      Mittlerweile zoffen wir uns nur noch wegen jeder Kleinigkeit, derzeit herrscht eine sehr drückende Stimmung.

      Das Wochenende bin ich mit Freunden weg und der Zwerg ist bei Oma.
      Er war auch herzlich eingeladen , muss aber arbeiten (selbstständig ) .
      Zudem bricht hier auch jedes Mal das Drama aus,wenn ich mal verreise.
      Wenn Zwergi sonst bei Oma ist, haben wir zwar kein Kind daheim, aber nur Arbeit und sehen uns kaum. Wenn wir uns sehen, schweigen wir oder motzen einander an.

      Gehe ich auf ihn zu ,macht er dicht . Auf mich geht er einfach gar nicht zu.

      Ich muss dazu sagen, dass ich einen recht kurzen Sprachstil habe , sodass eine neutrale Info bei ihm immer negativ ankommt und allein das schon Streitthema wird.

      Versuche ich es etwas netter auszudrücken, hält er mir vor ,ich wäre sonst immer scheisse zu ihm. Ebenso wenn ich mich ihm mehr als 3 Schritte nähere. Ich bekomme keine Unarmungen,keine netten Worte oder sonstiges .

      Ich bin echt etwas ratlos und weiß nicht , ob ich jetzt ein verwöhntes, anspruchsvolles Gör bin und mich einfach auf meinen Hosenboden setzen muss oder ob ich doch ein klein wenig Recht habe mit meinem Gefühl und meinen Ansichten.

      Ich weiß echt nicht ,wie das funktionieren soll.
      Vielleicht mache ich mir das Wochenende über mal ein paar Gedanken ,ich denke diese Situation zu kommunizieren wird nicht ausbleiben.

      Einerseits liebe ich ihn ja. Auf der anderen Seite sind da die Wünsche , die ich für die Zukunft habe, die er nicht nur nicht hat, sondern die für ihn einen absoluten Albtraum bedeuten.
      Natürlich kann und will ich ihm keinen Lebensentwurf aufzwängen , dazu habe ich nicht das Recht . Aber ich kann doch zumindest eine kommunikative Ebene schaffen wollen , auf der man diese Themen vernünftig anspricht. Aber selbst das ist ja nicht möglich. ER entscheidet das , weil ER das genau SO will. Und wenn ich es nicht will, scheine ich einfach Pech zu haben.

      Mag sein, dass es eine Unterstellung ist. Vielleicht bin ich emotional etwas in einer Kontra-Haltung und völlig unberechtigt.
      Aber das wäre mir auch wichtig zu wissen.

      Ich danke herzlich für die Aufmerksamkeit und freue mich über jede Einzelne Rückmeldung ,egal wie sie auch sein mag.

      Habt einen schönen Abend und allen "betroffenen" einen tollen Ferienstart .

      Liebe Grüße

      S.

      • (2) 13.07.17 - 23:25

        Kommt mir so bekannt vor, Abi, keine Ausbildung, beim Partner beruflich eingestiegen, Kind, Mann bremst das berufliche Fortkommen aus.
        Hast du das schon mal hier geschrieben?

        • (3) 14.07.17 - 05:21

          Da liegst du genau richtig, so ähnlich habe ich es schon mal verfasst. Irgendwie kommen da immer mehr Baustellen zu und langsam glaube ich selbst das,was mir vorgeworfen wird und suche den Fehler in erster Linie bei mir.

          • Da wurde Dir aber nicht geraten so schnell wie möglich wieder schwanger zu werden!

            Also was willst Du wirklich?

            Mal wieder lesen, wie schlecht er Dich behandelt und Dir doch noch die Welt offen steht? Auch der Zug rollt bereits.

            Bisher lebst Du selbstgewähltes Elend.

            Entweder Du kriegst Deinen Arsch hoch und kommst dann auch mal in die Puschen oder nicht.
            Noch mehr Jammerposts in Blau oder grau oder lilabuntkariert helfen nicht.

            • Da hast du natürlich Recht, das weiß ich auch.
              Und nein, das sollte an sich kein Jammerpost werden, nicht einmal eine Beratschlagung und Trost habe ich mir nicht erhofft.

              Die Menschen, die mich sonst diesbezüglich spiegeln, sind leider immer der Meinung ich müsse einfach nur alles positiv sehen ,dann werde das schon wieder.

              Seit dem letzten Post haben wir viel geredet und sind beide mehr zu dem Entschluss gekommen , dass man schauen sollte wie die Lebensentwürfe überhaupt zusammenpassen.

              Ich habe mich beruflich etwas von ihm gelöst , um selbstständiger zu werden und unabhängiger. Das Studium an der Fernuni habe ich gewählt, damit ich "nebenher" noch arbeiten kann (extern,nicht bei ihm).
              Er wird auf diese Bedingungen schon wieder nicht klarkommen, das weiß ich.
              Demnach hilft es mir schon ,mich im Kopf ohnehin damit auseinanderzusetzen wie das Ganze ohne ihn funktioniert.
              Auch habe ich Kontakte zu Beratungsstellen ausfindig gemacht, daher mache ich mir über das "danach" weniger Sorgen als um den Weg dahin.

              • Das ist doch alles nur heiße Luft!

                Du sagst, Du hast nachgedacht. Davon bekommst Du aber keinen Abschluss!

                Du sagst, Du hast Beratungsstellen herausgesucht. Du warst aber nicht da und hast irgendwas in die Wege geleitet!

                Das einzige, was Du wirklich angegangen bist, ist, Dich nochmals schwängern zu lassen und damit weiterhin in der gleichen Suppe zu schwimmen.

                Wenn Du noch nicht schwanger bist, hast Du viel Glück gehabt. Dann verhüte ab sofort vernünftig!

                • Ach was, darauf wäre ich auch gekommen.
                  Sex ist bei uns eh so gut wie nie vorhanden, in 3Monaten 2 mal und nein- schwanger bin ich nicht.

                  • Für ne 1er Abiturientin dauert es bei Dir bisschen viel zu lang, bis Du auf irgendwas kommst!

                    Mit 26 hat man keine Entschuldigung mehr, wenn man nichts in der Tasche hat. Dir steht auch längst nicht mehr jede Tür offen.

                    • Wer Türen findet ,bekommt sie in der Regel auch geöffnet .
                      Du hast mich zB. Ja überhaupt nicht gefragt, was denn mein beruflicher Wunsch wäre und dann schau doch,welche Türen offen und welche geschlossen sind.

                      Ich bin 26,ja. Für eine Ausbildung ist es in manchmal Berufen zu spät, meinetwegen auch das.
                      Meine Schwester hat im Übrigen mit 27 ihre Ausbildung begonnen und hat sich seither weitergebildet .
                      Ihre Freundinnen, die sich jahrelang auf ihrer Karriereleiter ausgeruht haben,statt sich zu bewegen, haben nun Kinder und weil sie ja bereits gearbeitet haben, ist es für sie weniger dringlich wieder mehr auf eigenen Beinen zu stehen.

                      Besser stehe ich jetzt mit eingeschränkten Perspektiven da als in 20 Jahren. DANN sind die Türen zu,definitiv.

                      Mich stören auch weniger deine Aussagen, die im Kern nicht verkehrt sind, aber du hast irgendwie eine Ausdrucksweise , die sehr anmaßend vorkommt. Mag aber auch an der Interpunktion liegen.

                      (10) 15.07.17 - 10:47

                      Was für eine unverschämte Antwort! Ich habe auch ein Einser-Abi von 2011 und bisher keine Ausbildung, nur abgebrochene Studiengänge sowie Mann mit bald 2 Kindern. Ich wurde während der Studienzeit ernährungstechnisch sehr krank und bin ohne finanzielles Polster aufgewachsen. Dementsprechend kann man sich vorstellen, dass man mit 26 Jahren dann nicht so viel vorzuweisen hat.
                      Die Kinder sind meine glückliche Chance gewesen, wieder fit zu werden. Inzwischen bin ich dabei, mich um Ausbildungsplätze zu bewerben, 2 Vorstellungstermine warten schon auf mich, trotz Kleinkindern. Es geht also.

                      Nur ist das wie ein Schlag in die Fresse, wenn man von Leuten, die vermutlich bisher mehr Erfolg und Glück im Leben hatten, zu hören bekommt, wie erbärmlich man doch sei, wenn man mit 26 Jahren trotz Abi beruflich nichts vorzuweisen hat. Nichts anderes lese ich aus deinem Post heraus.

                      So einfach ist das Leben nicht!!!

                      • (11) 15.07.17 - 17:05

                        Mit 26 keinen Beruf abgeschlossen haben ist tatsächlich ziemlich daneben. Das sind mal eben 8 Jahre! Nach dem Abi - so manch anderer hat da schon 10 Jahre gearbeitet!

                        Rede das mal nicht schön - 8 Jahre nix tun begründest du bei mir als Personalerin niemals mit Krankheit.

                        Soso, ernährungstechnisch zu krank einen Abschluss zu schaffen, aber fürs schwängern lassen hat's gereicht...

                        Ich glaub, letztens warst Du doch auch schon kräftig beim Ich-red-mir-mein-Leben-schön dabei. Du bist doch der Nick, der als Frau schreibt, aber männlich in der Visitenkarte stehen hat. Falls Du jetzt antworten willst, dass das ja nicht wichtig sei: Doch, ist es! Denn die Glaubwürdigkeit Deines Profils leidet...

                        Zumal Du letztens ja studieren wolltest. Wie denn nun?

                        Bemerkenswert ist, dass hier in einem Thread zwei angebliche 1er Abiturientinnen sein wollen, die es in sehr ähnlicher Art und Weise am versemmeln sind.

                        Das Abi alleine hilft mit Ende 20 niemandem mehr. Es sind in der Zwischenzeit genug andere Abiturientinnen auf dem Arbeitsmarkt erschienen, die zielstrebiger, strukturierter und ehrgeiziger unterwegs sind. Oder: Ihr habt euch schon das Brot vom Teller nehmen lassen.

          Und was hast Du aus dem letzten Thread mitgenommen und von den Ratschlägen umgesetzt?

    Puh. Ihr seid eigentlich kein Dreamteam.

    Er überlässt Dir alles, macht dicht, verhütet nicht obwohl er konsequent kein Kind will, macht alles madig usw und so fort.

    Was bitte hält Dich bei ihm? Was ich lese ist kein Grund zu bleiben.

    Wo ist seine Liebe und Respekt und Anerkennung?

    Brsuchst Du das? Wenn ja, gehe.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du mit dem glücklich wirst. Er scheint festgefahren.

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