Partnerschaft

  • 17.07.17 - 13:28

    Trennung vom Mann? *lang!*

    Hallo

    Ich bin eigentlich eine "stille Mitleserin". Vor gut 4-5 Jahren war ich hier aktiv als es ums Schwanger werden und sein ging. Danach habe ich mich aber zurück gezogen. Aber ja, nun brauche ich doch mehr oder weniger euren Rat, Meinung oder Anregungen. Vielleicht übertreibe ich ja auch.

    Mein Mann und ich sind seit 2011 zusammen, im Oktober 2013 ist unsere gemeinsame Tochter geboren, im April 2014 haben wir geheiratet.

    Richtig selbstständig war er noch nie, sprich von sich aus Arbeit sehen und diese ordnungsgemäß erledigen, sich um unsere Tochter kümmern, sich um mich kümmern wenn es mir nicht gut geht ect. Er hat zwar immer mal was gemacht aber nie mit Elan wie man es eigentlich erwarten würde.
    Ich habe immer wieder gesagt "Komm, hilf mir, kümmere dich um uns, könntest du bitte" usw.

    Die Situation hat sich im letzten halben Jahr enrom zugespitzt. Er hat das Haus seines Großvaters geerbt und wir mussten diesen aufwendig sanieren. Fast alles ist in Eigenleistung von meinen Eltern passiert. Er war da eher nicht so aktiv daran beteiligt was auch seinen zwei linken Händen zuzuschreiben ist. Nun gut, dafür sollte er sich um anderes kümmern, sprich mit Handwerken telefonieren, Termine vereinbaren usw. Das ist auch eher nur passiert wenn ich ihn buchstäblich "in den Ars** getreten habe" oder er hat gesagt er hat sich darum gekümmert und letztendlich kam heraus das er dies nicht getan hat.

    Wochenende steht er nicht auf um mit uns zu frühstücken oder einfach um mich zu entlasten. Ich geh 32,5h in der Woche arbeiten, kümmere mich um unsere Tochter, Hund, Haushalt, Finanzen usw. Er geht arbeiten, ist LKW Fahrer aber jeden Abend oder Früh (Schicht) zuhause und das war es. Von alleine etwas machen klappt gar nicht. Er ruht sich auf mich und meinen Eltern aus. Unsere Tochter möchte weder von ihm in die Kita, noch Abends ins Bett gebracht werden. Auch sonst hängt sie nur an mir, sie kennt es auch nicht anders, denn er kümmert sich um sie eher wenig. Aber Sex, den will er ständig haben und ist beleidigt wenn ich "Nein" sage.
    So langsam bin ich ratlos ob das mit uns als Familie überhaupt noch Sinn macht. Ich bin selber ein Scheidungskind und wollte das meiner Tochter eigentlich nie antun, aber es wird irgendwie nicht besser und so langsam gebe ich die Hoffnung auf Besserung auf.
    Habt ihr einen Rat, Tipp o.ä. was ich noch machen könnte?

    Entschuldig für diesen langen Text.

    LG Annilein

    Antworten  0
    • Hallo,

      viel raten kann ich nicht. du schreibst er war nie sonderlich selbständig. Es hat Dich nie gestört oder du hast es mit getragen, hast das Ungleichgewicht in eurer Beziehung unterstützt.
      Nun reicht es Dir verständlicherweise.

      Ich würde ihm eine klare Ansage machen. Ändert er sich nicht, könnte er sich eine andere Mutti suchen, die ihm alles oder vieles abnimmt.

      Viele Grüße
      hundkatze.maus

      • Ich fand es toll mich zu kümmern, habe ihn aber auch schon damals animiert mehr zu machen oder gesagt was er machen soll. Das hat dann auch mehr oder weniger funktioniert. da waren wir aber auch noch alleine und hatten kinderlos nicht so viel zutun mit unserer kleinen 60qm Wohnung. Ich war da noch voll arbeiten und er war auch selten zuhause, so war auch nicht viel zutun. Dann wurde ich schwanger und hatte Beschäftigungsverbot. Da habe ich natürlich viel zuhause gemacht, mich um seine Angelegenheiten gekümmert, weil es für mich selbstverständlich war, da ich ja zuhause war. Nach der Geburt fing es massiv an, dass er nichts gemacht hat. Weder unsere Tochter gewickelt noch dergleichen. Den Rest hatte ich ja bereits geschrieben.

        Ich habe ihm das schon so oft gesagt, ihn sogar mal einen Brief geschrieben. Der letzte war kurz vor Weihnachten. Das ging 4-6 Wochen gut und dann fing es wieder an.

        • 17.07.17 - 16:35

          "Ich fand es toll mich zu kümmern"

          "Da habe ich natürlich viel zuhause gemacht, mich um seine Angelegenheiten gekümmert, weil es für mich selbstverständlich war, da ich ja zuhause war."

          Irgendwie ein bisschen "die Geister, die ich rief".

          Ich finds tatsächlich schwierig, ihm jetzt vorzuwerfen, was Du die ganze Zeit verstärkt hast. Und wenn es sich immer für ein paar Wochen bessert, wenn Du ihn drauf ansprichst, dann ist das vermutlich die Lösung: Du wirst dranbleiben müssen. Ihn immer und immer wieder animieren, auch wenn es nervt. Anscheinend verweigert er sich ja nicht aus Prinzip und macht auch, wenn Du ihn bittest. So, wie Du ihn früher in seiner Bequemlichkeit verstärkt hast, indem Du es toll oder selbstverständlich gefunden hast, Dich zu kümmern, musst Du ihn jetzt in der Aktivität bestärken.


      "drum prüfe, wer sich ewig bindet".

      haben drei jahre nicht ausgereicht, um sein grad an selbstständigkeit zu erkennen? wieso heiratet frau erst, wenn sie mit dem charakter des LAP nicht klar kommt. menschen ändern sich nicht, das charaktereigenschaften sich verstärken ist weniger wahrscheinlich, nur fällt es dir nun mehr auf weil es dich stört. entweder du akzeptierst ihn so wie er ist, oder du gehst.

      also ein geerbtes haus ist ja schonmal eine ganze menge. vielleicht möchte er, dass du (bzw. deine familie) dich mehr einbringst, kam ja von seiner seite (bzw. familie) eine ganze menge. du hörst dich sehr undankbar an.

      "Aber Sex, den will er ständig haben und ist beleidigt wenn ich "Nein" sage."
      wieso verweigerst du dich? als druckmittel? kannst du verstehen, dass dein mann sex/zärtlichkeiten/zuneigung haben möchte? wenn nein, wäre es ok für dich, wenn er sich es woanders holen würde? dann wäre wenigstens der druck weg, daß er ständig sex haben möchte. nur mal so als anregung.

      ich hoffe das reicht erstmal an tipps/anregungen. auch wenn ich glaube, das es nicht das ist, was du hören möchtest.

      • Moment mal, meine Eltern haben sich komplett um das Haus gekümmert. Das hatte ich auch so geschrieben.
        Seine Mutter hat keinen Kontakt zu ihm und somit konnte von dieser Seite auch keine Hilfe zu erwarten sein.
        Ich bitte richtig zu lesen und nicht mit "undankbarkeits" Vorwürfen zu kommen.

        Ich verweigere mich nicht als Druckmittel. Ich habe nur einfach keine Lust, das eine hat mit dem anderen nichts zutun!

        • wenn du einfach keine lust hast, kann ich das verstehen. geht mir auch manchmal so. aber wieso erwähnst du es dann hier, wenn es mit der sache nichts zu tun hat?

          • 18.07.17 - 06:32

            Ich denke mal, sie meint damit, dass es die einzige Sache ist, wo er von alleine ankommt und nicht aufgefordert werden muss. Und das auch ständig. Und richtig Lesen bringt auch Vorteile. Nicht seine Eltern haben sich um SEIN Haus gekümmert, sondern IHRE Eltern, wo er sich mit einbringen sollte, es aber auch nicht schaffte, sich zu kümmern.

            Ich kann die TE verstehen. Aber ich hätte in solch einem Fall, wo schon am Anfang der Beziehung alles nur einseitig ist, gar kein Kind in die Welt gesetzt, noch nicht. Er ist einfach noch nicht reif dafür.

            Zur TE:

            Ich würde ihm die Pistole auf die Brust setzen und verlange, dass er sich mit einbringt. Ansonsten würde ich meine Sachen packen und gehen. Ändern würde sich ja für dich nichts, machst ja eh schon alles allein.

        17.07.17 - 14:25

        "kannst du verstehen, dass dein mann sex/zärtlichkeiten/zuneigung haben möchte?"

        Bequemlichkeit und Faulheit sind nicht gerade Eigenschaften, die Männer für Frauen (und umgekehrt) auf sexueller Ebene attraktiv machen.

        • 17.07.17 - 14:38

          naja, also er arbeitet ja. wenn du jetzt von einem arbeitslosen, dauer ps4 spielenden harz4ler sprechen würdest, würde ich dir zustimmen. aber hier scheint er halt nicht den drive beim haus sanieren zu haben, den sich seine LAP wünscht. dafür gleich seine ehelichen pflichten einstellen, muss man das verstehen? zudem ging es ja hier um verständnis für zärtlichkeit/sex/etc , nicht ob faule menschen sexuell anziehend sind. daher passt deine antwort nicht auf meine frage.

          • 17.07.17 - 14:44

            "dafür gleich seine ehelichen pflichten einstellen, muss man das verstehen?"

            Wo hat sie denn geschrieben, dass sie sich absichtlich verweigert? Meine Antwort sollte verdeutlichen, woher ihre Unlust möglicherweise kommen kann. Und es geht nicht nur um das Haus in ihrem Text.

            Du verstehst anscheinend nicht im Geringsten, über was sie hier schreibt, daher ist Deine Antwort auch so völlig am Thema vorbei und wenn man versucht, es Dir zu erklären, geht das wieder daneben.

            • 17.07.17 - 14:57

              wieso bringt sie das sexthema dann?

              ich denke schon das ich einen relevanten rat gegeben habe (akzeptieren oder verlassen). und nochmal: ich habe nach SEINEM verständnis gefragt, nicht nach IHREM verständnis. du hast meine frage einfach nicht verstanden. emphatie ist für mich in einer beziehung wesentlich, anscheinend siehst du das anders.

              • 17.07.17 - 16:27

                "wieso bringt sie das sexthema dann?"

                Für wie relevant hältst Du denn ein gutes Sexleben in einer Beziehung? Warum sollte man nicht darüber sprechen, dass neben anderen Problemen auch das nicht mehr funktioniert?

                Und über Empathie brauchen wir echt nicht diskutieren, wenn Du ihr vorwirfst, dass sie nicht nach seinen Bedürfnissen fragt, ihr aber gleichzeitig völlig unbegründet unterstellst, sie würde sich verweigern. Ihr Mann wird vielleicht denken wie Du, dass es sich dabei um eheliche Pflichten handelt, die es gefälligst zu erfüllen gilt.

                Ich habe Deine Frage sehr wohl verstanden, nur nicht direkt wörtlich darauf geantwortet.

                Kannst du das echt nicht nachvollziehen?

                Wenn mich mein Partner in allem so im Stich ließe und sich überall aus der Verantwortung stehlen würde, ich alles alleine machen müsste, dann hätte ich abends auch keine Lust mit ihm in die Kiste zu steigen.

                Nicht um ihn zu bestrafen, sondern weil ich vermutlich erledigt und zugleich tierisch wütend auf ihn wäre.

                Lust würde ich bei so einem nicht kriegen.

                Und damit befindet sich die Beziehung ganz schnell in einer Abwärtsspirale. Die muss aber zunächst ER durchbrechen.

                LG

              18.07.17 - 06:33

              So sehe ich das auch. Erst mal den Text verstehen und dann antworten. Völlig daneben.

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