Liebe ihn (glaub) nicht mehr, aber Angst vor Trennung..

    • (1) 25.07.17 - 20:30
      KeineLiebe

      Hallo Community!

      Ich bräuchte mal Rat.

      Seit ein paar Wochen, eher schon Monate hab ich das Gefühl dass ich meinen Mann nicht mehr liebe. Bei uns ist schon länger "die Luft raus" und ich hab das Gefühl wir haben uns auseinander gelebt. wir haben schon öfter darüber gesprochen aber irgendwie ändert sich nichts.

      Ich überlege nun wirklich, mich zu trennen. Aber ich habe Angst davor.
      Also weniger vor der Trennung selber, sondern um unseren Sohn (2).

      Ich habe Angst dass mein Mann den Kleinen dann mitnimmt.
      Mit der Begründung dass ich weniger Geld hätte, (da ich nur TZ arbeite), hier keine Familie die den Kleinen betreuen könnte (außerhalb der Krippe). Seine Schwester hingegen geht nicht arbeiten und kann ihn quasi jederzeit mal nehmen. Ich hätte dann keinen dafür hier.

      Meine eigene Familie wohnt über 200 km von hier weg, wo die Betreuung dann schwieriger werden könnte.
      Unter der Woche ist der kleine in der Krippe. Da ich aber auch Samstag Sonntag arbeiten muss (meist 3 von 4 Wochenenden), wird das mit der Wochenend Betreuung schwierig.

      Da hätte mein Mann eben seinen Schwestern-Joker. :-(

      Natürlich könnte ich dann in die Nähe meiner Familie ziehen, aber das möchte ich ehrlich gesagt nicht.
      Ich habe hier einen sicheren unbefristeten Job (in den ich auch jederzeit wieder auf VZ umsteigen kann), kann zu meinen Wunsch-ArbeitsZeiten arbeiten und fühle mich dort auch sehr wohl.
      Zudem haben wir für die nächsten Jahre hier einen Kiga Platz sicher.

      Ich möchte aber auch nicht in dieser Ehe (momentan kommt es mir eher wie ein WG Leben vor) weiterleben, da ich einfach nur noch unglücklich bin.

      Ich sehne mich nach einer neuen Liebe, wieder als Frau wahrgenommen zu werden, einfach geliebt zu werden..

      Aber ich hab so Angst, den Kleinen durch die eventuelle Trennung zu "verlieren".

      Ich bin echt verzweifelt..

      Danke fürs lesen!

      • Wie kommst Du denn darauf, dass jemand Deinem Mann das Kind zusprechen könnte, wenn er die Betreuung gar nicht ausserhalb der Krippenzeit selbst übernehmen kann? Glaubst Du echt ein Richter sagt, dass die Schwester des Mannes besser geeignet ist, die Erziehung zu gewährleisten, als die eigene Mutter?

        Du wirst ja Teilzeit arbeiten, gerade WEIL Du für das Kind da bist und die Hauptbezugsperson. Wie viele Stunden am Tag kümmerst Du Dich um das Kind? Wie viele Dein Mann? Warum sollte sich das ändern (abgesehen davon dass Du natürlich nach der Trennung mehr arbeiten kannst, wenn Du möchtest)? Gerade wenn Dein Mann der Hauptverdiener ist kann er ja mehr Unterhalt zahlen und das kommt dem Kind zugute.

        Positiv ist, dass Dein Mann die Betreuung am Wochenende gewährleisten kann, das ist gut für den Umgang und Euer Gesamtkonzept. Du kannst in Ruhe arbeiten während Dein Mann Zeit mit seinem Sohn verbringt. Und wenn die Schwester auch mal das Kind hütet ist das ja kein Problem, aber sie sollte nicht Dich ersetzen. Das würde sicher niemand befürworten.

        (3) 25.07.17 - 22:27
        immerwiederschade

        Hallo ,

        ich finde es immer wieder schade, wenn Paare, kaum das Kinder auf der Welt sind an Trennung denken.

        Es ist ein Stück weit normal, daß der eintönige Alltag einzieht. Man ist sich des Partners sicher, es gibt keine ständigen Liebesbeteuerungen mehr ( bei den meisten) und alles dreht sich um das Kind.

        Dazu kommt , daß Du 3 von 4 Wochenenden arbeitest an denen vermutlich Dein Mann frei hat ?

        Wo ist da noch Platz für Gemeinsames ? Für gemeinsame Ziele und Unternehmungen ?

        Eine Liebe ist nicht einfach da . man muss immer etwas dafür tun. Daran arbeiten.

        Du kannst dich trennen in der Hoffnung das wieder eine aufregende neue Liebe kommt, bei der dann auch irgendwann der Alltag einzieht. Und dann beginnt das Spiel von vorne .

        Oder Du kannst versuchen diese Dürreperiode gemeinsam mit Deinem Mann zu überwinden.

        Such Dir Freiräume, tu etwas für Dich, plane gemeinsame Abende und geb Euch etwas Zeit.

        Wie gesagt , Liebe ist immer auch Arbeit, vor allem für uns Frauen :- )

        LG

        Hallo.

        Lass dich mal nicht von deinem Mann einschüchtern. Ihr habt geteiltes Sorgerecht, also kann er sich in der Zeit, wo du arbeiten bist um den Kleinen kümmern, sofern er nicht arbeiten ist. Und wie kommt er darauf, dass du weniger Geld hättest. Dir steht Unterhalt für den Kleinen zu sowie sogar noch für dich bis er drei ist. Ich glaube, davor möchte er sich auch drücken. Lass dich nicht verrückt machen. Es gibt auch geregelte Papa-Wochenenden, vielleicht könntest du dann mit deinem AG reden und da deine Schichten hinverlegen, dann wäre die Betreuung in dieser Zeit vom Vater gesichert.

        Alles Gute und mach, was DICH glücklich macht.

        LG

      • (5) 26.07.17 - 08:41
        Schritt für Schritt

        du bist in deinem Kopf schon ein paar Schritte zu weit und siehst die Probleme, die dann auf dich zukommen könnten (ist ja auch richtig, das mitzudenken und sich abzusichern!)

        ... dennoch: geh Schritt für Schritt und überfordere dich selbst nicht.

        im Moment siehst du nur das Problem, wo der Sohn dann hinkommt... spräche denn etwas dagegen, dass ihr zusammen Lösungen entwickelt und euch das Sorgerecht aufteilt? Nur weil du weniger verdienst, hast du ja nicht euern Sohn weniger verdient.
        Oder hast du Angst, dass der Mann ausflippt und dich psychisch unter Druck setzt? Lass ich beraten bei einer Stelle, dass du unsicher bist und dich eigentlich trennen möchtest, aber dass ein paar Ängste und Sorgen bestehen. Im Gespräch ergibt sich oft mehr als hier in einem Forum und man kann auch individueller auf dich eingehen.

        ***

        du schreibst, ihr habt schon oft darüber geredet, aber es führte nie zu Änderungen. Man kann Änderungen nicht erzwingen und es ist oft für uns schwer, sein Verhalten zu ändern. Versteht man jedoch im Herzen, wofür ein Wandel gut tut, ist es etwas leichter.
        Habt ihr euch mal Unterstützung genommen?
        Odre hast du für dich schon mal eine Beratung genommen - damit du Wege findest, wie du wirklich glücklich werden kannst. Manchmal denkt man Trennung wäre die Lösung (stimmt auch hin und wieder) - aber der Schlüssel zum Glück steckt in einem selbst. Und wenn man sich selbst in manchen Dingen weiterentwickelt, dann kann der Partner mitziehen oder stehen bleiben. Und dann wäre für mich die Entscheidung erst fällig, ob man sich trennt oder andere Wege findet.

        lg

        Natürlich könnte ich dann in die Nähe meiner Familie ziehen, aber das möchte ich ehrlich gesagt nicht.
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        Gut, dass du das nicht möchtest, denn dein Mann müsste zustimmen, wenn du 200 km weit weg ziehen wollen würdest. Und vermutlich würde er das nicht tun.

        Sinnvoll wäre es, wenn ihr euch vor der Trennung zusammen setzt und vernünftig die mögliche Betreuung besprecht. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man deinem Mann nicht das Kind zusprechen, weil du bisher auch den Hauptanteil der Betreuung geleistet hast und eben deshalb "nur" in TZ arbeitest. Problematisch könnte die WE-Betreuung werden, wenn du 3 von 4 WE arbeiten musst. Wenn dein Mann sich blöd anstellt und in der Zeit nicht generell nach deinem Schichtplan betreuen möchte, dann musst du dir einen Plan B überlegen und beizeiten mit deinem Chef sprechen.

      • Seit ein paar Wochen, eher schon Monate hab ich das Gefühl dass ich meinen Mann nicht mehr liebe. Bei uns ist schon länger "die Luft raus" und ich hab das Gefühl wir haben uns auseinander gelebt. wir haben schon öfter darüber gesprochen aber irgendwie ändert sich nichts.

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        Was verstehst du denn unter "Liebe"? Wahrscheinlich ein prickendes Gefühl?! Ein Gefühl das einen so überfällt, das einfach so da ist. Wenn es das ist, dann musst du dich nicht wundern, dass dieses Gefühl auch mal wieder weg ist.

        Liebe ist eine Entscheidung. Es liegt an dir, an euch, ob ihr diese Entscheidung trefft und aktiv etwas für eure Beziehung tun wollt.

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