Die Hoffnung ist gestorben....

    • (1) 26.07.17 - 08:21
      ?????

      Guten Morgen,

      Mein Mann (50) und ich ( 34) sind seit 14 Jahren zusammen und haben zwei kinder(Mädchen 13 , junge 11)

      Er wollte die Kinder auch.

      Gemacht hat er nie wirklich was. Kein Spielplatz, keine Gesellschaftsspiele, kein Vorlesen am Abend..... eigentlich nichts. Beschwert haben die kinder und ich uns immer wieder mal aber es blieb dabei. Einmal saßen wir zusammen und jeder durfte sagen, was er sich vom anderen wünscht. Die Kinder und ich sind uns da eigentlich recht ähnlich. Wenn das Geld nicht reicht um einen ausflug zu machen werden zuhause die Spiele durch gespielt oder spazieren gegangen ...... und das sagten wir ihm auch, dass wir uns das wünschen. Dann kam er an der Reihe und sagte nur:" ich wünsche mir liebe kinder und das die hören!!???????????? wir haben zwei ganz tolle Kinder mit ihren normalen spinnereien und das Mädel mitten in der pubertät.

      Das Mädel wünscht sich zu Weihnachten aufs konzert zu gehen. Als ich ihn gestern darauf ansprach kam nur:" du willst mich jetzt nicht damit aufregen oder?!!!! Es war das erste mal das ich mit ihm darüber sprach.

      Das was er macht, ist Trainer für eine fussballmannschaft. ( seine Tochter spielt auch da mit) Das nimmt er ernst. Geht in der Freizeit spielen, zelten mit der Mannschaft, Ausflüge usw.... die Tochter bettelt seit Jahren, das er mal alleine mit ihr spielen bzw üben geht..... bis heute wartet sie vergebens.....

      Macht sie etwas schlecht, vergleicht er sie mit dem Fussball, so dass es auch oft ausartet.

      Einmal war ich nicht zuhause und sie hatten hier eine heftige Auseinandersetzung so dass sie weg gelaufen ist. ( ich war in der Stadt, das wusste sie und kam dahin)

      Gestern sagte Sohnemann, das er später nicht so ein papa sein möchte der nie lust hat und immer nur meckert.

      Sohnemann hat zu Weihnachten ein Flugzeug bekommen und seit dem wartet der kleine noch darauf das Papa mit ihm das Flugzeug fliegen lässt. Auch wartet Sohnemann seit 5 Tagen das Papa ihm sein Fahrrad repariert und jedes mal wird gemotzt wenn man ihn drauf anspricht.

      Ich habe vor 5 Jahren nochmal eine Ausbildung begonnen um unabhängig zu sein. Unterstützung hatte ich 0. Von niemanden aus der Familie aber schon gar nicht von ihm.

      Er sagte immer :" du hast es dir ausgesucht dann schau das du klar kommst.

      Kurz vor den Prüfungen bin ich dann auserhalb lernen gegangen um etwas ruhe zu haben. Er hätte mir nicnur ht einmal die Kinder abgenommen und sich um sie gekümmert.

      Ich muss dazu sagen, das er lkw fahrer ist und er unter der Woche um 2-4 Uhr nachts anfängt und manchmal bis 15-16 Uhr arbeitet. Ich kann verstehen, dass er da unter der Woche nicht noch groß motiviert ist aber er geht bis 3 mal in der Woche zum Fussball. Das klappt dann.

      Mittlerweile will und kann ich das so nicht mehr..... das gejammer von den kindern über ihn hat nach gelassen weil sie sagen, wir sind es doch gewohnt.

      Es ist einfach nur traurig.....aber es ist kein schönes Familien leben hier.

      • (2) 26.07.17 - 08:27

        es ist wirklich traurig
        und es ist wirklich kein Familienleben

        und du hast dich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und hast alles unternommen, um es jetzt und auch später möglichst gut zu haben. Super!

        was würdest du jetzt am liebsten tun?

        lg

        • (3) 26.07.17 - 08:31

          Die Leidtragenden waren und sind die Kinder. Sie mussten während der Ausbildung viel verzichten da ich viel lernen musste aber sie wissen das ich IMMER da bin.

          Am liebsten würde ich mich trennen und mit meinen kindern alleine leben aber die Angst vor dem Ärger der dann kommt, die Auseinandersetzung ist soooo groß.

          • (4) 26.07.17 - 08:36

            Ich glaube nicht, dass es dann soo viel Ärger gibt. Die Kinder sind alt genug, dass sie selbst entscheiden können wo sie leben möchten und das wird eher nicht bei deinem Mann sein.
            Ausbildung hast du auch und stehst nicht ohne da.
            Dass dein Mann dann nicht begeistert sein wird dürfte klar sein, aber vielleicht wird ihm dann auch Mal klar was er verbockt hat. Der ein oder Andere kriegt die Kurve dann ja noch.

          • (5) 26.07.17 - 08:49

            ich wäre froh gewesen, wenn ich eine so taffe Mutter gehabt hätte...
            es lohnt sich, allein schon wegen der Kinder. und sie lernen, dass man sich im Leben nicht alles gefallen lassen muss.

            Wenn du das Gefühl hast, du schaffst das alleine nicht, dann suche dir Unterstützung (leider kenne ich mich nicht so gut aus, an wen man sich alles wenden kann. Ich kenne nur Psychologen und ähnliches, aber es gibt auch kostenfreie Beratungsstellen, wo man schneller einen Termin bekommen kann - da können dir bestimmt andere user besser helfen).

            ich kann deine Angst vor dem großen Schritt so gut verstehen. Aber du musst das nicht heute vollziehen. Spreche mit Leuten darüber, plane und überlege die ersten Schritte möglichst konkret. Und dann kommt auch die kraft dazu, den Schritt zu gehen. Auch Früchte am Baum müssen reifen dürfen, bevor man sie ernten kann oder sie zu Boden fallen... Aber auch vom Boden kann man den reifen Apfel aufheben und noch essen (sofern die Würmer und Wespen und Druckstellen etc... nein, du schaffst das ohne Würmer und Wespen, und kleinere Druckstellen heilen beim Menschen und werden zu Stärken...)

            in ein paar Jahren, wenn du zurückblickst, wirst du stolz auf dich sein und sehen können, wie du dich in dieser Zeit verändert hast und wie viel stärker du geworden bist. vertrau dir!!!

      Hallo!

      Das ist ja nicht schön, vor allem tun mir die Kinder leid. Irgendwie klingt es so, dass ihr ein lästiges Anhängsel für ihn seid neben Job und Hobby Fußball.

      Ich könnte und würde so nicht weitermachen. Das Schlimme ist, dass sich bei einer Trennung im Grunde bei euch nichts ändern würde, er ist ja jetzt auch schon nicht für euch da (nur anwesend) ...

      Alles Gute!

      sonntagskind

    Viele Männer arbeiten viel, sind deswegen aber nicht so eklig zu ihrer Familie. Auf Dauer käme ich damit nicht klar. Die Kinder mögen ihn nicht (mehr) Du auch nicht und wie ich das sehe, liegt ihm an seiner Familie auch nichts mehr. Warum dieses Konstrukt noch aufrecht erhalten? Je älter er wird, desto schlimmer wird es, wie ich im Bekanntenkreis auch schon mit bekam. Was haben die Kinder und Du von solch einem Vater und "Partner" noch? Er wird sich sicher nicht mehr ändern, weil er es garnicht will, leider. LG Moni

    (9) 26.07.17 - 09:14

    Was mir auffällt ist, dass dein Mann bei euch ganz schön isoliert ist. Er steht also immer der breiten Front von drei Leuten gegenüber.Da ist halt die Frage, nach der Henne und dem Ei. War er zuerst isoliert und hat dann es aufgegeben, sich Viel in die Familie einzubringen. Oder hat er erst aufgehört/nie angefangen und wurde dann isoliert?

    Und der Spruch mit dem Hören ist auch verständlich. Und auch das du das anders siehst als er. Aber stell dir vor, dein Sohn würde mit dir streiten und dann dem Papa in die Stadt nachfahren.

    Ich würde sagen, macht eine Familientherapie.

    • (10) 26.07.17 - 09:24

      Das ist richtig. Er hat sich selber ins ausseits geschossen. Ich musste irgendwann anfangen Entscheidungen für die Kinder und mich zu treffen. Wenn ich zum bsp abends um 20 Uhr von der Arbeit kam, waren die kinder weder umgezogen, noch gab es Abendessen nichts. Und wenn es Abendessen gab, saß er mit seinem Teller vor der Glotze und die kinder alleine am essens Tisch weil er darf ja Fernsehen beim essen weil er Erwachsen ist. Seibe Aussage. Bei mir gibt es kein fern beim essen!!

      Bin ich nicht da, wird nicht darauf geachtet das die Hausaufgaben gemacht werden.....

      Er könnte das Ruder rum reißen. ZU mindest bei den kindern. Die kinder sind grundsätzlich offen für alles bei ihm.

(11) 26.07.17 - 10:34

<<<Mittlerweile will und kann ich das so nicht mehr..... das gejammer von den kindern über ihn hat nach gelassen weil sie sagen, wir sind es doch gewohnt.>>>

Deswegen brauchst du dich um die Kinder nicht sorgen im Falle einer Trennung. Sie werden das super verkraften. Müssen doch jetzt schon auf ihn verzichten, was haben sie zu verlieren. Setzt euch beide zusammen, am besten am neutralen Ort und redet miteinander. Dass du das so nicht mehr ertragen möchtest. Sollte er sich nicht mehr in die Familie einbringen, dann muss er gehen. Und dann musst du es auch durchziehen. Zu verlieren hast du eigentlich nichts, kannst nur gewinnen.

Alles Gute.

(12) 26.07.17 - 12:37

Naja, das passt zu einem Beitrag weiter unten, in dem eine TE fragt, warum man eigentlich sein Leben nach den Bedürfnissen der Kinder ausrichten solle und es auch Eltern gibt, denen Zeit mit ihren Kindern zu verbringen nicht wichtig ist.

Es gibt einfach Menschen, die wären lieber keine Eltern geworden. Denn mit ihrem Verhalten machen sie andere unglücklich. Wenn man für seine Kinder keine Zeit hat bzw. haben möchte, dann soll man doch bitte einfach verhüten!
Aus eigener Erfahrung mit so einem Vater kann ich dir sagen: Kontaktabbruch seit vielen Jahren. Der Mann ist mir egal. Ich möchte nichts von ihm wissen.

Das passiert, wenn Eltern ihren Ego-Trip fahren, aber unbedingt meinen, sie müssen Kinder in die Welt setzen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken!

(13) 26.07.17 - 14:26

"Dann kam er an der Reihe und sagte nur:" ich wünsche mir liebe kinder und das die hören!!"

Aha. Kinder die die Schnauze halte und ihn in Ruhe lassen. Und eine Frau um die er sich ebenfalls nicht kümmern muss, die seinen Haushalt schmeisst und ihn umsorgt, damit er auch da seine Ruhe hat.

Immerhin hat er inzwischen beides erreicht.

Hallo!

Ich fühle mich ziemlich an meine Kindheit erinnert. Mein Vater ist damals Schulbus gefahren und hat dann beim Abendessen von "seinen Kindern" erzählt - und nein, das waren nicht meine Brüder und ich, er hatte mehr Interesse an diesen Kindern, wusste besser über die Bescheid.

Sonst war die Ehe meiner Eltern auch längst hinüber, nur Streit und schon seit Jahren getrennte Schlafzimmer. Als ich 16 war, habe ich meinen Mut zusammen genommen und meine Mutter gefragt, warum sie sich nicht endlich von ihm trennt.

Sie dachte, es wäre für uns Kinder besser, bei ihm zu bleiben. Das ist aber echt Schwachsinn. Ein übellauniger Vater, der einen ständig zurück weißt, sich nicht interessiert, ständig miese Stimmung, gemecker und Streit - das ist viel schlimmer als eine Trennung der Eltern.

Danach sind wenigstens klare Verhältnisse, und auch wenn die Wohnung vielleicht kleiner ist, es wird viel mehr Gelacht, die Stimmung ist um Lichtjahre besser, es macht wieder Spaß zu leben.

Du tust Deinen Kindern keinen Gefallen, wenn Du bei ihm bleibst, sondern setzt sie nur der dauernden Zurückweisung aus.

Was willst du noch mit ihm ?

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