Mann mit drei Kindern sitzen lassen?

    • (1) 27.07.17 - 21:09
      völlig-egal

      Guten Abend,

      kurz die Gesamtsituation. Wir haben drei Kinder. Ein Baby und zwei Grundschulkinder. Das Baby kam somit noch "hinterher". Ich habe mich sehr darüber gefreut und wollte das Baby auch unbedingt haben.

      Leider schreit er von Geburt an. Meine anderen beiden Kinder waren schon anstrengend. Aber dieses Baby toppt alles.

      Aber es ist nicht ein Schreikind im klassischen Sinne. Heißt, dass ich mit ihm in eine Schreiambulanz müsste. Nein. Er schreit nur, wenn man ihn ablegt, absetzt etc. Seit er geboren wurde, trage ich ihn herum. Ich habe die Nase voll. Gestrichen voll.

      Bitte kommt nicht mit Tragetuch usw. Ich habe so ein Ding. Da schreit er nach gewisser Zeit auch und außerdem mag ich die Teile nicht.

      Still ist er, wenn er über die Schulter gucken kann oder wenn man ihn auf dem Schoß sitzen hat. Einkaufen und Auto fahren geht auch.

      Haushalt nicht. Putzen nicht. Nichts. Und ich bin niemand, der den ganzen Tag rumsitzen kann.

      Ich hasse es! Ich will so herumwerkeln, wie ich es gewöhnt bin. Und ich habe keine Lust mehr, alles nach dem Baby auszurichten.

      Wenn ich ihn ablege, schreit er Zeter und Mordio und ist nach kurzer Zeit pitschnass geschwitzt vor Wut.

      Kurzum. In mir kommt der Entschluss auf, meinen Mann zu verlassen und neu anzufangen.

      Dass das einen Aufschrei mit sich bringt, ist mir klar.

      Ich schwanke zwischen: Ich haue drei Minuten ehe mein Mann kommt ab, weit weg. Oder: ich suche mir eine möblierte Wohnung und gehe arbeiten. In meinem Beruf werde ich kaum Unterhalt für drei Kinder leisten können. Aber natürlich würde ich das abgeben, was über bleibt.

      Die Frage ist nur, was mein Mann, ein Schichtarbeiter, mit drei kleinen Kindern machen soll. Da die Großeltern zu alt und zu krank sind. Er müsste entweder seinen Job aufgeben oder die Kinder irgendwie betreuen lassen.

      Aber gut. Irgendeine Lösung müsste es geben. Wenn ich morgen tot umfalle, muss auch eine her.

      Das Haus ist mir egal. Darauf verzichte ich. Er könnte wohnen bleiben. Ich würde nur meine persönlichen Sachen mitnehmen.

      Ich sehe mich in meinen Vorstellungen usw. gescheitert. Natürlich würde das für immer einen Bruch mit der gesamten Familie bedeuten. Von den Reaktionen der Kinder ganz zu schweigen.

      Aber soll ich bis die Kinder groß sind, unglücklich sein? Wenn ein Mann seine Familie verlässt, ist das "ok". Dass das eine Frau tut. Daran ist nicht zu denken. Das ist mir völlig bewusst.

      Aber das, was ich mir erhofft habe und gewünscht habe, ist nicht eingetreten. Nichts ist so, wie ich es gerne hätte. Und wahrscheinlich bin ich eher ein Versorger (einkaufen, kochen, Hausaufgaben überwachen) anstatt dass ich wirklich etwas mit Kindern anfangen bzw. diese Probleme wegstecken kann.

      Ich kann mir vorstellen, in einer kleinen Wohnung zu leben, arbeiten zu gehen und mein altes Leben zurückzulassen.

      Haltet ihr das für verwerflich? Oder ist das als Mutter völlig indiskutabellt? Die älteren Kinder würden mir natürlich Sorgen bereiten. Das Baby würde es nicht mitbekommen.

      Wahrscheinlich ist das alles nur ein Gedankenspiel und ich sitze in 5 Jahren immer noch hier.

      Aber der Gedanke daran, das undenkbare durchzuziehen, ist nun einmal da.

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      • Hallo,

        man kann deine Verzweiflung förmlich spüren...

        Ich denke, du weißt auch, dass abhauen in einer Nacht und Nebelaktion nicht das richtige ist. Wie alt ist das Baby? Bitte sprich mit deiner Hebamme, evtl liegt eine Wochenbettdepression vor.

        Und zwischen "an zu Hause und das Baby gefesselt sein" und "ausziehen,arbeiten und Unterhalt zahlen" gibt es ja noch ein paar andere Lösungen, auch wenn es dir im Moment nicht so vorkommt.

        Weiß dein Mann wie es dir geht?

        Lass dir bitte helfen und sucht gemeinsam eine Lösung.

        Alles Gute!

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        Es ist auch nicht in Ordnung wenn der Mann seine "gewünschte" Familie sitzen lässt. Es gibt andere Wege! Hol dir dringend Hilfe! Jugendamt, Diakonie etc. und erkläre dich deinem Mann! Für mich ein Burnout! Glücklich werden kann man nicht, wenn man seine Kinder /seine Familie im Stich lässt nicht! Handel!

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        Hast Du denn mal mit Deiner Familie darüber gesprochen?
        Genauso klar und offen wie hier?

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      • Was ist denn hier los heute???
        Hab ich das jetzt richtig verstanden, du willst drei Kinder und deinen Mann verlassen, weil dein Baby anstrengend ist? Was genau haben jetzt dein Mann und vor allem deine älteren Kinder damit zu tun? Tipps scheinst du ja auch keine zu wollen, denn mögliche Lösungsansätze schließt du ja im Vorfeld aus ( TT, Schreiambulanz). Tja, was soll man da raten? Für den Fall, dass dein Text ernst gemeint ist: und du dir wirklich Hilfe erhoffst : Versuchs mal mit Osteopathie!

        Für alle anderen Fälle springe ich jetzt spaßeshalber auf deinen Zug auf und sag:" mach doch!" Besonders die erste Variante, bei der du abhaust, kurz bevor dein mann nach hause kommt, finde ich besonders charmant! Und was soll das schon groß mit den Kindern anrichten? Die kommen schon darüber hinweg, kein Problem. Und sollten sie doch, wider Erwarten, Probleme entwickeln, gibt es ja immer noch Psychologen. Die brauchen schließlich auch Beschäftigung! Sind die Kinder doch selber schuld, was müssen die auch plärren den ganzen Tag!

        Ich finde deinen Text und deine Gedanken widerlich!

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          • Ich hoffe es!

            Zeitweise hab ich ihr die Story noch abgekauft, aber manche Aussagen sind einfach dermaßen daneben, so würde eine Mutter mit Wochenbettdepresion oder Burnout nicht schreiben!

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            (8) 27.07.17 - 22:06

            Warum? Weil eine Frau es schreibt?
            Wie wären die Reaktionen denn, wenn ein Mann darüber nachdenken würde? Anders, oder? Und warum muss dann keiner zum Psychiater etc.?
            Das verstehe ich nicht. Ein Mann wäre wahrscheinlich auch ein Schuft. Aber diese Anschuldigungen müsste er sich wohl eher nicht anhören.
            Dann würde er halt zahlen und die Frau würde in die Röhre gucken.

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            • Für mich persönlich spielt es keine Rolle, ob ein Vater oder eine Mutter solche Gedanken äußert, bzw sie in die Tat umsetzt. Und deswegen würde ich genau so reagieren, hätte ein Mann diesen Text verfasst! Ich wurde von meinem Vater von heute auf morgen verlassen und komplett im Stich gelassen und hatte viele Jahre damit zu kämpfen. Ich kann von Glück reden, dass ich eine Mutter habe, die alles gegeben hat, um uns dennoch ein normales Leben zu bieten. Und ich bin es ehrlich gesagt leid, dass da immer noch Unterschiede gemacht werden, ob eine Mutter oder ein Vater ihre/seine Kinder im Stich lässt! Es ist scheiße, wenn ein ELTERNTEIL sein vermeintliches Glück über die gesunde Kindheit seiner Söhne und Töchter stellt!

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      Ja, man kommt auf abstruse Ideen, wenn man verzweifelt ist.

      Wie alt ist dein Baby? Was sagt der Kinderarzt dazu? Hast du mal mit jemandem über die Problematik gesprochen, der sich mit Babys auskennt?

      Was ich nicht ganz verstehe: Du schreibst, wahrscheinlich sitzt du noch in 5 Jahren da.

      Warum auch nicht? Denn angeblich ist doch eher das Baby das Problem und nicht die großen Kindern, denn du wolltest es ja unbedingt haben, was man Ja vielleicht nicht tut, wenn man mit zweien schon am Limit ist.

      Wenn es finanziell bei euch nicht so schlecht bestellt ist und du deinem Mann zumindest gedanklich zumuten würdest, den Job zu reduzieren oder sich Betreuung einzukaufen, dann hol dir doch eine Haushaltshilfe ins haus. Dann musst du dir über Putzen etc. schon mal weniger Gedanken machen. Und auch ein Babysitter für ein paar Stunden die Woche wäre eine Option. Während du mal die Seele baumeln lässt, schleppt jemand anderes das Baby in der Gegend herum oder fährt mit dem Kinderwagen um den Block.

      Der Rest wird sich finden. Vielleicht hört das Geschrei auf, wenn das Baby mobiler wird. Irgendwann wird es auch in die Kita gehen und die Großen sind noch selbstständiger. Nichts bleibt, wie es mal war und du gewinnst immer mehr Freiheiten zurück.

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      Mein Eindruck:
      Du steckst momentan in einer absolut besch******** Situation. Die nicht einmal primär mit deinem Mann zu tun hat.

      Aber weil diese Situation im Moment so dermaßen besch...eiden ist, und dir die Sicht auf mögliche Wege verstellt ist, siehst du nur noch den einen Weg: alles radikal verändern, einfach nur raus hier, koste es was es wolle, in dem ganzen Nebel blinkt nur noch das Schild "NOTAUSGANG" und sonst nix mehr.

      Glaub mir, wenn alles zu viel wird, ist so eine Denkweise recht normal!

      Und die Wege die du im Moment einfach nicht mehr sehen kannst? Hol dir dringend Hilfe für das Baby, einfach nur jemand der das Bündel ein paar Stunden am Tag für die nächste Zeit übernimmt. Du gehst inzwischen raus, raus aus der Wohnung, spazieren, Kaffee trinken, egal was. Einfach mal als akute Hilfe. Oder umgekehrt. Irgendjemand geht mit Kind minimum zwei Stunden spazieren - und zwar jeden Tag und du legst dich hin oder was auch immer.

      Und sprich auch mit einem Arzt über alles. Du brauchst Hilfe und darfst die auch annehmen :-)

      Alles Gute!

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      Alter Schwede.
      Ja, heute ist aber mal richtig hier der Wurm drin. #schock

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      (13) 27.07.17 - 22:06

      Sag mal hast du keine Gefühle für deine Kinder ? Liebe ? Zuneigung? Hast du evtl eine Depression?
      Hört sich alles sehr kalt bei dir an, hoffe nur das dem Säugling nichts antust!
      Vorher bitte abgeben in eine Pflegefamilie oder so wo es ein schönes Leben hat

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      • (14) 27.07.17 - 22:09

        Ganz sicherlich nicht. Ich liebe ihn über alles. Aber auf die Familie hab ich halt nicht wirklich mehr Lust. Und ein oder zwei Kinder mitnehmen wäre ja auch nicht richtig.
        Männer dürfen ausbrechen. Das ist weit verbreitet. Als Frau darf man sicher nicht einmal daran denken.

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        • (15) 28.07.17 - 00:37

          Die Kinder waren in deinem Bauch unter deinem herzen hast du sie ausgetragen, eine Vater kann niemals eine Mutter ersetzten! Vielleicht Tick ich auch falsch, für mich würde es niemals in frage kommen mein Baby beim Vater zulassen.
          Ich bin keine übermutter gib mein Baby mal gerne zur Oma übers Wochenende usw.
          Könnte es niemals ertragen mein Kind nicht aufwachsen zu sehen.
          Naja jeder ist wohl andersr

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    Ich antworte dir, weil ich nicht riskieren kann das du hier ernstgemeinte Worte in völliger Panik geschrieben hast, und jetzt im Zuge einer Masse an haarsträubenden Beiträgen heute, unbeachtet untergehst und möglicherweise etwas unbedachtes tust.

    Das was du schilderst ist echt gefährlich. Da stimmt irgendwas nicht. Denn bis Frau an diesen Punkt kommt - mit den Vorschlägen die du aufführst - da ist die Grenze an Belastung bei dir überschritten worden.

    Deshalb nimm das bitte ernst und reagiere!
    Als erstes sag deinem Mann das du am Ende bist. Deiner Mutter/Freundin/Schwiegermutter ebenfalls (je nachdem wem du traust)
    Pro Familia anrufen. Termin machen.

    Caritas Termin machen. Oder Diakonie. Je nachdem wo du möglichst schnell ein Gespräch bekommen kannst.

    Da sitzen Fachleute die dich NICHT verurteilen werden für deine Gedanken. Sie werden dir und euch als Familie helfen.

    Bitte handele. Tu es für dich und deine Kinder. Denn so wie es jetzt ist kann es nicht bleiben.
    Da gehst du kaputt dran!

    Ich habe vorwiegend den Text AN DICH gerichtet. Des es geht um Dich. Du brauchst Hilfe.
    Jemand der dich aus dieser Situation raus begleitet.

    Da geht's jetzt echt drum das zu durchbrechen.

    Bitte ruf die genannten Stellen an. Dienten dir nix böses, nehmen euch keine Kinder weg.
    Die Leute sind dafür solche Fälle. Denn das ist kein Einzelfall oder nur Dir geht es so.

    Familienhilfe vom Jugendamt ist auch ein Anlaufpunkt. Auch da kommt keiner und schimpft dich aus. Diese Stellen sind für Hilfe eingerichtet worden.

    Alles alles Liebe und ganz viel Kraft für dich!

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    • (17) 27.07.17 - 22:13

      Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich meinen Kindern etwas tue?
      Ganz sicher nicht.
      Warum sollte ich das?
      Ich habe lediglich den Gedanken aufgeworfen, meinen Mann zu verlassen. Das, was hunderte Männer täglich tun. Was aber bei einer Frau scheinbar Vorwürfe etc. nach sich zieht. Und Unverständnis.
      Zu 99,999 % werde ich das ohnehin nicht tun. Deshalb schrieb ich auch, dass ich wahrscheinlich in 5 Jahren noch hier sitze.
      Dennoch ist der Gedanke, als Frau das zu tun, was haufenweise Männer tun, nicht ohne.

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      • Komisch, dass Du auf normale Fragen nicht antwortest.
        Hier klingt durch, dass Du sehr neidisch auf Deinen Mann bist.
        Wenn Du nicht mehr auf Familie machen wolltest, warum hast Du denn nicht dafür gesorgt eben nicht mehr schwanger zu werden.
        Und komm mir jetzt nicht mit Pille hat versagt...Da müsste ich schon ne Fußballmannschaft haben.

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        • (19) 27.07.17 - 22:25

          Neidisch? Verstehe ich nicht.
          Ich rede von der Gesellschaft und den Reaktionen. Und nicht von meinem Mann.

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          • Na was sagt denn DEIN Mann zu Deinen Gedanken?
            Das hatte ich Dich bereits gefragt.

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            • (21) 27.07.17 - 22:34

              Dass er auch oft so genervt ist, dass er keinen Bock mehr hat.
              Er versteht die Gedanken durchaus.
              Ich hab ihm heute zumindest mitgeteilt, dass das Baby mit 1 in den Kindergarten kommt. Damit ich wieder arbeiten kann. Damit ist er einverstanden. Und ich hab ihm auch gesagt, dass ich nicht bereit bin, länger zu Hause zu bleiben. Das sieht er ein.

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      Dieses "etwas tuen" bezog sich nicht unbedingt nur auf sie Kinder.

      Ich wollte dir Stellen nennen wo du Hilfe bekommen kannst.

      Wenn Du dann, wenn du mit Fachleuten gesprochen hast, wirklich noch gehen willst - hat niemand das Recht darüber zu urteilen.

      Du wirst hier sicher noch viel böses lesen. Nimm es dir nicht zu Herzen und mache dich damit fertig.

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      Wie alt ist denn nun dein Baby?

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Ich hatte leider nie das Glück den Anfang mit meinen Kindern zu genießen.Ich hatte nach der ersten Geburt eine Wochenbettpsychose, damals wusste ich eigentlich nicht was los ist, ich hatte genau deine Gefanken.Ich wollte raus aus der Situation um jeden Preis aber stattdessen habe ich mich freiwillig in eine Psychiatrie eingewiesen.Niemand dort hat mich verurteilt ganz im Gegenteil.Ich habe mich damals so sehr geschämt und wirklich gewartet bis ich absolut am Boden war. Jetzt nach der dritten Geburt ging es wieder an aber diesmal war ich schneller und saß mit der kleinen (5Tage alt) heulend bei einer Dame vom Jugendamt im Büro....und auch hier hat mich niemand verurteilt. Ich bin ambulant in Therapie, es geht mir relativ gut aber es ist auch manchmal schön sich einmal die Woche so richtig schön auszukotzen.Ebenso habe ich eine Sozialpädagogische Familienhilfe, die Frau ist super. Was ich sagen will ist du bist es deiner Familie absolut schuldig sämtliche existenten Möglichkeiten im Vorfeld auszuschöpfen und vor allem musst du mit deinem Mann reden,wenn er dich liebt wird er dich ernst nehmen und alles dran setzen dir zu helfen. Ich hoffe dir geht's bald besser , das Baby wird älter und bis dahin kannst du dich mit Hilfe über Wasser halten.

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