Einfach ständig traurig und unzufrieden

    • (1) 28.07.17 - 08:12
      Ich Blöde Kuh

      Hallo euch allen.

      Ich weiß gar nicht ob das hier das richtige forum ist. Aber ich versuch es mal.

      Zu meiner Situation, ich bin verheiratet 2 kinder 8Jahre und eins 14 monate alt.

      Ich bin noch in Elternzeit. Mein Mann geht arbeiten 40h Woche also völlig normal. We frei.

      Ich einfach in letzter zeit sehr traurig, weine viel vorallem nachts. Mein Mann versucht mich zu trÖsten , fragt was los ist und meint es gut. Aber ich weiß selber nicht was los ist. Fühl mich allein obwohl ich es nicht bin. Traurig so als ob mich manchmal alles erdrückt. Durch meine Launen streiten wir viel. Ich weiß dass ich der hauptverursacher der streitigkeiten bin einfach weil ich sehr unzufrieden bin. In letzter Zeit bringt mich einfach alles zum weinen, kleingkeiten.

      Das kleine kind geht seit 4 Wochen zur eingewöhnung in die kita für 1 Stunde ca. Den tag hab ich den Bus verpasst weil es so geregnet hat. Selbst diese lapalie hat mich zum heulen gebracht. Nicht mal dazu bin ich in der Lage, mein kind weg zu bringen.

      Wie wird es sein wenn ich wieder arbeiten gehe.

      Ich kann mich zur Zeit überhaupt nicht leiden . Ich merke wie wütend ich auf mich bin , warum weiß ich nicht.

      Und jetzt wo ich das hier schreibe steigen mir wieder die Tränen auf

      Das ist doch nicht normal

      Ich wünsche euch einen schönen tag.

      • Was du beschreibst, klingt nicht gut.
        Es klingt nach Depressionen.

        Das Gute: Du bist keine doofe Kuh, du bist krank geworden. So als hättest du eine Grippe, nur eben, dass die Erkrankung nicht körperlich ist.
        Das Doofe: Du müsstest jetzt dir von außen Hilfe holen, z.B. in Form einer Therapie. Der Schritt fällt vielen Menschen schwer und es kann dauern, bis man einen Termin hat und endlich in Behandlung geht.

        In der Zwischenzeit kannst du es mit einer Bestandsaufnahme versuchen. Bist du schon immer eher niedergedrückt oder melancholisch? Seit wann schlagen dir die Launen ein Schnippchen? Wochen? Monate?

        Gut möglich, dass es besser wird, wenn du arbeiten gehst. Je nachdem wie ander es ist, in Elternzeit zu sein und wie du diese Zeit empfindest. Bist jemand, der auf sich achtet oder jemand der funktioniert.

        Ich selber bin auch krank geworden als uch zuhause war. Ich war aber sehr lange zuhause, fast 10 Jahre. Die Tendenz zu Rückzug und Traurigkeit hatte ich schon immer. Erst mit Weiterbildung und Aussicht auf Arbeit hat sich mein Zustand deutlich gebessert.

        • (3) 28.07.17 - 08:43
          Ich Blöde Kuh

          Danke für deine Nachricht.

          Es geht schon eine Weile. Es begann schleichend. Wann genau kann ich nicht einGrenzen.

          Ich fühl mich einfach so kindisch und unreif.

          Eigentlich kann ich froh sein so ein tollen mann zu haben, er versucht wirklich alles.

          Mit dem Rückzug stimmt auch.
          Ich geh oft Stundenlang baden wenn die Kinder im Bett sind ab 19 uhr ist ruhe. Das gute ist unser kleines schläft durch.

          Sex hatten wir schon ewig nicht mehr. Was denk ich aber nicht das Problem ist.

          Heute habe ich es auch nicht geschafft das kleine in die kita zu bringen.

          Ich könnt nur weinen. Mein Mann wäre heute sogar zu hause geblieben, aber was hilft das.
          Ichv werde nach den Ferien mal zum Arzt. Aberich habe sorge nicht ernst genommen zu werden. Weiß nicht warum.

          • Depressionen. Die Sorgen dafür, dass dein Bild so verzerrt ist. Dass deine Probleme unwichtig, lächerlich oder klein sind.

            Sind sie nicht.

            Dass dein Mann dir helfen will, lass es zu. Das hilft auch ihm. Er fühlt sich nämlich auch besser, wenn er arbeiten geschickt wird, obwohl er dich gern unterstützen möchte.
            Zwei Menschen ein bisschen weniger allein mit DEN Problemen.

            Rede mit ihm über den Verdacht. Und warte nicht bis nach den Ferien. Depressionen haben die Wirkung, dass man Dinge aufschieben, die man angehen sollte.

            Es ist sehr wichtig, dass du so bald wie möglich einen Psychotherapeuten anrufst. VT. Arzt ist auch gut, aber nur gleichzeitige. Überwrisung nicht nötig.
            Wartezeit kann lang sein und sonst wartest du statt 8 Wochen, 12 Wochen bis professionelle Hilfe naht. Auh die Krankenkasse kann helfen. Und wenn du im Moment nicht kannst, lass deinen Mann anrufen und die Termine ausmachen.

            Du hast überhaupt nix falsch gemacht. Du bist nicht doof und du musst dich nicht zusammenreißen. Nur Hilfe annehmen. Das ist wichtig. Damit hilfst du dir und deiner Familie. Dein Mann kriegt den Tipps, was er machen kann. Und nach einer Weile weinst du weniger. Kannst dich öfter freuen und alles fühlt sich nicht mehr nach zuviel an.

            Ist echt so. Das wird wieder besser.

        • Du solltest einen Arztbesuch nicht mehr lange aufschieben - und ich denke mal, Dein Hausarzt kennt Dich gut genug, um einschätzen zu können, wie es Dir geht. Sei aber bitte ganz ehrlich und verschweige nichts, sonst kann er Dir nicht helfen.
          Du brauchst bald Hilfe, das klingt nicht gut, was Du schreibst und so geht es auch nicht weiter. Meiner Ansicht nach bist Du massiv am Abrutschen - und glaub mir, ich weiß, wovon ich schreibe. Bitte warte nicht bis nach den Ferien. Alles Gute.
          LG Moni

          • (7) 28.07.17 - 11:01

            Das hilft mir schon viel weiter. TelefonnummerN werde ich mir raussuchen. Danke.
            Mit dem hausarzt ist die Sache das er bis 13.8. Im Urlaub ist. Zur Vertretung möchte ich nicht unbedingt eben weil ich bei dem fremden nicht alles auspacken möchte.

            Es ist schwierig im Moment für mich. Mich aufzuraffen was mich selber angeht.

            Das man auf einen Termin mehr oder weniger lange warten muss is mir klar aber denke das wird es wert sein da meine Gefühle sicher nicht von jetzt auf gleich wieder ins Gleichgewicht kommen werden.

            Lg

            • Dein Arzt kann Dir auch frühere Termine ermöglichen. Ich habe es schon selber in unserer Hausarztpraxis erlebt, dass die Sprechstundenhilfe bei einem Arzt für Psychotherapie(Neurologen sind das oft auch) angerufen hat und für den am Tresen stehenden Patienten einen Termin am nächsten Tag erreicht hat.
              Sicher musst Du Dich zu dem allem aufraffen, aber das ist es wert - Du willst Dir ja sicher helfen lassen. Ein Akutvorschlag wäre von mir noch die Beratungsstelle der Caritas, Arbeiterwohlfahrt, pro familia oder ähnliches - für den Übergang. Hast Du keine Freundin, die Dir die Telefonate abnehmen könnte?
              LG Moni

        >>>Ichv werde nach den Ferien mal zum Arzt.<<<

        Nein! Suche dir heute noch Telefonnummern von Psychotherapeuten in deiner Umgebung und ruf an.
        Zu deinem Arzt kannst du gleich am Montag gehen, er könnte dir die Wartezeit, bis du einen Termin beim Psychotherapeuten hast, mit stimmungsaufhellenden Medikamenten erleichtern.
        Es ist keine Schande, mal "was zu schlucken", man wird auch nicht abhängig davon.

        • (10) 28.07.17 - 11:03
          Ich Blöde Kuh

          Danke azch für deine Antwort.

          Bestimmt idt es keine Schande was zu nehmen. Dafür gibt es diese Medikamente ja.
          Respekt und angst hab ich trotzdem.

          Vorallem vor der Frage, warum geht's mir so wies mir geht .
          Es ist nix schlimmes oder traumatisches passiert.

          Versteh es selber nicht.

          Lg

          • >>>Vorallem vor der Frage, warum geht's mir so wies mir geht .<<<

            Das kannst du ergründen, nur, du musst den ersten Schritt machen.
            So wie dir geht es vielen Menschen, du darfst nicht denken, dass alle anderen alles im Griff haben und nur du bist ein "Versager".

            Eine Depression kann von innen heraus kommen. Ohne klaren äußeren Auslöser. Das kommt sogar recht häufig vor. Dann erkennen die Betroffenen das Problem vielleicht gar nicht und sind wütend auf sich, weil sie dauernd traurig und nicht leistungsfähig sind, obwohl es doch keinen offensichtlichen Grund gibt.

            Bei dir aber könnte es noch mit der Geburt deines Kindes zusammen hängen.

            Wie gesagt, weihe ruhig deinen Mann ein. Er kann die nötigen Anrufe tätigen. Wenn der Hausarzt im Urlaub ist, kann man z.B. auch die Krankenkasse einspannen. Meine hat mir eine Liste mit zugelassenen Therapeuten geschickt und welche Therapieform sie anbieten. (Mir half Verhaltenstherapie.) Man kann sogar Termine über sie ausmachen, dann hat man in 4 Wochen einen. Aber die Tipps der anderen hier finde ich auch gut.

            Keine Sorge. Du bist nicht doof oder lächerlich. Es gibt ganz viele, denen es geht wie dir. Es gibt Hilfe und die schwierigste Hürde ist oft, zu sagen, ich brauche Hilfe, mir geht es nicht gut.

      "Ichv werde nach den Ferien mal zum Arzt."

      Das ist zu spät. Falls Du eine Depression hast, kann die so schlimm werden, dass Du eines Morgens nicht einmal mehr aus dem Bett kommst. Auch dieses Aufschieben eines Arztbesuchs kann übrigens ein Symptom sein. Du musst unbedingt sofort etwas unternehmen und nicht mehr abwarten.

      Google mal nach einem psychologischen Krisendienst in Deiner Stadt bzw. in der nächstgrößeren Stadt, falls Du nicht gleich fündig wirst. Ruf dort an und erzähl einfach mal, wie es Dir geht und was sie Dir raten. :-)

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