trennung verpasst ?!

    • (1) 30.07.17 - 12:23
      irgendwie drüber

      Hallo liebe Urbia Gemeinde,

      ich wünsche mir einfach nur Resonanz, nicht unbedingt einen Rat aber gerne Meinungen..

      Mein Mann und ich kennen uns nun 10 Jahre und haben 2 Kinder. Es gab eine Zeit in der er extrem unzufrieden war und sehr schnell an die Decke ging, wegen nichts, also z.B. weil ein Kind in die Küche kam, wenn er dort gerade beschäftigt war. Choleriker, Rumschreier, keine Ahnung wie man dieses Verhalten beschreiben kann.

      Ich bin in einer Familie aufewachsen in der Harmonie größer geschrieben wurde als Probleme angehen. Ich kann mit Geschrei überhaupt nicht umgehen.. Jedenfalls führte es dazu, dass ich meinen Mann immer weniger respektieren konnte und irgendwann auch nicht mehr begehrt habe...
      Ich habe eine weile sehr gelitten, die Kinder auch. Aber der größere sagte immer er mag uns beide gleich.. er liebt seinen Vater, das weiß ich. Aber er sagte auch schon, "warum ist der und der nicht mein Papa, der ist so nett". Man muss auch sagen für Papa ist der große der "wichtigere"..

      Nun, neulich sagte ich irgendwas, weil mein Mann auch nicht so ordentlich ist... ich sagte, wenn Papa nicht da ist, ist es immer sauber und ordentlich und der große sagte, dass es sowiso viel besser wäre wenn dieser nicht da ist.. aber das war als die beiden gerade Ärger hatten.

      Wenn ich wüßte, dass es für die kinder besser wäre, wenn ich mich trenne, würde ich es sofort machen, aber Trennung ist auch schlecht für Kinder..

      LG

      Eine Trennung ist nicht zwangsläufig schlecht für Kinder. Wenn Sie unter dem Verhalten des Vaters leiden, ist eine Trennung eher besser. Nur wegen der Kinder zusammen zu bleiben ist jedenfalls eine schlechte Idee. Kinder spüren es, wenn etwas nicht stimmt und ihr fungiert als Vorbild. Sie werden euer lebensmodell als normal übernehmen und es genauso machen wollen wie ihr. Ob das so gut ist, musst du wissen.

    • Ich finde deine Herangehensweise an das Thema "Trennung" recht seltsam.

      Für mich liest sich das so, als ob du überlegst, bei der nächsten Feier selber zu kochen oder was liefern zu lassen und was wohl den Kindern besser schmecken würde.

      Du musst DIR klarwerden, was du willst, danach kannst du überlegen, was du wie umsetzen kannst.

      Choleriker, Rumschreier, keine Ahnung wie man dieses Verhalten beschreiben kann.

      Ich bin in einer Familie aufewachsen in der Harmonie größer geschrieben wurde als Probleme angehen.
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      Das sind doch wie so oft genau die Gegenpole, die sich scheinbar angezogen haben. Aber wenn dann 10 Jahre ins Land gegangen sind, dann macht genau das, was einen vorher angezogen hat, Probleme und scheint nicht mehr aushaltbar zu werden.

      Beide Charaktere haben ihre Vorteile und auch ihre Nachteile.

      Er spricht sofort aus, wenn ihn was stört, er verschafft sich lautstark Erleichterung. Du dagegen schluckst alles runter, weil Harmonie wichtiger war als Probleme angehen. Aber Probleme müssen auch angegangen werden, sonst machen sie "Magenschmerzen", wenn man sie immer nur runterschluckt. Andere Menschen erleben dich vermutlich als wachsweich, sie vermissen bei dir Klarheit.

      Es ist auch eine Frage des Grenzensetzens. Menschen die keine Grenzen setzen können, machen es ihrer Umgebung auch nicht gerade leicht. Zu der Sorte könntest du gehören, deiner Beschreibung nach. Denn vor lauter Harmoniebedürfnis schafft man letztlich sogar Zerrüttung, weil die anderen nicht wissen, was du wirklich denkst und ständig deine Grenzen überschreiten, die du nicht klar abgesteckt hast.

      Ihr müßt beide lernen. Du musst lernen Probleme direkt anzugehen ohne dabei unhöflich zu werden und Grenzen setzen. Er muss lernen, geduldiger zu werden und seine Reaktionen höflicher, freundlicher zu formulieren.

      Wenn ihr das schafft, dann habt ihr beide etwas gewonnen. Dann habt ihr euch ergänzt, was eigentlich auch der Sinn der Verbindung von zwei so gegensätzlichen Polen ist.

      Wenn du flüchtest, dann verhinderst du geradezu, dass dieser Lerneffekt und diese Ergänzung zwischen euch beiden stattfindet. Du verhinderst eure Reifung.

      Hier raten dir sicher viele zur Trennung. Aber glaub nur nicht, dass so viele Ehen einfach nur Bilderbuchehen sind. Was ihr durchmacht ist doch mehr oder weniger "normal". Man reibt sich an den Gegensätzlichkeiten. Und Engel sind wir alle nicht. In jeder Ehe gibt es Dinge, die wir nach außen hin nicht zugeben würden.

      • (7) 30.07.17 - 14:16

        liebe momo,

        danke für deine nachricht. ich muss dazu sagen, dass ich längst nicht mehr die aussitzerin bin, die mir anerzogen wurde. ich kann mich sehr deutlich, sachlich ausdrücken und lasse mir bestimmt nichts gefallen. mir gefällt aber so ein ton nicht. dieses wütende gestampfe, dieses ihr seid schuld.. ihr nervt mich.. um dann nach 2 minuten blöde witzchen zu machen, weil dann ist ja alles wieder gut.

        wie gesagt, beide kinder sagten schonmal was gegen ihren vater, der größere liebt ihn sehr fühlt sich aber ständig angemeckert und hat das gefühl in seines vaters augen ein versager zu sein.

        mein mann hat sich gebessert, aber ausrater gibt es immernoch. er ist faul wie oskar, aber wehe ein kind lässt mal was liegen..

        ich liebe ihn nicht mehr. aber ich kann meinen kindern zuliebe die paar jahre zur volljährigkeit aushalten.. ich habe aber auch angst, dann keinen absprung mehr zu schaffen.. ich weiß einfach nicht was richtiger ist. ich kann meine gefühle ganz gut hinten anstellen. denn meine kinder sind das wichtigste und die entscheidung muss für sie richtig sein.

        lg

        • Du sprichst sehr abwertend von deinem Mann, und beklagst im Gegenzug seinen Tonfall.

          Er sei faul wie ein Oskar ... kannst du das wirklich behaupten?
          Ich kenne ihn nicht, aber da würde ich gerne erst die Gegenseite hören, bevor ich mir ein Urteil erlaube.

          In aller Regel sind zwei Menschen daran beteiligt, wenn die Beziehung zu Bruch geht. Mehr oder weniger beide tragen ganz erheblich dazu bei. Es ist nie nur einer.

          • (9) 30.07.17 - 15:03

            ja das stimmt, es gehören zwei dazu. in unserem falle würde ich sagen, ich bin sicher nicht prefekt oder einfach, aber vor allem liegt mir zur last, dass ich es mit mir machen lasse.

            mein mann arbeitet nicht und der haushalt sieht nicht aus, als würde er sich hier ausleben, leider.

            • 1. Dein Mann ist arbeitslos, oder Rentner? Wovon lebt ihr dann?

              2. Wenn er nicht berufstätig ist, und nicht den Haushalt macht, was sind dann seine Aufgaben in eurer Familie?

              • (11) 30.07.17 - 15:51

                er bringt die kinder zum sportverein, zu spielen.. er kocht und er lernt mit ihnen...

                lg

                achso, er ist von beruf sohn.

                • (12) 30.07.17 - 17:23

                  Bist du die Userin, die sich jedes halbe Jahr hier über ihren Mann auskotzt?
                  Kommt mit alles sehr bekannt vor.

                  Hallo!

                  Wenn er von Beruf "Sohn" ist und Du unzufrieden mit der Haushaltsführung bist, dann stellt doch eine Haushaltshilfe ein!

                  Wir sind beide berufstätig und mögen beide nicht die Haushaltstführung, zumal die Freizeit eher sehr gering ist und da gibt es andere Prioritäten, es würde uns aber sehr stören wenn alles im Müll versinkt.

                  Umgekehrt kann man fragen, warum machst Du dann nicht Haushalt, wenn es nur Dich stört?

                  LG, I.

                  • (14) 31.07.17 - 20:45

                    also, eine putzfrau durfte nicht ins haus, ich hatte sogar angeboten sie zu bezahlen. wieso stört es nur mich? meine eltern wollen hier schon kaum noch essen, aber sie sind wirklich superpingelig, spülen das geschirr vor es in die maschine geht, also geht quasi sauber rein und wieder raus...

                    leider ist es nicht zwingend so dass wohlhabende auch noch großzügig sind.

                    tja, so ist das eben und das stört mich halt, ja.

    Trennung ist wesentlich besser für kinder als ein choleriker als Vater. Wie man als mutter seinen kindern so ein aufwachsen zumuten kann nur um nach außen hin die heile welt aufrecht zu erhalten, kann ich nicht nachvollziehen, sorry!

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