Frage an die Sexmuffel

    • (1) 03.08.17 - 09:43
      Neu-gierig

      Ich habe mal eine Frage an die Sexmuffel: Wenn ihr eure Partner sexuell ewig auflaufen lasst, Monate und Jahre (also jetzt nicht nur eine Zeit lang wg. Schwangerschaft oder Stress oder so), glaubt ihr dann wirklich, dass eure Partner euch nie untreu werden? Oder verdrängt ihr diese Frage einfach? Oder wollt ihr es gar nicht so genau wissen?

      • (2) 03.08.17 - 09:53

        Ich bin kein Muffel und Partner auch nicht. Aber es ist absolut verständlich, wenn jemand sich umsieht, wenn er daheim nichts bekommt.

        Und ich finde Treue wichtig. Aber es beruht auch auf Körperlichkeiten untereinander.

        Augen zu und dann passiert schon nichts ist dämlich. Der Andere wird schon sich umgucken.

        Ich bin auch kein Sexmuffel.

        Aber wenn mein Partner mit etwas unzufrieden ist, es gar nicht mehr aushält, dann erwarte ich, dass er das Gespräch mit mir sucht. Entweder man findet gemeinsam Lösungen - oder einer oder beide sind so unglücklich, dass man sich besser trennen sollte.

        Auch lange sexuelle Verweigerung hat ja ihre Gründe.

        Lichtchen

        • (4) 03.08.17 - 13:03

          Natürlich hat man auch das Gespräch gesucht, aber ist es nicht auch so offensichtlich, dass es jahrelang ohne Sex nicht normal ist?

          • Ja ist es, natürlich.

            Deswegen müssen ja Lösungen gesucht werden, und wenn Trennung eine Lösung ist, dann ist es auch das. Oder eben offene Ehe, auch das kann eine Lösung sein.

            Keine partnerschaftliche Lösung ist für mich eben. ich entscheide keinen Sex und mein Partner entscheidet dann geh ich eben fremd.

            Ich verstehe unter Partnerschaft einfach etwas gemeinsames, ich bin interessiert daran, dass es mir in der Partnerschaft gut geht und meinem Partner ebenso. Ist das nicht der Fall sehe ich gesprächsbedarf mit dem Ziel, Lösungen zu finden.

            Das kann für mich sein, ich trenne mich, weil ich so unglücklich bin. dass kann natürlich auch sein, ich gehe fremd.

            Wenn dann aber der Betrogene die Beziehung beendet kann man ihm nicht kommen mit "Du hättest doch wissen müssen dass ich fremdgehen werde und bist selber schuld". Die Nummer finde ich zu einfach.
            Ein bisschen Verantwortung für- und miteinander hat man auch.

            Lichtchen

      (6) 03.08.17 - 10:05

      In meiner Ehe gab es sehr lange Phasen ohne Sex und Zärtlichkeiten. Mein Exmann hatte mich belogen, hintergangen und sich nicht mehr für mich interessiert und dann gewundert das es keinen Sex mehr gab. Ich habe mich irgendwann dazu "gezwungen" wieder mit ihm zu schlafen, aus Angst er würde fremdgehen.

      Jeder der seinem Partner die Nähe und den Sex entzieht darf sich nicht wundern wenn der Partner fremdgeht, da hält sich mein Mitleid auch in Grenzen.

      Ich habe eine Freundin die über 5 ! Jahre hinweg ihrem Mann jeglichen körperlichen Kontakt entzogen hat und sich dann gewundert hat das er sich getrennt hat und eine andere Frau gesucht hat.

      • Mir fehlt gerade ein bisschen die Vorstellungskraft, warum man einen Mann, mit dem man 5 Jahre keinen körperlichen Kontakt will, überhaupt behalten wollen sollte.
        Genau wie ich auch nicht ganz nachvollziehen kann, warum man Angst hat, dass ein Mann, der sich nicht für einen interessiert, belügt und hintergeht fremdgehen könnte. Kommt es darauf dann überhaupt noch an?

    (8) 03.08.17 - 10:05

    Wenn man nur aufläuft sollte man das aber selbst auch mal hinterfragen und das Gespräch suchen.
    Erfüllst du auch Wünsche deines Partners?
    Vielleicht ist dein Partner auch mit Sex mit anderen einverstanden.

    Ich hatte mal einen Partner bei dem ich mir irgendwann nur noch wie eine Toilette vorkam, alles reden oder auch zeigen wie ich es mag hat nichts gebracht, da wäre ich froh gewesen er hätte sich dafür ne andere gesucht.

    "auflaufen lassen" ist ja schon eine ne nette Beschreibung.

    Ja, ich ginge davon aus, daß mein Partner mir nicht die Laterne vor`n Mors hängen würde. Sollte sich sein/ihr Anspruch nicht mit dem Meinen decken, wäre ein entsprechendes Gespräch vorweg schon hübsch. Kommt man dann nicht auf ein Stück..... - dann viel Vergnügen und nein... - ich muß sowas nicht wissen. Wer wann mit wem und wo und wie, mir doch egal. Wenn ich selbst nicht liefern kann oder will, sei dem Wettbewerb Tür und Tor geöffnet.

    (10) 03.08.17 - 10:08

    Wenn irgendjemand von uns jemals zum sexmuffel wird, erwarte ich ein ehrliches Gespräch und wenn sich nichts ändert bzw keine Lösung gefunden wird die für alle passt die Trennung. Sowas charakterschwaches wie Fremdgehen käme zumindest für mich nicht in Frage.

    Das die Mehrheit den einfacheren Weg wählt und fremdgeht sollte aber klar sein.

    • (11) 03.08.17 - 13:10

      Es sagt sich immer so einfach, aber warum wird Fremdgehen eigentlich oft als Charakterschwäche angesehen? Ist es charakterstärker, auf ewig die eigenen Bedürfnisse zu verleugnen?

      • Es gbt ja noch was dazwischen, man könnte ja offen sagen, dass man so nicht weiter leben möchte und eventuell mit wem anders Sex hat.

        Fremdgehen bedeutet für mich belügen und betrügen, und das find ich schon, zumindest langfristig, charakterschwach.

        (13) 03.08.17 - 14:29

        Man soll seine Bedürfnisse mit Sicherheit nicht verleugnen oder unterdrücken. Das ist Quatsch. Aber bevor ich dann betrüge und den einfachen Weg wähle, kann ich auch offen das Gespräch suchen und daraus dann die Konsequenzen ziehen. Das ist mit Sicherheit der unangenehmere Weg, aber in meine Augen der Richtige.

        Als ex-Sexmuffel, der daraufhin betrogen wurde, bin ich der Meinung, dass ich mindestens genauso charakterschwach war, wie mein Mann der mich darauf hin betrogen hat.

        Heute weiß ich, dass ich für sein fremd gehen, die Hauptverantwortliche war. Gespräche hat er oft genug geführt und mir sogar die Konsequenzen aufgezeigt. Nur ich habe die Zeichen nicht sehen wollen und ihm über viele viel Jahre den Sex entzogen.

    (15) 03.08.17 - 23:40

    Du siehst es mal wieder aus deiner einseitigen Brille, weil es wohl in deiner Beziehung nicht vorkommt. Ich kann das nicht teilen. Ich glaube auch nicht, dass ich charakterschwach bin.

    Ja, ich bin einer dieser angeblich charakterschwachen Männer, die fremd gehen.

    Nach dem damals unser Kind Nr. geboren wurde, hat mir meine Frau ins Gesicht gesagt, dass jetzt ihre Familienplanung beendet sei und Sex für sie auch. Ich habe erst mal dumm geschaut und dachte es sei ein Scherz. Nein, Es vergingen Tage, Wochen, Monate und Jahre, nein es gab tatsächlich keinen Sex. Gespräche halfen nichts und ich habe versucht, viele zu führen. Meine Frau hatte ihren Machtpunkt. Der Mann guckt in die Röhre. Auf die Frage, warum sie denn überhaupt geheiratet hätte, sagte sie, dass ich der beste Versorger sei, den sie sich vorstellen könnte. Ich habe ihr dann angedeutet, dass es auch andere Frauen gibt. Sie meinte dann labidar, zahlen musst Du immer. Und in der Tat. Ich habe es mir dann von einem Anwalt ausrechnen lassen. Mir bliebe ein Existenzminimum.

    Irgend wann hälst Du es dann nicht mehr aus... Ich denke, sie weiß es, sie ist ja nicht blöd. Solange ich jedoch weiterhin den Versorger spiele und unsere Zweck-WG fortführe, hält sie still.

    • Ich sehe es so:

      wenn er keine Lust mehr auf sex hat und es mich stört bzw ich es gar nicht mehr aushalten kann und keine Lösung (offene Beziehung oder sonstwas) gefunden wird trenne ich mich.

      Wenn ich keine Lust mehr haben sollte und wir nicht auf einen Nenner kommen kann er sich trennen. Wenn er mich betrügt und ich merke es, würde ich es eben tun. Lügen und hintergehen geht einfach nicht.

      Gut du hast das extrem erwischt, aber ich glaube kaum das es Standard ist nach der Familienplanung das ganze so zu sagen. Da war ja von Anfang an wohl wenig Gefühl und mehr Berechnung vorhanden. Immerhin weiß deine Frau anscheinend ja das du fremd gehst und findet das ok.

Deine Sichtweise ist sehr einseitig. Das Leben ist nicht weiß oder grau. Ich denke sogar, dass in den meisten Fällen zuerst Gespräche stattfinden und eine Lösung gesucht wird.

Mein Mann hat damals sehr häufig das Gespräch gesucht und es sich sicherlich nicht einfach gemacht. Ich habe ihm aber, da ich keine Lust hatte, immer abgewiesen.

Eine Trennung wollten wir beide nicht. Bis auf den Sex war ja nahezu alles gut.

  • Und das Ergebnis eurer Gespräche war dann was?

    Wenn man sich einig ist, das man sich nicht trennen will, gibt es ja auch noch die Option einer offenen Ehe usw. Wie die Lösung aussieht ist dann individuell.

    • Es gab kein Ergebnis bzw. doch das, dass er irgend wann fremd ging. Er hat mir häufig genug seine Wünsche und Bedürfnisse gesagt und umso mehr habe ich ihn abgewiesen. Ich habe da nur an mich und weniger an meinen Mann gedacht und irgendwie völlig ignoriert, dass er sich vielleicht eine andere Lösung sucht.

      Trennung? Nein, das wollten wir beide nicht. Bis auf den Sex lief ja alles ziemlich gut, zumindest für mich. Warum sollte ich mich trennen? Ich mochte ja meinen Mann, aber hat keine Lust mehr auf Sex. Einfach Null. Nicht auf ihn, nicht auf einen Anderen. Ursache war, das weiß ich heute, aber damals nicht, massive Schilddrüsenprobleme.

      Offene Ehe? Nein, ich wollte meinen Mann nicht teilen. So eine Idee wäre für mich nie in Frage gekommen und ich hatte ja keine Lust mehr auf irgendwelche sex. Handlungen verspürt, was will ich da mit einer offenen Ehe..

      Mein Mann wollte sich auch nicht trennen, weil er sich ja nicht nur von mir, sondern auch von den Kindern hätte trennen müssen und mir auch immer betont, dass er mich liebt. Er hat jedoch dann den Schritt vollzogen als die Kinder aus dem Haus war und sich zuvor, sogar mit Ankündigung (die ich jedoch auch überhört habe), eine Geliebte gesucht.

(20) 03.08.17 - 10:53

Nein, ich glaube nicht, dass der Partner sexuell treu bleibt.

Hallo,

ich glaube bzw weiß, dass offene Gespräche bei sexuellen Schieflagen aller Art echt hilfreich sein können. Nicht immer kommt man dabei auf einen Nenner, aber immerhin kann man möglicherweise friedlich miteinander bleiben und ohne größere Verletzungen auskommen.

Wenn nun also einer mehr/weniger/anderen Sex als der andere will, dann sollte man das ansprechen und sich überlegen, ob man gemeinsam an einer Lösung stricken will oder eben nicht.

Jahrelang schweigend aushalten und dann 'überraschend' aussteigen bzw. heimlich fremdgehen ist nicht die Lösung.

Wobei es den passiven Part nicht überraschen sollte. Unfair bleibt es aber allemal.

Viele Grüße

(23) 03.08.17 - 11:51

Ich sehe das so, wenn ich keine Lust habe, habe ich keine Lust.
Wenn mein Partner keine Lust hat, hat er keine Lust.
Wenn das permanent so geht, muss ich der Ursache auf den Grund gehen.
Wenn ich meinen Partner liebe, dann muss ich ihn nicht Wochen, Monate, Jahre hin halten, umgekehrt ist es eben so. Also ja, würde mein Mann mich permanent abblitzen lassen, würde ich vermuten, er liebt mich nicht mehr. Betrügen würde ich ihn nicht, also würde ich die Beziehung wahrscheinlich beenden.
Man darf aber davon ausgehen, daß sich der unbefriedigte Partner seine Befriedigung anders wo holt, also ja, damit rechnen kann man.

(24) 03.08.17 - 12:07

Wenn ihr eure Partner sexuell ewig auflaufen lasst
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"auflaufen lassen" klingt so nach Berechnung oder bösartigem Treiben.

Wenn man ständig abgewiesen wird, dann fragt man m. E. doch woran es liegt, oder nicht? Entweder ist man dann im Dialog und findet Lösungen, die Untreue erst gar nicht nach sich ziehen (offene Ehe z. b.) oder man hinterfragt die ganze Beziehung, wenn der "Verweigerer" keinen Grund vorbringen kann und auch nicht gedenkt, etwas zu ändern.

Wir haben Phasen da haben wir häufiger Sex und Phasen wo es auch mal drei vier Monate ohne geht.

Wir führen da kein Buch drüber. Ich glaube nicht das er fremdgeht nur weil ich mal stressbedingt so gar nicht abschalten kann. Ich bin eben ein unglaublicher Kopfmensch und dann geht bei mir gar nix. Das weiß er und er nimmt es nicht persönlich weil mir tut es ja dann auch leid.

Nur Sex allein ist ja auch nicht alles es zählt ja auch das Gesamte drumherum.

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