Kann man mit 5 Personen mit ca. 3000 Euro auskommen?

    • (1) 03.08.17 - 15:21
      frageinschwarz

      Hallo,

      zur Zeit habe ich einige Differenzen mit meinem Partner. Wir haben drei Kinder. Davon ein Baby, zwei Grundschulkinder. Mein Mann verdient monatlich zwischen 2200 Euro (dann muss es schlecht laufen) und 2400 Euro. In einzelnen Monaten (Prämie oder Weihnachtsgeld, kann es schon einmal ein bisschen mehr sein. Aber rechnen wir mit rund 2300 Euro monatlich. Hinzu kommen drei Mal Kindergeld = 582 Euro. Also mithin ca. 3000 Euro.

      Derzeit bekomme ich für zwei Jahre 150 Euro Elterngeld und ich verdiene noch ca. 200 Euro im Monat hinzu. Manchmal auch 230-260 Euro. Dieser Job wird aber bald wegfallen und auch das Elterngeld fällt in zwei Jahren weg.

      Dann hätten wir also nur noch 3000 Euro. An fixen Kosten haben wir monatlich mindestens 1200 Euro, eher etwas mehr. Heißt: Kredit (Hausumbau), Auto (finanziert, läuft noch vier Jahre, da wir ein neues Auto brauchten, in das drei Kinder passen und mit Gebrauchtwagen hatten wir sage und schreibe vier Mal Pech, so dass wir uns diesmal für einen Neuwagen entschlossen), Nebenkosten fürs Haus, Versicherungen. Also wirklich nicht sehr viel.

      Hinzu dann unregelmäßige Dinge wie GEZ, Autosteuer (wir haben aufgrund der Wohnsituation zwei Autos, anders geht es nicht).
      Benzin für zwei Autos (ich fahre aber wenig). Und Unterhaltungskosten für die Autos (ein Wagen ist sehr alt, aber noch technisch super). Und vor allem bezahlt.

      Mein Mann ist der Meinung, dass wir mit im schlimmsten Fall 3000 Euro niemals leben können und uns super einschränken müssen.

      Fakt ist aber: In meinem Beruf finde ich nicht so leicht eine Arbeitsstelle (wohnen ländlich) und da dieser Beruf nicht sonderlich gut bezahlt ist, würden die Betreuungskosten bis nachmittags für drei Kinder sowie die Fahrtkosten das Gehalt einer Teilzeitstelle quasi auffressen.

      Ich möchte mein Kind auch eigentlich erst mit drei Jahren in den Kindergarten geben. Da mein Mann Schichten arbeitet, habe ich ohnehin niemanden bei Ferien und Krankheit, der auf die Kinder aufpassen könnte. Die Oma schafft das nicht mehr.

      Ich würde sehr gerne arbeiten gehen, wenn sich eine kompatible Stelle bietet. Allerdings wird das aus o. g. Gründen nicht allzu einfach werden. In einem Büro arbeitet man in der Regel halt nicht in Schichten. (So dass mein Mann aufpassen kann).

      Wie seht ihr das? Kann man in einem eigenen Haus mit drei Kindern, zwei Autos von notfalls 3000 Euro leben?

      Mein Mann sagt: Wir werden am Hungertuch nagen. Urlaub ist nie wieder drin usw.

      Das macht mir Angst. Ich werde natürlich versuchen, irgendeine Arbeit zu finden zu Zeiten, in denen mein Mann dann aufpassen kann. Aber so einfach wird das nicht.

      Im Moment versuche ich, die Woche mit 150 Euro für Einkäufe auszukommen (Supermarkt, Metzger, Bäcker, Drogerie) und ich merke, das wird sehr knapp. Bei 4-5 Wochenendeinkäufen im Monat liege ich da ja schon bei 600-750 Euro....

      Und man braucht ja auch Kleidung usw. usf.

      (5) 03.08.17 - 15:49

      Hallo

      Was ihr allgemein habt ist ja nicht das was ihr nach allen fixkosten habt.

      Ich denke keiner kann dir sagen ob das hinhaut. Denn keiner weiß wie viel Sprit verfahrt ihr?

      Wie viel beträgt eure hausrate?
      Wie viel das auto?
      Was tragen deine kinder für kleidung etc.pp.

      Wir sind 5 personen mein mann ist alleinverdiener mit 1722€ netto. + kindergeld.

      Macht knappe 2300€
      Nach allen fix kosten

      Miete / NK / Autos / Versicherungen/ Handy und Internet beleiben uns 900€

      Damit kommen wir gut aus. Ich mache allerdings einen 2 wochen essensplan und koche somit günstig.

      Wir gehen aber auch nicht ständig eis essen.

      Leisten uns seit 6 jahren keinen babysitter und waren seit ewigkeiten nicht mehr im kino.

      Wir gehen auch nicht häufig zum essen und weihnachtsgeschenke kaufe ich auch gern im hochsommer.

      Urlaub ist uns nicht wichtig und nun wo schule beginnt auch wegen der ferien nicht mehr mit den arbeitszeiten kompatibel.

      Kleidung wird für die schule neu gekauft. Was im garten zerramscht wird kaufe ich nach wie vor auf dem flohmatkt.

      Einzig unterwäsche und gute schuhe kaufen wir immer neu.

      Unsere kinder haben mit turnen, fußball und flöte eher günstige hobbies und sie beauchen einen staatlichen KiGa bzw schule.

      Zu so sachen wie Ranzen etc schmeißen die großeltern an ostern was dazu.

      Was bleibt euch im monat für Lebensmittel, Kleidung, geschenke? Und sind da schon soarraten für evtl autoreperatur und neue waschmaschine drin?

      LG

      • Erstrebenswert hört sich das nicht gerade an. Was macht ihr denn wenn Auto oder Waschmaschine kaputt sind?

        Mir persönlich wäre das viel zu waghalsig.

        • (8) 03.08.17 - 16:44

          Bei den Fix Kosten sind schon Sparraten für solche Fälle mit abgerechnet.

          Wir kommen mit dem Geld sehr gut hin.
          Die kleinen essen warm im KiGa der Große nun in der Schule und für mich und meinen Mann habe ich für warme Mahlzeiten pro Woche etwa Kosten von 40€ + die Wochenenden wo die Kinder mitessen und Abendsbrot, macht Lebensmittel kosten von rund 100€ pro Woche.
          Ist mal nichts passendes an Obst im angebot werden es auch mal 10/15€ mehr beim Wocheneinkauf.

          Das sind also 400-500€ im Monat für lebensmittel.

          Wir haben einem Soda Stream und trinken fast ausschließlich Wasser und Tees daher sind Getränke bei uns auch keiner Teurer Posten. Am WE mal ne Fanta oder Saft. Aber in det Woche so gut wie garnicht.

          Dann rund 100€ für Hygiene und Drogerie Artikel.

          Bleibt immer noch was füt Kleidung, Schuhe und Freizeitunternehmungen.

          • (9) 03.08.17 - 19:34

            Hallo,

            aber Soda Stream ist doch wesentlich teurer, als wie wenn man ein günstiges (aber trotzdem sehr gutes) Mineralwasser in Kisten kauft. Haben wir vor zwei Wochen noch nachgerechnet, weil ich auch dachte, dass wir uns vielleicht mal so ein Gerät zulegen könnten.

      (10) 03.08.17 - 16:13

      Haus ist schuldenfrei. Kredit ist ein Privatkredit zu 300 monatlich auf 10 Jahre für eben einen Hausausbau. Und Auto geht noch vier Jahre 275 Euro.
      Nebenkosten ca. 300-400 Euro für alles (Strom, Wasser, Gas und und und).

      Dann Versicherungen. Sprit. Täglich 40 km Fahrt mein Mann.
      Dann halt Steuer, Reparaturen, Tüv, GEZ usw.

      • Demnach zahlt ihr fürs Wohnen kalt nur 300 Euro pro Monat und das ist sehr wenig. Es ist zwar schade, dass das Auto in Raten bezahlt wird, aber ok. Ihr schafft das! Auch zu sechst würde das Geld reichen, wenn ihr sparsam seid, Haushaltsbuch führt, und euren Selbstwert nicht am Geld festmacht.

In Deutschland muss niemand am Hungertuch nagen! Und Urlaub muss man nicht unbedingt teuer machen. Es gibt auch Urlaub, den man sehr günstig machen kann. Z.B. Haustausch mit einer anderen Familie, oder Camping, oder bei Freunden die schön wohnen das Haus hüten wenn diese weg sind.

Wenn man es möchte, kann man mit sehr wenig auskommen.

Kleidung kann man gebraucht tragen, wenn man Leute kennt, die ihre gebrauchten Sachen nicht den Container werfen möchten sondern verschenken. Haben wir immer so gemacht.

Autos haben wir selber repariert, oder von Freunden reparieren lassen.

Fahrräder gibts auch gebraucht oder geschenkt.

Wenn man ein eigenes Haus hat, kann man auch einen Gemüsegarten anlegen. Wenn die Fläche zu klein ist, evtl einen Schrebergarten pachten oder von jemandem ein Gartengrundstück übernehmen, der es nicht mehr selber bewirtschaften kann. Eigenes Obst und Gemüse spart viel Geld, besonders wenn man noch einkocht, einfriert, einlegt. Und man muss nicht so oft einkaufen fahren.

Es gibt auch Wintergemüse, das man fast den ganzen Winter über noch frisch ernten kann: Grünkohl! auch Lauch bis in den Frühwinter.

Wenn man einen kühlen Keller oder eine Waschmaschinentrommel im Garten eingegraben hat, kann kann dort Kartoffeln, Möhren, und anderes Wurzelgemüse lange vorrätig halten. Möhren kann man sackweise kaufen - eigentlich für Pferde - sehr günstig. Genau wie Kartoffeln sackweise sehr günstig sind. Oder Äpfel kistenweise.

In einem kühlen Keller oder einer gemauerten Garage hält sich über den Winter auch ein großer Sauerkrauttopf. Wer es mag, der hat eine Vitaminquelle und spart viele Einkäufe.

Brot kann man selber backen oder Säckeweise beim Biobäcker als Altbrot günstig oder umsonst bekommen. Es ist dann zwar nicht ganz frisch, eignet sich aber doch immer noch zum essen oder wenigstens für Knödelrezepte, Aufläufe etc.

Wichtig ist aber eine gute Budgetplanung und unbedingt ein Haushaltsbuch!

Führe Haushaltsbuch, haushalte gut mit dem Budget was ihr habt und liefere deinem Mann gutes Essen für wenig Geld und Fakten, die ihn überzeugen.

Als Job für dich würde ich empfehlen: ein Teil Selbstversorgung - wenn du ein grünes Händchen hast - und evtl Putzen gehen oder für alte Menschen da sein. Es gibt viele Alte, die noch zu Hause sind und stundenweise Hilfe benötigen. Das geht dann auch vormittags wenn die Kids im KiGa sind.

Ich finde, es ist schon machbar, wenn man es möchte. Wo ein Wille, da ein Weg.

(13) 03.08.17 - 16:24

Tür mir leid, aber ich kann die Sorge deines Mannes verstehen. Sein Gehalt reicht nicht um eine fünfköpfige Familie alleine zu ernähren. Das geht leider sehr vielen Menschen so.

Die Kinder werden ja größer und teurer. Für ein oder zwei Jahre mag das gehen- aber irgendwann habt ihr es satt euch so einschränken zu müssen.

Bitte entlaste deinen Mann und trage auch deinen Teil zum Familieneinkommen bei. Schau dich um und bemüh dich- irgendwann wird sich schon etwas geeignetes ergeben. Dein Mann schläft sicher besser wenn du dich zumindest nach einer geeigneten Stelle umsiehst.

#liebdrueck

(14) 03.08.17 - 16:35

Wir sind auch zu fünft.... 2 Erwachsene, 2 Mittelschüler, 1 Volksschüler.... 1 Hund, 2 Katzen.

Was mich etwas irritiert sind die 150€ monatlich für Lebensmittel.
Ich komm auf MAXIMAL 100€.... meist sogar nur 70€ pro Woche.

An deiner Stelle würde ich da etwas ansetzen....

Was ich mich in solchen Fällen immer Frage: Wie lebt man als Paar eigentlich damit, dass im Grunde der komplette Druck, für die Existenz zu sorgen, bei einem liegt? Dein Mann weiß genau, dass er nie ausfallen kann, weil es dann ganz schnell richtig eng wird. Ich fand immer, dass ich es meiner Familie schuldig bin, zu gleichen Teilen für Einkommen zu sorgen - einfach die Last zu verteilen. Hast du da gar kein schlechtes Gewissen? (Und nein, ich schätze auf die Familienarbeit nicht gering, aber die lässt sich mit einem gewissen Maß an Organisation zur Not auch neben zwei Vollzeitjobs erledigen). Mir wäre es schlicht nicht genug, rein finanziell nur so eben über die Runden zu kommen, wenn das mit ein bisschen Einsatz auch deutlich anders möglich wäre.

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