Ich befinde mich in einem Teufelskreis... Achtung lang...

    • (1) 03.08.17 - 21:36

      Hallo,
      ich mache mir langsam Sorgen um meine Ehe...
      Ich habe vor fünf Monaten unseren Sohn zur Welt gebracht und seitdem kriselt es bei uns.

      Der Schlafmangel, die Hormone und meine sowieso schon vorhandene Impulsivität machen es mir wirklich nicht einfach.

      Heute habe ich mich so heftig mit meinem Mann gestritten. Ich kann das nicht mehr aushalten. Ich bin so wütend und frustriert und bin richtig ätzend und er zieht sich immer mehr zurück.
      Hauptstreitpunkt ist, dass mein Mann viel Zeit für sich braucht und diese auch bekommt. Er macht relativ wenig im Haushalt (schon immer) und ist viel unterwegs. Ich fühle mich zu wenig gesehen. Aber durch mein ätzendes Verhalten vermiese ich dann die Stimmung und er haut noch mehr ab. So entseht der Teufelskreis. Ich bin nur ncoh angepisst (sorry für die Wortwahl). Die Stimmung ist immer angepsannt. Und ich will nciht dass unser Sohn so aufwächst. Ich bin einfach nicht konfliktfähig. Ich staue alles auf udn dann platze ich und bin unfair. Mein Mann ist auch nicht so wirklich kritikfähig und es perlt alles an ihm ab.

      Ach ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.
      Ich möchte dass die Stimmung besser wieder besser wird. Ich schäme mich so, dass wir so miteinander umgehen, vor allem vor meinem Sohn.

      Sorry für den wirren Post. Ich weiß auch gar nicht was ich hören will. :-(

      • Ich wärde6euren kleinen Schatz mal für 1,2 stünden abgegeben, damit ihr mal ganz im Ruhe reden könnt.
        Immerhin hat vorher ja auch alles geklappt
        Klar Kind, Schlafmangel etc.... sind anstrengend

        Und genau da solltet ihr ansetzen vll kann dein Mann ja mal den kleinen für 1,2 Stündchen übernehmen sodass du dich ausruhen kannst.
        Vll macht ihr auch mal wieder als Paar was schönes

        Muss ja nicht gleich Wochenend Trip werden
        Nett Kino oder essen ist ja ein Anfang

        Lg

      War eure "Streitkultur" schon immer so?

      Dein Mann braucht viel Zeit für sich und hat immer schon wenig im Haushalt gemacht. Hast du gedacht, das ändert sich schlagartig, wenn das Kind da ist?

      Ihr seid in meinen Augen ein klassischer Fall für eine Paartherapie.

      • Hallo,
        ja ich gebe dir recht unsere Streitkultur ist total dysfunktional und alles andere als gut. #augen#aerger Obwohl es sich wirklich gebessert hat und wir schon kleine Fortschritte gemacht haben. Das reicht mir aber nicht. Ich habe tatsächlich schon über eine Paarberatung nachgedacht. Allerdings denke ich nicht, dass mein Mann sowas macht. #schwitz Er ist nicht so der große Redner und würde sich da auch eher schämen. Er ist der Meinung, dass unsere Probleme niemanden etwas angehen und lässt sich da auch nicht überzeugen.
        Zu deiner Frage ob ich gedacht hätte, dass sich das ändert.

        Nicht wirklich. Im Prinzip komme ich auch gut damit aus bzw. kam ich als ich meine freie Zeit dann mit meinen Imteressen füllen konnte. Allerdings hatte ich schon gedacht, dass sich in der Hinsicht etwas tun würde wegen unseres Sohnes. Er liebt ihn sehr, aber hat halt schnell genug. Ich glaube ich muss da etwas an meiner Interpreation von Liebe arbeiten. Es geht ja nicht um die Quantität sondern um die Qualität. Lieber ne Stunde voll dabei als drei STunden und eigentlich nach einer keinen Bock mehr. Hinzu kommt auch, dass mein Akku einfach total leer ist und ich manchmal echt überfordert bin und mir wünschen würde ich müsste mir Hilfe nicht immer konkret einfordern. So ein wenig "von den Augen" ablesen würde ich mir manchmal wünschen, aber das ist vielleicht einfach zu viel verlangt.

    Unser Kleiner ist jetzt drei Monate alt und anfangs hatte der Papa durch zusätzlichen Stress auf der Arbeit öfter mal "Flatternerven".

    Wir haben das nun so gelöst, dass er heim kommt, uns in aller Ruhe begrüßt und dann eine halbe Stunde / Stunde Zeit für sich allein hat. Da schaltet er von der Arbeit ab und stellt sich auf zu Hause ein. Sei es durch Radfahren oder einfach auf dem Balkon in der Sonne liegen.

    Wenn er die Zeit hatte, kümmert er sich um uns und macht das Baby später bettfertig. Wenn der Kleine dann gegen 22 Uhr schläft, nehmen wir uns nochmal Zeit für uns und Samstag früh ist generell Papa-Zeit.

    Das heißt, ich kann ausschlafen (oder machen was ich mag) und er schnappt sich irgendwann Baby und den Kinderwagen und los geht's. Auf dem Rückweg bringen sie dann noch Brötchen mit :)
    Die Zeit zu zweit tut den beiden gut und mir natürlich auch.

    Vielleicht ist das auch eine Idee für euch?
    Alles Gute!

    • Mein Mann macht es eher umgekehrt. Eine STunde max. Zeit mit uns und dann ab in die Werkstatt. Das haben wir schon oft diskutiert und er braucht das und lässt davon auch nicht ab. Ich will auch nicht dass er dann "gezwungen" Zeit mit uns verbringt. DAnn lieber eine Stunde mit Herz und dann soll er gehen.

Mir gehts es sehr ähnlich.
User Sohn mittlerweile 1,5 Jahre alt.

Ich kann dir leider auch nicht wirklich einen Rat geben, ich kann dir nur sagen, dass du nicht alleine bist.

Wir haben eigentlich für nächstes Jahr ein Geschwisterchen geplant aber ich frage mich oft, wie es dann mit 2 Kindern laufen soll.

Ich wünsche euch alles Gute für eure Beziehung und bleib stark

Lass dich mal drücken.

Ich kann dir nur berichten, dass das erste Jahr mit Kind für unsere Beziehung in der Tat ebenfalls recht schwierig war. Man kommt als Paar nicht mehr so zusammen wie vorher, hat das Gefühl nur noch aus Verpflichtungen zu bestehen. Viele Männer können ihre meckernde Ehefrau zu Hause nicht mehr ertragen und wollen gar nicht mehr Zeit als nötig zu Hause verbringen. Wir frauen hingegen neiden den Männern eventuell jede Tasse Kaffee, die sie in Ruhe trinken.

Ihr beide solltet unbedingt mal ruhig und sachlich über das Thema sprechen. Wichtig ist, dass du deine Emotionalität zurückhältst. Ihr solltet eure Erwartungen aneinander zum Ausdruck bringen und zusehen, dass ihr einen Konsens findet.

Dein Mann kann und soll seine Freizeit ja haben, allerdings sollte er dir diese auch gewähren. Es muss also meiner Ansicht nach auch Zeiten geben, in denen er das Kind "übernimmt" und du Freizeit hast. Eventuell kannst du ein Hobby beginnen. Möchte er dir das auf diesem Wege nicht ermöglichen, könnte ein Babysitter oder die Großeltern die Lösung sein.

  • Hallo,
    vielen Dank für deine Antwort. Das was du schreibst trifft es total.
    Ich bin auch wirklich neidisch. Auf seine Freiheit, auf seine Auszeit etc. Er hilft mir schon. Wenn ich ihn konkret frage ob er was tut, dann macht er das in der Regel auch. Allerdings ist mir das schon teilweise zu nervig und anstrengend. Aber er sieht es einfach nicht. Er findet auch nix in der Wohnung und ich frage mich manchmal wo er die letzten vier Jahre gelebt hat.

    Dadurch, dass ich stille und unser Sohn nur an der Brust trinkt und das alle zwei Stunden fühle ich mich zum einen total ausgelaugt und auch manchmal echt gefangen. :-(
    Aber ich muss mir einfach mehr Freiräume zum auftanken schaffen und es einfach deutlicher sagen.

    Da hast du recht. Nochmals danke. #herzlich

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