Reicht Liebe aus?

    • (1) 05.08.17 - 14:56
      Zu wenig

      Hallo,
      Ich frage mich ob es ausreichend ist eine Beziehung fortzuführen mit dem Argument dass man den Partner liebt.

      Gleicht das alle Differenzen aus?

      Meine Freundin ist in einer m.M. nach destruktiven Beziehung gefangen mit Gewalt, körperlich und psychisch. Sie ist emotional und auch finanziell abhängig und hat sicher auch Angst.
      Auch die Kinder sind betroffen, sie ist wieder schwanger und ihr einziges Argument das Kind zu bekommen ist : ich kann nicht abtreiben, ich liebe es doch...
      Ist das ein TotschlagArgument, um Kinder auch in ungünstigste Verhältnisse hinein zu setzen.
      "Liebe" als Rechtfertigung für das eigene Fehlverhalten?

      Man kann nicht abtreiben, also muss das Kind da durch ?
      Ich denke das ist nicht ok, wie seht ihr das?

      • Bessere Option wäre doch in ein Frauenhaus zu gehen und sich zu trennen.

        Ob es jetzt besonders toll ist in diese Verhältnisse hinein geboren zu werden ist das Eine, aber vielleicht solltest du deine Freundin unterstützten und Lösungswege aufzeigen, anstatt ihr zusätzlich noch psychischen Druck von einer anderen Seite aufzudrücken.

        Eine Abtreibung muss sie selber wollen. Nicht du!

        Falls es so schlimm in ihrer Beziehung aussieht (Stichwort körperliche Gewalt), dann könntest du zum Beispiel beim nächsten Mal wo du das mitbekommSt die Polizei rufen. Alleine schon weil Kinder involviert sind.
        Aber zu einer Abtreibung drängen löst nicht das Hauptproblem.

        • (3) 05.08.17 - 17:07

          Wie kommst du darauf dass ich sie zur Abtreibung drängen will?
          Natürlich nicht. Ich verstehe sie nur nicht das ist alles.
          Selbstverständlich akzeptiere ich ihre Entscheidung, werde sie darin aber nicht unterstützen.
          Ich kann das nicht mehr mit ansehen.

          Die Kinder werden verprügelt, sie ist oft wochenlang weg und lässt die Kinder bei ihm. Und jetzt soll noch do ein Wurm das ertragen, es ist ihr 7. Kind mit 28.
          Jugendamt ist natürlich involviert, drei Kinder leben in Pflegefamilien, drei hat sie wieder bekommen, mal sehen eie lange, die Kinder kommen nicht zur Ruhe..

          • Dein erster Post klang aber so, als wenn du sie umbedingt davon überzeugen willst.

            Wenn es so schlimme Umstände sind, dann rufe bitte die Polizei! Und wenn du sie dreimal am Tag rufst!

            • (5) 05.08.17 - 17:18

              Das sind andere Voraussetzungen als du Sie im Anfangspost genannt hast. Da klang deine Freundin als arme Frau die keine Kraft hat sich zu wehren .

              Jetzt ist sie selber eine schlechte Mutter. ....

              Ich hoffe du meldest dich bei den Behörden und bei der Polizei

            (7) 05.08.17 - 17:35

            Im ersten Post hab ich allgemein beschrieben dass ich es nicht verantwortlich finde, ein Kind zu bekommen mit dem Argument : ich liebe es jetzt schon.
            Das ist mir einfach zu wenig und wird dazu eingesetzt um Kritiker mundtot zu machen.

            Das ist meine Meinung und ich halte eine Abtreibung da durchaus für angebracht.

            Aber das ist nur meine Meinung die ich sicher nicht als allgemein gültig meiner Freundin unter die Nase reibe.

            Ich habe ihr gesagt dass ich einen Abbruch im Sinne der angespannten Situation mit den sechs vorhandenen Kindern, für sinnvoll halte , aber nur auf Nachfrage und ohne zu sagen, was sie zu tun hat. ..wer bin ich denn?
            Sie geht diese Woche zu einer Beratungstelle, mal sehen was da raus kommt.

            Und dass sie eine schlechte Mutter ist würde ich so nicht sagen, sie ist völlig überfordert, eingeschüchtert und nicht bereit Verantwortung für sich zu übernehmen.
            Nicht nur die Männer sind da die" Bösen" und die Frauen die Opfer. ..das ist leider meist nicht so einfach : böser Vater. . Liebende Mutter.

            • Trotzdem: wenn die Kinder verprügelt werden und die Mutter abhaut muss man das melden. Punkt.

              DAS ist das HauptProblem. Die Kinder müssen wieder in eine Pflegefamilie wenn

              es sich wirklich so abspielt.

              Natürlich ist sie eine schlechte Mutter, wenn sie nichts unternimmt um ihre Kinder zu schützen. Und du bist auch keinen Deut besser, wenn du das weißt und nichts dagegen unternimmst (Polizei und/oder Jugendamt informieren, ihr ins gewissen reden) und einfach nur zusiehst, was passiert. Auch eine Freundin bist du nicht. Denn eine Freundin würde niemals einfach zusehen und nichts tun.

              ***Das ist meine Meinung und ich halte eine Abtreibung da durchaus für angebracht.***

              Aha. Damit du nicht noch weiter zusehen musst, soll das Kind den Gnadentod sterben? Problem gelöst oder was?

              Unternimm was, Mensch, das kann doch nicht sein, dass du weiter zuguckst als "Freundin". Informiere das Jugendamt, gehe denen so richtig auf den Senkel und wasche deiner Freundin gehörig den Kopf, nicht bzgl ihrer Schwangerschaft, sondern bezüglich ihres Verhaltens!

        Und das ist also alles, was du machst? Es mit ansehen? Du handelst nicht? Na vielen Dank auch. Du machst dich nämlich gerade genauso mit schuldig.

        Ich könnte nicht mit jemandem befreundet sein, dem das Jugendamt Kinder wegnimmt und der zusieht, wie seine Kinder verprügelt werden.

Deine Freundin braucht dringend Hilfe von außen.

Finanziell von jemandem abhängig zu sein - das ist lösbar.
Emotional abhängig von jemandem zu sein - das ist der Knackpunkt.

Wie oben schon jemand geschrieben hat, gibt es das Frauenhaus.

Wenn sie diesen Schritt nicht sofort schafft, kann sie kostenlose Beratungen bei Caritas, Diakonie etc. einholen. Vielleicht stärkt sie das auf dem Weg raus aus der Beziehung.

Gewalt kann keine Liebe sein.

Dass sie ihr ungeborenes Kind liebt und nicht abtreiben lassen will, ist ihre persönliche Sache.

Also ich denke, wenn er einfach nur so festgestellt hätte, dass er Dich doch nicht so toll findet, hätte er Dir das nicht mitgeteilt - schon gar nicht so endgültig "schönes Leben noch" - sondern wäre einfach freundschaftlich geblieben und fertig.
Warum sollte er Dich aus seinem Leben streichen, nur weil er gemerkt hat, dass er nicht verknallt ist? Ihr habt Euch ja auch vorher schon auf freundschaftlicher Basis getroffen....
Es klingt also doch eher als sei er enttäuscht oder sauer.

Ich würde das klären wollen...
Hol Dir die Adresse von seiner Mutter (Ich will ihn überraschen sollte als Antwort ausreichen) und dann fahre hin oder schreib ihm einen Brief.

Du hast nichts zu verlieren, finde ich...

Willst Du ihn denn haben? Das solltest Du vorher wissen... Sonst bleibt es beim Rumgeeiere ;)

Viel Erfolg und lass uns wissen wie Du Dich entschieden hast!

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