Schwierig....

    • (1) 09.08.17 - 13:23
      Oh Mann

      Hallo zusammen,

      ich bin schwanger in der 8 Woche. Mein Freund sagt er freut sich sehr und will dass wir das Baby unbedingt bekommen. Ich möchte eigentlich auch ein Baby und ich liebe ihn aber unsere Beziehung ist so schwierig. Und ich weiß nicht ob man mit einem Mensch der so einen Job hat wie er überhaupt eine Familie gründen kann. :-( Wir wohnen auch noch nicht zusammen, sondern ich wohne noch 150 km von ihm weg. Er hat einen Beruf wo er zwei Wochen lang 24/7 arbeiten muss, also wirklich Dauerdienst. Dann hat er eine Woche komplett frei. Aber in diesen zwei Wochen ist er überhaupt nicht greifbar. Also wenn ich dann etwas von ihm will ist es schwierig. Ich bin also alleine. Und das macht mir schon jetzt Probleme. Darum bin ich auch noch nicht zu ihm gezogen weil ich dann meine Familie hier verlassen muss dafür, dass ich dann in einer fremden Stadt alleine sitze und warte dass 2 Wochen vergehen. :-( Er liebt seinen Job aber er ist nicht beziehungstauglich. Soll ich dann mit Baby zwei Wochen alleine da sitzen bevor er dann wieder eine Woche für uns Zeit hat? Ich könnte auch mit Baby bei meinen Eltern wohnen bleiben aber das ist doch keine Familie???? Ich weiss nicht was ich tun soll. Meinen Eltern habe ich es noch nicht gesagt, ich wollte das zuerst mit ihm klären bevor ich etwas entscheide. Zur Zeit ist er wieder nicht erreichbar. Also erreichbar schon aber wir können nicht ewig diskutieren und am telefon ist so etwas erst recht blöd. Ich Muss also bis nächstes Wochenenede warten bis wir ein vernünftiges Gespräch führen können. Dann bin ich schon in der 10. Woche. Ich bin total verzweifelt. Kennt das wer? Es gibt doch noch mehr Berufsgruppen die viel weg sind von zu Hause und die Frau sozusagen allein erziehend. Wie läuft es? Lebt man sich da nicht automatisch auseinander? Bekommen diese Väter überhaupt etwas von den Kindern mit? Es wäre super wenn ihr mir erzählen könntet wie es funktoniert.

      Danke sehr!

      • Hi
        mein Vater hat auch einen Beruf weswegen er immer weg war. Meist 1 bis 2 Wochen am Stück und dann ein paar Tage daheim. Aber nicht so planbar wie bei euch. Meine Eltern sind in zwischen 40 Jahre verheiratet und wir 2 Kinder sind erwachsen. Uns hat es nicht gestört wir kannten es ja nur si

        • (3) 09.08.17 - 13:39

          Das stimmt, man kennt es als Kind nur so. Doch für die Mutter war es bestimmt schwierig. Ich möchte eigentlich nicht allein erziehend mit Partner sein. :-( Vor allem in einer fremden Stadt, ohne Freunde, ohne Familie. Ich habe Angst da einzugehen vor Einsamkeit.

          • Kann er denn nicht zu dir ziehen und seine zwei Wochen 24/7 eben woanders sein? Dafür aber bei dir wenn er da ist...

            Es gibt Möglichkeiten, man muss nur wollen.

            " Ich möchte eigentlich nicht allein erziehend mit Partner sein. :-(" - jo... aber manchmal geht es eben nicht anders. Ich denke nur man muss wissen worauf man sich einlässt und dahinter stehen. Ich war das im Prinzip auch - aber habe es so nicht kommen sehen und mich dann entschieden, dann lieber richtig allein erziehend zu sein.
            Ich denke aber, wenn man sich richtig darauf vorbereiten kann und weiß was auf einen zu kommt, ist das machbar.

            • (5) 09.08.17 - 13:58

              Zur Zeit kann er nicht zu mir ziehen, da ich noch bei meinen Eltern im Haus wohne. Wenn wir uns aber eine gemeinsame Wohnung hier in der Nähe suchen, dann wäre er schon immer hier wenn er frei hat. Auch wenn es bedeuten würde seine Freunde seltener zu sehen. Schwierige Kiste.

      (8) 09.08.17 - 13:39

      Hallo,

      ich bin zwar in einer ganz anderen Situation, antworte jetzt aber mal als Außenstehende... Ich finde diese Arbeitszeiten gar nicht sooo schlecht. Klar, zwei Wochen lang ist er nicht greifbar, hat doch aber dann 7 (oder sogar 9?) Tage am Stück nur Zeit für dich und das Kind! Mein Mann arbeitet "normal", d.h. unter der Woche ist er von 7.30 Uhr bis 19 Uhr außer Haus und hat von den Kindern effektiv gar nichts (nur das Gemaule beim Zubettbringen, was ich meistens erledige, damit er mal vom Arbeitstag runter kommen kann). Alle paar Wochen kommt dann noch ein Samstag oder Sonntag, an dem er 24h auf Arbeit ist (Notschicht).
      Wenn du das hochrechnest, ist die freie ganze Woche deines Partners doch wirklich super!

      Aber ich würde mir auch überlegen, ob ihr nicht eventuell in der Nähe deiner Freunde und Familie eine Wohnung zusammen bezieht. Manchmal gibt es doch die Möglichkeit für die Arbeitszeit über den Arbeitgeber eine Mini-Wohnung zu bekommen (machen Bekannte von uns so). Für die freie Woche könnte er doch dann zu dir fahren und du hättest generell Unterstützung in der Nähe...

      Alles Gute,
      murra

      • (9) 09.08.17 - 13:44

        Da hast du Recht dein Mann sieht die Kinder auch nicht wirklich viel. Mir erscheinen diese zwei Wochen einfach so unglaublich lange weil es am Stück ist. Ich stelle mir vor Kind ist krank und so, dann habe ich überhaupt keine Unterstützung von ihm. Und auch keine Familie in der Nähe die helfen könnte wenn ich zu ihm ziehe. Vielleicht sehe ich es aber auch zu schwierig und negativ. Während er arbeitet braucht er keine Wohnung, d.h er ist dann sowieso nicht zu Hause in den 2 Wochen. Also wenn wir eine gemeinsame Wohnung hätten, wäre er da nur wenn er frei hat.

        • (10) 09.08.17 - 22:00

          Aber wäre es dann nicht tatsächlich eine Option, eine gemeinsame Wohnung in deinem näheren Umfeld zu suchen? Dann hättest du deine Familie in der Hinterhand in den Wochen in denen er gar nicht da ist... Und 150km zur Arbeit fahren (wenns nur alle 2 Wochen ist) ist ja auch nicht die Welt... Ich glaube, das wäre der Weg den ich mit meinem Partner bereden würde in deiner Situation...

    Zu früh geschickt.

    Wir kannten es nur so. Uns hat auch nichts gefehlt. Meine Mutter hat sich nie beschwert sie wusste ja wie es beruflich ist. Ist ja heute immer noch so.

    Machbar ist es und Kinder leiden auch in der Regel nicht wenn sie es gar nicht anders kennen.

    Mein Mann arbeitet auch 10 bis 12 std. Ich war und bin auch immer mit unserem Sohn alleine. Klar er kommt abends zwar heim aber im Prinzip bin ich auch alleinerziehend. Wenn du das Baby willst dann wirst du es auch schaffen.

    (12) 09.08.17 - 13:42

    Wo arbeitet er denn? Auf einer Bohrinsel?

    Es nützt dir ja nichts, wenn andere es gut hinkriegen und du es dir nicht zutraust.

    Du bist sicher noch sehr jung, wenn du bei deinen Eltern wohnst, oder?

    Es gibt eine Menge Jobs, wo ein Part häufig unterwegs ist. vom Fernfahrer, Fernbeziehung weil einer jobnah wohnt und nur am We nach hause kommt bis Journalist.....

    Wir hatten auch schon 5 Jahre Fernbeziehung und mein Mann kam manchmal einen Abend unter der Woche nach hause (das war mehr dem schlechten Gewissen geschuldet und völlig irrwitzig, da er nie vor 20 h hier war und morgens um 6 h wieder fuhr), ansonsten dann freitags gegen 20 h bis Sonntag Abend. Das geht alles, aber ich bin da so reingewachsen. Nach dem Studium fing er mit Jobs an, wo er auch erst spät abends wieder da war und danach kam dann die Episode mit der Fernbeziehung. Tagsüber musste ich immer alles allein geregelt kriegen und abends um 20 h war der Tag gelaufen. Da konnte er sich nicht mehr kümmern. Telefonisch konnte ich ihn wenigstens abends erreichen, das ist immerhin ein Unterschied zu dir. Tagsüber war das meist ganz schlecht, weil er oft in Meetings, in der Fertigung, beim Kunden oder sonstwo war.

    Man wächst mit seinen Aufgaben und ich könnte mir keinen Mann mehr vorstellen, der um 13 Uhr hier zuhause aufschlägt. Ich kann zwar niemanden fragen, aber mir redet auch keiner rein.

    Das hilft dir aber alles nichts, wenn du damit totunglücklich wärst.

    Kann er nicht zu dir ziehen? Wenn er sowieso so häufig unterwegs ist, muss er doch nicht jobnah wohnen, oder? Du hättest so lange deine Familie als Unterstützung in der Nähe, wenn er weg ist.

    • Vergessen zu fragen:

      Du überlegst noch, ob du das Kind bekommen möchtest?

      (14) 09.08.17 - 13:55

      Er ist Personenschützer von einem ranghohen Politiker und ist in diesen 2 Wochen wo er arbeitet immer an dessen Seite. Also egal wo der Politiker ist, ist er und sein Kollege auch. Überall. Sie schlafen abwechselnd und sind dementsprechend nicht in der Lage mal eben kurz heim zu fahren wenn zu Hause Kind krank ist oder so.

      Ich bin 22 und wohne noch bei meinen Eltern obwohl wir seit 3 Jahren zusammen sind, einfach weil ich nie zu ihm ziehen wollte und alleine in seiner Wohnung sitzen während er arbeitet.

      Er könnte schon in der Woche wo er zu Hause ist auch dort wohnen wo ich wohne, also in der Nähe meiner Eltern. Dann wäre er wiederum weg von seinen Freunden. Ich weiss es auch nicht. Er sagt er möchte es mir nicht schwerer machen als es eh schon ist und er versteht dass sein Job nicht so richtig familienfreundlich ist. Doch er will deswegen auch nicht auf eines verzichten.

      Du hast wohl Recht dass man da rein wächst und sich dann einfach anders organisiert als andere mit einem anderen Lebensrythmus. Und auch die Kinder kennen es dann nicht anders.

      Ich habe einfach noch Angst alles alleine regeln zu müssen, doch vielleicht wenn ich mich ein paar Wochen oder Monate an den Gedanken gewöhne, finde ich es nicht mehr so schlimm.

      Ich fand es auch anfangs blöd dass meine Freundinnen alle ihre Freunde jederzeit treffen konnten und zusammen kochen oder DVD gucken und ich war in den zwei Wochen immer alleine. Doch auch daran habe ich mich gewöhnt und nutze die Zeit für mich um dann wenn er da ist, mich voll auf ihn konzentrieren zu können #verliebt

      Ob ich totunglücklich wäre kann ich nicht sagen. Ich habe es mir immer anders ausgemalt in meiner Fantasie. Das Leben als Familie. Doch vielleicht muss ich auch einfach flexibler werden.

      • Ok, dann ist sein Job nicht SO speziell, dass er sein Leben lang dieses Zeitmodell leben muss. Es gäbe mittelfristig auch andere Lösungen heimatnah, wenn er den wollen würde oder mal "in die Jahre kommt".

        Schwierig finde ich bei euch, dass du noch nie allein gelebt hast. Du müsstest von 0 auf 100 mit einem Baby klarkommen ( das natürlich muss jede Mutter), aber auch dich mit Haushalt und allem drum und dran beschäftigen, dich selbst organisieren lernen und in einer neuen Stadt fFß fassen. Neue Kontakte zu knüpfen, ist mit Kind nicht schwer. Nur viele Mütter sind mit Kind und Haushalt derart überlastet, dass sie es kaum auf die Reihe bekommen sich etwas zu essen zu kochen, auch wenn der Mann abends nach hause kommt. Das liest man hier leider sehr oft.

        Sind deine Eltern berufstätig? Das ist die 2. Schwierigkeit, wenn man kein Netzwerk um sich hat. Wenn DU mal krank wirst und gar nicht kannst, nimmt einem kaum jemand über mehrere Tage ein Kind ab. Für ein paar Stunden kann man andere Mütter oder Nachbarn einspannen oder wem man sonst vertraut. Aber kaum einer nimmt einem das Kind ein paar Tage ab. Könnten deine Eltern in so einem Notfall anrücken? Wie sieht es mit seiner Familie aus? Ist da jemand in der Nähe?

        Eine Herausforderung wird es auch wenn ihr zusammen seid. Du und das Kind stellen berechtige Ansprüche an ihn. Ihr habt bisher ja nicht zusammen gelebt und wisst gar nicht, wie das mit euch funktioniert. Er wird in den Heimat- Wochen auch seine Freundschaften pflegen wollen, Dinge erledigen, die er sonst nicht tun kann in seiner Abwesenheit, vielleicht einem Hobby nachgehen usw. Du machst so einen bedürftigen Eindruck - wie die Vorschreiberin rosahimmel schon sagte - als würdest du nur darauf hinarbeiten, dass dein Freund wieder auf der Bildfläche erscheint. Die Zwischenzeit wird nur notgedrungen totgeschlagen. Das klingt so ungesund und anhänglich.

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