Partner depressiv

    • (1) 20.08.17 - 11:03
      Wasmacheich

      Hallo,

      Bin (34) mit meinem Partner (46) seit 4 Jahren zusammen. Er ist seit 10 Jahren geschieden und hat noch Schulden bei Anwälten.... ist für mich kein Problem. UH muss er noch 3 Jahre zahlen. Auch kein Problem. Aber für ihn ist das ganze ein Riesen Problem. Er hat Angst um seine Zukunft, dass er kein Geld hat. Mittlerweile ist es so schlimm. Wir haben 0 sex. Vielleicht alle 2 Monate. Er hat dauernd schlechte Laune, er sagt, er kann nicht mehr arbeiten, wofür, er arbeitet für andere, das Leben hat keinen Sinn, blablabla.... ich sage ihm seit langem, er soll sich Hilfe holen. Er war mal in Behandlung nach seiner Scheidung.

      Er sagt, er hat keine Kraft sich Hilfe zu holen, die können eh nicht helfen, er hat nix, er ist niemand blablabla. Ich kann das ganze nicht mehr hören.

      Er sagt, dass ich und mein Kind auch nur eine Last sind und ich solle ihn verstehen und ihm bei stehen.

      Ich habe ihm gesagt, entweder holt er sich Hilfe, oder zieht hier aus.

      Jetzt heult er und sagt, dass das die Strafe dafür ist, dass er ein schlechter Mensch ist. (????) von hier wird er nicht mehr aufstehen können.

      Ich kann nicht mehr. Das ist keine Beziehung, das ist nix, null. Ich würde ihm beistehen, wenn er sich Hilfe holt, ich liebe ihn noch sehr, aber so geht es nicht weiter.

      Mein Kind (fast6) liebt ihn auch abgöttisch, er auch mein Kind. Er tut mir leid, wenn ich ihn rausschmeisse, wird er noch tiefer rutschen, vielleicht auch Suizid. Aber langsam ist es mir auch egal.

      Was soll ich denn machen?

      Gibt mir einen Rat. wie kann ich ihm helfen?

      • Sein Verhalten ist für dich nicht zumutbar. Ist ihm das klar?

        Mache einen Termin beim Arzt und schleppe ihn mit Gewalt hin.

        Wenn das nicht gelingt, wirf ihn hinaus.

        • Mit Gewalt zum Arzt, wie stellst du dir das vor?

          Mit vorgehaltener Waffe, mit Handschellen? Mit Androhung von Schlägen? Mit dem Baseballschläger?

          Eine Therapie kann man nur mit Einwilligung bzw. mit Zustimmung und Wollen des Betroffenen machen. Kein seriöser Therapeut würde einen gewaltsam herbeigeschleppten Patienten behandeln.

          Was bist du für eine gewaltbereite, dominante Person? Mit dir möchte ich nicht verheiratet oder bekannt sein.

      Würde er es akzeptieren wenn du für ihn einen Termin an entsprechender Stelle für ihn ausmachst? Und ihn auch hinbringen kannst?

      Und ich verstehe dich. Er hat die Krise und zieht dich gnadenlos mit nach unten...

      Geht nicht.

      LG

      • (5) 20.08.17 - 11:54

        Also das Problem ist, dass er seit 4 Monaten 500 km weiter arbeitet. Er fährt am Sonntag mit dem Zug hin, kommt am Freitag Nachmittag. Ich könnte an dem Ort, wo er arbeitet einen Termin ausmachen. Er sagt aber dazu, dass er keine Kraft hat hinzugehen.

    Ihr seid schon 4 jahre zusammen und dein Kind hat in ihm einen Vater gefunden. Das wirft man doch nicht einfach so weg!!??

    Und ganz ehrlich, wenn ich 500 km zur Arbeit (wochenweise) im Vollzeitjob pendeln müßte, dann hätte ich garantiert auch keine Kraft noch irgendeinen Termin extra zu machen oder irgendetwas anderes anzupacken. Dann wäre ich auch unendlich müde, kraftlos und vermutlich - angesichts der Randbedingungen - traurig. Das nennst du Depression. Aber in einer echten Depression kannst du nicht mehr arbeiten gehen.

    Also benehmt euch doch wie Erwachsene, und löst eure Probleme. Dazu gehört noch ein bißchen mehr als Sex einzufordern und mit Rauswurf zu erpressen, wenn er nicht tut was du sagst. Das ist doch kindisch.

    Für dein Kind ist es bereits der zweite Papa. Wie oft willst du deinem Kind noch den Papa wegnehmen, den es abgöttisch liebt? Beziehungen kann man nicht beliebig oft wegwerfen wie gebrauchte Socken. Kinder sind nicht dazu gemacht, alle 4 Jahre einen neuen Papa zu haben und den alten wegzuwerfen. Außerdem weißt du denn, ob du einen "neuen" finden wirst, der besser ist? Auch du wirst mit jeder neuen Beziehung ein Stück beziehungunfähiger werden.

    Wenn du ihn "wirklich liebst", wie du sagst (was ich aus dem übrigen Text gar nicht herauslese), dann laß dir ein bißchen was einfallen. - vielleicht gehst einfach DU in eine psychotherapeutische Beratung und holst dir gegen gutes Geld genau die professionelle Hilfe, die du hier im Forum kostenlos erwartest?! Liebe ist mehr als das was du hier beschreibst. Liebe bringt Opfer, echte Liebe hört niemals auf und schon gar nicht dann, wenn es dem anderen dreckig geht. Liebe ist nicht in erster Linie ein Gefühl, sondern eine Entscheidung. Liebe sind nicht nur Worte, sondern Taten.

    • (7) 20.08.17 - 13:32

      Danke, ich verstehe was du meinst. Unsere Probleme gingen nicht mit seiner Arbeit am Arsch der Welt an. Schon davor. Eigentlich schon nach etwa 8 Monaten. Ich dachte, ist nur eine Phase. Ich stehe ihm bei, helfe ihm. Aber es wird irgendwie immer schlimmer.

      Und ja, wenn man mit 34 nur alle paar Monate sex hat, ist das wahnsinnig frustrierend.

      Ich will die Beziehung retten, aber um jeden Preis?

      Nein, ich will meinem Kind nicht alle 4 Jahre einen neuen Vater vorstellen.

      Mein Partner wusste von Anfang an, dass ich auch noch ein 2. Kind haben möchte. Da er in die Beziehung eingegangen ist, dachte ich, er will das auch irgendwann mal.

      Nun wird daraus wohl auch nix.

      Eigentlich kann er gar nicht mehr arbeiten. Er schleppt sich hin und das wars. Er hätte hier bleiben sollen, bei seiner alten Arbeit. Er wollte unbedingt was neues haben. Habe ihm gesagt, dass er draufgehen wird. 500 km sind viel zu viel. Nun steht er kurz vor der Klapse. Aber anscheinend ist es noch nicht schlimm genug, wenn er sich keine Hilfe holt.

      Er liegt wie ein Häufchen Elend nur im Bett. Zwischen AG Wechsel war er 8 Wochen zu hause. Er hat täglich etwa 16 Stunden geschlafen. Wieso unternimmt man nix, wenn man am Ende ist???

      Ich Pendel auch täglich 90 km einfach. Und kümmer mich voll um mein Kind. Und habe noch Hobbys und Freunde. Und genieße jeden Tag. Das Leben ist was so wunderbares. Und dann kommt er am WE nach Hause und liegt im Bett. Unter der Woche hat er ab 17 Uhr frei. Nix mehr zu machen. Meine Tage gehen gut bis 22 Uhr danach noch Zeit für mich und muss um 5 aufstehen. Ich habe auch nix auf der hohen Kante. Meine Rente wird bestimmt auch nicht rosig aber bis dahin ist noch viel Zeit. Warum schon jetzt deswegen depressiv rumlaufen? Naja.

      • . Meine Tage gehen gut bis 22 Uhr danach noch Zeit für mich und muss um 5 aufstehen.

        Du kannst nicht deine Maßstäbe an andere anlegen. Was du machst, schafft kein durchschnittlicher Mensch, und schon gar nicht wer 12 Jahre älter ist.

        Jeder hat sein eigenes Maß.

        Ich würde auch auf Vitamin- D- mangel schließen, weil er ja anscheinend immer im Bett liegt und ansonsten im Zug unterwegs ist oder bei der Arbeit. Er kommt nicht zum Sonnenbaden?

        Gerade dann wird man kraftlos und depressiv verstimmt. Möglicherweise noch mit Ernährungsfehlern infolge "Männerhaushalt" oder Kantinenessen.

        • (9) 20.08.17 - 15:13

          Ja, aber das war schon vor seinem neuen Job so. Und seit dem er seine AD abgesetzt hat, ist es noch schlimmer. Natürlich alles ohne ärztlicher Kontrolle.

          Ich habe ihm schon Magnesium, Vitamin D gekauft. Er nimmt die Sachen 3 Tage und danach nie wieder.

          Ich habe ihm angeboten, vorzukochen, kann er dann mitnehmen,2 Tage essen. Er will kein Essen schleppen. Er hat auch abgenommen. Viel. Er macht sich ohne Hilfe komplett kaputt.

          Jetzt habe ich erreicht, dass er wieder zum Psychiater geht, wo er einmal war und nie wieder hin ist. Er soll ihm wieder Medikamente aufschreiben und ihm dann vielleicht mit Adressen in seiner Nähe weiterhelfen.

          • Du kannst ihm notfalls am Wochenende täglich 20.000 I.E. über das Essen verabreichen. Man schmeckt das gar nicht. Und Magnesium kann man auch in Form von Totem Meer Salz im Badewasser oder indem du Nüsse/Kakao in der Küche verarbeitest. Nüsse zum Knabbern aufstellen (keine Erdnüsse, alle anderen Nüsse enthalten Magnesium).

            Wenn man die Zusammenhänge nicht verstanden hat, dann hat man auch keine Lust etwas einzunehmen.

            Oder auch gut, einen Urlaub zum Sonnenbaden am Strand buchen, eher südlich, wo die Sonne recht steil vom Himmel scheint und wo es warm ist, damit man sich auch ausziehen kann. Allerdings verhindern Sonnencremes die Bildung von Vit. D.

            • (11) 20.08.17 - 16:03

              :) gute Idee mit dem Vitamin D.

              Wir waren jetzt 2 Wochen bei meinen Eltern im EU Ausland. 35-39 grad. Er lag die meiste Zeit am See oder waren am Strand.

              Es ist auch ein Problem, dass er etwa 10 Kaffee am Tag trinkt und dazu mindestens eine Schachtel Kippen raucht. Gehts ihm schlechter, wirds noch mehr. Ich habe ihm gesagt, dass er sich doch bei so einem Lebensstil gar keine sorgen um seine Rente machen muss, er wird so nicht mal die 50 Kerzen auf seiner Torte brennen sehen. Ich dachte, harte Worte ziehen, wenn es anders nicht mehr geht. -ich weiß, ich hab keine Kraft was zum ändern. -war seine Antwort. *augenroll...

              • 2 Wochen Badeurlaub ist sehr gut, reicht aber nicht aus einen niedrigen Vit- D-Spiegel, der sich über Jahre gebildet hat, auf einmal aufzufüllen. Gut, wenn er am Strand lag, hoffentlich ohne Sonnencreme. Aber das verträgt ja auch nicht jeder. Sonnencreme verhindert komplett die Vitamin-D-Bildung.
                Raucher, besonders starke Raucher haben noch einen höheren Vitamin-D-Bedarf. Mit dem Kaffee weiß ich es nicht.

                Übrigens, das Telefonieren mit Smartphone blockt die Vit-D-Rezeptoren, auch diese gepulste Strahlung (auch WLAN) wirkt sich auf den Vit-D-Stoffwechsel hemmend aus. Das ist zwar bekannt durch entsprechende Studien, mag aber niemand sagen oder hören.

                Man ändert nicht gerne seine Gewohnheiten.

                Du kannst einem Raucher nicht seine Sucht nehmen, da wird er nur die Augen rollen. Dasselbe gilt für jede Sucht, auch Handysucht, Internetsucht....

                • (13) 20.08.17 - 18:39

                  Das mit Handy und Vitamin D wusste ich nicht, hab ich noch nie gehört. Habe aber ua Physiologie auch studiert. Ich lese mal nach.

                  Ich bin auch Raucher, rauche aber mittlerweile fast nur noch meine e Zigarette. Hab ich ihm dann auch eine gekauft. Hat ihm dann nicht gefallen.

                  Ich bin wirklich keine, die eine Beziehung schnell wegwirft.

                  Nach meiner letzten Trennung, wo ich nix hatte außer Baby und Katze hab ich mir geschworen, ich werde nie wieder mich von einem Mann finanziell oder sonst wie abhängig machen. Bin ich auch nicht. Wäre zwar schwer diese tolle Wohnung zu halten, aber wäre machbar. Mir würde aber das Herz brechen, mein Kind und ihn damit zu trennen, die lieben sich so sehr. Somit bin ich doch abhängig. Er macht sich morgen einen Termin beim Psychiater/Neurologen aus.

                  Danke für deine weiterführende Antworten. :)

                  • Ich würde euch bei einer psychotherapeutischen Beratung, ggf. auch gekoppelt mit Paarberatung gut aufgehoben sehen. Das sind eigentlich vorwiegend psychotherapeutische Probleme. Da er ja immerhin 40 Std. beruftstätig ist und noch mind. >10 Std. pro Woche reist (pendelt), kann er soo krank gar nicht sein.

                    Ich verstehe, dass du so die Beziehung nicht weiter führen willst und es ist auch ok. Aber bedenke, die nächste Beziehung wäre mindestens die dritte Beziehung für euch beide, und einfacher wird es nicht. Auch da kann es Krisen geben, und wenn man in jeder Krise das Handtuch wirft, braucht man sich gar nicht mehr zu binden.

                    Mit anderen Worten, die Probleme sind dazu da, bewältigt zu werden. Eine Arbeitsstelle 500 km entfernt vom Partner (Familie) ist so ziemlich das ungünstigste für einen Menschen der zu depressiver Verstimmung neigt, was man sich denken kann. Das sind doch 50.000 km, die er pro Jahr nur zur Arbeitsstelle pendelt. Das kostet doch viel zu viel Kraft.

        Also hier haben wir einen hoch depressiven Menschen und Du rätst dazu, Vitamin D zu verabreichen? Geht´s eigentlich noch? Der Mann gehört behandelt, aber nicht mit Vitaminen #schock Du hattest noch nie mit depressiven Menschen zu tun, richtig?

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