Leben langweilig ?

    • (1) 24.08.17 - 16:04
      Alternative

      Hallo,
      Ich finde mein Leben eigentlich ganz ok, merke aber dass mich die dauerhafte Partnerschaft mit meinem Mann und auch die Kinder nicht glücklich machen bzw. der automatisch damit verbundene Alltag mit Verpflichtungen und Zwängen.
      Mein Mann ist ein toller Kerl, ich liebe ihn, aber er ist sehr bodenständig, hat keine Träume, geht arbeiten, ist für die Kinder ein guter Vater und kümmert sich.
      Meine Kinder sind halt da, die Großen sind in der Pubertät, das Jüngte noch in der Grundschule.

      Ein Kind ist nicht gesund, mein Mann ist ebenfalls chronisch krank, alle vier Eltern leben noch, sind teilweise auf unsere Hilfe angewiesen, ein Elternteil ist schwer krank, Lebenserwartung max wenige Monate.
      Ich empfinde das alles als Last, besonders als die Kinder klein waren, hatte ich große Probleme mit dem Alltag, war depressiv und überfordert.

      Ich hatte immer Unterstützung durch Familienhilfe vom JA hier.
      Es war mir zu laut, die Kinder zu anstrengend, ich kam mit der Fremdbestimmung nicht klar.
      Ich bin dann 6 Monate von der Familie getrennt gewesen und in eine TherapieEinrichtung gegangen, um mich zu stabilisieren.

      Das hat auch funktioniert, aber sobald ich zu Hause war, ging es mir wieder schlecht.

      Mittlerweile ist diese Krise vorbei, aber richtig wohl fühle ich mich nicht.

      Meint ihr , dass ich " krank"bin, warum kann ich nicht genießen was ich habe?

      • Weiß ich nicht, ob du krank bist oder einfach nur einer Idealvorstellung hinterherjagst, die es nie geben wird.

        Was tust du denn für dich? Hast du einen Job, der dich ausfüllt, ein Hobby, das du gerne machst, Freunde, die du manchmal triffst? Wo holst du dir kleine Freuden, wo tankst du mal auf?

        Hast du einen Beruf und gehst du in diesem Beruf arbeiten?

        • (4) 24.08.17 - 19:34

          Ja, gearbeitet hab ich immer, auch als fie Kinder klein waren.
          Ohne das wäre ich schon komplett durchgedreht.

          Was mich traurig macht ist, dass ich viele interessante Angebote und Aufgaben ablehnen musste, da es mit längeren Abwesenheiten verbunden gewesen wäre bzw. Mit Auslandsaufenthalten.
          Anscheinend bin ich ganz gut wsd meine Arbeit betrifft sonst hätte ich diese ganzen Chancen nicht bekommen.
          Leider konnte ich keine wahrnehmen und habe das Gefühl meine Fähigkeiten nicht zu nutzen.

          Als Mutter hsb ich keine positiven Erfahrungen oder Erfolgserlebnisse gehabt, ich komme mir nutzlos vor.
          Am meisten bedauere ich ,vor zwei Jahren etwas nicht gemacht zu haben was mir sehr am Herzen lag.
          Dazu hätte ich aber 3 Monate weg gemusst.

          Was much auch stört ist dass ich unter meinen Verdienstmöglichkeiten arbeite und mein Mann sich suf meine Kosten profiliert, er hat noch studiert als wir heirateten, hat dann Karriere gemacht und ich hab immer brav zurück gesteckt. ..obwohl ich die bessere Ausbildung habe.
          Ich hatte immer Bedenken wegen der Kinder.

          • Und wenn du keine Kinder bekommen sondern deinen Traumjob gemacht hättest, dann wäre etwas anderes passiert, das dich unglücklich macht. Du würdest jetzt nach anderen Familien schielen und sagen, "... warum haben die Kinder und ich nicht? Ich komm mir nutzlos vor. Wenn ich mal alt bin, dann bin ich allein und ich werde nie Enkel haben, da ich kinderlos bin."

            Ich finds immer blöd, wenn Menschen sagen: "Ach, hätte ich doch dieses getan oder jenes bleiben lassen, dann ging es mir jetzt besser, dann wäre ich jetzt glücklich"

            Das weiß man doch gar nicht.

            Im Leben trifft man Entscheidungen, die man zu dieser Zeit für richtig gehalten hat, sonst hätte man anders entschieden.

            Jetzt neidisch auf deinen Mann zu schielen, bringt dich nicht weiter.

            Wenn du selber Karriere machen wolltest, hättest du z.b. das dritte Kind weg lassen können, dann hättest du eher wieder durchstarten können.

            • (7) 24.08.17 - 20:09

              Das dritte war nicht geplant. Und ich hätte es auch nicht bekommen wenn mein Mann mich nicht si unter Druck gesetzt hätte, ich wollte die Beziehung nicht gefährden.
              Ihm waren meine Gefühle da wohl nicht so wichtig.

              Und ich hätte auch trotz Kindern durch starten können. Hab mich halt nicht durch gesetzt und zu lange kleine Brötchen gebacken.

              Es gibt genug Familien wo beide Eltern Karriere machen.

              Ich bin aber jetzt soweit, dass ich nicht mehr warten werde.
              Mein Mann weiß das und ist jetzt dran.
              Es ist nicht mehr hinnehmbar für mich.
              Ich spiele jetzt schon lange mit dem Gedanken zu gehen.
              Hab schon eine Wohnung in Aussicht, dort wo ich schon immer leben wollte, aber wegen der Arbeit mrines Mannes immer zurück gesteckt habe.
              Es muss jetzt was passieren sonst werde ich verrückt.

              (8) 24.08.17 - 20:20

              Ich hab ja beruflich was erreicht, bin immer Vollzeit arbeiten gegangen, konnte aber halt vieles nicht machen.
              Nach meiner Promotion hatte ich alle Chancen und die Wrkt stand mur offen.
              Stattdessen muss ich eine Chance nach der anderen sausen lassen. ...weil mein Mann seinen Egotrip fährt.
              Ich bin deshalb auch irgendwie wütend auf meine Kinder, kann sie kaum noch um mich ertragen.

              Ich hab zwar viel wegen der Kinder verzichtet, war aber wenn ich zu Hause war, meist wenig an der Familie interessiert und immer viel in meinem Zimmer, da ich Ruhe brauche.
              Meine Kinder kennen keinen Ausflug als Familie, ich bin weder zum Spielplatz mit ihnen gegangen, noch spazieren.

              Auch Zoos haben sie nur zweimal gesehen und das mit den Großeltern.

              D.h ich habe meine Wünsche aufgegeben, aber meine Kinder hatten nichts davon im Sinne einer engagierten Mutter.

              Ich bin außerhalb der Arbeit Kraft- und energielos, schlafe viel und esse auch alleine.

              Wihl fühle ich mich wenn alle weg sind und ich alleine bin..
              Das kann doch so nicht richtig sein.
              Durch die langen Therapien hab ich mich stabilisiert, aber die Therapeuten sagten dass ich mehr nicht erwarten kann da ich ständig gegen mich arbeiten würde und es da nur logisch ist, wenn ich nicht mehr kann.
              Für mich wäre die sinnvolle Konsequenz zu gehen und alkeine zu leben.

              • (9) 24.08.17 - 20:37

                Hallo,

                was hindert dich noch? In deiner jetzigen Situation wirst du deiner Verantwortung gegenüber den Kindern nun einmal auch nicht mehr gerecht, und zwar gar nicht.
                Sollen sie die Hypothek ihr Leben lang tragen müssen, sich für ihre unglückliche und hochbelastete Mutter verantwortlich, im schlimmsten Fall gar schuldig fühlen zu müssen?

                Denk mal darüber nach.

                LG

                >>>Für mich wäre die sinnvolle Konsequenz zu gehen und alkeine zu leben.<<<

                Dann mach das doch.

          Ich kann dich absolut verstehen. Die Lösung liegt darin, dass du und dein Mann euch einig werdet, dass du beruflich auch mal wieder etwas Interessantes und Gerausforderndes machen kannst. Ich bin absolut dagegen, dass Männer im Beruf voll durchsteigen und Frauen das Nachsehen haben. Da habe ich überhaupt kein Verständnis dafür. In Sachen Beruf bin ich für absolute Gleichberechtigung. Das ist meine persönliche Meinung.

    Dass du nicht genießen kannst was du hast, das liegt an deiner Erwartungshaltung. Was muss erst passieren, dass du dich glücklich fühlen könntest? Müssen dir andere dazu was "geben", oder kannst du dich selber "glücklich" machen, für dich sorgen?

    Hallo

    Ich verstehe nicht warum du dein Leben mit Familie nicht anders organisiert hast.Vorwürfe, Schuldzuweisungen mehr kommt nicht von dir.
    Während andere Familien das mit Kindermädchen oder Haushälterin lösen,wartest du einfach ab, lässt Jahre ins Land ziehen und versinkst in deinen verpassten Chancen. Für dein berufliches Streben hätte es sicher Möglichkeiten gegeben,aber dafür hättest du dich durchsetzen müssen.Deine Kinder hätten von einer engagierten Fremdbetreuung sicherlich mehr gehabt ,als von einer nicht motivierten Mutter ,die sich meist zurück zieht.
    Das kannst du auch jetzt noch organisieren, ohne deine Familie komplett hängen zu lassen.Du verdienst ja dann viel mehr.

    L.G.

    • (14) 24.08.17 - 22:09

      Für mich passt da einiges nicht zusammen.
      Auf der einen Seite permanent Familienhilfe vom Jugendamt, sechs Monate Psychiatrie, alles war zuviel, sie hat nichts auf die Reihe gekriegt.
      Und jetzt will sie plötzlich Karriere machen, wo Jüngere vermutlich schon lange an ihr vorbeigezogen sind.
      Dazu dieses lieblose Geschreibsel über ihre Kinder (drei Kinder, eins davon chronisch krank), passt irgendwie zu einigen Fake-Geschichten.

Deine Kinder tun mir echt leid - eine Mutter, die zwar körperlich anwesend, aber nicht greifbar ist. Klingt sehr lieblos. Ich hoffe nur, dass dein Mann das auffangen kann und für deine Kinder, dass sie möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen und selbständig ihr Leben führen.

Klar, kannst du gehen und dein eigenes Leben allein führen. Das Image einer Rabenmutter, die ihre Kinder verlassen hat wird dir jedoch immer vorauseilen. Wenn eine Therapie nichts bringt, bist du wohl einfach nicht zum Muttersein geschaffen. Schade um der Kinder wegen. Sie hätten es verdient, geliebt zu werden :(

Hallo,

eine Frage hätte ich: hast du nicht schon nach einem Kind gemerkt, dass dich das Muttersein total einschränkt und nicht ausfüllt, hemmt und dich am beruflichen Fortkommen hindert???

Mir ist schleierhaft, dass man das erst nach drei Kindern merken soll.

Du hättest dein Leben anders organisieren können, so dass deine Interessen nicht so auf der Strecke geblieben wären.
Jetzt zu jammern und deine Kinder im Stich zu lassen, finde ich sehr fragwürdig.

Ich würde drauf wetten, dass du auch nicht glücklich wirst, wenn du allein in der Wohnung sitzt bzw. den ganzen Tag für deinen Arbeitgeber buckelst.

LG

Nici

>>Meine Kinder sind halt da, ...<< #schock

Du bist nicht krank. Du bist neidisch und weinst verschütteter Milch hinterher. Hör auf, deinen Mann verantwortlich zu machen für deine Unzufriedenheit. Du hast die Entscheidungen, die zu deinem jetzigen Leben führen, mitgetroffen.

Verpasste Chancen sind Geschichte, achte auf die Chancen, die da kommen werden und organisiere dein Leben so, dass alle Beteiligten Platz haben.

PS. niemand hat gesagt, Erwachsensein müsse leicht sein.

lg thyme

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