Wie kommen wir da raus

    • (1) 26.08.17 - 22:11
      TutnixzurSache

      Guten Abend, wird wahrscheinlich ein längerer Text. Danke schon mal fürs lesen.

      Mein Mann (32) und ich (31) sind seit 8 Jahren zusammen. Wir haben eine 3-jährige Tochter und beide einen festen Arbeitsplatz.

      Bisher lief es in unserer Ehe meist gut, da wir uns prima ergänzen. Alles ist gut so wie es ist. Ich kümmere mich um Haushalt, Tochter und arbeite 20h die Woche. Wir haben das gleiche Hobby und sind am Wochenende viel unterwegs. Jeder hat somit seinen Ausgleich.

      Nun zum Problem. Ich habe seit 2 Jahren einen erneuten immer stärker werdenden Kinderwunsch. Es war eigentlich immer geplant, dass unsere Kleine ein Geschwisterchen bekommt. Aber mein Mann möchte nun doch keines mehr. Er meinte es wäre alles gut wie es ist und er will aus finanziellen Gründen nicht mehr und denkt es würde unser nun geregeltes Leben durcheinander werfen.

      Natürlich kann man seine Meinung was die Familienplanung angeht ändern, aber ich fühl mich so hilflos der Situation ausgesetzt. Er hat das Thema für sich abgehakt, wird nicht mehr angesprochen, aber ich leide und muss zugeben, ich kann an nichts anderes mehr denken.

      Das schlimmste aber ist, ich gebe ihm schuld daran. Ich bin richtig sauer. Auch wenn es doof ist, aber ich kann es nicht abschalten. Ich zicke ihn nun oft wegen Kleinigkeiten an, oder ignoriere ihn. Ich will, dass es zwischen uns wieder gut ist, aber dann kommt immer wieder der Gedanke an das 2. Kind, was mir fehlt und ich bin stockwütend auf ihn.

      Wie komm ich da wieder raus?

      • Ich kann dich gut verstehen. Unsere Situation ist ähnlich, wobei sich bei uns mein Mann "durchgesetzt" hat. Er hat auch wirklich die besseren Argumente und ich kann es akzeptieren auch wenn ich manchmal natürlich doch wehmütig bin. Ihr seid noch jung, daher mein Rat: sprecht nochmal darüber und sage ihm, dass du seine Entscheidung so nicht mitträgst. Legt das Thema mal auf Eis und unterhaltet euch beispielsweise in den Weihnachtsferien nochmal darüber. Gib ihm so lange Zeit seine Einstellung nochmal zu überdenken. Manchmal hilft etwas Abstand....

        • (3) 26.08.17 - 22:38
          TutnixzurSache

          Danke für deinen Rat. Ja, vielleicht versuche ich es von mir weg zu schieben und nehme in einiger Zeit einen neuen Anlauf... wenn man sowas wegschieben kann...

          ich finde es super, dass es bei euch eine einvernehmliche Lösung gab. Ich hoffe, das gibt es für uns auch!

      Hallo,

      also dann geh mit ihm den Kompomis ein, wenn es klappt klapp es und wenn nicht- dann ist es eben so. Schwnager werden ist ja nicht immer so einfach- somit sind die Cahncen gleich#schwitz oder auch nicht- du weist ja wenn es ernst wird#sex..
      Abere vielleicht läßt er die Natur entscheiden hat ANgst, er muß auf Komando kommen und wenn die Zeit stimmt. Hast du daran mal gedacht?
      Redet einfach bei nem netten Essen darüber. Viel Glück dabei.
      Übrigends wir haben es so gesehen, der Mensch hat 2 Arme, 2 Beine, 2 Augen, 2 Ohren die sich um 2 Kinder kümmern können- wenn Gott will.
      WIr sind nun Glüücklich mit unserem Kleeblatt#klee. Und wir haben sogar von jeder Sorte eins#verliebt.

      LG Nefer-tari

      • (5) 26.08.17 - 23:30

        Danke für deine Antwort. Allerdings hat es mit dem schwanger werden beim 1. mal sofort funktioniert, er geht mit Sicherheit davon aus, dass es auch beim nächsten mal gleich klappt...auf diesen Kompromiss wird er bestimmt nicht eingehen. Aber beim schönen Abendessen noch einmal reden werden wir mal versuchen.

        Ach, ich hoffe einfach dass die Zeit eine Lösung bringt. Er ist ein toller Papa und ich kann kaum verstehen, wie man ein solches Glück nicht noch einmal erleben wollen kann....

    Ich denke, es gibt sehr viele Argumente für mehr als 1 Kind und nur ganz wenige schwache Argumente für nur 1 Kind.

    Geld und ein geregeltes Leben würden mir dafür als Argument nicht reichen. Das zweite Kind kostet nicht so viel mehr als nur 1 Kind.

    Vielleicht ist dein Mann sich dessen nicht bewußt, was es für ein Kind bedeuten muss, ohne seinesgleichen in einer Welt von Erwachsenen leben zu müssen - abgesehen von Kita und Schule. Kein Geschwisterchen zu haben, seine Eltern und zu Hause nie teilen, nie zurückstecken zu müssen ....

    Du hast die besseren Argumente - lerne sie ruhig und sachlich vorzutragen.

    • (7) 27.08.17 - 11:07

      Wow, ja es muß schon ein hartes Los sein, als Einzelkind aufzuwachsen#augen.

      Sorry, aber deine Gedanken zum Thema Einzelkind sind doch einfach nur lächerlich und an den Haaren herbeigezogen. Das sind keine Argumente für ein zweites Kind, das ist eine völlig überdramatisierte Auflistung, die nichts mit einer vernünftigen Argumentation zu tun hat.

      Und natürlich ist es auch ein finanzielle Frage, ich habe keine Ahnung wie du darauf kommst, das ein weiteres Kind kaum ins Geld fällt. Jeder der 1+1 zusammenzählen kann, der kommt da auf ein ganz anderes Ergebnis.

      Was du Argumentation nennst, grenzt für mich schon emotionale Erpressung (Einzelkinder sind ja solch arme Hascherl) und ein wenig Realitätsverlust...zumindest, was die Finanzen angeht.

      Ich hab zwar drei Kinder, weil wir Eltern das so wollten, aber das seh ich komplett anders. Ich wäre auch ohne Schwester glücklich gewesen. Und meine Kinder mögen sich zwar, aber mein Großer war fast sieben Jahre Einzelkind und hat nichts vermisst.
      Also, ich finde Geld und ein geregeltes Leben durchaus gewichtige Argumente.

Hallo,

ich stehe auf dem Standpunkt, dass jeder Mensch für sich entscheiden darf, wie viele Kinder er möchte. Demnach hat keiner von euch "mehr Recht" oder "bessere Argumente".

Wenn du mehr Kinder willst als er, dann kannst du diese bekommen. Nur eben nicht mit ihm, wenn er bei seiner Meinung bleibt. Du musst dann für dich entscheiden: ein Kind mit diesem Mann oder Neustart in einer anderen Beziehung und weitere Kinder.

Auch wenn die sachlichen Argumente ein weiteres Kind "zulassen", hilft das nichts, wenn er auf der Gefühlsebene mit dem Thema durch ist.

Man sollte dann meiner Meinung nach das Thema mit sich selbst klären und sein Glücklichsein nicht vom Partner einfordern, der ja dann seinerseits seine Bedürfnisse ignorieren müsste.

LG

  • Meine Meinung dazu ist: wenn man bei jedem größeren Problem, das in einer Ehe auftaucht, gleich die Beziehung beendet, dann ist man früher oder später finanziell pleite und außerdem hat man mit 65 sicher schon 10-15 mal den Partner gewechselt und ist dann längst beziehungsunfähig geworden. Der Mensch ist nun mal nicht dazu geschaffen, beliebig oft seinen Lebenspartner (Ehepartner) zu wechseln.

    Aber anscheinend gibt es hier im Forum die Einstellung, beende die Beziehung, laß dich scheiden, wenn ihr euch in einer wichtigen Sache nicht einig werdet.

    • Darum geht es doch gar nicht?!

      Nein heißt nein. Wenn er nicht möchte, bleibt es bei einem Kind. Wenn sie mehr Kinder möchte, muss sie die Konsequenzen ziehen und ihr Glück woanders suchen.

      Unter der Voraussetzung, dass er seine Haltung nicht ändert, muss sie sich entscheiden: diese Ehe mit einem Kind oder Neuanfang.

      Ich wüsste, wie ich mich entscheide. Und nein, ich würde nicht neu anfangen.

      LG

(12) 27.08.17 - 11:15

Sehr treffend formuliert.

Nur die Ruhe, euer Kind ist dich erst 3 Jahre alt!
Bei uns war es teilweise ähnlich, wie bei euch...

Anfangs wollten wir beide theoretisch 2 oder mehr Kinder mit geringem Abstand. Als unsere Große dann da war, war es wunderbar, aber es stellte sich halt auch raus, dass ich nicht gerade heiß auf eine neue Schwangerschaft war.

Auf die Fragen, wann den ein Geschwisterchen geplant sei,war meine Antwort oft: "Eins ab 3 würde ich direkt nehmen!" oder auch "Wenn jemand sonst schwanger für mich sein könnte, dann sofort!"

So gingen die Jahre ins Land und alles war so schön perfekt und eingespielt. Mein Mann hatte dann auch immer die finanzielle Seite als Gegenargument und überhaupt "...es ist doch gerade alles so toll!"
Er wollte dann kein Kind mehr und ich war ja eh nicht soooooo wild auf's Schwanger sein. Aber die Gedanken, was mache ich, wenn er dabei bleibt, die hatte ich öfter mal.

Irgendwann - und damit hätte ich bei meinem Sicherheitsfanatiker von Mann nie gerechnet - wendete sich das Blatt aber langsam.

Plötzlich war ich diejenigen, die all die rationalen Gründe dagegen aufzählte (Finanzen usw) und er die emotionalen dafür.

Tja, und weil ich mir einerseits zwar keine neue Schwangerschaft/Geburt/KS vorstellen konnte, aber eben auch nicht, dass unsere Große WIRKLICH alleine bleiben würde, haben wir uns dann auf wir-lassen-die-Verhütung-weg-und-schauen-was-passiert geeinigt.

Da gab es von meiner Seite aus dann ein paar "Och nööö, heute nicht" um meinen Eisprung rum und 4x erleichtertes Aufatmen, beim negativen Test, aber eben auch irgendwann das eine Mal, wo alles klar war. :'-)
Da war mein Mann dann der, der erstmal "Scheiße!" gemeint hat. :-D

Lange Rede, kurzer Sinn: Versuch dich zu entspannen, was das Thema angeht. Bleibt im Gespräch, aber ruhig und ihne Vorwürfe und vielleicht wendet sich das Blatt ja noch...

Sollte dein Mann aber vehement darauf bestehen bleiben, keine Kinder mehr zu wollen und lässt sich in den nächsten 1...2 Jahren auch nicht mal zu: "Och, wäre ja schon schööön" hinreißen, dann musst du ggf eben deine Konsequenzen ziehen.

Aber in den ersten 3 Jahren, waren wir definitiv "bedient". Ab dem Kiga wurden wir da laaaaangsam offener für. Vielleicht ist es bei deinem Mann ja ähnlich?

Viele Grüße und alles Gute!

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