Midlief-Crisis?

    • (1) 28.08.17 - 09:45
      Blmsd

      Hallo
      Ich habe ein gewaltiges Problem mit meinem Mann(43). Egal was ich mache, er rebelliert und macht genau das Gegenteil. Er trinkt grad extrem viel und wenn ich was sage, dann gönne ich ihn den Spass nicht.

      Beispiel gestern, hier im Dorf war ein kleines Fest von der Kirche, er hat beim Zapfen geholfen (11-14 Uhr) er wollte danach noch was essen und dann nach Hause kommen, damit wir später zusammen hin können, unsere Kinder hatten da einen Auftritt.

      Selbstverständlich ist er nicht, wie vereinbart, nach Hause gekommen. Er war erst um 22.30 Uhr zu Hause, rotze voll.

      Wir haben uns gestritten, er sieht es einfach nicht ein. Meint ich will ihn alles verbieten, das ist aber nicht so.

      Ich bin nur der Meinung, das man es nicht immer übertreiben muss, er kann nicht 2 bis 3 Bier trinken und dann aufhören.

      Freitag kam er hier mit einem Leihwagen an, Sportwagen, 2 Sitzer. Der sollte es jetzt sein, ich hab gedacht ich dreh durch, schließlich haben wir 2 Kinder,die er auch mal fahren muss.Als ich ihm sagte das ich nicht mit dem fahre, damit er mein Auto kriegt, konnte ich mir wieder was anhören. Ich habe mir den Mund fusselig geredet, irgendwann hat er es eingesehen.

      Bei allem anderen kommt er mir vor, wie ich damals mit 15. Ich weiss nicht was ich noch machen soll, die Stimmung ist hier ziemlich mies da wir uns beide nicht verstanden fühlen. Zu jeglichen Kompromissen bzgl. des trinkens ist er nicht bereit.

      Im Streit sagte er dann gestern das ich mir dann halt einen anderen Mann suchen muss, ich könnte ja schon zum Anwalt gehen, damit wir hier alles auseinader kriegen.Ich sehe unsere Ehe grad den Bach runter gehen :-(

      Keine Ahnung was ich von euch hören möchte, wahrscheinlich das es bald besser wird.

      Genervte und traurige Grüße

      Hi Blmsd,

      ganz blöde Situation.

      Kann glücklicherweise nicht aus direkter Betroffenheit berichten, aber hatten schon einen ähnlichen Fall in der entfernten Familie.

      Da kannte der Mann seine alkoholischen Grenzen auch nicht und es gab jedes mal Ärger zwischen seiner Frau und ihm.

      Gründe können sehr unterschiedlich sein.
      Ist er vielleicht wirklich in einer Krise und möchte die Gedanken mit dem Alkohol verdrängen?

      Bei dem Familienmitglied hat nur eine Therapie und ganz vuel Selbstdisziplin geholfen. Unterstützend hat er sich auch neue Aufgaben am Haus und ein Hobby gesucht.

      Leider steht Vor allem die Selbsterkenntnis und wie man die erlangt weiß ich leider auch nicht.

      Trotzdem alles Gute.

      LG

      (6) 28.08.17 - 14:46

      "Zu jeglichen Kompromissen bzgl. des trinkens ist er nicht bereit."

      Weil er dann ganz aufhören müsste. Er ist Alkoholiker und insgeheim ist ihm das klar. Er kann nicht nach 2-3 Bier aufhören. Und das wäre ja noch "Spass", aber die Frau und die Kinder sitzen lassen um sich randvoll laufen zu lassen ist kein Spass mehr.

      "Keine Ahnung was ich von euch hören möchte, wahrscheinlich das es bald besser wird."

      Von was genau soll es denn besser werden? Er trennt sich ja lieber von Dir, statt an seinem Verhalten zu arbeiten. Und das wäre wohl auch das Beste für Dich.
      Sein Verhalten hat keinerlei Konsequenzen, ausser eine meckernde Ehefrau, die er dann als Vorwand nehmen kann, um frustriert noch mehr zu trinken.

      Überleg Dir mal, wo Du ihn richtig treffen kannst, dass er vielleicht doch noch aufwacht.

    • (7) 28.08.17 - 17:09

      Was heißt denn "er trinke gerade viel"??? Trinkt er täglich, auch unter der Woche oder nur auf Feiern und Festen?

      Wie kommt er denn aus dem Bett, wenn er gestern Abend um halb 11 noch volltrunken war? Muss er morgens nicht arbeiten?
      Ich würde mir eher Sorgen machen, dass er mit Restalkohol morgens Auto fährt. Um 1 Promille abzubauen, braucht es ca. 10 Std. Vermutlich hat er heute Morgen noch mehr als die 0,5 Promille intus gehabt.

      Vielleicht versuchst du es mal auf der Schiene, mit ihm zu kommunizieren.

      Den Sportwagen sehe ich gelassener. Warum darf er sich kein Spaßauto kaufen? Ihr habt doch einen Wagen, in den alle rein passen und im Notfall tauscht man wirklich mal.
      Was machen denn Familien, die nur EIN Fahrzeug haben und nicht JEDER eine Familienkutsche? Da fährt der Mann mit ÖNV zur Arbeit und Mutti hat das Familienauto. Du bist anscheinend etwas verwöhnt in der Hinsicht.

      An deiner Stelle hätte ich das nicht gleich abgeschmettert sondern zugesehen, wie es funktionieren könnte mit allem Für und Wider.

      (8) 28.08.17 - 18:27

      Meiner Meinung nach behandelst du ihn wie einen 15-jährigen. Warum muss er erst nach Hause kommen damit ihr dann doch alle zusammen wieder zu der Veranstaltung geht? Hätte man auch anders lösen können. Er bleibt dort und nach dem Auftritt der Kinder geht ihr gemeinsam heim oder so.

      Wenn er es so sieht das du ihm alles verbietest, wird was dran sein.

      Er übertreibt also immer. Wie häufig ist dieses "immer"? Nach deinem Ausganstext trinkt er gerade erst so viel.

      Warum darf er seinen Traum von einem Sportwagen nicht verwirklichen (sofern man sich das leiten kann)? Freunde haben seit Jahren einen Porsche 911, den der Vater hauptsächlich fährt (und die Kinder fahren mit Begeisterung mit, wenn sich Gelegenheiten bieten). Die Mutter fährt seit Jahren einen Familienvan. Klappt ganz ausgezeichnet.

      Wann darf er deiner Meinung nach seinen Traum leben? Wenn die Kinder aus dem Haus sind, kurz vor der Rente?

      Wenn du mit ihm so redest, wie du hier erscheinst, dann wundert mich nichts. Du drehst durch, als er mit dem Auto ankam und stellst dich kindisch und bockig an und weigerst dich, im Notfall zu tauschen. An seiner Stelle würde ich dich ebenfalls zum Anwalt schicken.

      Jetzt hoffst du auf Besserung als habe dein Mann irgend eine Krankheit, die sich hoffentlich bald verwächst und alles wieder nach deiner Facon läuft.

      "alternativ" hat vermutlich recht. Ihr habt zwei Rollen gefunden, die nicht zu einem Ehepaar passen. Er ist der rebellische pubertierende Junge von 15 jahren und du bist die "Mama", die weiß was richtig ist und du behandelst ihn wie einen Jungen.

      Je mehr du ihm Vorschriften machst, kritisierst, einengst, desto trotziger reagiert er. Und je trotziger er reagiert, desto genervter bist du und desto mehr stutzt du ihn zurecht usw.

      Das ist ganz schön mies für beide, und ihr findet auf dieser Basis nicht als Ehepaar zusammen.

      Es ist schwer daraus auszusteigen. Ich denke ihr solltet euch Hilfe holen, bevor ihr euch noch trennt. Du wirst dir beim nächsten mal wieder so einen Mann holen.

      (10) 28.08.17 - 22:43
      Was du liebst...

      Hach du Arme!

      Ich weiß wie scheiße sich das anfühlt. Wie machtlos man sich fühlt.

      Kommt mir ein bisschen bekannt vor deine Situation. Mein Mann ist ein paar Jahre älter und steckt da wohl auch grade drin.

      Er hat sich von heute auf morgen von mir getrennt und ist in eine kleine Wohnung gezogen. Wir waren bei der eheberatung, bis wir gemerkt haben, dass wir damit total gegen die Wand fahren.

      Irgendwann hab ich zu ihm gesagt, solange du nicht weißt was du wirklich willst, sollten wir uns vielleicht nicht mehr treffen. Als Paar. Eltern waren wir natütlich immer.

      Tja, es hat nicht sehr lange gedauert, da hat er wohl einen Sinneswandel durchlebt und ist seit dem sehr bemüht. Er ist auch wieder eingezogen. Er sagte, er war ein Arsch und es täte ihm unendlich leid und wenn ich ihm noch eine Chance gebe, dann will er usnre Ehe nicht wegwerfen. Wir wären ihm alle viel zu wichtig.
      Das zeigt er mit seit dem auch jeden Tag mit seinem Verhalten und seiner Art.

      Es gehören immer zwei dazu und Kinder sind nunmal anstrengend und belastend. Aber wenn nur einer sich Mühe gibt, kommt man nicht weiter. Da muss es erst mal klick machen", damit man sich wieder annähern kann. Und dann muss man Prioritäten setzen und auch mal PAAR sein.

      Was bei euch der Sportwagen ist, ist bei uns allerdings das Motorrad! #augen
      Kein Problem - wenn man es sich leisten kann. Können wir nur leider eigentlich nicht. Sah mein man leider anders (bankkredit sollts möglich machen) und als er mir kurz nach seinem Wiedereinzug eröffnete, er möchte wieder ein Motorrad -genauer gesagt, sprang er abends nach einer Whats ap plötzlich auf und sagte, er schaut sich kurz ein Motorrad bei einem Bekannten an (ja klar, Schuhe guck ich mir auch nur an! #augen#klatsch )- kam es zum Streitgespräch.

      Bisher waren wir eben BEIDE der Meinung, das man sich leisten kann, was man sich eben leisten kann und auf Träume und Ziele hinarbeitet und hinspart. Und plötzlich sollte es ein Bankkredit (war mit der Bank schon besprochen, ohne dass ich was davon wusste) ermöglichen. -Nur ist das eben kein Paar Schuhe für 20€, sondern ein Motorrad für 5000€!! Und solche Anschaffungen sollten gemeinsam besprochen werden! (Abgesehen davon, dass er keine Lebensversicherung hat oder ich und die Kinder sonst irgendwie abgesichert sind, falls ihm was passiert. Aber es kamen IMMER Gegenargumente von ihm. Z.B hätte ich ja dann den ganzen Sommer immer unser Auto, weil er mit dem Motorrad zur Arbeit fahren kann und es wäre sein Traum und ich müsste das verstehen...)

      Ich hab das Thema die letzen Wochen nicht merh angesprochen und gestern meinte er, das ist erst mal auf Eis gelegt. Es gibt zu viel anderes, das wichtig ist und bezahlt werden muss. (und Erspranisse haben wir keine, da es finanziell schwierig war die letzen zehn Jahre und am Monatsende niei was übrig blieb).
      Er möchte nach wie vor ein Motorad, nur nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Für unsren alten Traktor läuft auch noch ein Kredit und zum Teil brauchen wir die nächsten Jahre dringend neue Möbel (z.B fällt die alte Eckbank nach jahrzehntelanger Dauernutzung langsam auseinander und wie das mit einem alten Haus so ist... es gibt immer was zu tun und Dinge, die bezahlt werden wollen!)

      Das Thema Alkohol... tja, da scheiden sich die Geister und hier fliegen öfter mal die Steine deswegen! ;-)
      Ich glaube, mein GöGa hat mittlerweile kapiert, dass ich ihm nix verbieten will und ihm seinen Spaß gönne (genauso wie er mir), aber das eben alles seine Grenzen hat.

      Alkohol war schon oft ein Thema bei uns. Ich trinke auch abends meinen Wein und gehe gern mal weg und trinke ein bisschen mehr. Aber eben nicht jede Woche und schon gar nicht so viel, dass ich nicht mehr allein nach Hause komme oder es so wieder raus kommt, wies rein gekommen ist! DAS muss wirklich nicht sein! Ich kann natürlich auch mal ohne ALkohol auskommen, will ich aber meistens nicht. (Außer, wenn ich Erkältet bin. Dann mag ich nur Tee). Für viele hier bin ich damit wohl Alkoholikerin. Mein Mann erst recht.

      Natürlich muss dir dein Mann keine rechenschaft ablegen (das erwartest du ja auch nicht, so wie ich das raus lese).

      Aber die Gesamtsituation ist einfach aus den Fugen geraten bei euch. Ich fürchte mit reden und noch merh reden, wirst du übrhaupt nichts erreichen.

      "Was du liebst, dass lass frei. Kommt es zu dir zurück, gehört es dir für immer. Wenn nicht, hat es dir nie gehört."
      Danach lebe ich.

      Ich wünsche euch alles Gute und bleib stark! #liebdrueck

Top Diskussionen anzeigen