Emotional oder rational entscheiden

    • (1) 29.08.17 - 23:59

      Hallo,
      Ich bin ein Mensch der wichtige Entscheidungen gerne rational fällt, auch Dinge die die emotionale Seite in mir mit betreffen.
      Mein Mann und ich geraten da immer mal wieder aneinander, das war schon so als wir geheiratet haben.
      Mir war der " Schein" vom Standesamt wichtig , um gesellschaftliche, steuerliche und finanzielle Vorteile zu haben, er hat das eher etwas romantischer gesehen und hätte auch gern kirchlich geheiratet, etwas was ich mir nie hätte vorstellen können. Ich bin weder gläubig, nicht mal getauft, daher hab ich da keinen Bezug zu.
      Auch die Frage der FamilienPlanung bin ich strukturiert angegangen, zwei Kinder sind genug, finanziell kein Problem, wir fühlen uns beide nicht überlastet und es läuft rund.
      Mein Mann hatte immer den Wunsch nach einem weiteren Kind, da rational alles dagegen sprach , habe ich much da nicht überreden lassen.
      Zwei zu haben ist" vernünftig " wir haben Mädchen und Junge, beide gesund, warum noch eins bekommen und ein gut eingespieltes Familiengefüge durcheinander bringen ohne Garantie, dass es wieder so gut wird wie es war .
      Ich habe dann das Thema Sterilisation aufgebracht, er wollte nicht, das hab ich auch akzeptiert.
      Dann hab ich ihm vorgeschlagen, es bei mir machen zu lassen, nach jahrelanger Diskussion hat er zugestimmt, aber ich hab auch ziemlich Druck gemacht.
      Er sagt jetzt, dass er damit ein Problem hat, dass ich keine Kinder mehr bekommen kann.
      Ich verstehe das nicht, auch ohne Sterilisation hätte ich auf keinen Fall noch ein Kind bekommen, daher finde ich es nur konsequent , dass ich dafür sorge, dass keins mehr kommt.
      Kennt jemand diese Unterschiede bezüglich der Entscheidungsfindung wichtiger Themen innerhalb der Partnerschaft?

    Unterschiedliche Einstellungen und Entscheidungen kenne ich, jedoch sollten die Dinge in der Partnerschaft besprochen werden. Es liest sich für mich so, dass du diejenige bist, die die Ansagen macht. So hat es zu laufen und nicht anders.

    (9) 30.08.17 - 07:31

    Und warum um alles in der Welt musste es unbedingt eine Sterilisation sein, die du mit viel Druck durchsetzt?

    Ich verstehe, dass man keinen Bock auf Hormone mehr hat und generell bin ich auch der Meinung, dass ich mit meinem Körper prinzipiell machen kann, was ich will. Aber ich würde dennoch nicht mit aller Macht gegen den Willen meines Partners agieren und auch wenn er schlussendlich zugestimmt hat, war das ja keine Zustimmung aus vollem Herzen.

    Womit dein Partner nicht klarkommt, wird sein, dass du dich ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt hast. Schon wieder. Und das bei einer Entscheidung, die noch viel endgültiger ist, als die Form der Hochzeit.

    Fänd ich auch maximal asozial und gänzlich unpartnerschaflich. Mit “Friss Vogel oder stirb“ würde ich auch nicht klarkommen.

    #winke Die Alltagsprinzessin

    Mal wieder ein Frischling....

    Schade um neuangemeldete Member die tatsächlich Rat suchen.

"Kennt jemand diese Unterschiede bezüglich der Entscheidungsfindung wichtiger Themen innerhalb der Partnerschaft?"

Genau dann, wenn solche Themen stur durchgesetzt und nicht kompromissbereit besprochen und erst nach einer Einigung angegangen werden ist es gar keine PARTNERschaft.

Aber das Thema hatten wir in der Form schon einmal und damals war es tatsächlich ein Fake und wurde gelöscht.

Er sagt jetzt, dass er damit ein Problem hat, dass ich keine Kinder mehr bekommen kann.
Ich verstehe das nicht, auch ohne Sterilisation hätte ich auf keinen Fall noch ein Kind bekommen, daher finde ich es nur konsequent , dass ich dafür sorge, dass keins mehr kommt.

Hier hast du einen Denkfehler. Auch ohne Sterilisation hättest du - so wie die Dinge jetzt liegen - kein Kind mehr bekommen. Aber du weißt nicht was die Zukunft bringt. Das Leben bringt manche Überraschung. Einstellungen können sich ändern. Unfälle können passieren. Was man niemandem wünscht. Nachbarn von uns haben ihre beiden Kinder durch Unfälle verloren. Dann will man vielleicht doch noch ein Kind. Ich verstehe deinen Mann. Er wollte sich einfach so endgültig nicht festlegen und die Möglichkeit nicht gänzlich verschenken. Hätte ich auch nicht gewollt.

Ich hoffe sehr für Euch, daß die Entscheidung Deinen Mann überhaupft zu heiraten wenigstens ein paar klitzekleine emotionale Gründe hatte.

Die Entscheidung zur Sterilisation kann ich nachvollziehen. Es ist Dein Körper, Du willst keine Kinder mehr - aus. Da benötigt man im Grunde auch keine Erlaubnis vom Partner.

Alles andere ist mir zu autoritär. Dein Mann möchte gerne etwas Romantik und Du bügelst ihn mit Vernunftsgründen ab. Unschön

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