Trennen oder nicht?

    • (1) 31.08.17 - 13:27
      -xxxxx-

      Hallo zusammen,

      ich weiß momentan einfach nicht weiter...

      Ich bin jetzt 27 Jahre alt. Mein Partner auch. Wir sind seit 11 Jahren zusammen. Leider haben wir immer wieder die gleichen Probleme.

      Er ist Fußballer und ist schon mal 2x die Woche auf Training und sonntags Spiel. Dann ist ab und an auch noch Stammtisch. Für sein Hobby hab ich natürlich Verständnis, aber oft ist es eben so, dass er sagt er kommt nach dem Spiel heim und dann kommt aber kurzfristig eine Nachricht er will doch noch was trinken. Ich komme mir dabei immer echt verarscht vor. Wie der Depp der daheim wartet, was der Herr entscheidet. Außerdem ist er 0 kompromissbereit bzw. kann man auch gar nicht mit ihm reden. Wenn ich solche Themen anspreche, dann ist er gleich genervt und sagt nicht viel dazu.

      Einerseits glaube ich, dass ich mich auch etwas ändern muss. Ich habe nicht wirklich Hobbies und bin viel daheim. D.h. einmal Sport und ab und an mal etwas mit Freunden. Allerdings wird das auch immer weniger, da diese mittlerweile Familien haben oder einfach auch andere Termine. Daher will ich vielleicht auch dass er viel daheim ist. Allerdings ist er ja wie gesagt sowieso meistens nur 1-2 Tage unter der Woche abends daheim. Ansonsten kommt er erst um 22 Uhr.

      Ich will mir jetzt auch irgendwas suchen. Entweder noch mehr Sport oder eine neue Sprache lernen etc. Allerdings will ich auch nicht der Depp in der Beziehung sein, der sich ändert und vom Partner kommt nichts. Das Gefühl habe ich momentan.

      Er möchte auch mal in den Ort bauen, wo er her kommt. Leider besteht hier aber sein Freundeskreis nur aus Fußballern, die gerne trinken und die meisten keine Freundin haben. Ich kann mir schon bildlich vorstellen wie das wird, wenn wir wirklich mal da hin ziehen sollten.

      Andererseits kann es mit ihm alleine auch so schön sein. Weshalb ich einfach hin und her gerissen bin. Wir waren kürzlich im Urlaub. Alles war wunderschön, kein Streit. Und wir kommen zurück und das Drama fängt wieder an.

      Die Frage, die sich mir stellt ist, ob sich das im Laufe der Zeit ändert oder nicht. Er hat gerade erst fertig studiert und sucht momentan einen Job. D.h. ein richtig geregeltes Leben hatte er noch nicht. Ich habe immer die Hoffnung, dass er sich ändert, wenn er erst mal arbeitet. Andererseits habe ich auch Angst, dass wir jetzt noch ein paar Jahre so weiter machen und dann trennen wir uns und dann bin ich über 30 und steh ohne Partner oder Familie da. Ich weiß einfach nicht was richtig ist.

      Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Denkanstöße geben. Und sorry für den langen Text ;)

      Liebe Grüße

      • Hallo! #winke

        Hm, schwierig. Also du bist eher die Couchkartoffel, er aber nicht. Das wird so wohl nicht zusammengehen. Wenn ich das so zusammenrechne, sind das also drei regelmäßige Termine in der Woche plus ab und an Stammtische. Könnt ihr euch denn nicht so einigen, dass er nicht an beiden Terminen noch zum Trinken bleibt?

        Prinzipiell finde ich die Idee, dass du dir ein Hobby suchst, sehr, sehr gut! Ich denke mal, dann bist du auch ausgeglichener sein wirst und es dir nicht mehr so viel ausmacht, wenn er mal nicht da ist. Ich würde dir raten, deinen Fokus zu ändern. Du suchst dir ja schließlich nicht nur ein Hobby, weil du die Zeit ohne ihn irgendwie rumbringen musst, oder? Such dir doch was, das DIR wirklich gut tut, dir Spaß machst, wo du dich selbst ein bisschen verwirklichen kannst. Das hat ja nichts damit zu tun, dass du dich für ihn verbiegst.

        Zu der Haus-Thematik würde ich jetzt erst mal noch gar nicht groß vorstoßen, regelt erst mal das Aktuelle. Wenn dir dabei nicht wohl ist, dort zu bauen, dann stell das zu gegebener Zeit klipp und klar. Ich würde mir niemals ein Zuhause aufbauen, wenn es mir da nicht gefällt. Ein Haus verpflanzt man ja auch nicht einfach so. ;-) Allerdings könnte es ja auch sein, dass seine Fußball-Spezis auch mal in Beziehungen sind, dann könntest du darüber vielleicht gleich neue Freundinnen finden. Das wäre ja auch eine Chance. Aber wie gesagt: Erst mal das Aktuelle klären und nicht schon in der Zukunft Probleme suchen. :-)

        • (3) 31.08.17 - 13:55

          Hi schelli91,

          danke für deine Antwort :-)

          Naja ganz so ist es nicht. Ich würde gerne mehr unternehmen, allerdings ist es schwierig, wenn keiner Zeit hat. Bzw. würde ich auch gerne mehr mit meinem Freund unternehmen, anstatt nur TV oder so.

          Problem ist eben, dass er definitiv da hin bauen möchte. Ohne wenn und aber. Was habe ich davon wenn das eine Problem jetzt geklärt ist, aber ein weiteres Riesenproblem (Haus) auf jeden Fall wieder kommt?!#schmoll

          LG

      (4) 31.08.17 - 13:54

      Hallo,

      ich sehe bei euch ein Problem mit der Passung, was unterschiedliche Bedürfnisse von Nähe und Distanz angehen. Ebenso wenig, wie du ihn in seinem Freiraum beschneiden solltest, sollte er dich in deinem Bedürfnis nach Nähe beschneiden. Vielleicht bringt ihr das Thema "unterschiedliche Bedürfnisse" mal an einen Tisch und diskutiert das wertfrei aus. Sowas ist oft innerlich, charakterlich und persönlichkeitsbedingt tief verankert und jede Art der Nähe/Distanzregulation (sofern sie nicht völlig gestört ist, es um Verpflichtungen geht...) hat auch ihre Daseinsberechtigung. Dies zu erkennen und sich darüber auszutauschen könnte vielleicht zunächst einmal beim Verstehen des anderen helfen und eine Basis für eine gemeinsame Annäherung schaffen.

      Nebenbei: Wieso auf Krampf Hobbys suchen, auf die man eigentlich keinen Bock hat?

      LG

      • (5) 31.08.17 - 13:59

        Hey..

        da könntest du wirklich Recht haben. Allerdings ist das Problem auch, dass er nicht wirklich über so etwas reden kann. Er ist gleich genervt und sagt nicht wirklich viel dazu. Da könnte ich auch mit einer Wand reden #klatsch

        Was heißt auf Krampf Hobbys suchen.. ist ja nicht so, dass Sport oder eine neue Sprache lernen etwas ist wo ich so gar keine Lust drauf habe ;) ich würde es nur nicht machen, wäre ich unter der Woche gut beschäftigt :)

        LG

    Hi du! Also ob ich mich gleich trennen würde, wohl eher nicht. Aber ich denke hier wird es noch Gesprächbedarf geben wie ihr euch beide eure Zukunft vorstellt. Ok du hast weniger Hobbys oder bist mehr fürs Daheim bleiben. Klar nicht jeder ist ne Rampensau. Und das er Fußball spielt wußtest du auch vorher. So gesehen kannst du ihm ja hier keinen Vorwurf machen. Dennoch versteh ich dich. Wenn ihr nur 1 bis 2 Abende die Woche zusammen habt weil er immer erst gegen 22 Uhr kommt wäre mir das ehrlich gesagt auch zu wenig!
    Da bin ich also auf deiner Seite. Nur wie was ändern? Er wird weiterhin Fußball spielen, somit die Frage ob du dich damit arangierern kannst. Wäre er auch bereit dir entgegen zu kommen?
    Du schreibst auch er hat gerade erst fertig studiert, war er dann nicht als Student auch tagsüber mehr zu Hause? Ich meine nicht jeder der Student ist, ist von früh bis spät aus dem Haus?
    Ganz ehrlich wenn du weißt das seine Fußballkumpanen sich gerne zulaufen lassen ( sorry ständig saufen dann ham se einen an der Klatsche) dann wäre mir auch nicht wohl dabei in diesen Ort zu ziehen. Nur wie weit seid ihr jetzt weg? Denn das würde sich, wenn ihr jetzt nicht zu weit davon weg seid, auch nicht verändern. Offenbar ist er jetzt schon viel mit den Herrschaften unterwegs und am trinken, oder sehe ich das falsch?
    Wenn du also nicht in den Ort ziehen willst/würdest was täte er dann? Hier solltet ihr vielleicht mal ein Gepräch führen wie ich schon schrieb, über eure Pläne und Ziele. Denn in einer Beziehung muss man natürlich auch abgeben können. Was täte er? Was tätest du?
    Gruß Ela

    • (7) 31.08.17 - 14:08

      Hallo Ela,

      ja da ist das Problem. Er ist nicht wirklich kompromissbereit. Ich muss es halt so akzeptieren.

      Klar wusste ich, dass er Fußball spielt, da hab ich auch nichts dagegen, allerdings muss es ja nicht sein, dass man danach ständig noch was trinken geht. #kratz

      Ja klar war er als Student und auch jetzt noch tagsüber zu Hause, aber es gibt ja auch Leute die arbeiten, wie mich ;D

      Wir sind jetzt ca. 20 km weg von dem Ort. D.h. man muss doch ein Stück fahren. Da ist es wohl einfacher, wenn man dann in dem Ort wohnt und noch schnell zu jemandem zum trinken geht :( ja genau er ist jetzt schon (für meinen Geschmack) zu viel mit den Trinkern unterwegs ;-)

      Für ihn steht fest, dass er da hin ziehen/bauen möchte. Beim reden mit ihm hapert es eben. Er ist genervt und sagt nicht viel dazu #augen

      LG

      Hi du! Also jetzt bin ich mal wieder dran ein paar Emails noch aufzuarbeiten die bisher liegen geblieben sind.
      Das er nicht kompromissbereit ist, ist echt traurig. Denn so kann doch eine Beziehung nicht funktionieren will ich behaupten. Das sollte ein Geben und Nehmen sein.
      Und OK er spielte schon immer Fußball aber ich denke trotzdem mit Familie muss man dem Ganzen auch ein wenig entgegen kommen oder ab und zu auch verzichten hinterher was trinken zu gehen. Das heißt ja nicht das ers grundsätzlich nicht mehr soll.
      Und wenn er weiterhin trotzdem eben in diesem Ort bauen will damit der Weg zu den Trinkern kürzer ist wäre ich auch dagegen. Nur wie wird es dann eben bei euch weitergehen. Würde er nicht so übertreiben; OK, könnte man wohl damit leben. Aber dir macht es deutliche Bauchschmerzen und das täte es mir ehrlich gesagt auch wenn es sich so zeigt wie bei ihm.
      Ob du dich trennen würdest? Denn die Frage ist eben was für Alternativen bleiben oder ob du dich dann weiterhin zurücknimmst aber eben unglücklich bist mit dieser Entscheidung.

      Ela

>>> 2x die Woche auf Training und sonntags Spiel<<<

3 feste Termine, bleiben also noch 4 Tage die Woche über

>>>meistens nur 1-2 Tage unter der Woche abends daheim<<<

Wo ist er den die anderen 2 - 3 Tage die Woche? Gelegentlich beim Stammtisch und sonst?

  • (12) 31.08.17 - 14:11

    Öfters mal feiern mit den Jungs am WE... und da es dabei dann meistens nur um trinken oder Fußball geht, hab ich dann oft keine Lust mitzugehen. Das gleiche an Geburtstagen von seinen Freunden. Man kann nur übers Trinken und Fußball reden. Total erwachsen.. #klatsch

Mein Denkanstoß: Alkoholismus.

Geht jedes Training, jedes Spiel und dieser "Stammtisch" immer mit Alkohol einher? Weiter unten schreibst du, es gäbe unter diesen "Fußballern" kein anderes Thema als Trinken und Fußball.

In meinen Augen ist das ein klassisches Trinker-Umfeld, wie es das leider in Deutschland tausendfach gibt.

Ich würde da nicht auf eine Besserung setzen und deshalb jetzt schon gehen.

(15) 31.08.17 - 14:31

Ich will dir gar nicht zu einer Trennung raten, aber das ist ein normales Schema, was sich abzeichnet.

Man kommt früh zusammen. Man ist jung und glücklich. Nach einigen Jahren entwickelt sich einer weiter, bzw. Beide entwickeln sich irgendwie weiter. Leider ändern sich Bedürfnisse, Wünsche und Ansichten die man mit 17/18 hat meist noch einmal drastisch.

Meine außenstehende objektive Meinung ist, dass du mit deinen Gedanken schon richtig liegst.

Du hast dich entwickelt und erwartest mittlerweile mehr vom Leben. Möchtest mehr Familienleben, ggf. Kinder, Zweisamkeit... Deinem Freund sind Fußball, Kumpels, Saufen und co sehr wichtig - du kannst nichts damit Anfangen. Später zieht er noch dort hin. Ich glaube eher nicht, dass er sich da noch groß Ändern wird. Fußballer sind und bleiben ein Leben lang so. Entweder man steht darauf oder nicht. Es würde euch euer Leben lang begleiten.

Du musst wissen wie sehr du ihn liebst. Du bist jung und kannst noch so viel erleben.

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