Probleme mit Inkontinenz

    • (1) 02.09.17 - 12:30
      Warum-ich...

      Hallo,

      es fällt mir nicht leicht darüber zu schreiben, aber ich bin total verzweifelt. Ich bin Mama mehrerer Kinder und habe bedingt durch Schwangerschaften und Geburten mit Inkontinenz zu tun. Ich war bei verschiedenen Ärzten und wurde bereits operiert. Trotzdem verliere ich Urin und leide unter häufigem Harndrang :-(. Verspüre ich erst einmal Harndrang dreht sich bei mir alles darum, diesen zu unterdrücken und bloß den Urin halten zu können. Ich kann nur mit Einlagen aus dem Haus gehen, um nicht mit nasser Hose da zu stehen. Ich fühle mich so unwohl und es belastet die ganze Familie.

      Sind hier vielleicht noch Frauen, denen es ähnlich geht? Wie geht ihr im Alltag damit um, damit es nicht nur zur Belastung wird sondern man auch mit Freude Ausflüge etc genießen kann?

      Viele Grüße

      • Es ist eine Krankheit wie jede andere und wenn der Urologe tatsächlich nichts mehr machen, dann geh in eine Fachklinik; ich glaube nicht, dass Du schon austherapiert bist. Bis dahin nutz die Möglichkeiten, die Dir ein Sanitätshaus aufzeigen kann. Kein Mensch muss mit nassen Hosen herumlaufen. LG Moni

        (3) 02.09.17 - 13:38

        Ja, mir geht es auch so. Allerdings kann ich gut damit leben....kann es ja eh nicht mehr ändern. Aber warum willst du unbedingt den Harndrang unterdrücken? Das klappt doch eh nicht wirklich und führt doch eigentlich nur zu einem höheren Verbrauch an Einlagen.
        Alle in meinem Umfeld kennen meinen Wettlauf zur Toilette und ein großer Teil weiß auch warum ich ständig da hin muß. Ja, das ist eigentlich der einzige Haken....Toiletten in der Nähe sind ein muß. Zumindest wenn ich unter Menschen bin, im Wald sieht das ja anders aus.
        Habe ich längere Fahrten vor mir, dann trinke ich halt nicht Unmengen vorher, sonst kommen wir ja nie an. Ich kenne meinen Körper gut und weiß was ich mir zutrauen kann und was ich lassen sollte.
        Problematisch sind bei mir die Nächte, ich lager Wasser ein, das will dann auch noch nachts raus. Also spätestens alle 2 Stunden muß ich pinkeln....nicht sehr erholsam die Nächte. Das belastet mich schon ein wenig, zumindest mehr als meinen Alltag.
        Sex mit voller Blase ist natürlich auch doof, naja wir nehmen auch das mit Humor.....der Lack ist halt ab. Oralsex will ich nicht mehr, da fühle ich mich wirklich nicht mehr wohl bei. Gibt ja genug andere schöne Sachen, die man machen kann.

        • (4) 02.09.17 - 14:42

          Den Harndrang unterdrücken war auf Situationen bezogen, wo es keine Toiletten gibt...

          Da ich schnell Kopfschmerzen bekomme muss ich auch regelmäßig ausreichend trinken. Zuhause verkriechen möchte ich mich trotzdem nicht.

          • (5) 02.09.17 - 15:02

            Wo es keine Toiletten gibt, da gibt es Gebüsche. Klar machen mich fremde Umgebungen nervös, trotzdem meide ich sie nicht.

            Zwischen ausreichend und übermäßig trinken ist aber ein gewaltiger Unterschied.

            Ich sage es jetzt einfach, wie ich es empfinde. Es ist für deine Familie eine Belastung, weil du es für eine empfindest. Ausreden, warum etwas nicht möglich sein könnte findet man doch immer. Laß dich doch von einem kleinen Makel nicht beherrschen, du solltest lernen dich mit diesem Makel zu arrangieren. Bevor ich irgendwo auf einen Trampolin rumhüpfe schaue ich auch erst in meine Tasche ob ich noch genug Ersatz dabei habe, könnte es knapp werden, dann wippe ich da halt nur drauf rum.

            Es gibt auch einfach keinen Grund sich zu Hause zu verkriechen, es gibt Einlagen in allen Varianten, für jeden Anlaß quasi.

      Hi du,

      ich kann verstehen, dass es für dich belastend ist, gerade wenn eine OP keine Besserung brachte (tut sie übrigens häufig nicht)

      Warst du schon Mal in einer Fachklinik? Oft gibt es noch andere Möglichkeiten. Machst du regelmäßig Beckenbodengymnastik? Also eigentlich am besten täglich?

      Wichtig ist, dass du erst Mal akzeptierst, dass du eben an dieser Krankheit leidest.
      Dann schau, dass du die beste Versorgung für dich findest.
      Bei dir klingt es nach Dranginkontinenz, also musst du plötzlich aufs Klo und wenn es nicht reicht, dann verlierst du Urin? Dann ist die Frage wie viel. Nur ein paar Tropfen oder kommt ein größerer Schwall?
      Bei nur ein paar Tropfen reichen dünne Inkontinenzeinlagen. Ist es mehr wären größere Einlagen oder Pants eine Möglichkeit. Die Pants haben den Vorteil, dass sie statt Unterwäsche getragen werden und nix verrutschen kann. Sind aber auch teurer.
      Frag mal bei deiner KK nach, ob sie evt. einen Versorger empfehlen bzw. bei wem du dein Rezept einreichen kannst, oft gibt es ja Pauschalverträge mit einem Versorger.
      Da bekommst du dann auch kostenlos Muster und kannst probieren.

      Wenn du für dich die richtige Versorgung hadt, dann musst du dir keine Sorgen mehr machen, falls es doch Mal daneben geht und es wird für dich auch entspannter.
      Aber das wichtigste ist tatsächlich die Krankheit zu akzeptieren und zu lernen damit zu leben. Das bedeutet aber nicht, dass du nicht weiter nach anderen Heilungsmöglichkeiten suchen kannst, sondern nur, dass du es eben aktuell nicht ändern kannst.

    • (7) 02.09.17 - 16:23

      Hallo!

      Ja, mir geht es bzw. ging es auch so. Es hat sich sehr gebessert seit ich bei einer Urologin in Behandlung bin.
      Ich habe dort über längere Zeit ein Gerät verschrieben bekommen, das mit Elektrostimulanz arbeitet und damit den Beckenboden kräftigt. Das gibt es zur äußeren oder zur inneren Anwendung.

      Ich drücke Dir die Daumen, dass Du einen guten Arzt findest, der Dir helfen kann.

      Liebe Grüße,
      funny

      Ich hatte das Problem mit dem ausgeleierten Beckenboden nach einigen Geburten auch, wenn auch längst nicht so schlimm wie bei dir. Trotzdem, es konnte öfters mal passieren, beim Sprinten oder Hüpfen oder auch mal beim Niesen, dass da was "daneben ging". Ich denke, viele mehrgebärende Frauen kennen das Problem ganz gut.

      Nach Jahren, in denen es nicht weiter beachtet hatte, hat es sich weder gebessert noch verschlechtert. Aber es war eben nie so gut wie früher mal bevor die Kinder kamen.

      Seit einigen Monaten nehme ich täglich Traubenkernextrakt (OPC) und öfters auch Vitamin C; beides zusammen soll Gefäße und Gewebe kräftigen und viele positive Wirkungen haben. Nun stell ich gerade fest, dass ich die Probleme mit Inkontinenz schon eine ganze Zeitlang nicht mehr habe. Ich kann rennen, gehen, niesen, hüpfen - da ist alles dicht. Ich trage auch keine Einlagen. Beckenbodengymnastik hab ich nicht gemacht.

      Außerdem ist meine Haut irgendwie frischer und jünger geworden.

      Ich kann das wirklich nur wärmstens weiter empfehlen!

      Ich finde es wirklich grossartig,wie viele offene und hilfreiche Antworten es hier gab!

      Grüß dich,

      Ich hatte nach der Geburt meines Kindes auch Probleme mit meiner Blase.
      Zwar nicht so, das ich merkbar vom Inhalt verlor, aber so, das ich mehrmals stündlich zur Toilette musste - oft auch nachts.

      Die Lösung meines Problems ergab sich ganz unerwartet, als ich Anfang des Jahres mein Leben rapide umkrempelt um mir einen "Traumkörper" zu verschaffen.
      Nach wenigen Monaten regelmäßigen Sport, ist der ständige Drang fast verschwunden. Verlieren zu ich rein gar nichts mehr.

      Wenn sich bei dir durch OP' s nichts geändert hat, weiß ich natürlich nicht ob Sport dann was hilft.
      Aber ich denke, einen Versuch ist es wert!
      Zumindest hättest du das Gefühl aktiv an einer Verbesserung mitwirken zu können.

      Alles Gute

      Hallo,

      Solange du einen Harndrang spürst, bist du nicht vollständig Inkontinent.
      Such einen anderen Urologen.

      Hallo


      Mir geht es wie dir.
      Nur das ich schon vor den Schwangerschaften inkontinent war. Jedoch nur beim niesen, husten, heben etc.
      In 16 tagen bekomme ich das 3. Und letzte kind.

      Die vertretungsärztin meinte ich würde zumindest dann wieder eine besserung spüren müssen. Also das ich nicht grundsätzlich tröpfel sonder wieder nur noch beim niesen und husten.

      Mein BB war vor den SS ok. Allerdings kam bei mir das problem zeitgleich mit meinem hormonproblem. Ich könnte zwar wieder die pille nehmen aber das ist es mir nicht wert.

      Ich trage durchgängig nachtbinden. Zur nacht pelzy einlagen. Allerdings trinke ich 4 std vor dem geplanten schlafen nichts mehr. Ich wache ständig auf um zur toilette zu gehen aber verliere trotz dem spürbaren drang immer wieder urin.

      Es nervt. Aber ich komm damit klar. Immerhin hab ich es 17 Jahre ohne Windeln/ Einlagen geschafft in meinem leben....


      Ausflüge mit Freunden genießen?
      Ich hab weder Freunde noch mach ich viele ausflüge. Und wenn nur in gegende wo ich ein zuverlässiges klo oder ein pinkelbusch kenne. Aber ausflüge sind auf familienausflüge reuziert.
      Genießen kann ich das drumherm nur schwer. Harndrang ist ein ständiger begleiter.


      Cranberry und kürbis sollen helfen.
      Ebenso viel trinken das der harn nicht si konzentriert ist und die blase unnötig reizt.
      Zudem soll es tampons gegens inkontinenz geben. Kann man sich wohl ärztlich verschreiben lassen. Die werden vaginal eingeführt und helfen so die harnröhre zuverlässiger zu schließen.
      Sonst kann man noch beckenbodentraining versuchen. Insbesondere auch radfahren soll helfen.


      Ich hab alles bis auf die tampon ausprobiert mir persönlich hat nicht geholfen.

      Ich werde nach der entbindung wieder mit dem epino versuchen die muskeln zu stärken. BB training muss man kontinuierlich weiter machen.

      Hol dir noch eine 2. Ärztliche meinung. Evtl hat ekn anderer arzt einen Tipp für dich.


      LG

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