Partner, Patchwork und viele Probleme ( Achtung lang!)

    • (1) 02.09.17 - 20:00

      Eigentlich bin ich eher jemand, der seine Probleme für sich behält und mit sich selber ausmacht. Nun bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich einfach nicht mehr kann und da ich niemanden aus meiner Familie ( Mutter, Schwester) mit meinen Sorgen und Problemen belasten möchte, schreibe ich mir hier einfach mal meine Gefühle von der Seele. Bestimmt werden manche schockiert sein, über das was ich hier schreiben werde, aber da muss ich nun durch, vielleicht hat der eine oder andere ja auch wirklich einen Tipp.

      Mein Partner und ich sind nun seit fast 5 Jahren zusammen und haben ein gemeinsames Kind ( 4 Jahre).
      Aus einer früheren Beziehung habe ich einen Sohn mitgebracht ( 15 Jahre). Als ich mit dem zweiten Kind schwanger geworden bin, waren wir eigentlich schon getrennt. Ich fand es nur wichtig, ihn darüber in Kenntnis zu setzten, das er Vater wird.
      Erwartet habe ich nichts, da er schon als ich ihn kennenlernte, eher ein Träumer war und in den Tag hineingelebt hat.
      Motivation holte er sich durch tägliches Kiffen ( Ironie!).
      Damals erklärte ich ihm, das ich das Kind behalten werde, da für mich eine Abtreibung nicht in Frage käme. Er sagte nicht viel, konnte das damals wohl nicht realisieren.

      Wir wohnten damals 110 km auseinander. Ich fuhr wieder zurück nach hause und es war erstmal sechs Wochen Funkstille. Irgendwann meldetet er sich dann und sagte er werde zu mir ziehen! Ich habe damals nicht viel dazu sagen können und wartete erstmal ab. Bei keiner Untersuchung war er dabei auch nicht bei der grossen in der 20. SSW.

      In der ganzen Schwangerschaft war ich alleine, denn er packte es durch seinen Lebenswandel nicht in die Pötte zu kommen. Selbst am Tag der Geburt war er nicht da. Hatte verschlafen und kam, da war ich schon auf dem Weg ins Krankenhaus mit heftigen Wehen. Mein grosser Sohn war für mich da ( ganz grosse Liebe).
      Er zog bei uns ein als ich noch im Krankenhaus lag. Ich kam nach 4 Tage KH mit dem Kleinen Schatz nach Hause ( der grosse war bei Oma) und er war eingezogen, ohne mich vorher zu fragen. Kisten stapelten sich bis unter die Decke und ich mit dem Säugling und den Nachwirkungen der Geburt. Es waren schlimme Tage, denn er war keine Hilfe, das Einzige was er tat, war kiffen und allen erzählen das er Papa geworden ist.
      Seit dem saugt er mich Stück für Stück aus und baut sein Ego immer mehr auf.
      Lebte einfach sein Studentenkifferleben bis heute. ( mit damals 35 Jahren). Er versprach mir am Tag der Geburt des Kleinen aufzuhören, bis heute praktiziert er es und das täglich mehrmals. Ich fühle mich jetzt nach fünf Jahren so leer und so alleine wie noch nie zuvor in meinem Leben. Im Grunde war ich vom Tag an als der Kleine kam alleine mit den Kindern. Er hat nie eine Beziehung zu meinem Grossen aufbauen wollen, weil er ihn immer als Bedrohung sieht. Es macht mich so unendlich traurig.

      Nun habe ich mich vor einigen Wochen von ihm getrennt und ihm gesagt, das er einen Entzug machen muss, weil er süchtig ist ( er findet es nicht!) Keine Einsicht!
      Ich kann nicht mehr. Mittlerweile weiss es jeder unserer Freunde und ich werde gefragt, wie ich das all die Jahre geschafft habe, er ist wie ein 3. Kind, der sich nicht an Abmachungen hält, dessen Verantwortungsbewusstsein eigentlich nur um sich selbst kreist. Der Grosse hat sich ganz abgewendet und auch der Kleine fragt manchmal warum Papa so komisch Abends ist.
      Die Trennung habe ich geschafft, aber nun will er nicht ausziehen und fordert, das ich mit den zwei Kindern gehe. Wir wohnen in einer Mietwohnung. Er rührt sich nicht und sitzt es aus. Das zermürbt mich sehr.
      Die fünf Jahre wo wir zusammen gelebt haben, wollte er immer wieder Geld von mir zurück. Er ist aber der Hauptverdiener gewesen und trotzdem wurde alles aufgerechnet. Selbst als ich vorschlug ein Gemeinschaftskonto zu eröffnen, damit es transparenter wird, hat er nicht eingezahlt und nur wieder gefordert. Durch seinen grossen Konsum ist er auch nicht wirklich richtig arbeitsfähig. Er ist lange wach und steht erst spät auf. Als Selbstständiger fatal. Alles zureden hat aber nichts gebracht im Gegenteil.

      Ich war bis Februar fest angestellt, der Vertrag lief aus und nun läuft auch das Arbeitslosengeld aus. Ich habe noch keine neue Arbeit gefunden und nun steht die Zahlung der Krankenkassenbeiträge an und er will es nicht bezahlen. Ich weiss garnicht was ich da immer antworten soll. Er wusste nicht mal das man sich freiwillig versichern muss.

      Ich glaube ich sollte hier zum Ende kommen, immerhin hab ich mir einiges mal von der Seele geschrieben. Hat gut getan. Danke schonmal :-)

      • Du hast doch Anspruch auf 1 Jahr alg 1, wenn du mindestens 1 Jahr gearbeitet hast. Von daher verstehe ich nicht, wieso dein alg 1 jetzt ausläuft. Was deinen komischen Partner betrifft, du kannst und solltest ihm einfach die gepackten Koffer vor die Tür stellen, Schlüssel abnehmen (dürfte ja nun nicht so schwer sein) und fertig. Wohin er geht ist ja nicht dein Problem. Zumal du ja sicher als einzige im Mietvertrag stehen wirst, da er weder gezahlt hat noch je den Mietvertrag mit unterschrieben hat. Du kannst dich an die Caritas, die Wohlfahrt und das Jugendamt wenden, auch ein Gespräch mit deinem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt wäre hilfreich. Hat er die Vaterschaft des gemeinsamen kindes anerkannt? Steht er in der Geburtsurkunde als Vater drin? Dann muss er unterhalten zahlen..Das kann man auch einklagen. Wenn er nicht fähig ist, wird vom Gehalt oder dem Geld, dass er durch Arbeitsamt bekommt ein Teil an dich als Unterhalt überwiesen. Auch der Vater von großen ist unterhaltspflichtig. Auch den Unterhalt kann man einklagen. Zudem steht dir für beide Kinder Kindergeld zu. Also Gelder bekommst du, du musst dich halt nur darum kümmern.

        Ui ui ui was für ein Kuddelmuddel...

        An deiner Stelle würde ich sofort einen Anwalt suchen und sofort zu einer Suchttherapie Stelle gehen, wo man als Angehöriger aufgeklärt wird, wie man sich am besten verhält.

        Die Krankenkassenbeiträge muss ja dann er bezahlen, wenn er selbstständig ist und nicht du. Auch musst du nicht seine Post beantworten. Ob er ausziehen muss oder nicht, da kann dir ein Anwalt am besten helfen.

        Wieso hast du keine Arbeit? Da würde ich mich auch schleunigst darum kümmern!

        Und dann musst du eben für dich Ordnung reinbringen, wie man sich gegenüber einem Suchtkranken verhält.

        Da muss Klarheit in dein Leben und Struktur und du musst lernen zu trennen zwischen den Dingen, die dich betreffen und denen, die ihn betreffen.

        Auf jeden Fall liegt da viel Arbeit vor dir, wenn du vorhast dein Leben zu verändern...

        Entschuldige bitte, aber das

        " Ich habe damals nicht viel dazu sagen können und wartete erstmal ab. "

        verstehe ich nicht. Warum hast Du nicht viel dazu sagen können? Das kann man so auffassen als hättest Du nichts dagegen gehabt.

        Er ist dann zu Dir in die Mietwohnung gezogen. Das bedeutet, Du kannst ihn wieder raus werfen. Gib ihm eine Frist und danach schmeißt Du ihn raus.

      • Krass, wie hast du das 5 Jahre ausgehalten? Egal. Trennung ist vollkommen richtig. Kopier dir vielleicht noch seine Steuerbescheide der letzte Jahre wegen Unterhaltszahlungen, setz ihm ein Ultimatum zum Auszug. Der Mietvertrag sollte doch auf dich laufen, oder? Er ist doch damals zu dir gezogen, wenn ich das richtig verstanden habe. Falls er sich nicht rührt, wechselst du das Schloss aus und rufst die Polizei. Die kannst du ja gern noch auf das ganze Canabis, das der Herr mit sich rumtragen dürfte, ansprechen. Das ist sowieso ein ganz gutes Druckmittel.
        Alles Gute,
        palo

        Ich würde das Schloss austauschen, sobald er mal weg ist.

        Dann sammeln Du und ein paar Freunde seinen Krempel zusammen und stellen diesen entweder vor die Tür oder bei einem Freund in die Garage.

        Es ist Dein Heim und das Deiner Kinder - Umzug fertig!

        Um den ganzen Rest kann und wird er sich dann selber kümmern.

        Alles Gute euch 3.

        LG

        • auf was wartest du noch , daß er sich endlich ändert ? das wird niee passieren , er hat es doch bequem bei dir .

          Wirf ihn endlich raus . Ultimatum 8 Tage , da du es ihm ja schon einmal gesetzt hast . Die Wohnung läuft auf deinem Namen , dann hole die Polizei , wenn er nicht auszieht .

          neue Schlüssel und laß dich nicht wieder einwickeln , der Mann nützt dich nur aus .
          Unterhalt fürs Kind notfalls mittels Anwalt oder Jugendamt .

          Du tust dir selbst nichts Gutes , wenn du an dem Mann festhälst .

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