Alternative zur Familie

    • (1) 05.09.17 - 22:15
      Linalool

      Habt Ihr jemals über Alternativen zum " Klassiker" Kinder bzw. Partnerschaft und Familie nachgedacht oder andere Lebensweisen ernsthaft in Erwägung gezogen?
      Also bei mir ist es so, dass ich mir durchaus auch ein Leben ohne Kinder und auch Partnerschaft vorstellen könnte.
      Ich hab sehr gerne auch im Ausland studiert und gearbeitet, habe gerne mit Kindern und Kranken gearbeitet, auch in der 3. Welt, das fand ich sehr erfüllend. Es ist mir schwer gefallen meine Freiheiten aufzugeben und sesshaft zu werden.
      Äußere Gegebenheiten bestimmen meinen Alltag seit ich Kinder habe. Ich habe ein ausgefülltes Leben geführt und mir hat es an nichts gefehlt, emotional ging es mir besser als heute.
      Manchmal denke ich dass ich früher glücklicher war, einfach mehr bei mir war und mein Leben selbst gestalten konnte.
      Jetzt wird es gestaltet durch den Alltag.
      Kennt ihr solche Gedanken?

      • (2) 05.09.17 - 22:42

        Klar denke ich manchmal, was gewesen wäre, wenn... Aber ich würde nichts rückgängig machen wollen. Ich habe mich bewusst für eine Ehe und für ein Kind entschieden, mir war absolut bewusst, dass ich dadurch Freiheit und Unabhängigkeit aufgebe. Aber ich wollte es. Und wenn ich länger darüber nachdenke, wäre ich allein zwar frei und unabhängig aber verdammt einsam. Mit Anfang 20 sah ich mich zwar in einer Partnerschaft, wenn ich an meine Zukunft dachte, aber Kinder konnte ich mir da noch gar nicht vorstellen. Mitte 20 lernte ich meinen Mann kennen und 2 Jahre später sehnte ich mich danach, mutter zu werden. Und jetzt, mit fast 34, kann ich mir gar nichts besseres vorstellen als Mutter zu sein und mein Kind beim aufwachsen zu begleiten, ihm Dinge beizubringen und es zu genießen, die Welt wieder durch die Augen eines Kindes zu sehen. Ich bereue nichts, mutter sein erfüllt mich. Zwar nicht als einziger Lebensinhalt aber doch soweit, dass ich mir ein Leben ohne mein Kind und meinen Mann gar nicht mehr vorstellen kann.

        (3) 06.09.17 - 07:44

        Nein. Wenn, dann überlege ich, wie ich die AKTUELLE Situation verbessern kann.
        Ich wollte keine Kinder bis Ende 20 und habe mein Leben genossen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich reif bin für Familie. Mir war aber bewusst, dass Kinder haben Konsequenzen hat.

        lg thyme

        (4) 06.09.17 - 07:45

        Dieses "regretting motherhood" kann ich durchaus nachvollziehen. Auch bin ich überhaupt keine typische Mutter, die in Haushalt, Kochen und Backen und Kindererziehung total aufgeht.

        Seltsam aber wahr, ich denke nur sehr selten darüber nach, wie mein Leben ohne Kinder verlaufen wäre. Und wenn doch mal, dann komme ich immer wieder an den Punkt, dass ich nicht tauschen möchte. Offenbar sind es doch gerade meine Kinder, die meinem Leben mehr Inhalt geben.

        An Deiner Stelle würde ich mir aber einmal im Jahr eine Auszeit im Ausland nehmen und den Alltag ausblenden. Oder Du gehst in Deinem Umfeld einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Mutter sein heisst nicht alles Andere hinwerfen. :-)

      • (5) 06.09.17 - 08:18

        Ohne Kinder, ja, allerdings zurück gedacht, bevor ich Mutter wurde, jetzt würde ich immer wieder so entscheiden. Ohne Partnerschaft? Nein, dann ist man einsam, das ist einfach so.

        LG

        (6) 06.09.17 - 08:42

        Ich glaube, wenn man ohne Partnerschaft und ohne Kinder lebt, dann braucht das Leben schon sehr erfüllende Inhalte, damit man nicht das Gefühl der Einsamkeit bekommt.

        Die wenigsten Menschen sind wirklich glücklich ohne Familie/Partnerschaft und haben Ängste, wie es mal im Alter sein wird (werde ich alleine sein?...etc.).
        Das sind schon bedrückende Gedanken, zumindest empfinde ich das so im Gespräch mit den Betroffenen.

        Nein, so eine trübe Perspektive wollte ich für mich nicht.

        Gruss
        agostea

        • (7) 06.09.17 - 18:38

          Das ist halt eine Sache der Persönlichkeit, was einem gut tut oder was man unter einer guten bzw.weniger guten LebensPerspektive versteht.
          Ich empfinde es nicht als trübe Aussicht, ohne Partner zu leben.
          Ich würde mich auch nicht einsam fühlen.
          Ich wäre der Ty, der am Nordpol ohne menschlichen Kontakt vor sichvjon forschen könnte.
          Wenn ich in Urlaub fahre, dann am liebsten alleine in einsame Gebiete, und es ist toll.
          Partnerschaft bedeutet für mich auch eine Einengung meiner eigenen Entwicklung und ständige Kompromisse, das stört mich doch sehr.
          Im Alter allein zu sein, dieser Gedanke schreckt mich gar nicht, im Gegenteil, ich freue mich darauf, suf niemanden mehr Rücksicht nehmen zu müssen.
          Ich genüge mir selbst und brauche die von dir beschriebenen Inhalte nicht.
          Kinder zu haben füllt jedenfalls meine innere Leere nicht, ich empfinde eher das was mir fehlt, noch schmerzhafter.

          • (8) 06.09.17 - 18:54

            Dann frage ich einfach mal direkt: Warum hast du denn dann eine Partnerschaft geschlossen und Kinder bekommen? Ich meine, dass man dadurch eingeschränkt wird, sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Wie genau es wird, weiß man zwar vorher nicht, aber dass es überhaupt zu Einschränkungen in der persönlichen Freiheit kommt, versteht sich doch von selbst. Da du von Kindern, also Mehrzahl schreibst, hätte dir dass ja auch nach dem 1. Kind klar sein müssen (spätestens dann), warum dann noch mehr Kinder? Warum überhaupt, wenn du sowieso lieber ganz allein bist? Bei allem Verständnis, dass eintn das Mutter sein auch mal nervt, man hat sich BEWUSST dafür entschieden. Warum entscheidet man sich BEWUSST dafür, wenn man das alles sowieso total schrecklich findet und lieber 24/7 allein ist?

            (9) 07.09.17 - 09:07

            Ja, das ist ganz sicher eine Sache der Persönlichkeit. Aber ich denke, du bist dann eher eine Ausnahme.
            Temporär alleine sein, wünscht sich sicher jeder mal, wenn der Alltag über einem zusammenschlägt.
            Dauerhaft alleine sein und die Dinge des Lebens mit Niemandem teilen zu wollen/können - ist sicher ein Wunsch der Wenigsten.

            Wenn du glücklich bist, ist das die Hauptsache. Allerdings entnehme ich deinen Beiträgen, dass du Familie hast.
            Da frage ich mich: Warum presst du dich in ein ungeliebtes Lebenskonzept, wo du doch so Freiheitsliebend bist ?

            Gruss
            agostea

            • (10) 07.09.17 - 10:11

              Diese Frage ist durchaus berechtigt.
              Ich habe mich halt verliebt und habe auch nichts gegen einen Partner, nur dass ich ihn nicht bräuchte um glücklich zu sein.
              Er wollte Kinder, ich dachte: warum nicht, es wird schon klappen.
              Dass ich mich aber dann doch nicht so einschränken bzw drauf einlassen konnte wie gedacht, hab ich mit den Jahren immer stärker gemerkt.
              Mein Mann hat zwar die meiste Arbeit aufgrund der Kinder und auch im Haushalt übernommen, trotzdem fühle ich mich nicht so richtig wohl.
              Bin halt am liebsten für mich.
              Mittlerweile hab ich eine eigene kleine Wohnung, wo ich bleibe wenn ich meine Ruhe möchte.
              Das klappt ganz gut, da die Kinder eh meinen Mann als Ansprechpartner haben.

      (12) 06.09.17 - 08:54

      Ich wollte nie Kinder. Ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen eins dieser Hausmütterchen zu werden. Das war für mich der blanke Horror. Dann wurde ich ungewollt schwanger. Eine Welt brach für mich zusammen. Dennoch konnte ich mich nicht zu einem Schwangerschaftsabbruch überwinden. Ich entschied mich für das Kind und das war die beste Entscheidung meines Lebens. In dem Moment als mein Sohn geboren wurde, wusste ich, dass er der Sinn des Lebens ist. Heute bin ich verheiratet und habe zwei Kinder. Eventuell kommt noch ein drittes dazu. Ich liebe es Mutter zu sein und meine Kinder sind das Allerbeste in meinem Leben. Ich bereue keine Sekunde.

      (13) 06.09.17 - 08:55

      Hallo,

      ja und nein.
      Ich wollte nie Kinder haben. Wurde dann ungeplant schwanger Anfang 20 und habe die Zeit mit meinem nun fast erwachsenen Kind aber sehr genossen und tue es noch! Ich wäre jetzt vielleicht auch noch einmal in einer Lebensphase, wo man über Familie erneut nachdenken könnte. Aber ich möchte nicht. Ich bin bei meiner Tochter durchaus in diesen ganzen Dingen wie schöne Rituale bereiten und fürsorglich Mutter sein aufgegangen, das hat mich sehr erfüllt und mir auch große Freude bereitet, und wie gesagt, das tut es auch noch. Trotzdem sind und waren mir andere Dinge auch immer wichtig gewesen und die rücken nun umso stärker in den Fokus, je älter und unabhängiger sie wird. Wie beispielsweise berufliche Selbstverwirklichung und finanzielle Unabhängigkeit, aber eben auch Reisen, Kultur, abends ausgehen, Bilder malen oder ähnliche Dinge aus Lust heraus für mich tun, wenn ich die Zeit dafür habe. Das sind alles Dinge, die mit einem Kind oder mehreren zwar machbar, aber nun einmal in der Umsetzbarkeit erschwert sind insofern, dass man doch nun einmal mehr Verantwortung und Verbindlichkeiten gegenüber anderen hat und einfach auch weniger aus dem Lustprinzip heraus leben kann.
      Insofern will ich keine weiteren Kinder, habe auch nie das Bedürfnis verspürt in den letzten 17 Jahren, "nachzulegen". Aber ich freue mich ganz dolle auf's Omadasein. Dann mache ich wieder all die tollen Sachen die man mit kleinen Kindern so macht. Spielplatz, Sand, Matsch! Es klingt idiotisch, aber das fehlt mir sogar!
      Es wäre auch nicht richtig zu behaupten, dass man mit einem fast erwachsenen Kind keinen Alltag oder keine Struktur mehr lebt und keine Rituale mehr pflegt. Selbst, wenn sie nächstes Jahr zum Studium außer Haus ist, falle ich sicherlich nicht völlig aus einem selbstgeschaffenen Alltagsrahmen. Als Berufstätige geht sowas per se auch gar nicht bzw. würde ich auch nicht wollen. Mir ist eine Mischung aus Struktur/Alltag und Freiheit wichtig.

      LG

    Ich finde, dass es weder Klassiker noch Alternativen geben muss. Jeder gestaltet sich sein Leben, wie es ihm gefällt. Allerdings finde ich es nicht gut, wenn man meint, sich ohne sein Kinder realisieren zu müssen und sie dann im Stich lässt. Man kann auch im Ausland leben, mal die Länder wechseln etc. MIT Kindern.

    Mein Tipp: Versuche lieber so zu leben, wie es dich glücklich macht - aber mit deinen Kindern.

    (17) 06.09.17 - 08:57

    Solche Gedanken kenne ich nicht. Ich beschäftige mich eher selten mit was-wäre-wenn-Fragen, sondern eher mit der aktuellen Lebensweise und aktuellen "Problemen".

    Allerdings habe auch ich mir mal ein Leben ohne Kinder vorstellen können. Es gab Zeiten, da wollte ich weder heiraten, noch Kinder bekommen. Für mich hätte es zu diesem Zeitpunkt auch gereicht, beruflich erfolgreich zu sein und meinen Hobbys nachgehen zu können, zu reisen, etc.
    Ein Leben ohne Partner hingegen kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Partiell ist das Singledasein sicherlich auch ganz nett, aber auf Dauer würde ich mich damit sicherlich auch nicht wohl fühlen.

    Allerdings erlebe ich aktuell mit Kind viel mehr alltägliche Glücksmomente als ich mir jemals hätte denken können. Insofern fühle ich mich momentan in meinem Alltag sehr viel wohler und bin dadaurch auch wesentlich glücklicher und erfüllter als früher.

    (18) 06.09.17 - 09:08

    Hi,
    natürlich. Wahrscheinlich war ich deshalb auch Mitte 30 als ich mein erstes Kind bekam. Ich wollte sie nicht missen, bin aber überzeugt davon, dass ich auch ohne Kinder und Ehe zufrieden wäre. Denke ich, andererseits kann dieses "mehr bei sich sein" auch nach hinten losgehen, wenn man die Muße hat, dass man sich um dich selbst kreisen kann...
    Letztendlich scheint das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner.

    vlg tina

    (19) 06.09.17 - 09:52
    Habe auch Kinder

    Hallo!
    Ja, ich kenne diese Gedanken.
    Sehr gut sogar.
    Das bedeutet aber nicht, dass ich es rückwirkend betrachtet anders machen würde.
    Natürlich ist das Gras auf der anderen Seite immer grüner.

    Mir ist aber auch bewusst, dass ich - hätte ich heute keine Familie - die gleichen Gedanken in die andere Richtung hätte.

    Ich wollte immer schon Familie haben. Und mir war klar, dass es Veränderungen dadurch gibt. Aber niemand kann mir erzählen, dass man diese Veränderungen und Entwicklungen vorher einschätzen kann.
    Habe mich auch viele Jahre damit schwer getan. Jetzt sind die Kinder größer und es wird besser. Aber bis ich wieder 'totale Freiheit' genießen kann, dauerts sicher noch 10 Jahre...
    Was mir hilft: Sich bewusst machen, dass man die Entscheidung für Kinder & Familie damals bewusst getroffen hat.
    Und einmal im Jahr mache ich alleine Urlaub. Das gibt auch Kraft.

    LG

    (20) 06.09.17 - 10:05

    HI,
    ich sage dann immer....es gibt drei Leben....
    1. eines vor den Kindern
    2. eines mit den Kindern
    3 und eines, wenn sie wieder außer Haus sind.


    Jedes Leben hat verschiedene Abschnitte, bei den einen bestimmt der Job das Leben, bei anderen Kinder oder die ganze Familie im Anhang...

    Meine Freundin ist mit Familie quer durch die Welt gezogen, weil der Mann im Ausland gearbeitet hat.....die anderen genießen es dort zu wohnen, wo sie aufgewachsen sind.
    Andere haben die Erfüllung im Beruf und haben Kinder...
    Jeder muss den Weg für sich finden.

    Vielleicht brauchst Du einen anderen Job im sozialen Bereich....
    Überdenke Dein Leben, denn wenn Du meinst Du kommst ohne Kinder besser klar, weil Du dann emotional besser drauf bist....vielleicht solltest Du Dein Lebensmodell ohne Kinder planen.....das kann für beide Seiten besser sein.

    LG
    LIsa

    • (21) 06.09.17 - 18:44

      Ich habe ja längst Kinder, aber ohne sie zu leben und die Familie zu verlassen, ist eine Möglichkeit die ich ernsthaft in Betracht ziehe.

(22) 06.09.17 - 10:14

Hey,

also ich habe mir immer gewünscht, eine Familie zu gründen. Ich hatte auch nie nur 1 Sekunde Angst, dadurch etwas zu verpassen. Warum?
Ich bin aufgewachsen mit zwei Brüdern. Meine Eltern waren blutjung, Mama 19 beim 1. und 24 beim 3. Kind - Papa 21 beim 1.
Alle waren wir zwar nicht "geplant" aber sooo gewünscht und geliebt.
Sie sind mit uns durch die Welt gereist, wir machten Surfurlaube, Wanderurlaube, Skiurlaube. Der Fokus im Leben lag nie auf Arbeit sondern auf Familie, Freunde, Spaß haben. Arbeit brachte nur das nötige Geld für den Spaß, so habe ich es wahrgenommen. Ich erlebte meine Eltern als lustige, lebensfrohe Menschen. Immer im Kontakt zu anderen und locker in der Erziehung. Wir blieben oft lange auf und spielten ewig. Es gab Streits, blöde Tage, schöne Tage. Finanziell gute und schlechte Zeiten. Meine Kindheit war abenteuerlich im Gegensatz zu den meisten ;) Meine Eltern übertrugen uns früh Verantwortung aber erwarteten keine perfekten Kinder. In der Schule waren wir alle Durchschnitt und nun haben wir doch alle irgendwie studiert, verrückter Weise. Es war bei uns laut und hektisch und verrückt und alles andere als ordentlich aber irgendwie waren alle glücklich und niemand hatte Angst, etwas zu verpassen. Meine Eltern haben auch allein mal Reisen unternommen und haben immer für ihre Partnerschaft gesorgt. Wir Kinder standen nie ausschließlich an erster Stelle sondern ALLE waren wichtig. Hatte ich einen Tanzauftritt waren alle da. Wenn mein Papa aber ein Sportturnier hatte, ebenso. Was ich gelernt habe ist, Familie funktioniert nur wenn sich niemand aufgeben muss. Und Gott weiß, meine Mama hat viel zurückgesteckt einige Jahre. Dafür hat sie ihre Freieit umso mehr genossen als wir älter wurden.
Ich bin unter dem Motto "alles geht wenn man es wil" aufgewachsen und ich glaube das hat mich so positiv werden lassen, dass ich mit der Gründung meiner eigenen Familie niemals das Gefühl hatte etwas aufzugeben, sondern immer das Gefühl etwas dazuzugewinnen. Jedes unserer Kinder macht uns vollständig. Natürlich gibt es Tage wo ich alle am liebsten verschenken würde aber das ist eben so. Das ist Familie. So ist das Leben. Turbulent, emotional...
Im Gegensatz zu meinen Eltern leben wir allerdings fast "spießig" 😂

Liebe Grüße

(23) 06.09.17 - 10:49

Hallo!

Ich habe mein Leben weitestgehend selbstbestimmt geführt und habe mich bewusst dann ( mit Anfang 30!) für Ehe und Kinder entschieden.
Ich habe Karriere gemacht, bin gereist, habe schön gewohnt, viel gefeiert. Mir war auch immer klar, dass eigene Kinder ein bestimmender Faktor im Leben sein wird, ich war ja schließlich schon über 30 und nicht blind und bescheuert zugleich. Und kein "normaler" Mensch tauscht ein vollkommen zufriedenstellendes glückliches Leben gegen ein unerfülltes, fremdbestimmtes Leben aus. - Wozu? Selbstzerstörerisch?

Ich denke alles hat seine Zeit, ich wollte mein Vorleben nicht missen, aber es wieder genauso zurückhaben auch nicht! - Auf Dauer langweilig und berechenbar! Jetzt bin ich trotz Fernsteuerung trotzdem glücklich und zufrieden.

LG, I.

(24) 06.09.17 - 12:06

Hallo
Ich bin einer der Menschen der nie "den einen" Zukunftsplan hatte. Ich hätte mir um ehrlich zu sein sogar eher ein Leben ohne Kinder, als eins mit, vorstellen können.
Fest geplante Lebenswege finde ich persönlich anstrengend, vieles kann man ja ohnehin nicht ganz alleine bestimmen und wenn ich hier lesen "mit 30 ist die Familienplanung beendet, wir finden 2 Jahre Abstand bei Kindern toll" bevor man überhaupt einmal schwanger ist... #zitter
Ich bin glücklich mit meinem Leben wie es jetzt ist, bin mir aber auch sehr sehr sicher dass ich auch wenn es anders wäre nicht mehr oder weniger glücklich sein könnte.
Ich lebe mit meinen Kindern und nicht für sie. Bisher hat es auch immer gut geklappt unsere Vorstellungen so umzusetzen dass auch die Kinder glücklich sind. Sesshaft ist da zB. ein Punkt. Ich finde nicht dass man wegen Kindern nicht mehr (ins Ausland) ziehen kann.
Was war kannst du jetzt nicht mehr ändern, das hier und jetzt und die Zukunft aber schon. Schau was du am Alltag ändern kannst!

LG

(25) 06.09.17 - 13:28

Nein, ich habe nie darüber nachgedacht. Über Alternativen zum "Klassiker".

Ich denke auch nie darüber nach, wie es ohne Kinder wohl wäre - oder ohne meinen Mann.

Top Diskussionen anzeigen