trennen oder nicht, wegen der kinder ausgehalten

    • (1) 09.09.17 - 13:50
      richtig oder falsch

      Liebe Urbia Gemeinde,

      ich lebe mit meinem Mann seit etwa 6 Jahren unglücklich zusammen. Seit 3 Jahren sogar nur noch als Arrangement, eigenltich weiß er das aber er tut so, als wären wir noch ein Paar.
      Bislang habe ich immer überlegt was für die Kinder am Besten wäre. Nun hat mein Großer Sohn neulich gesagt, wir waren einkaufen.. "Kauf das besser nicht, sonst ist Papa wieder sauer und wir bekommen es ab".. Ui, habe ich mir gedacht. Gesagt habe ich, dass mir das egal ist ob Papa sauer wird, da ich selbst Geld verdiene und mich sicher nicht unterbuttern lasse nur weil er dann sauer ist.

      Dennoch dieses "dann bekommen wir das ab" meine Kinder lassen sich also manipulieren und sind wohl so schlau, dass sie wissen wie sie ihn zu nehmen haben, damit der Ärger sich in Grenzen hält.

      Hab ich alles falsch gemacht. Ich dachte es verbessert sich alles und dann stelle ich fest ich habe mich getäuscht meine Kinder passen sich nur an. Oder bewerte ich das nun über. Ich liebe meinen Mann nicht mehr, er mich schon.

      LG

      • Ich verstehe niemanden, der in der ehe unglücklich ist aber meint, wegen der Kinder an ihr festhalten zu müssen. Das muss man nicht und schädigt Kinder mehr, als eine Trennung. Ich bin selbst ein trennungskind und die Trennung meiner Eltern war besser als die Eises Kälte meiner Mutter gegenüber meinem Vater zu spüren, da sie ihn einfach nicht mehr liebte. Überlegen mal, was ihr da dem Kindern vorlegt und vorgaukelt, wenn ihr zusammen lebt aber nur Ihnen zu liebe. Sie lernen, dass man alles zu ertragen hat, in einer Ehe. Sie lernen sich zu verstellen und dass das normal ist. What the fuck soll das?

        Möchtest du SO alt werden?

        Mein Mann und ich haben und jetzt auch getrennt. Wir funktionieren als Paar, aber eine Ehe ist es nicht. Die Leidenschaft ist weg, Sex gibt es schon seit Jahren nicht mehr.
        Wir suchen uns dann lieber einen neuen Partner, der uns das gibt was der Andere nicht geben kann.
        Die Kinder bemerken die Spannungen auch, das ist für sie nicht schön.
        Klar ist eine Trennung unschön, aber am Ende wohl für alle Beteiligten besser.
        Ich finde, man darf da auch ein wenig egoistisch sein...

        Wenn er Dich tatsächlich liebt, würde er Dich und die Kinder nicht so behandeln.
        Wie lange gedenkst Du, Deinen Kindern noch sowas als unsäglich schlechtes Beispiel einer Ehe vorzuspielen?
        LG Moni

      • (5) 09.09.17 - 14:57

        Zieh nen Schlussstrich.
        Deine kinder haben längst mitbekommen wie der Hase läuft. Und du tust ihnen keinen Gefallen. Im Gegenteil. Und Dir übrigens auch nicht.

        Esre icht wohl kaum aus wenn die Liebe nur einseitig ist. Du siehst ja selbst was du tust oder? Nämlich deinen Kindern keinen Gefallen offenbar sind alle unglücklich mit dem Arrangement. Ich nehme an du hast gewisse Werte oder wünsche wie du deine Kinder erzeihen willst? Selbstbewusst, Verantwortungsvoll, für sich einstehend, ehrlich aufrichtig? Dann solltest du den Anfang machen und Ihnen das vorleben und nicht eine Lüge vorspielen und deine Kinder für dumm verkaufen. Wenn man sich freundschaftlich trennt ich weiß das es schwer ist dann kann man trotzdem für die Kinder eine Lösung finden eine bessere Lösung als das Theater was ihr da vorspielt. Irgendwann werden Sie erwachsen sein und vielleicht eine eigene Familie gründen dann sollten Sie glücklich sein und auch sehen wenn es nicht mehr passt und nicht unglücklich werden aber genau das Gegenteil lebt ihr Ihnen gerade vor das prägt Sie und sie lernen eine Lüge zu leben. Was glaubst du wem das hilft? Wie lange und wie unglücklich willst du noch werden? Sei ehrlich dir selbst gegenüber und ziehe die nötigen konsequenzen diese halbseidene Trennung damit belügst du dich und alles anderen, dein Mann übrigens auch.

      • Du " verschwendest" 6 Jahre deines Lebens an einen Typen, der Dir vorschreiben will was du einkaufst?
        Ernsthaft?
        Wegen was kriegt ihr denn sonst noch euer Fett weg?
        Wenn ich hier so lese, frage ich mich, wie viele kranke Männer anscheinend rum laufen.
        Alles arme Würstchen, die keine Eier in der Hose haben?
        Warum lässt du so mit dir umgehen?
        Was sagst du denn wenn er anfängt euch anzugehen?

        (8) 09.09.17 - 20:10

        Das Leben ist doch viel zu kurz um unglücklich zu leben. Möchtest du das ein Leben lang so weiter leben?
        Du hast ein Recht darauf glücklich zu sein!

        Für die Kinder mit jemandem zusammen sein ist doch Blödsinn. Die verlieren bei einer Trennung nicht den Vater - es wird nur anders.

        Verstehen kann ich es nicht, wenn Paare - vor allem mit Kindern - es nicht nochmal miteinander versuchen und kämpfen. Aber du lebst nun 6 Jahre unglücklich, davon drei mit theoretischem Arrangement. Das ist snug zusammen versucht. Das ist gescheitert!

        Denk an dich! Mit einer glücklichen Mutter geht es den Kindern auch besser.

        Hallo!

        Die Ehe meiner Eltern war auch unglücklich, und meine Mutter dachte auch, es wäre für uns Kinder besser zu bleiben...

        das ist der größte Quatsch überhaupt. Klar ist eine Trennung kein Spaziergang, insbesondere, falls man umziehen oder die Schule wechseln muss (wobei da der Schulwechsel belastender ist als das Ende des dauernden Streits der Eltern). Aber: das geht vorbei. Die ersten paar Monate sind eine Umstellung, aber dann ist es wieder ok.

        Eine dauerhaft unglückliche Ehe, der ständige Streit, die miese Stimmung wenn mal nicht gestritten wird, das dauert JAHRE. Die ganze Kindheit und Jugend deiner Kinder wird davon überschattet. Natürlich leiden sie unter dem Dauerzustand wesentlich mehr als unter einer Trennung, die irgendwann auch wieder erledigt ist.

        An einer Ehe / Beziehung festzuhalten, nur der Kinder wegen halte ich für den falschen Weg.

        Ich bin selbst Scheidungskind und wirklich froh, dass meine Mutter nicht an der Beziehung festgehalten hat.

        Kinder haben unheimlich feine Antennen und merken doch, dass etwas nicht stimmt. Spätestens an der Äußerung deines Kindes merkst du deutlich, dass sie die Spannungen zwischen euch wahrnehmen und dass diese offensichtlich nicht spurenlos an den Kindern vorbei gehen.

        Ich persönlich fühle mich als Scheidungskind deutlich besser, als wenn meine Eltern in einer platonischen Ehe zusammen geblieben wären.

        Also ich denke immer, dass es auf die Situation ankommt.

        Jeder Partner ist anders. Auch die Erziehungsmethoden sind unterschiedlich.

        Ich habe in meiner unglücklichen Ehe beispielsweise 9 Jahre ausgehalten, obwohl damals bereits klar war, dass die Ehe gescheitert war.

        Es ist problematisch dann vor der Wahl zu stehen, zu bleiben oder zu gehen.

        Wenn ich mir sicher gewesen wäre, dass meine Partnerin offen und ehrlich gewesen wäre und auch konsequent in der Erziehung und dass sich die Kinder auf Ihre Verspechen hundertprozentig hätten verlassen können und auch ein gemeinsamer Umgang jederzeit möglich gewesen wäre, hätte ich sie gewiss verlassen.

        So hat man sich wegen der Kinder zusammengerauft auch wenn zwischenmenschliche und körperliche Eiszeit bestand.

        Es folgten dann viele Lügen und die Partnerin hat sich ab und an anderweitig verguckt um die Eiszeit und Abneigung meiner Person gegenüber zu entfliehen was an sich für mich nicht problematisch war. Die Problematik des Hintergangenwerdens hingegen schon.

        Wenn die Kinder jedoch alt genug sind, dann sollte man sich aus der lieblosen und sehr einseitig ausnutzenden Konstellation lösen.

        Die Kinder können dann selbst urteilen und dann ist es Zeit wieder zu sich selbst zu finden.

        Meines Erachtens hält meist ein Partner aus Loyalität und Pflichtbewusstsein an der bereits gescheiterten Beziehung fest, während der andere genau das ausnutzt, um leichter durchs leben zu kommen.

        (12) 21.09.17 - 16:02

        Entschuldige, dass ich ein wenig schmunzeln muss. Aber mir kommt die Situation aus Deinem Beispiel einfach so vertraut vor.

        Auch ich habe mich mit meinem Schicksal arrangiert und lebe in einer unglücklichen Ehe. Während mein Mann noch davon spricht, dass er mich liebt, habe ich bereits vor einigen Jahren aufgehört ihn zu lieben. Irgendwann habe ich sogar angefangen, ihn zu hassen.

        Selbst unsere beiden Kinder (6 & 8 Jahre), sagen, dass sie es schöner finden, wenn der Papa nicht zu Hause ist. Mein Mann geht für vieles sehr schnell an die Decke. Nicht nur mir, sondern auch den Kindern gegenüber. Und wie oben von Dir erzählt, gibt es auch in unserem Fall Dinge, die wir kaufen und meine Kinder direkt dazu sagen: "Pssst, dass sagen wir aber nicht Papa, sonst gibts nur wieder Ärger!"

        Peinlich wirds nur mit dem Kleinen (Sechsjährigen), wenn er oft unbedacht Äußerungen in der Öffentlichkeit trifft, wie: "Papa ist ein Arschloch!" Er hat sogar schon Sachen zu seinem Vater gesagt, wie: "Wenn ich mal groß bin, will ich Dich nie wieder sehen!"

        Es ist traurig. Sehr traurig, wenn selbst aus dem Mund noch solch kleiner Kinder derarte Aussagen kommen...

        Ich habe mich trotzdem dazu entschlossen, in dieser Ehe weiter zu leben. Ich denke da nur an jedes 2. Wochenende und 50% der Ferienzeit, die mein Mann Anspruch auf die Kinder hätte und ich nicht meine schützende Hand in dieser Zeit halten könnte. Ich weiß, ohne mir das krampfhaft einreden zu wollen, dass es für die Kinder jedes Mal der Horror wäre.

        Vom finanziellen Aspekt braucht man wohl kaum reden. Eigentlich geht es uns sehr, sehr gut. Eine Scheidung würde große Einschnitte für alle bedeuten.

        Wir sind, Gott sei Dank, oftmals damit gesegnet, dass mein Mann beruflich einige Tage fern ist. Diese Zeit genießen wir immer in vollen Zügen!

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