Sie ist nur noch Mutter...

    • (1) 11.09.17 - 16:00
      Ratlos2017

      Liebe Urbianer/Urbianerinnen,

      meine Frau ist nur noch Mutter.

      Das heißt, das meine Frau seit dem 1. Kind nicht mehr berufstätig ist.
      Sie ist den ganzen Tag mit mindestens einem Kind zuhause, ggf. auch mal einkaufen oder zu Besuch bei Großeltern oder Ihrer besten Freundin (ebenfalls Vollzeitmutter).

      Da es unser drittes Kind ist (5, 3 und 13 Monate) ist meine Frau seit ca. 5,5 Jahre zuhause. Das hat einiges verändert.

      Zunächst gibt es, wenn wir denn überhaut einmal miteinander sprechen eigentlich kein anderes Thema als Kind hier, Kind da, Kind überall...

      Unsere Kinder sind nicht ganz einfach, das Geld ist auch knapp, kürzlich haben wir uns von unserem 2. Auto trennen müssen, daher ist ein Babysitter ein Luxus den wir uns eigentlich nicht leisten wollen.

      Jetzt ist es so, dass meine Frau irgendwie vergessen hat das ich nicht nur der Kerl bin der Geld verdient, aufräumt und am Wochenende oder nach Feierabend auf die Kinder aufpasst.

      Meine Frau hängt ständig bei Facebook, Twitter etc. rum, das Smartphone kommt sogar mit ins Bett... Sie sagt sie informiert sich online über Kindererziehung, Kleidung usw. ... aber 12 Stunden+x am Tag... ?

      Vor einiger Zeit habe ich meine Frau vorsichtig darauf angesprochen ob wir uns denn nicht mal wieder etwas Zeit nur für uns beide schaffen wollen...
      Da kamen dann so Aussagen wie "ich bin soo müde...", "mach du mal den ganzen Tag den Babysitter..." ... kurzum, sie hat keine Lust Zeit mit mir zu verbringen.

      Meiner Anmerkung, dass ich anhand des Geburtstages unseres Jüngsten Kindes (Geburtstag + 9 Monate) ziemlich genau errechnen könnte wann wir das letzte mal Sex hatten ist Sie dann mit folgendem Spruch begegnet

      "Hast du es denn so nötig?"

      Wie sie das sagte hat mir völlig die Sprache verschlagen.
      Ich habe den Raum verlassen müssen, mir war echt übel. Diese Frau kannte ich nicht.

      Einige Wochen später habe ich dann gaaaaaanz vorsichtig nochmals den Versuch unternommen da irgendwie ein Bewusstsein dafür zu schaffen das auch ich als Mann so meine Bedürfnisse habe...

      Tja, hätt ich das mal gelassen, sie hat mich abblitzen lassen als wäre ich ein notgeiler Bittsteller.

      Das Thema habe ich seitdem nie wieder angesprochen. Generell reden wir seitdem kaum noch miteinander.

      Das Thema "Eheberatung" trau ich mich kaum zu denken. Ich glaube wenn ich das aussprechen würde dann dürfte ich meine Kinder noch jedes 2. Wochenende sehen, zusätzilch eine 2. Wohnungsmiete bezahlen und für die nächsten 20 Jahre knapp über Hartz4-Niveau leben...

      Ich bin da in eine Situation geraten aus der ich irgendwie keinen Ausweg sehe.
      Von früh bis spät arbeiten, dann Kinderbetreuung, Haushalt, Einkaufen etc., schlafen und von vorne. Für Freunde und Hobbys habe ich längst keine Zeit (und auch kein Geld) mehr. Mein einziger Lichtblick sind meine Kinder die ich sehr liebe aber wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich nicht wie lange ich so noch leben kann.

      Jetzt habe ich mir selbst eine Deadline gesetzt. Wenn sich bis Jahresende nichts verändert dann werde ich etwas ändern, was genau das ist weiß ich noch nicht aber wie es ist geht es nicht weiter.

      Was würdet Ihr machen?

      • Hallo!

        Das ist ja nicht so schön...

        Wenn ich in so einer Situation wäre und mein Mann nicht für ein Gespräch offen ist, würde ich ihm einen Brief schreiben.
        Ich würde alles rein schreiben, was ich denke und fühle und vielleicht würde ich dann ein/zwei Tage weg fahren, damit er sich in Ruhe über alles Gedanken machen kann...

        Lg paula

        • (3) 12.09.17 - 09:27

          Hallo Paula,

          über einen Brief habe ich auch schon nachgedacht, irgendwie scheue ich aber davor zurück.

          Das Papier steht dann im Raum und fordert geradezu eine Reaktion und ich hab ehrlich Angst vor dieser Reaktion.

          Wahrscheinlich muss es trotzdem sein, ich fang einfach mal mit dem Schreiben an.

          • Es ist bestimmt auch sehr anstrengend für Deine Frau den ganzen Tag die Kinder um sich zu haben...sie sind ja auch alle noch relativ klein.
            Vielleicht wäre es aber gerade deshalb ganz gut, auch mal etwas nur zu zweit zu machen.
            Da kann man dann wieder Kraft tanken... essen gehen, Kino oder so. Einfach mal etwas, was nichts mit Kindern zu tun hat.

            Ich habe auch 3 Kinder ( 16, 8 und fast 4 ) und gehe vier Mal die Woche nachts arbeiten.
            Für mich passt das super und ich bin sehr zufrieden, weil ich die Abwechslung habe.
            Nachmittags habe ich die Kinder und abends bin ich arbeiten. Den Vormittag habe ich dann komplett für mich und zwischendurch mache ich dann nur was mit meinem Mann und Freunden von uns ( also ohne Kinder ).
            Vielleicht ändert sich auch wieder was, wenn Deine Frau wieder arbeiten geht... Soll denn euer kleinstes Kind demnächst in die Krippe oder erst mit 3 in den Kindergarten?

            Ich finde es sehr wichtig, dass man sich auch mal über andere Themen unterhält, als nur über Kinder, Kindererziehung, Kinderklamotten etc...

      Ich kann euch beide verstehen. Mein Mann und ich sind auch 3-fache Eltern (seit kurzem) und ich bin in EZ seit 2015. Habe den ganzen Tag nur Kinder um mich rum und - auch wenn du es scheinbar nicht glaubst - abends nach HH und Kinderbetreuung (haben ein großes Haus) auch fix und fertig und nur noch müde. Bei uns kommt erschwerend hinzu, dass ich während der Woche alleine bin und wir keine Familie in greifbarer Nähe haben, die mal helfen könnten. Und wenn ich dann abends mit meinem Mann telefoniere, über was soll ich denn sonst mit ihm reden als über unsere Kinder? Er spricht über seinen Arbeitsalltag und eben über meinen Alltag und das sind nun mal unsere Kinder. So geht es auch deiner Frau!
      Und ja, man kann sich lange in Foren, Facebook or whatever über Kindererziehung etc. austauschen...sind ja Gleichgesinnte, die einen verstehen, wenn es der eigene Partner schon nicht tut.

      Was du tun sollst? Nimm doch selbst Elternzeit und schicke deine Frau arbeiten. Dann wirst du selbst sehen, wie anstrengend dieses Leben doch tatsächlich ist.
      Habt ihr Familie in der Nähe? Wenn ja, bringe die Kinder zu den Großeltern, damit ihr komplett entspannen könnt.

      Und was euere Paarzeit betrifft: Ich musste selbst schon feststellen, dass man keinen Restaurantbesuch abends zu zweit genießen kann, wenn man am nächsten Tag nicht ausschlafen kann, nachts noch ein Kind wach wird etc..
      Ihr habt euch sicherlich gemeinsam für die Kinder entschieden und das bedeutet halt, dass man seine eigenen Bedürfnisse halt erstmal hinten anstellen muss - auch du! Aber das geht auch wieder vorbei.

      Vielleicht ist deine Frau auch einfach nur maßlos erschöpft? Drei Schwangerschaften gehen nicht spurlos an einem vorüber, dann der Alltagsstress und noch das Gefühl obendrein, dass der Ehemann unzufrieden ist....DAS ist zuviel!

      Wann hast du deiner Frau zuletzt Blumen mitgebracht und ihr gesagt, dass du sie liebst? Ihr Komplimente gemacht? Oder sie einfach nur in den Arm genommen und abends auf der Couch gekuschelt ohne "mehr" zu wollen?

      • Das klingt nicht nach einem erfüllten Leben :/
        Ich kann es in teilen verstehen - ich kann verstehen das Haushalt und Kindererziehung müde macht und auch dass man nach der arbeit keine Lust drauf hat . Auch dass sex auf der Strecke bleibt wenn man so k.o. Ist.
        Dennoch denke ich muss man manchmal seinen " schweinehund " überwinden um aus diesem Kreislauf auszubrechen : d.h . Sex haben auch wenn man müde ist und keine Lust hat -die Lust kommt manchmal beim machen .
        Sex ist in einer Beziehung wie ein Kleber - die Nähe die die man dabei erfährt schweißt zusammen und so ist dann auch der Rest leichter zu ertragen .
        Das dazu :)

        Aber warum habt ihr 3 Kinder wenn alles so anstrengend ?! Wir haben auch 3 plus eins am we aus erster Ehe. Wir arbeiten beide Vollzeit, wir haben auch keinen Babysitter - die Oma kommt inzwischen nur sporadisch. Und dennoch haben wir Zeit füreinander - wir nehmen sie uns . Um halb acht ist hier Kinderfreie Zone und dann ist unsere Zeit .
        Was macht ihr denn wenn die Kinder schlafen ?
        Die großen sind doch morgens im Kindergarten und dann hat deine Frau nur 1 Kind zuhause - was ist an einem Kind anstrengend ?!?
        Das verstehe ich nicht ganz .

    • (8) 12.09.17 - 10:01

      Hi,

      wir haben verschiedenes anlässlich unseres zweiten Kindes durchgesprochen.

      Es war/ist leider immer so gewesen das ich deutlich besser verdient habe und daher musste ich weiter arbeiten damit alles irgendwie bezahlbar blieb.

      Die Kinder bleiben, zumindest nicht alle, bei anderen (Großeltern eingeschlossen) ohne das es Terror gibt, die sind sehr auf uns bezogen.

      Ich versuche meiner Frau einiges abzunehmen, abends koche ich oft, morgens räume ich auf bevor ich zur Arbeit gehe, meistens spüle ich noch alles vom Tag weg wenn die anderen schon schlafen.

      Das mit den Blumen ist schon ne Weile her und ist bei uns auch extrem selten... wenn ich jetzt mit Blumen käme würde meine Frau sicher denken das ich fremdgehe...

      Ich versuche an den Wochenenden auch mal einen kompletten Vormittag allein mit den Kindern wegzufahren, oft gehen wir auch Abends mal für 2-3 Stunden weg, an den See oder auf den Spielplatz, wenn es das Wetter erlaubt.

      Manchmal, wenn ich denke sie ist gerade etwas besser drauf versuche ich mich ein bisschen in Smalltalk, einfach um mal wieder mit Ihr zu sprechen.

      Wenn denn mal alle Kinder schlafen und wir vielleicht mal etwas Zeit für uns hätten bekomme ich leider meistens gesagt, dass sie sich in meiner gegenwart nicht entspannen kann ... auch wenn ich einfach nur reden oder kuscheln will oder mit ihr zusammen fernsehen... es ist ganz egal, ich störe sie :(

      Natürlich verstehe ich das ein Alltag mit Kindern sehr anstrengend ist. Mir reichen die halben Tage und da sind wir ja noch aus der Alltagssituation draußen. Wenn ich meine Kinder so anschauen und mit ihnen spreche kann ich auch offen anerkennen das meine Frau da gute Arbeit leistet, wir haben tolle Kinder.

      Was ich mir wünschen würde wäre einfach das sie erkennt das sie vielleicht mal aufhören sollte mich wegzustoßen und mir die Schuld dafür zu geben das es ihr nicht gut geht. Ich versuche zu machen was ich kann aber ich habe das Gefühl das meine Frau gegen mich kämpft.
      Es ist wahrscheinlich auch nicht sehr Hilfreich das unsere große Tochter und unser mittlerer Sohn, wenn Sie denn gefragt werden, lieber was mit Papa machen als mit Mama. Als die Kinder klein waren (und bei der Kleinen ist es meist immernoch so) gab es nur Mama, da war das Drama schon groß wenn Mama den Raum verlassen hat und "nur" Papa da war, da musste ich mich schon echt ins Zeug legen damit die Lage nicht eskaliert ist.

      Ich würde so gern den Alltag zusammen mit meiner Frau in den Griff bekommen, ich denke der Rest ergäbe sich dann schon aber ich mache leider alles falsch, sogar beim Wickeln und anziehen (ich wickle und ziehe meine Kinder täglich um/an) gibt es immer wieder was zu mäkeln.
      Wenn es Streit unter den Kindern gibt und ich das kläre habe ich es garantiert nicht auf die optimale pädagosch richtige Art gemacht ... (obwohl die Kinder hinterher wieder friedlich spielen)

      Je mehr Mühe ich mir gebe desto abweisender scheint meine Frau zu werden.
      Wenn ich mir weniger Mühe gebe dann kommen Beschuldigungen das ich sie mit allem allein lasse.

      Wenn ich die Kraft dafür finde versuche ich es so zu machen wie sie es sich wünscht, ohne zu streiten aber manchmal frage ich auch mal was sie egentlich von mir will.
      Das ist natürlich eine dumme Frage, die ich auch sofort bedauere weil dann zwangsläufig der "du verstehst deine Kinder nicht"-Vortrag kommt, gefolgt von Wenn du dich mal informieren würdest dann...

      Ich lese oft Artikel über Kindererziehung aber eben nur mal schnell zwischen Tür und angel, meine Tage haben auch 24 Stunden und ich schlafe selten mehr als 6 Stunden, dafür fehlt einfach die Zeit neben Arbeit und Familie.

      Sry, jetzt hab ich nochmerhr Frust abgeladen :(

      Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich und geordnet geblieben.

      • Du, Frust ablassen ist ok, dafür sind auch Foren da....um sich auszutauschen.

        Ich würde aktiv (!) daran arbeiten, dass die Kinder bei jemand anderen bleiben. Immer und immer wieder üben. Ggf kann Oma und/oder Opa ja zu euch kommen und da die Kinder hüten, nachdem sie von euch ins Bett gebracht wurden.

        Wenn du mit den Kindern was machst, wo ist dann deine Frau? Doch hoffentlich nicht zuhause? Sie MUSS in dieser Zeit auch raus, damit sie auf andere Gedanken kommt.
        Mein Mann bringt am WE samstags den Großen zum Karate und nimmt auch die beiden anderen Kids mit. Anfangs nutzte ich diese kostbaren Momente dazu, um liegengebliebene Hausarbeit wegzuarbeiten. Kam mein Mann dann wieder und fragte ganz lieb "Und Schatz, konntest du ein wenig die Füße hochlegen?", fühlte ich mich veräppelt und blökte ihn quasi an, dass ich in dieser Zeit endlich in Ruhe gebügelt etc hätte und dass das keine Entspannung sei :-((. ER wollte mir was Gutes tun, ich habe dummerweise die Zeit für HH genutzt....Frust auf beiden Seiten.
        Nimm dir für einen Samstagvormittag doch mal einen Zoobesuch mit den Kindern vor (oder Schwimmbad, macht beides schön müde) und buche in dieser Zeit einen Termin für deine Frau zur Kosmetik, beim Friseur or whatever....da MUSS sie raus. Natürlich sagst du ihr erst 1 Stunde vor Beginn was davon...am besten ist die Wellnessbehandlung schon bezahlt, dann gibt es erst recht kein kneifen oder keine Ausreden :-)).
        Oder du schenkst ihr eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio und schickst sie immer zum Sport, während du für die Kinder da bist :-). Am besten bringst du sie die ersten Male persönlich bis vor die Tür :-), bis sie sich wieder selbst aufrappeln kann. Sport tut sooooo gut und man fühlt sich wie neugeboren.

        Ihr seid in einem Teufelskreis gefangen und müsst da raus, bevor es zu spät für euch ist.
        Ggf ist eine Paarberatung nicht falsch. Eine neutrale Person, die sich objektiv euere Sichtweisen anhört und euch so helfen kann.

        Ach ja, du schreibst, dass sie abweisender wird, je mehr Mühe du dir gibst. Möglicherweise erkennt sie durch deine Taten ihr eigenes "Versagen" (wer weiß, welche Vorwürfe/Selbstzweifel seine Frau innerlich quälen) und das macht sie nur noch wütender (aber eigentlich gegen sich selbst)?

        Ich drücke euch die Daumen!

        Hallo!

        Kannst Du vielleicht das mal in einen Brief an Deine Frau umformulieren? Nur mal, damit es bei ihr ankommt?

        Du scheinst Dich wirklich zu bemühen, aber sie mauert total. Womöglich hat sie schon keinen Kontakt mehr zu ihren Gefühlen für Dich, wenn sie sich in Deiner Gegenwart nicht mehr wohlfühlt. sie sagt ja, dass sie sich da nicht entspannen kann, das ist schon ein schlechtes Zeichen.

        Wenn ihr euch früher wirklich geliebt habt, dann sind diese Gefühle aber normalerweise nicht "weg", sondern nur unter einem Berg von Arbeit, Stress, Schlafmangel, Depressiver Stimmung etc. vergraben. Man kann daran arbeiten, dass die Gefühle wieder stärker werden, etwa in einer Eheberatung.

        Hallo,

        als unsere Kinder noch klein waren, konnte ich oft nur schlecht ertragen, daß mein Mannn Sex oder auch nur körperliche Nähe wollte. Das lag daran, daß ich den ganzen Tag über die Kinder an mir kleben hatte (Großeltern nicht greifbar). Das war mir einfach zuviel Nähe. Ich habe ihn oft abblitzen lassen. Er noch zusätzlich war mir eben zuviel.

        Gruß
        mare88

Hallo!

Wenn keiner von euch sein Verhalten ändert, dann wird sich bis Jahresende ganz sicher auch nichts ändern. Ihr steckt im Moment einfach in einer ungesunden Spriale fest, und die Dreht sich immer weiter.

5,5 Jahre nur Mama sein, immer nur die Kinder, niemanden, der auch nur ein paar Stunden aufpassen würde - das ist auch für deine Frau nicht schön. Und weil ihr dann im realen Leben die anderen Erwachsenen fehlen, sucht sie die Kontakte eben Online - und das kann ganz extrem viel Zeit kosten, ohne echte Inhalte. Ein paar Gruppen in denen man ist, wo ständig wer anderes ein Foto postet oder eine Frage stellt, und schon hängt man fast ununterbrochen drin, gerade wenn einem der sonstige Alltag so wenig bietet.

Du bist deiner Frau gegenüber sicher auch abweisender geworden, aber so wirklich Lust auf Sex mit Dir bekommt sie dabei auch nicht. Und auch körperliche Veränderungen spielen eine Rolle, und die Müdigkeit mit drei so kleinen Kindern, die eben hauptsächlich sie versorgt.

Du schreibst, dass du keine Hobbies mehr hast - was ist denn mit ihr? Wann war sie das letzte mal alleine ohne Kinder weg? Ihr letzter zahnarzttermin zählt übrigens nicht als Freizeit. Da steckt ihr aber beide drin, und ihr könnt BEIDE was ändern. Montags hat sie zwei Stunden frei, und du bist alleine zuständig für haushalt und kinder, und Mittwochs hast Du frei. Nicht jedes Hobby kostet Geld, du kannst dich auch mit Kollegen zum Joggen verabreden.

Dann wäre die Frage, wann deine Frau wieder arbeiten wollte. Habt ihr eine Kita, die schon kleinere Kinder nimmt? Das könnte auch eure Finanzlage aufbessern. Und nein, die Kitakosten werden nicht 1:1 von ihrem Einkommen abgezogen, sonst arbeitet sie nie. Aber es geht ja auch nicht nur um den Verdienst, sondern auch um Kontakt mit anderen Erwachsenen, eine Tätigkeit, die sie mal wieder geistig fordert, und es erweitert ihr Leben.

In Sachen Eheberatung: dabei geht es nicht um Schuldzuweisung, sondern darum, dass ihr BEIDE in einer Sackgasse steckt. Wenn Du ihr sagst, dass du notfalls auch alleine gehst, um dir tipps zu holen, wie Du dein Verhalten verbessern kannst, um aus eurer Spirale abwärts raus zu kommen, sieht sie es vielleicht mit anderen augen. Erwarte aber wirklich nicht, dass jemand sagt, sie soll dich alle Woche drüber rutschen lassen und alles ist wieder gut, das macht schon echt Arbeit für euch beide.

  • (13) 12.09.17 - 10:14

    Ich verstehe das sie FB, Twitter, etc. macht, keine Frage, ohne andere Erwachsene wirst du irgendwann meschugge. Aber sie legt das Teil auch beim Essen nicht weg und wenn ich mal ein Gespräch anfangen will höre ich auch noch oft, "moment ich muss das noch kurz lesen/fertigschreiben" was dann gut und gerne 20 Minuten dauert (ich schaue da mittlerweise echt auf die Uhr) und dann hat sie vergessen das ich was wollte und geht woanders hin oder liest "schnell" noch was anderes.

    Das Thema Smartphone beim Abendessen habe ich auch mal angesprochen, ich habe es als unhöflich bezeichnet beim Familienabendessen (nur sie, ich und die Kinder) ständig zu daddeln. Sie hat dann "noch schnell" was fertig geschieben, dann in 5 Minuten Ihr Essen weggehauen, ist aufgestanden und hat weitergeschrieben.


    Das Thema Geld und Arbeit ist so eine Sache. Wir haben hier nur Kitas die ab 2 Jahren nehmen, dann will meine Frau auch wieder arbeiten gehen (glaube ich zumindest).
    Alles Geld geht eh auf das gemeinsame Konto, daher ist es egal wo die Kitagebühren 1:1 abgezogen werden.

    Zu den anderen Sachen habe ich weiter oben nochmal mehr geschieben.


    Mir geht es auch nicht darum Schuld zuzuweisen, ich würde nur gern wieder meine Frau zurückbekommen und wieder ein normales Leben führen. Arbeit hin- oder her, viel anstrengender als mit 2 Kinder empfinde ich es derzeit echt nicht, zumal die beiden Großen bis 14:00 Uhr im KiGa sind.

    • Hallo

      Ich habe nicht alle Threads gelesen. Aber ich kann dich sehr gut verstehen.
      Da ich mit meinem Mann versuche den Blickwinkel des anderen zu sehen und ggfs. was zu ändern.

      Mein Mann räumt auch morgens auf, was am
      Abend noch liegen geblieben ist. Geht 8 + x Stunden arbeiten. Kommt nach Hause und ist fast schon Tageshighlight. Wenn ich es nicht geschafft habe, geht er noch nach der Arbeit einkaufen (Getränke kauft er immer ein) und wenn der Tag besonders schlecht war oder ich erschöpft bin, dann kocht er sogar noch.
      Oft macht er noch die Wäsche oder er putzt wenn ich ihn darum bitte.

      Es wird immer nur davon gesprochen, was für einen erschöpfenden Tag die Frau mit den Kindern hat. Wer und wie wird das bei den Männern honoriert? Nach der Arbeit haben sie auch nicht Feierabend sondern teilen sich mit uns Frauen die Kindererziehung und den Haushalt. Wann gibt es für unsere Männer die Blumen?

      In der Schwangerschaft machen wir Frauen durch die Hormone einiges durch. Aber auch die Männer mit uns. Kurse gibt es immer nur für Frauen in den wenigsten Fällen für den Mann. Wer bereitet den den Papa aufs Elternsein vor?
      Am Anfang meiner Schwangerschaft hatte ich mir die Info Broschüre vom Bund bestellt. Gefühlte 500 Kataloge für die Frau und einen kleinen für den Mann.

      Ich weiß mein Thread ist ein vißchen provokativ. Aber wie oft fragt eine Frau ihren Mann wie es ihm geht und ob Sie ihm was abnehmen soll. Wie oft Fragen unsere Männer uns das?
      Meiner Meinung nach haben beide einen anstrengenden Fulltime Job. Die meisten Männer wollen auch gerne Elternzeit machen. Können das aber aus finanziellen Gründen nicht. Man arrangiert sich also.

      In einer guten Beziehung sollte jeder mal die Sachen erläutern, so wie er sie sieht. Vielleicht kann man dann für den anderen auch freiräume schaffen um für sich selber was zu tun. Und um wieder als paar zu leben.

      Viel Erfolg

      Hallo

      Ich habe nicht alle Threads gelesen. Aber ich kann dich sehr gut verstehen.
      Da ich mit meinem Mann versuche den Blickwinkel des anderen zu sehen und ggfs. was zu ändern.

      Mein Mann räumt auch morgens auf, was am
      Abend noch liegen geblieben ist. Geht 8 + x Stunden arbeiten. Kommt nach Hause und ist fast schon Tageshighlight. Wenn ich es nicht geschafft habe, geht er noch nach der Arbeit einkaufen (Getränke kauft er immer ein) und wenn der Tag besonders schlecht war oder ich erschöpft bin, dann kocht er sogar noch.
      Oft macht er noch die Wäsche oder er putzt wenn ich ihn darum bitte.

      Es wird immer nur davon gesprochen, was für einen erschöpfenden Tag die Frau mit den Kindern hat. Wer und wie wird das bei den Männern honoriert? Nach der Arbeit haben sie auch nicht Feierabend sondern teilen sich mit uns Frauen die Kindererziehung und den Haushalt. Wann gibt es für unsere Männer die Blumen?

      In der Schwangerschaft machen wir Frauen durch die Hormone einiges durch. Aber auch die Männer mit uns. Kurse gibt es immer nur für Frauen in den wenigsten Fällen für den Mann. Wer bereitet den den Papa aufs Elternsein vor?
      Am Anfang meiner Schwangerschaft hatte ich mir die Info Broschüre vom Bund bestellt. Gefühlte 500 Kataloge für die Frau und einen kleinen für den Mann.

      Ich weiß mein Thread ist ein vißchen provokativ. Aber wie oft fragt eine Frau ihren Mann wie es ihm geht und ob Sie ihm was abnehmen soll. Wie oft Fragen unsere Männer uns das?
      Meiner Meinung nach haben beide einen anstrengenden Fulltime Job. Die meisten Männer wollen auch gerne Elternzeit machen. Können das aber aus finanziellen Gründen nicht. Man arrangiert sich also.

      In einer guten Beziehung sollte jeder mal die Sachen erläutern, so wie er sie sieht. Vielleicht kann man dann für den anderen auch freiräume schaffen um für sich selber was zu tun. Und um wieder als paar zu leben.

      Viel Erfolg

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