Meine laaaange Geschichte

    • (1) 11.09.17 - 19:32

      Hallo Ihr Lieben,
      ich versuche zwar mich kurz zu fassen, kann es aber nicht versprechen.

      Ich bin seit drei Jahren mit meinem Partner zusammen. Die Beziehung an sich ist rund um perfekt. Wir sind absolut auf einer Wellenlänge. Harmonieren total miteinander. Wir sind beste Freunde, Partner, Geliebte und Vertraute. Ich war niemals so verliebt in einen Mann.

      Doch es wäre ja zu perfekt, wenn es da nicht einen Harken gäbe.
      Mein Freund kommt mit einer heftigen Vorgeschichte. Als wir uns kennen lernten, hatte er gerade eine fast 10 Jährige Beziehung hinter sich. In der er nach drei Jahren feststellen musste dass seine Partnerin ihn betrogen und dann ein Kind von einem anderen bekam (den das bis heute nicht juckt). Aus Liebe zu ihr, hat er also mit ihr ein kleines KuckKucksmädchen groß gezogen und sich wie sollte es anders sein total in die kleine Verliebt. Für ihn fühlt sie sich wie seine Tochter an. Zwei Jahre später folgte der Haus bau und eine Verlobung. Quasi Bilderbuch. Nun ja, eine Woche vor dem Umzug in das Haus, verließ sie ihn, kaufte hinter seinem Rücken selbst ein Haus und er dürfte das Kind nicht mehr sehen. Nach einigen Wochen des Harderns... versuchten sie es erneut, sie wurde dann von ihm schwanger... und trieb das Kind hinter seinem Rücken ab....

      Wie Ihr euch vorstellen könnt, dauerte es sehr lange ehe er sich richtig auf eine Beziehung mit mir einlassen konnte, und ich durchlebte quasi den Trennungsprozess mit ihm.

      Er tut sich auch schwer eine richtige Beziehung zu meiner Tochter (aus meiner vorherigen Partnerschaft) zu zulassen und flüchtet schnell wenn es ans eingemachte geht.

      Wir sind uns einig, dass wir ein gemeinsames Leben wollen, aber er will viel Zeit und sich 100% sicher sein, er prüft und prüft und prüft, augenscheinlich traumatisiert von dem was ihm passiert ist.

      Ich liebe ihn wahnsinnig und warte natürlich geduldig... aber auch ich habe Bedürfnisse und leide zeitweise sehr darunter dass es nicht so recht voran geht...

      Nun... hat man bei mir eine Endometriose festgestellt. Erst mal nichts dramatisches... jedoch befindet sie sich an den Eierstöcken und zerstört diese. Eine OP kommt aus medizinischer Vorgeschichte eher nicht in Frage (Mutter und Tante, haben beide Ihre Eierstöcke dabei verloren). Nun sagte meine FA dass ich versuchen sollte das Baby Thema so zeitnah wie irgendmöglich zu bearbeiten.

      Wie ihr euch denken könnt ist mein Partner zwar wahnsinnig verständnisvoll und lieb... aber... und das ist der Clou... er ist noch nicht 100% im Boot, es fühlt sich für ihn noch nicht hundertprozentig danach an, verstehe ich auch...

      aber mir rennt die Zeit davon, und bis auf diese Sache, (das er Zeit braucht) läuft es bei uns perfekt, meine Tochter und er verstehen sich prima, sie mag ihn total und sie akzeptiert ihn total.... er und ich sind eine totale Einheit... und meine Familie mag ihn auch total. Beruflich ist es zwar manchmal was schwierig, aber im Grunde warum nicht...

      Aber natürlich, schafft er es nicht mal mit uns zusammen zu leben, da es ihm von Zeit zu Zeit einfach zu viel wird... (was ich auch verstehe) ...

      Er sieht das Kind seiner Ex auch regelmäßig und kümmert sich immer noch darum, für ihn wie gesagt seine Tochter, die Ex hat einen Splin aber dass ist nichts neues...

      Nun geraten wir oft in Streit wegen dem Thema.... verständlicherweise prallen unsere Interessen und Bedürfnisse sehr heftig aufeinander.

      Ich liebe ihn und will ihn nicht drängen, aber ich möchte auch nicht darauf verzichten ein zweites Kind zu bekommen...

      Wir haben es mal kurz versucht, aber er bracht es schnell wieder ab.

      Nun frage ich mich was ich tun kann, wie kann ich ihm helfen das Geschehene zu verarbeiten, ... kann ich überhaupt was tun, wie ist eure Meinung zu alledem?

      • Es gibt keine Garantie, dass eine Beziehung hält. Für niemanden. Er kann Dir ja auch nicht garantieren, dass er Dich nie verlassen wird. Das wäre auch glatt gelogen.

        Er sollte eine Therapie machen, anders sehe ich keine Chance auf eine Zukunft, wie Du sie Dir wünschst mit ihm.

        Er ist geschädigt. Die Ex hat alle Karten gespielt, die Frau im Kampf um ein Kind spielen kann.

        Was du tun kannst, weiß ich nicht. Vielleicht nur mit dem Kinderwunsch abschließen, wenn er nicht bereit ist und du ihn liebst.

        Ansonsten bliebe: Vaterschaftsanerkennung vor der Geburt, gemeinsames Sorgerecht und Vereinbarung des Wechselmodells im Trennungsfall vereinbaren.

        LG

        Na mir stellt sich die Frage: muss es denn unbedingt noch ein Kind geben?
        Du hast ein Kind, dein Freund hat einiges durchgemacht was das Thema betrifft.
        Warum also nicht alles so lassen wie es ist?

      • Hallo!

        Hast du mal mit deinem FA geredet, ob Du Dir Eizellen einfrieren lassen könntest? damit könntest Du Jahre gewinnen. Ist eben die Frage, wie weit das mit Endometriose machbar ist.

        Dein Freund hat halt echt viel mitgemacht, da kann man seinen Standpunkt schon verstehen, und ihr seid "erst" 3 Jahre zusammen.

        Hallo,

        was Dein Mann braucht, ist eine Therpie und auf keinen Fall noch ein Kind, im Moment zumindest.

        LG

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