immer dieselbe Leier

    • (1) 11.09.17 - 20:54

      Schönen Abend wünsche ich euch,

      ich muss mal meinen Frust rauslassen und falls sich jemand die Mühe macht das zu lesen, freue ich mich auch sehr über produktive Meinungen.

      Mein Partner (31) und ich (25) sind seit über 4 Jahren zusammen und haben einen wunderbaren Sohn mit 16 Monaten.

      Unsere Beziehung ist seit der Ss schwierig geworden und im Moment weiß ich nicht wie es weitergehen soll. Schwierig deshalb, weil mein Partner sehr gerne unterwegs ist, sich mit Freunden trifft, seine Freizeit einfach sehr wenig mit uns verbringt. Vor der ss und dem Kind waren wir gemeinsam unterwegs, das geht jetzt hald nicht mehr und ich hätte mir echt gewünscht, dass auch er ruhiger und häuslicher wird.

      Seiner Meinung nach verzichtet er sehr oft, meiner Meinung nach aber nicht. Es ist irgendwie ein endloser Kampf und ich weiß echt nicht wie lange ich noch mitmache.
      Ich wünsche mir einfach nur eine kleine glückliche Familie.

      Da sich dieses Thema schon sehr lange zieht, können wir fast nicht mehr richtig miteinander sprechen, jeder ist geladen und genervt, die Stimmung im Keller. Wenn wir uns dann beide vornehmen wir raufen uns zusammen gehts zwei Wochen, dann wieder das gleiche.
      Mein problem ist auch noch das er mir schon oft versprechungen gemacht hat, diese nicht eingehalten hat, und ich kann diese "Fehler" nicht vergessen. Ich bräuchte mal einen Reset-knopf, aber ich habe ihn leider noch nicht gefunden.

      Ist jemand vielleicht in einer ähnlichen Situation?

      • (2) 11.09.17 - 21:46

        Ja hier!
        Bei mir ist es so ziemlich dasselbe.
        Mein Mann ist auch viel mit Freunden weg etc. und meiner Meinung nach zu wenig für uns da. Er sieht das natürlich ganz andres, erzählt seiner Familie wie oft er da sei und ich frage mich immer ob meine Sichtweise so verdreht ist oder seine...

        Ich wünsche mir auch einen Reset-Knopf, wenn du ihn findest gib Bescheid.

        Hier werden bestimmt einige schreiben dass man sowas doch bevor man Kinder bekommt klärt etc. Wir haben so ziemlich alles durchgesprochen aber wie es dann tatsächlich wird kann einem keiner garantieren. Menschen handeln eben oft anders.

        Ich kenne mittlerweile so viele bei denen die Männer so sind, sicher es gibt auch Ausnahmen. Irgendwie haben einige doch das Gefühl was zu verpasst . Dabei verpassen die das schönste, wie ihre Kinder groß werden.

        Ich kann dir leider keinen Geheimtipp geben, aber du bist nicht allein!!

        Ihr müsst die Woche knallhart logisch aufteilen.

        Sonntag ist Familientag, da wird was zusammen unternommen.
        Freitag kannst du alleine ausgehen und Samstag er.
        Samstag Vormittag wird gemeinsam Haushalt gemacht und gemeinsam eingekauft. Samstagnachmittag hast einmal du kinderfrei und einmal er, jede Woche im Wechsel.
        Montag machst du dein Hobby, Dienstag er, Mittwoch du und Donnerstag er.

        Dann hat jeder genau gleich viel freie Zeit. Und dann schauen wir mal ob er kapiert wo das Problem liegt...

        Aber um komplett gerecht zu sein müsstest du dann auch arbeiten gehen, wenn du das nicht eh schon tust.

        Am besten ihr würdet beide Teilzeit arbeien und euch bei der Kinderbetreuung abwechseln. Das sind alles hausgemachte Probleme aufgrund der klassischen Rollenverteilung.

        Früher sind die Männer auch ausgegangen und die Frauen waren zu Hause. Und die Frauen hat es vielleicht auch angekotzt. Aber sie mussten es erdulden, weil sie keine Arbeit hatten, es keine Kinderbetreuung gab und die Frau dem Mann finanziell ausgeliefert war.

        Jetzt mal ganz pauschal ein Beispiel aus der Zeit vor der Emanzipation

        Heute gibt es doch genug andere Möglichkeiten.

        • Habe ja nicht behauptet, dass alle gleichzeitig einkaufen müssen. Einer kauft ein und der andere putzt oder wie auch immer. Oder einer geht in Laden A und der andere im Laden B.

          Ich wollte nur verdeutlichen, dass man die Rollen anders verteilen kann, als einige das handhaben. Und dass das vielleicht ein Schritt in Richtung mehr Zufriedenheit aller Beteiligten ist.

    Wie oft geht er denn genau weg? Also wie sieht so eine durchschnittliche Woche aus? Sind seine Freunde alle kinderlos und feiern an den Wochenenden die Nächte durch?

    Hallo. Meiner Meinung nach passt ihr nicht zusammen. Menschen sind verschieden.... Wenn man ein kind in die welt setzt trägt man gleichermaßen Verantwortung und das Leben ändert sich wenn man Eltern wird. Ich sehe hier einen Kindskopf von mann der das nicht begreift und sein Leben so weiter lebt wie vor dem Kind. Dann sehe ich dich... Der Verantwortung für das kind bewusst und wie selbstverständlich das Leben geändert als das kind da war.

    Ich könnte mit so einem Typ mann auch überhaupt nix anfangen, ich erwarte absolute Zuverlässigkeit und einen Familienvater..... Für den völlig klar ist das er nicht ständig hier und da weg gehen kann wie er lustig ist sondern das Absprachen getroffen werden (bsp man geht einmal im Monat gemeinsam weg während das kind bei oma schläft oder jeder geht alle 2 Wochen mal weg während der andere Partner aufs kind auf passt).
    Jedes paar muss es da für sich passend finden,oberste Priorität haben immer die Familie.
    Es kann nicht sein das ein Partner ständig weg geht, während der andere ständig alleine zuhause hockt und das GEMEINSAME kind hütet

    • Naja, es gibt leider auch Frauen, die zu Hause am Kind kleben und ja kein Babysitter haben wollen, etc. etc.
      Wenn dann der Mann sich die Freiheiten nimmt mit Freunden weg zu gehen, ist es dann auch falsch.

      Ich kenne sooo viele Frauen, die selber mit sich unzufrieden sind aber ihren Popo selber nicht hochbekommen und dann die Schuld den Partner zuschieben, weil er ja nie da ist, um das Rama-Familienleben zu zelebrieren. Frauen fangen dann an zu fordern, fordern, fordern und wundern sich, wenn die Männer dann gar keine Lust mehr haben nach Hause zu kommen.

      Es gibt Väter, die sind die Woche über unterwegs und auch da müssen Frauen ihr Leben leben, da keiner am Abend mit ihr zusammen auf dem Sofa vor dem TV sitzt.

      Wenn sie vor dem Kind schon immer unterwegs waren, wird sich der Mann kaum ändern und zum Stubenhocker werden aber die Mama wird es. Warum? Sie kann genau die selben Ansprüche stellen wie der Mann und sie tauschen die Tage, nehmen Babysitter etc. Aber wie schon gesagt, viele Frauen kleben beim Baby daheim.
      Und dann trauen sie den Vater oftmals nicht zu, dass er das Kind alleine betreuen kann.

      LG
      Lisa

Bei uns war das ähnlich: vor dem Kind fand ich unsere Beziehung toll. Jeder hat sein Ding gemacht. Wir waren bei der Zeugung unseres Sohnes fast 7 Jahre zusammen.

Tja, dann kam das Kind und ich habe mich auch sehr geändert, nur der Vater des Kindes nicht.
Schon in der Schwangerschaft hatte ich nicht den Partner an der Seite, den ich mir gewünscht hatte.
Dann hatte unser Kind ne Organfehlbildung und ich war echt fertig, aber ich hatte nicht den Partner der mir bei stand. Als Sohnemann 6 Wochen alt war mussten wir ins KH, mein Partner ist mit seinem Sportverein weg gefahren... ganz viele kleine Dinge und vor allem: nichts körperliches mehr und das ist so wichtig.
Wir hatten das besprochen, wir haben kleine Dinge geändert, aber der Frust bei mir saß zu tief.

Wir haben uns getrennt da war Sohnemann 1,5 Jahre.

(14) 12.09.17 - 10:45

HI,
eine Rama-Familie gibt es nur im Fernsehen.
Dieses ganze "ich will nur eine kleine glückliche Familie haben" funktioniert nicht, da ihr unterschiedliche Individuen seid.
Nur weil man ein Baby hat, vergißt man nicht zu leben und das ist auch wichtig so.

Plant die Woche durch, wer wann weg geht, du hast genauso das Anrecht drauf zum Sport zu gehen, Freunde zu treffen, etc.
Wenn es zeitlich mal nicht passt, dann einen Babysitter holen oder wenn ihr zusammen weg gehen wollt.
Nur weil man ein Kind hat, muss nicht jeder jeden Abend daheim verbringen.

Plant Familientage, Ausflüge, etc.

Man wird nicht häuslicher, weil die Frau es will, oder ein Baby da ist. Einen Mann/Frau deswegen einzuengen und mehr zu verlangen, ist oftmals der falsche Weg.

Es fragt sich auch, WIE ihr miteinander kommuniziert. Stellst Du ihn Regeln auf, an die er sich zu halten hat und dann bist du nachtragend, wenn es mal nicht klappt?

Findet einen gemeinsamen Weg und sei es mit Hilfe von Außerhalb (Mediator) und fragt Euch mal, wer welche Vorstellung von "Familie" hat.

LG
Lisa

Mein Mann ist auch viel unterwegs. Vor allem am Wochenende. Das war ein Grund für die Trennung.
Meiner Meinung nach sollten bei Familiengründung die Schwerpunkte woanders liegen. Mir war die Tatsache, dass er jede Woche feiern geht, um 05:00 Uhr nach Hause kommt, um dann bis in die Puppen zu schlafen, was insgesamt das ganze Wochenende betrifft fast zuwider.
Er war anfangs anders, sonst hätte ich mich nicht auf das Projekt Familie eingelassen.

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