Partner steht auf SM Seite: 2

      • (26) 12.09.17 - 14:08

        Hallo,

        das ist das Problem, dass im Bereich (BD)SM noch so viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist.... Mittlerweile ist man so weit, dass man diese Neigung im Prinzip bereits mit einer Orientierung gleichstellt und nicht als sexuelle Präferenz betrachtet, auch, wenn manche Paare ja durchaus auch nur "Lust aufs Spielen" haben. Aber jemand mit einer echten Neigung benötigt dies als integraler Bestandteil seiner Sexualität.
        Warme Worte, die nichts mehr nutzen, aber im Prinzip lautet das: Ihr werdet als Paar einfach nie sexuell kompatibel sein. Man kann diese Neigung nicht wegtherapieren ebenso wenig wie man sie hintherapiert bekommt.
        Insofern... ich bin ungern so düster, aber auf der sexuellen Ebene sehe ich bei euch eine Bankrotterklärung.
        Wie ihr damit in eurer Beziehung umgehen wollt, das weiß ich nicht.
        Ich könnte so, oder so herum, nicht leben.
        Beziehung bedeutet nicht nur Sexualität, aber eben auch. Ansonsten ist das in meinen Augen eine Freundschaft.

        LG

        • Aber jemand mit einer echten Neigung benötigt dies als integraler Bestandteil seiner Sexualität.

          Bissel OT, aber spielt nicht gerade im BDSM Bereich Respekt und Vertrauen eine der größten Rollen? Gerade in dem Bereich ist es ja nicht unüblich, einen Spielpartner zu haben, der nicht unbedingt der eigene Partner ist.

          Es gibt natürlich verschiedenste Sichtweisen, aber wenn der Mann der TE sagt "ich brauch das, aber nur mit dir", dann sagt er das in meinen Augen nicht aus Liebe sondern aus Bequemlichkeit.

          Ich gebe dir vollkommen recht - auf sexueller Ebene wird das nichts mehr und das würde für mich auch das Beziehungsaus bedeuten.

          • (28) 12.09.17 - 15:48

            Hallo,

            ich denke, das wird wie so oft im Leben halt von den Menschen unterschiedlich gelebt oder praktiziert. Nur, weil jemand eine solche Neigung hat, bedeutet das ja nicht, dass derjenige vielleicht kein Bindungsbedürfnis hat und das ggf. sogar exklusiv... Ich gebe dir aber Recht, viele dieser Spielbeziehung sind freiwillig, wenngleich auch so manch eine aus der Not geboren (fehlender Partner oder Partner ohne diese Neigung, dann klappt es aber in der Beziehung selbst in der Regel sexuell auch nicht so, das lässt sich eben nicht "unterdrücken").

            LG

        (29) 12.09.17 - 16:30

        "Mittlerweile ist man so weit, dass man diese Neigung im Prinzip bereits mit einer Orientierung gleichstellt und nicht als sexuelle Präferenz betrachte"

        Das ist mir neu, ist das echt so? So nach dem Motto Hetero, Homo, BDSM?

        • (30) 12.09.17 - 20:52

          So in etwa, ja.

          Es gibt natürlich auch Menschen, für die BDSM nur mal ein kleines Spiel als Abwechslung ist, oder die einmal eine BDSM Beziehung führen, aber mit dem darauffolgenden Partner dann wieder ganz normal Sex haben - aber es gibt ja auch einige Heteros, die sich zwischendurch doch mal in einen Menschen des gleichen Geschlechts vergucken, einfach weil betreffende Person menschlich so gut passt, dass die Hormone aufdrehen.

          Aber wenn es eine echte Neigung ist, die gesamte Sexualität nur mit Elementen des BDSM funktioniert, ohne gar keine Erregung aufkommt, dann ist das einfach so.

    (31) 12.09.17 - 19:40

    Ich glaube, das Problem liegt eher daran, dass dein Partner kein Stück auf deine Bedürfnisse eingeht. Hätte er das nämlich getan und würde nicht vehement auf die Erfüllung seiner Wünsche bestehen, dann hättest du vielleicht nicht so eine Abneigung gegen seine Neigung. Das was dein Mann da macht ist in meinen Augen sexuelle Nötigung. Du schreibst, du kommst dir austauschbar vor und das finde ich wirklich schlimm. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man sich auf die Vorlieben seines Partners durchaus einlassen kann. Und man kann sogar Gefallen daran finden, weil es sehr lustvoll sein kann, seinem Partner Lust zu bereiten. Die Praktik ist dabei dann ehrer nebensächlich. Aber dazu braucht es Vertrauen, Feingefühl, Achtsamkeit, Zeit und Geduld. Von alldem kann ich in eurer Beziehung nichts herauslesen. Im Gegenteil. Ich würde bei so einem Mann schreiend weglaufen. Und das nicht aufgrund seiner Neigung!

    • (32) 13.09.17 - 23:40

      Ja, das ist es. Ich habe viel für ihn getan. Nicht nur, dass ich mich seinen Vorlieben angepasst und ihm die Hobbydomina gegeben habe.
      Zurück kam meistens nicht viel.
      Klar, wir hatten auch schöne Zeiten. Aber wenn ich zurückblicke, haben (in meinen Augen) die schlechten Zeiten überwogen...
      Ich habe mich immer ein bisschen durch ihn Fremdbestimmt gefühlt. Auch bei (seinem) SM Sex - Eine Domina, die Anweisungen zu gehorchen hat - eigentlich lächerlich!

(33) 13.09.17 - 10:55

Klingt wie der Anfang vom Ende. Was sich hinziehen kann. Wenn man auf einer ganz elementaren Ebene dermaßen inkompatibel ist, ist jede Lösung, die auf einen Bestand der Ehe setzt, nur eine Notlösung. Die Variante, dass sich beide ausserhäusig ein entsprechendes Pendant suchen, kann klappen, muss aber nicht. Weil dadurch eben ganz neue Probleme generiert werden. Der Umstand, dass Du in der Ehefalle Haushalt/Kinder sitzt, macht proaktives Handeln nicht leichter. Vielleicht hälst Du es noch eine Weile aus. Aber Du wirst schon jetzt empfänglich sein für Signale eines Mannes, der Dich da abholt, wo Du stehst. Und ab da wird eine Trennung wie selbstverständlich laufen. Bestimmt wird alles gut. Allerdings nicht unbedingt miteinander.....

  • (34) 13.09.17 - 23:35

    Danke für deine Antwort, ja, das alles trifft es ziemlich genau.
    Er und ich sind nicht nur im sexuellen Bereich völlig unterschiedlich. Ich bin eher extrovertiert, habe viele Freunde und Bekannte, bin optimistisch und meist gut gelaunt. Mag erstmal (fast) jeden. Er ist das komplette Gegenteil.
    Eine Trennung habe ich bereits versucht.
    Er ignoriert diese. Er hatte darauf ein Burnout. Ist seither halbtags daheim... was das ganze für mich noch schlimmer macht. Er beobachtet mich, kontrolliert mich, analysiert mich. Gibt mir für alles die Schuld.
    Eigentlich kann ich nichts mehr richtig machen. Er hat extreme Stimmungsschwankungen. Mal weint er wie ein Baby - weil ich ihn nicht mehr liebe (bin da auch ehrlich zu ihm) dann wieder wird er laut und aggressiv und droht mir, wie schlecht es mir im Fall einer endgültigen Trennung ginge... dann ist er wieder total liebevoll und aufmerksam und ich bin seine Königin (nerv!!)
    wir gehen schon zur Paarberatung. Irgendwie bringt das aber nichts. Davon kommen meine Gefühle auch nicht zurück. Er klammert extrem und will mich mit aller Macht behalten. Er sagt sogar, er könnte auf seine SM Vorlieben verzichten.... das glaube ich aber nicht. Ständig macht er diesbezüglich Andeutungen.
    Er kann sich einfach nicht vorstellen ohne mich zu sein (und die Kinder) und akzeptiert die Trennung einfach nicht. Hätte ich die Kohle, ich wäre weg... aber so.., fremdes Land, aus dem ich auch nicht einfach weg kann (Geteiltes Sorgerecht) und von ihm werde ich (vorerst) keinen Cent bekommen..!! Es ist viel passiert bei uns, dass ich mich getrennt habe, die Sache mit dem SM ist nur ein Teil davon , wenn auch ein recht großer...
    ich fühle mich einfach nicht genug ernst genommen.
    Die Situation gerade ist für mich recht verzwickt.
    Kein Job, zwei kleine Kinder, kein Geld.
    Meine Gefühle sind recht ambivalent. Einerseits tut er mir leid auf der anderen Seite hasse ich ihn manchmal. Hin und wieder mag ich ihn, dann ist er so wie früher... aber das kommt eher selten vor.
    Es interessieren sich oft andere Männer für mich, die mich auch mit den Kindern nehmen würden....aber gerade brauche ich da keinen!
    Jetzt habe ich aber viel geschrieben😳

(35) 13.09.17 - 10:56

Klingt wie der Anfang vom Ende. Was sich hinziehen kann. Wenn man auf einer ganz elementaren Ebene dermaßen inkompatibel ist, ist jede Lösung, die auf einen Bestand der Ehe setzen, nur Notlösungen. Die Variante, dass sich beide ausserhäusig ein entsprechendes Pendant suchen, kann klappen, muss aber nicht. Weil dadurch eben ganz neue Probleme generiert werden. Der Umstand, dass Du in der Ehefalle Haushalt/Kinder sitzt, macht proaktives Handeln nicht leichter. Vielleicht hälst Du es noch eine Weile aus. Aber Du wirst schon jetzt empfänglich sein für Signale eines Mannes, der Dich da abholt, wo Du stehst. Und ab da wird eine Trennung wie selbstverständlich laufen. Bestimmt wird alles gut. Allerdings nicht unbedingt miteinander.....

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