Die Kinder treiben mich in den Wahnsinn

    • (1) 14.09.17 - 22:40
      aufgegeben

      Liebe urbia Leser,

      mir ist bewusst, dass dies die falsche Kategorie ist, allerdings möchte ich anonym bleiben.

      Wir haben 2 Kinder - 4 Jahre und 18 Monate alt.
      Mein Mann ist beruflich viel unterwegs, manchmal auch über Nacht, ich gehe wenn er frei hat einige Stunden arbeiten auf Mini Job Basis.
      Unterstützung aus der Familie haben wir leider keine. Meine Eltern sind verstorben und seine Familie ist durch Krankheit nie in der Lage gewesen uns auch nur stundenweise die Kinder abzunehmen.

      Babysitter ist finanziell nicht drin.

      Aber ich gehe langsam auf dem Zahnfleisch. Das große Kind hat nur einen halbtags Platz im Kiga (endlich! seit es 4 ist, obwohl wir seit Geburt überall angemeldet haben!) Für das 2 Kind sieht das ähnlich schlecht aus.

      Mit 2 Vollzeit Plätzen wäre alles super. Nur klagen hier schon Eltern auf die Betreuungsplätze. Die Stadt ist da allerdings sehr schwerfällig, da geht nichts vorwärts, es wird da auf Zeit gespielt seitens der Stadt.

      Meine Kinder, besonders das jüngere mit seinen 18 Monaten macht mich irre.
      Schäft nachts noch immer nicht durch. Brüllt irre laut, quengelig den ganzen Tag, nimmt alles auseinander, klettert überall drauf und brüllt ohrenbetäubend wenn man es im Bett oder Laufgitter festsetzt (um mal zu duschen, zu kochen) oder in Situationen wo rum laufen zu gefährlich wäre.

      Das macht mich fertig. Dieses gezappel den ganzen Tag. Dieses quengeln! Ich kann es nicht mehr hören!
      Zur Arbeit flüchte ich regelrecht, nur weg und erlöst sein davon!

      Für das große Kind bleibt mir viel zu wenig Zeit. Das kleine Kind torpediert mit quengeln und körperlichen Aktionen, jede Form von Zuwendung oder Absprache für das 4 jährige Kind.

      Mittlerweile pack ich das Kleine ne halbe Stunde vor dem Großen ins Bett, um noch etwas RUHE mit dem Großen zu haben!

      Trotzdem bin ich nur froh wenn ich weg kann oder die Kinder schlafen!

      Eine Woche weg. Alleine. Das wäre es. Nur raus hier und nicht zuständig sein!

      Mein Mann findet meine Sicht der Dinge und mein empfinden furchtbar. Er sagt dazu nur das andere das genauso haben und keiner das so empfinden würde wie ich, nur ich würde jammern.

      Mehr kommt da von ihm nicht.

      Geht das vorbei? Wird das besser wenn das kleinere Kind endlich mal verständiger wird (so mit 3 Jahren?) Damit dieses geplärre endlich aufhört?

      Das macht mich fertig.
      Gestern bin ich einfach ne Stunde an der Bushaltestelle sitzen geblieben nach Feierabend. Nur damit ich erst heim komme wenn das kleine bereits im Bett ist...

      • Das ist das anstrengendste Alter, finde ich. Wir haben uns in dem Alter Erziehungsberatung geholt. Geh doch mal zur einer Erziehungsberatungsstelle und laß dir helfen.

        • (3) 14.09.17 - 22:52

          Danke Dir. Mein Mann will davon nichts wissen und ist davon überzeugt, ich würde übertreiben.

          Da ich nur stundenweise zur Arbeit bin (pro Woche 2 mal für 5 Stunden mit Fahrtzeit) erlebt er es ja nicht in Dauerschleife, so wie ich.

          • Die Nerven bzw. Belastungsgrenzen sind unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Sei froh dass du die TZ Beschäftigung hast. Das ist nicht wenig, 2 x 5 Std.

            Du brauchst ein paar hilfreiche Tipps für den Umgang mit Kleinkindern und dann wird es besser. Wenn du eine erfahrene Mutter kennst, die das gut hinbekommen hat und deren Kinder 1-2 Jahre älter sind, kannst du auch die fragen.

            Ansonsten Erziehungsberatungsstelle (z.B. Caritas)

      Gibt es die Möglichkeit, die Kinder aus zu powern? Eltern- Kind turnen oder einen Sportlerin für das große Kind? Irgendetwas, wo sie sich austoben können. Gerade beim 1,5 jährigen Kind halte ich eine wöchentliche Aktivität wo es sich austoben kann für sehr wichtig. Das Alter ist anstrengend und sie Energie, die Kinder hsbrn ist manchmal echt unglaublich. Dem wird man oft gar nicht gerecht. Ich könnte zum Beispiel gar nicht mehr so lange toben, rennen und klettern wie mein Sohn es gerne möchte und braucht. Mein Tipp wäre also, dir eine turngruppe o.ä. Für zumindest das jüngste Kind zu suchen. Damit es seine Energie nicht nur ausnutzt sondern auch aktiv etwas damit anfängt.

      Ich denke das problem sind nicht zwei juneg Kinder, sondern die Rollenverteilung in deiner Beziehung und dein Selbstverständnis.

      • (7) 15.09.17 - 08:36

        Kannst du das bitte näher erläutern?

        • Ich persönlich finde es nicht gesund, dass ein Elternteil kaum noch zuhause ist, wenn es kleine Kinder hat.

          Du hast keine Familie im Rücken, bist den größten Teil alleine und wenn er dann mal da ist gehst du arbeiten.

          Ich denke, dass er beruflich etwas zurückstecken sollte.

          • (9) 15.09.17 - 17:33

            Das geht leider nicht.

            Er muss in seinem Job leider manchmal reisen und hat dann Übernachtungen. Das geht nicht einfach unterschrauben.

            Zudem haben wir unsere laufenden Kosten (ein Haus seit 2 Jahren) das alles muss bezahlt werden.

            Schön wenn andere Eltern beide 30 Stunden machen und sich alles teilen.
            Nur gibt es Branchen da kann sich das kein Mann erlauben.
            Er wird dann eben durch einen ungebundenen ersetzt, der die Reisetätigkeit und die damit verbundene Abwesenheit nicht stört.

    Hallo,

    als mein Sohn in dem Alter war, bin ich auch auf dem Zahnfleisch gegangen. Meine Tipps, die aber auch nur bedingt helfen: Rückentrage, Wohnung komplett kindersicher machen, Kinder-CDs und ansonsten jeden Tag Spielplatz, Mütterzentrum (Indoorspielplatz), Zoo usw.

    Ich bin nach der Arbeit nicht an der Bushaltestelle gesessen sondern fast täglich schwimmen gegangen. Da musst du halt mit deinem Mann reden, wer was wann macht.

    Gute Nerven!

    In einem Jahr sieht es wieder besser aus.

    Ach ja, Kinderturnen ich meine Krabbelgruppe waren wir auch immer. Einfach täglich raus und Action

    Hallo,

    was würdest Du denn machen, wenn beide Kinder einen Ganztagesplatz hätten? Würdest Du mehr arbeiten oder willst Du einfach nur Deine Ruhe? Ich empfinde Dein Anliegen irgenwie zwiegespalten. Zum einen denke ich mir, warum 2 Kinder wenn die, von Dir genannten, Voraussetzungen schon bei Kind Nr. 1 bekannt waren, zum anderen denke ich, bist Du unterfordert, also beruflich, und die Kinder sind nicht ausgepowert.

    LG

    • (14) 15.09.17 - 10:13

      Wären beide Kinder mit Vollzeit Plätzen untergebracht, würde ich meine Stunden auf 25 bis 30 erhöhen.

      (15) 15.09.17 - 10:24

      Warum bekommt man ein zweites Kind?

      Zum einen war ich nach dem ersten Kind sehr zeitig wieder arbeiten (damals war mein Mann beruflich nicht so oft unterwegs und er hatte deutlich weniger Stunden) und ich habe da Teilzeit gearbeitet (25 Stunden)

      Das grosse Kind war ausserdem sehr pflegeleicht, im Vergleich zum zweiten.

      Zudem ist es ein riesen Unterschied ob man ein oder zwei Kinder hat, man denkt mit einem Kind wüsste man was auf einem zukommt.
      Man kann die Aufmerksamkeit komplett auf das eine Kind lenken und muss sich nicht teilen.

      Und dazu kommt, meine Eltern haben zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Von ihnen gab es Unterstützung.

      Das alles so wird wie es heute ist, das wusste ich vor der zweiten Schwangerschaft nicht.

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