Kind und Beruf- Aufteilung

    • (1) 17.09.17 - 20:06
      Frau Nachdenklich

      Wie habt ihr Euch geeinigt hinsichtlich Kind und Beruf?
      Ward ihr einer Meinung, ist einer von Euch ganz zu Hause geblieben und wenn ha5 wie lange?
      Habt ihr das Ganze ergebnisoffen diskutiert?
      Kam auch die Variante zur Sprache, dass niemand Elternzeit nimmt und andere Lösungen wurden in Erwägung gezogen?
      Also beide reduzieren oder das Kind wird von Anfang an anderweitig betreut?
      Gibt es vielleicht unter Euch Eltern die beide weiter Vollzeit arbeiten gegangen sind oder wo der Mann beruflich kürzer getreten ist, da Frau die besseren Aussichten auf einen gut bezahlten Job hatte?
      Erzählt doch mal. Wir kommen nicht weiter, es gibt da keine Lösung die uns beiden zusagt

      • Ganz klassisch.

        Ich war bei meinem sohn anderthalb jahre zuhause. Dann 9 std arbeiten wo er von den grosseltern betreut wurde. Und bisher habe ich auf 3/4 aufgestockt.
        Bin wieder schwanger und werde diesmal volle 2 Jahre zuschaue bleiben.

        Beide Male war/wird mein Mann 2 Monate Elternzeit nehmen.

        (3) 17.09.17 - 20:50

        Wir haben lange diskutiert. Ich wollte ein Jahr daheim sein, und dann Vollzeit wieder einsteigen. War da auch recht fest in meiner Meinung- ich kenne es nicht anders, und möchte finanziell unabhängig sein. Meine Mom und alle Mütter meiner Freunde (damals DDR) handhabten das so.

        Mein Mann wollte das unser Kind mindestens zwei Jahre daheim betreut wird, er wäre auch mit drei Jahren sehr einverstanden gewesen. Seine Mama ging erst wieder arbeiten als er Abi hatte. Zwei Extreme also.

        Kompromiss- ich bin ein Jahr daheim, und arbeite ab da halbtags. Nach einem weiteren Jahr verhandeln wir neu.

        Mein Vorschlag, er könne gern das zweite Jahr Elternzeit nehmen wenn es ihm so wichtig ist, wurde von ihm abgelehnt. :-) Verdienen tut er mehr, wir könnten aber von beiden Gehältern problemlos leben. Ich muss nicht arbeiten, will es aber. Und ich hätte ihn gern im zweiten Jahr finanziert, wenn er daheim geblieben wäre.

        Mein Vorhaben und die Tatsache das ich es auch nach der Geburt unseres Kindes durchziehe- stösst in der Familie meines Mannes auf Unverständnis. Unser Kind wird ab ca 14 Monaten in die Kita gehen, sowas macht man dort einfach selten. Meine Familie sieht es als selbstverständlich an.

        Aber, oh Mann, was haben wir im Vorfeld diskutiert!

        Bei uns war es so, dass ich nach 2 Monaten geplant hatte, wieder an den Schreibtisch zurück zukehren. Ab da hat mein Mann die Elternzeit übernommen, erst sechs Monate Vollzeit und dann noch sechs Monate mit Teilzeit. Ich bin dann doch vier Monate zuhause geblieben, weil ich meinen Schreibtisch ganz gewechselt habe (Kind & Karriere funktioniert halt nicht überall).

        Für meinen Mann war es von vornherein selbstverständlich, dass er den Löwenanteil der Elternzeit nimmt, weil ich mehr verdiene. Seine Firma ist da auch sehr fortschrittlich und hat das ganze sehr gut mitgemacht.

        Sollte es mit Kind 2 nochmal klappen würden wir gerne beide reduzieren. So dass jeder mehr Zeit zuhause hat, aber auch noch was anderes machen kann.

        Viele Grüße

      • (5) 17.09.17 - 21:06

        Bei uns war vereinbart, dass ich 1Jahr zu Hause bleibe. Danach sollte sie Betreuung 50/50 geteilt werden. Naja... als es soweit war hat der Vater gekniffen und behauptet, so wäre das nie abgemacht gewesen. Somit arbeitet er jetzt 100%, ich dieses Jahr noch 40%, dann Vollzeit. Bei uns hat diese Frage zur Trennung geführt.

      Hallo,

      aktuell arbeiten wir 75% (Frau) und 90% (Mann)
      Eigentlich wäre 80/80% unser Plan gewesen aber da hat der Arbeitgeber meines Mannes nicht mitgespielt. (Riesiger Konzern aber leider sehr rückschrittig) Auch bei der Elternzeit war das nicht so einfach. Mein Mann arbeitet im Ausland und hat daher keinen Anspruch auf Elternzeit. Ansonsten hätten wir wohl die Elternzeit gerechter unter uns aufgeteilt. Er hat dann aber doch für 2 Monate unbezahlten Urlaub bekommen. Ich bin klassisch 12 Monate zu Hause geblieben, mein Mann den 1 und den letzten Monat. Als unser Sohn 11 Monate war, haben wir mit der Eingewöhnung begonnen. Ich habe mich in der Elternzeit um einen neuen Job bemüht, der alte Job war befristet und endete in der Elternzeit (Verlängerung von meiner Seite aus nicht gewünscht) Als mein Sohn 14 Monate alt war, habe ich wieder angefangen zu arbeiten, knapp 30 Std. die Woche). Omas, Opas oder andere Verwandte wohnen weit weg.

      Unsere Wunschvorstellung für das nächste Kind. Elternzeit gerechter aufteilen, beide im Anschluss wieder Teilzeit (75/80%) einsteigen. Ich rechne allerdings nicht damit das es klappt.
      Viele Grüße

      Hi,
      vor 11 Jahren gab es novh keine bezahlte Elternzeit, also ist der Hauptverdiener arbeiten gegangen. Ich bin nach 3 Jahren wieder mit Homeoffice eingestiegen, eigentlich zufällig.
      Die Kids werden bald 12, arbeite jetzt vollzeit

      Mein Kollege teilt sich mit seiner Partnerin die Elternzeit, nach geht jeder auf 25 Std. arbeiten.....wenns Geld reicht, warum nicht.

      lg
      lisa

      (9) 17.09.17 - 21:46

      Zuerst: der Vater meines Kindes und ich sind inzwischen getrennt.

      Aber es gab noch eine Zeit wo wir zusammen waren. Ich bin nach einem Jahr Vollzeit arbeiten gegangen, habe dann aber aus meinem Entschluss auf 97% reduziert, damit mein Kind wenigstens Freitags nicht so lange in die Kita musste.
      Da es meine Entscheidung war, habe ich auch weiterhin zu gleichen Teilen finanziell meinen Beitrag geleistet.
      Mein Ex hat Sohnemann morgens weg gebracht und ich habe zeitig angefangen zu arbeiten. Nachmittags hab ich ihn geholt.
      Naja... dann kam die Trennung und ich war froh, dass die Arbeitszeitreduzierung nur befristet war :-)

      Alles fifty-fifty. Beide Teilzeit und beide teilen wir uns die Kinderbetreuung auf und Kind ist vormittags in der Kita.

      Eigentlich wollte ich auch die Elternzeit zu gleichen Teilen aufteilen, aber da wir ein Extremfrühchen haben und mein Mann da etwas ängstlich war ob er alles richtig macht, habe ich das ganze Jahr Elternzeit genommen.

      Und ich muss sagen, sowas kommt für mich nie wieder in Frage. Ich habe mich noch nie so sehr gelangweilt im Kopf. Mein Gehirn ist nicht ausgelastet und das tut mir nicht gut. Ich brauche meine Arbeit wie die Luft zum Atmen.

      Der Arbeitgeber meines Mannes macht zwar ein bisschen Stress, aber ich bleibe stur. Ich finde, dass da die Arbeitgeber umdenken müssen. Es hat sich auch schon viel getan. Früher gab es noch nicht mal Elternzeit für Männer.

      Wir arbeiten aber beide in Branchen und Gegenden, wo Leute gesucht werden. Wir können es also riskieren einen neuen Job suchen zu müssen und würden auch schnell wieder einen finden.

      Ich persönlich finde, dass die Kita eine Bereicherung für meine Tochter ist. Sie interessiert sich sehr für andere Kinder und andere Menschen und da ist immer was los. Zuhause mit Mutti, das ist doch auch ein bisschen öde.

    Wir mussten nicht lang diskutieren.

    Für uns beide kommt eine Fremdbetreuung unter 3 Jahren nicht in Frage. Da mein Mann weitaus mehr verdient als ich, bin ich bei beiden zu Hause. Durch die laufenden Kosten war eine andere Aufteilung einfach nicht sinnvoll. Wenn es anders gewesen wäre, hätte mein Mann sich durchaus auch Elternzeit vorstellen können.

    Für uns ist es so passend.

    Hallo

    Wir sind noch am überlegen/ diskutieren. Wir werden erst in ca 7 Wochen Eltern. Wir sind uns einig, dass wir unser Kind erst mit 2 in die Kita geben wollen.
    Obwohl wir beides Akademiker sind und Vollzeit arbeiten haben wir ein starkes Gehaltsgefälle (Mann 70%/ Frau 30%)
    Mein Mann würde sehr gerne Elternzeit nehmen und das mehr als die typischen 2 Monate. Das nächste Problem ist, dass mein Mann "Karriere" macht und viele Vorzüge genießt (homeoffice, flexible Arbeitszeiten etc.) wäre er länger aus seinem Job raus, kann er sich das mit der "Karriere" abschminken.
    Andererseits kann man mit keinem Job und Geld der Welt die Zeit mit den Kindern gleich setzten.
    Wir wollen unseren Kindern natürlich was bieten und wissen wo wir uns in 20 Jahren sehen. Das würden wir nicht hinbekommen wenn ich direkt wieder Vollzeit arbeiten gehe.

    Also ein Teufelskreis zwischen den eigenen Ansprüchen für sich und die Familie, zwischen Zeit und Geld....

    Wir wohnen sehr grenznah und im Vergleich zu unseren Nachbarländern haben wir schon sehr viel Glück mit unserem System und Elternzeit + Elterngeld

    Unklassisch. Ich habe mehr verdient. Daher bin ich durchgehend Vollzeit arbeiten gegangen (nach dem Geburt von #3 ein Jahr Teilzeit). Damit ich aber daheim nichts verpasse, habe ich mit meinem Chef eine sehr flexibile Arbeitszeitregelung vereinbart. Ich arbeite 5x von 7 Uhr - 13 Uhr. Das sind 30 Stunden. Dann habe ich einen festen Nachmittag und den Rest arbeite ich abends bzw. am Wochenende ein. Das ist z.T. stressig, aber sehr familienfreundlich.

    Mein Mann arbeitet freiberuflich, leider oft auch zu einem total miserablen Stundenlohn, aber hängt an seinem Job.

    Mittags waren wir 4x die Woche gemeinsam daheim. Für die Kinder war das super. Fremdbetreuung habe ich nicht kategorisch ausgeschlossen, fand aber das Tagesmuttersystem sehr suspekt. Die Ganztagesschule ist bei uns unterirdisch.

    GLG
    Miss Mary

    (15) 17.09.17 - 22:56

    Mein Mann arbeitet 100%, eine Reduktion auf TZ ist in seiner Position nicht möglich und ein Jobwechsel wäre mit massiven Gehaltseinbussen verbunden.
    Ich arbeite 60%, bin 6 Monate nach der Geburt von #1 wieder eingestiegen. Nach #2 werde ich wieder 60% nach 5-6 Monaten weitermachen. Elternzeit für den Mann gibt es hier in der Schweiz nicht.

    Die aktuelle Aufteilung ist die einzige, die Sinn macht, da mein Mann aktuell viel mehr verdient als ich. Müsste er die Stelle wechseln, würde ich mir eine 100% Stelle suchen, da ich dann mehr verdienen würde als er und er würde TZ suchen.
    Arbeiten müsste ich jetzt auch nicht (resp mein Mann nicht wenn ich VZ arbeitenarbeite würde), aber ich mag meinen Job und brauche die Arbeit als Ausgleich. Es wäre für mich nie in Frage gekommen, mit 24 einfach aus dem Berufsleben auszusteigen. Wenn die Kids dann volljährig sind, hätte ich ja immer noch 20 Jahre bis zur Pensionierung! Ich wollte trotz Familie immer eine gewisse Unabhängigkeit wahren.

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