Haushalt - Hilft euer Partner?

    • (1) 21.09.17 - 09:10

      Hallo ihr Lieben,

      ich muss mich mal an euch wenden mit einer Frage... Erstmal kurz zu meiner / unserer Situation. Wir sind vor 3 Wochen umgezogen in eine größere Wohnung damit mein Sohn und die Tochter meines Freundes jeweils ein eigenes Zimmer haben. Kurz vorher habe ich meine Arbeitsstunden auf 30 Wochenstunden aufgestockt um finanziell etwas besser zu stehen (was sich nun aufgrund der erhöhten Miete auch wieder erledigt hat aber das ist ein anderes Thema). Mein Partner arbeitet Vollzeit (hat aber den Luxus, dass Vollzeit in der Firma "nur" 37,5 Stunden sind). Ich bin quasi alleinerziehend da mein Sohn aus einer früheren Beziehung stammt. Wir haben also nun die neue 130qm Wohnung mit Terasse und Garten (hatten wir vorher auch schon) und mein Partner kümmert sich um die Wäsche von uns allen. Alles andere erledige ich (Rasen mähen, kochen, einkaufen, aufräumen, Küche putzen, Bäder putzen, saugen usw. Ich muss euch ja nicht sagen, was alles so anfällt in einem Haushalt ;-)

      Finanziell teilen wir alles gerecht durch 2 (Miete, Strom, Telefon usw.) Mein Partner spart monatlich zusätzlich noch etwas für unseren gemeinsamen Sommerurlaub. Wenn er da nicht helfen würde, könnte ich mit meinem Sohn nicht in den Urlaub fahren.

      Momentan bin ich überfordert weil ich immer alles allein machen muss (bis auf die Wäsche).

      Wie ist das bei euch geregelt? Altmodisch nach dem Motto die Frau macht den Haushalt allein oder bezieht ihr euern Partner auch mit ein?

      Ich denke, wenn ich nicht arbeiten würde oder weniger, dann würde ich sicherlich auch alles allein schaffen. Das habe ich früher auch gemacht. Aber bei 30 Stunden finde ich das ein bisschen unfair - was meint ihr?

      Lieben Dank schon mal fürs lesen ;-)

      • Hallo,

        ich arbeite zwar nur 20 Stunden in der Woche, aber mein Mann hilft im Haushalt, wo eben etwas anfällt, sei es Rasenmähen, staubsaugen oder Boden wischen.
        Die Wäsche mach ich lieber selbst, mir reicht es schon, wenn ich sehe, wie er die Wäsche aufhängt - da hab ich letztendlich mehr Arbeit :-p

        Ich denke, wenn du deine Arbeitszeit aufgestockt hast, ist es nicht zuviel verlangt, wenn er noch was im Haushalt übernimmt. Sprich mit ihm und macht einen Plan.

        LG
        sonntagskind

        Hello :)

        Bei mir sind Vollzeit auch "nur" 37,5 Stunden, mein Mann arbeitet 40 Std die Woche und wir haben eine kleine Tochter.

        Haushalt bleibt in der Regel aber auch an mir hängen.
        In der Woche komme ich abends, wenn die Kleine schläft, eh nur zum "ein wenig wegräumen"...
        Richtiges Putzen schaffe ich nur am Wochenende und das dann auch im Marathon, während unsere Maus ein Schläfchen hält.

        Mein Mann macht zwar auch mit, aber um ehrlich zu sein eher schlecht als recht.
        Er kümmert sich mal freiwillig um die Küche oder wischt die Böden ... aber naja, Männer eben :D

        Mich stört das nicht, da ich ein eher pingeliger Typ bin und sowieso immer alle selber erledige (dann weiss ich ja, dass es auch richtig gemacht wurde ;-) )

        Ich denke, dass die Hauptsache ist, dass du dich wohl fühlst und wenn du überfordert bist, dann solltest du das auch deinem Partner kommunizieren.

        LG

        (4) 21.09.17 - 09:30

        Ich kaufe Getränkekästen und schleppe sie in den 4 Stock. Das muss reichen. Alles andere erledigt sie, da sie um 13 Uhr zu Hause ist und ich erst um 18 Uhr heim komme. Es wäre seltsam wenn ich dann noch anfangen würde zu putzen, oder?

      Nein finde ich nicht.
      Es ist doch nicht nur ihr Haushalt, du lebst doch genauso da!
      Ich vermute mal deine Frau kümmert sich auch noch um das Kind/die Kinder?!

Bei uns hat jeder seine Aufgaben und andere Sachen machen wir abwechselnd. Getränkekisten überlasse ich lieber ihm, dafür macht er nie die Katzenklos. Unterm Strich ist die Verteilung aber ok.

Nein, mein Partner hilft nicht im Haushalt.

Da es unser gemeinsamer Haushalt ist, kümmern wir uns natürlich auch gemeinsam darum.

LG

(15) 21.09.17 - 09:36

Ich denke, dass wenn sich die Lebensumstände ändern, dann muss man auch die Aufgabenverteilung nochmal überarbeiten. Ist doch ganz normal.

Bei uns sieht das momentan so aus. Ich arbeite aktuell nicht und kümmere mich um unser Kleinkind und Baby. Er hat mir immer mal die Kinder abgenommen, damit ich was im Haushalt schaffe und hat bei den täglichen Aufgaben (Betten machen, Bad grob putzen, mal schnell ne Wäsche anstellen, Tisch decken, Kochen) ab und zu mit geholfen. Nun bin ich erneut schwanger und leide extrem unter Übelkeit. Da brauche ich doch deutlich mehr Hilfe im Haushalt. Er macht nun regelmäßig die Bäder und auch sonst viiiiele der Aufgaben und das neben seinem Beruf. Das ist extrem stressig für ihn, aber so sieht es halt momentan aus. Wir gucken mittlerweile nicht mehr so ob die Aufgaben fair verteilt sind, sondern wir wollen ja beide, dass es den Kindern gut geht und die WOhnung so halbwegs stimmt und jeder bringt sich so gut ein wie er kann. Es lässt sich doch eh nicht so gut vergleichen, ob man ungefähr gleich viel macht. Das liegt schon allein daran, dass man unterschiedlich schnell arbeitet.

Deshalb würde ich dir sagen wollen: Wenn du dich überfordert fühlst, dann kannst du ihn doch fragen, ob er dir etwas abnehmen kann. Oder ob ihr nicht eine gemeinsame Zeit in der Wochen euch als feste Aufräum- und Putzzeit einrichtet. Und wenn er sagt, dass er das nicht leisten kann, dann muss man halt Abstriche machen.

Seit wir das so handhaben, gibt es auch kaum noch Streit bei uns.

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