Uneinigkeit: Haus verkaufen oder nicht

    • (1) 27.09.17 - 23:36
      Ja oder nein

      An alle mit Wohneigentum: habt ihr vor, euer Familiendomizil zu verkaufen wenn die Kinder ausgezogen sind?
      Oder habt ihr mal darüber gesprochen , was mit dem Haus passieren soll?
      Unser Haus ist jetzt nicht sehr groß, 110qm für 5 Personen waren aber ausreichend.
      Wenn unser letztes Kind nach dem Abi auszieht, finde ich es für zwei Personen die nicht jünger werden dennoch nicht mehr passend.
      Die Treppen, die leeren Zimmer , der große Garten ...für eine Familie super, aber für ein Paar zu viel.
      Ich bin der Meinung, dass man verschiedene Phasen im leben durchläuft, in denen sich auch die Ansprüche an den Wohnraum ändern.
      Als Student habe ich auf 9qm 5 Jahre gelebt, dann kleine Wohnung mit Mann und Kind , später unser Häuschen, weil wir durch die Kinder etwas mehr Platz wollten.
      Jetzt alles wieder zurück : ich hätte gerne einen kleinen Bungalow oder Parterre Wohnung, mit Terrasse, bisschen Garten, Wohnfläche 60qm reicht völlig.
      Mein Mann und ich diskutieren das gerade.
      Ich sehe nur Vorteile in einer Verkleinerung des Wohnraums.
      Er ist sich nicht sicher.
      Hm...welche Aspekte sollte man bedenken?

      • Hi,
        die Zeiten ändern sich.

        Ich habe vor 14 Jahren so gebaut, daß ich es alleine bewohnen kann, ohne daß es zu groß ist, aber auch passt, wenn ein "gebrauchter" Mann, mit alle 2 Wochen 2 Kinder, kommt.

        Tja, dann gab es 2 ein Musikbegeisterter Mann, der viele Instrumente hat und spielt, und 2 eigene Kinder.

        Es fehlt mindestens 1 Bügelzimmer/Gästezimmer.

        Bei uns ist das Problem, wenn wir in der Gegend bleiben, wo wir wohnen und auch aufgewachsen sind, bleiben wir natürlich im Haus, auch wenn die 2 ausgezogen sind.

        Solange meine Eltern leben sowieso, Jobs sind nur Zeitverträge, 2 beste Freundinnen wohnen 800 km in die eine, 300 km in die andere Richtung, könnte ich mir Ostsee zur einen Freundin vorstellen. Dort dann Bungalow.

        Aber unsere Jungs sind 11 und 7,5 Jahre, wenn die solange warten wie mein Mann, haben wir sie noch 19 und 23 Jahre hier sitzen.

        Sucht doch erstmal eure Traumimmobilie, rechnet durch, stimmt das Gefühl und dann nochmal drüber schlafen!

        Alles Gute
        claudia

        Wir wollen unser Haus (300 qm, 9 Zimmer) später behalten. Es ist eine einfach das Familienheim und unsere Kinder können dann auch mit ihren Familien zu Besuch kommen und zu Feiertagen wird es dann auch nicht übermäßig eng.
        Um die Treppen mache ich mir keine Sorgen. Meine Eltern sind jetzt 70 und sportlich, fit und gesund, vielleicht haben wir ja auch so viel Glück. Und wenn nicht gibt es dann auch so viele Möglichkeiten.

        Wollt ihr es JETZT verkaufen oder sind es Diskussionen über die Zukunft....?

        Wenn es um jetzt geht, würde ich zuerst nach etwas geeignetem suchen, verkaufen ist heut zu Tage einfach, kaufen dagegen nicht ;-)

        K

      • Bedenken sollte man, das es die Kinder mal schlecht haben könnten, und einer vielleicht zu euch ziehen muss.
        Zumindest würde ich so etwas einplanen....

        Wir bauen aktuell Haus, und bauen schon so das man daraus zwei kleinere Wohneinheiten, je 80qm machen kann. Eins für uns, und eines für den Notfall.

        Hallo!

        Mein Mann und ich haben unser "Familienhaus" zwar erst vor einem Jahr gekauft und unser erstes Kind ist erst wenige Wochen alt- aber wir haben es für die Zeit als Familie gekauft und nicht als Zeit für zwei Rentner! Das Haus ist viel zu groß dafür und das Grundstück auch, zudem zu viele Geschosse, auch wenn die 4 Bäder beispielsweise bereits barrierefrei sind.

        Für viele im bekanntenkreis war es dann ein : und was wollt ihr im Alter machen? Und wir: mieten, Senioren-WG, Erdgeschosswohnung, betreutes wohnen- halt das, was dann zu uns passt!

        Aber dafür ist das Haus wirklich nicht gemacht.

        Ich sehe es an meinen Eltern. Anstatt das Haus (in welchem ich aufgewachsen bin) zu verkaufen und sich etwas schönes, pflegeleichtes zu suchen (es muss nicht Eigenheim sein, verstehe nicht, warum man im Alter - meine Eltern sind über 70 - nicht auch mieten kann) halten Sie daran fest, werkeln immer rum, schaffen es trotzdem nicht und sind gefrustet. unf die dämlichste Begründung ist, dass sie immer sagen, dass sie es ja vererben wollen an ihre Töchter! Selbst wenn meine Schwestern und ich sagen: ey, wir haben selber selbst mindestens eine eigene Immobilie und werden sicherlich nicht in die Gegend ziehen wo wie aufgewachsen sind, hören meine Eltern weg. 🤦🏼‍♀️

        Deshalb: wir haben es jetzt gekauft, weil es unseren jetzigen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht und dann wird der Klotz später verkauft! Das war schon Thema beim Kauf und auch wenn wir das obligatorische Zimmer im Erdgeschoss "für das Alter" haben wenn man keine Treppen mehr laufen kann-ist bei Freunden von uns immer gaaaaaannnnz wichtig bei ihren Neubauten- und ich dann immer entgegne: und die oberen Etagen verkommen? Und die Gartenarbeit willst du trotzdem machen, wenn du schon keine Treppen mehr laufen willst??? Werde ich nur groß angeschaut. Obwohl genau das bei meinen Eltern zutrifft....

        Wichtig ist halt, dass dein Mann und du euch da einig werdet! Alles gute für euch

      • Hallo!

        Eigentlich haben wir nicht vor zu verkaufen. Und wir haben eine ähnliche Größe wie ihr.

        Einerseits fühlen wir uns hier in der Gegend sehr wohl, für die Stadt recht ruhig und grün, sehr kurzer Arbeitsweg.

        Andererseits will ich auch für mich selbst keine 60 qm. Ich finde es schön, wenn die Kinder oder andere Gäste dann auch problemlos übernachten können, und ich dann meine Bücher und sonstiges Zeug in ein eigenes Zimmer verfrachten.

        Außerdem: unser Haus ist alt, also heißt es dann entweder kräftig für was neues drauflegen oder wieder was altes kaufen, wobei man da die Macken sicher schlechter kennt als beim jetzigen.

        LG

        • PS: Ja, das mit den Treppen gefällt mir auch nicht, der Garten wird dann halt nur noch Wiese und jemand bezahlt der zum mähen kommt.

          Und falls es doch nicht mehr geht: dann verkaufe ich ohne schlechtes Gewissen. Aber nicht mit 50 sondern viel später.

      Wir haben eine ähnliche Größe und natürlich wird das Haus nicht verkauft. Ich persönlich sehe keine Vorteile in einer Verkleinerung des Wohnraumes, warum soll ich mich "einengen"?

      Aus einem Kinderzimmer ist ein Büro geworden, es gibt ne Sauna, ein Gästezimmer, man kann es sich doch komfortabel gestalten.
      und wenn wir mal alt und gebrechlich sind kann man auch im EG leben und es sich entsprechend umbauen. Alles was es jetzt an Renovierungen und Gartenbaumaßnahmen gibt ist unter dem Aspekt, es soll für die Zukunft altersgerecht und pflegeleicht sein.

      Wenn ich mein Leben lang im Eigentum gelebt habe und dort im Umfeld komplett verwurzelt bin, warum sollte ich dann im Alter zur Miete auf 50-60 qm mein Dasein fristen?

      Lichtchen

      (10) 28.09.17 - 08:47

      Hi,

      ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was wir im Alter mit unserem Haus machen. Woher soll ich jetzt auch wissen, was mal in 30 Jahren ist? Wie es uns da gesundheitlich geht und überhaupt?

      Wir haben es von einem älteren Ehepaar gekauft und ich denke mal, dass es ihnen einfach zu groß wurde. Den oberen Teil haben sie schon gar nicht mehr bewohnt und der Garten war kaum noch gepflegt, weil es gesundheitlich einfach nicht ging.

      Meine Eltern haben ihr Haus jetzt verkauft, weil es eben auch zu groß wurde mittlerweile und sich ein Stadthaus gebaut. Sie sind erst letztes Wochenende eingezogen.

      Wenn mein Mann vor mir sterben sollte, werde ich sicher generell verkaufen. Mir ist es dann einfach zu groß und es macht halt auch viel Arbeit.

      LG

      Wir haben 120 qm und wollen, wenn überhaupt, nur verkaufen wenn eins unserer Kinder Interesse hätte das Haus zu übernehmen. Ansonsten bleiben wir gerne hier wohnen.

      Ich habe die meiste Zeit in großen Wohnungen gelebt und finde Platz (wobei 120qm für 2 jetzt nicht soviel sind finde ich) super. Ich weiß auch schon was mit den Zimmern passieren soll, wenn die beiden in 20 Jahren oder so ausziehen.

      Außerdem finde ich ein Haus ist immer mehr Freiheit als eine Wohnung. Man kann sich einfach freier bewegen und nicht auf Mieter/Miteigentümern oben oder unten Rücksicht nehmen.

      Ein kleiner Bungalow klingt super - aber für 2 bitte mindestens 100qm.

      (12) 28.09.17 - 09:55

      Bei uns wird das noch eine Weile dauern, aber drüber geredet haben wir schon.

      Wir haben 240 qm zu 5. Und eine Wohnung die dazu gehört und vermietet ist mit 100 qm und einer 30qm Dachtterasse.

      Definitiv zu groß für uns beide alleine. Aber wir haben Wohnzimmer, Bad, Küche, Schlafzimmer im Erdgeschoss. Die Kinder wohnen im Souterrain. Also muss man nicht zwingend raus...

      Wir haben mehrere Optionen, und es kommt drauf an wie der Werdegang der Kinder später ist. Wir könnten uns vorstellen ganz auszuziehen, das ist auch am wahrscheinlichsten. Der Garten ist viel zu groß und somit sehr arbeitsintensiv.

      Aber wir könnten in die Wohnung, falls eins der Kinder hier einziehen möchte. Oder umbauen,...

      Ich finde wirklich drüber reden kann man erst wenn es so weit ist. Da gibt es ja nunmal viel zu bedenken.

      Warum schreibst du denn in grau, ist ja keine kontroverse Frage?

      Wenn ihr drei Kinder habt, würde ich bedenken, dass sie euch ja auch mal besuchen kommen wollen. Meine Großeltern haben eine Wohnung für 60 qm, das passt, meine Mutter wohnt nur über den Innenhof. Wenn ich mir vorstelle, dass ich da jetzt mit Partner zu Besuch käme... Besonders wenn mal Enkel da sind, habt ihr ja überhaupt keinen Raum, um sie z. B. mal eine Woche zu Besuch zu haben. Klar, die können anfangs auch mal bei euch im Bett schlafen, aber wenn es mehrere sind oder sie größer werden, sieht es da schlecht aus.

      Also ein Gästezimmer würde ich schon einplanen (mindestens) und ein ordentlich großes Wohnzimmer, in dem eine Ausziehcouch Platz finden würde. Natürlich würde es auch anders gehen und Platz ist in der kleinsten Hütte - aber da ihr euch ja nicht so einschränken müsst, würde ich das auch nicht machen.

      Nein, sicher nicht.
      Allein deshalb, weil es schwer wäre, eine vergleichbare Lage zu finden. Weil ich mich im Alter nicht mehr umgewöhnen will. Sollten wir dann nur noch auf einer Etage wohnen wollen, wäre das kein Problem, ein Zimmer, das ich nicht benutze wird auch nicht, bzw. nur wenig schmutzig. Und ich mag dieses Haus.
      Verkaufen kann ich mir allenfalls vorstellen, wenn wir das Altenheim davon bezahlen müssen. Sonst dürfen sich nach unserem Tod unsere Kinder überlegen, was sie damit machen wollen.

      (15) 28.09.17 - 11:05

      Hallo,

      bist Du nicht ein wenig voreilig? So eine Diskussion würde mir auch nicht gefallen. Verkaufen kann man immer, wenn nichts mehr geht, gesundheitlich z.B. Aber so groß ist das Haus ja nun nicht, also wozu seine Gedanken an Verkauf verschwenden?

      LG

      • (16) 28.09.17 - 12:03

        Unser jüngstes Kind zieht demnächst aus.
        Daher kam das Thema auf. Wir wohnen auf 110qm, aber die Zimmer sind alle ziemlich klein.
        Ich fände es jetzt angebracht, sich wohnlich nochmal zu verändern, nicht erst wenn es nicht mehr geht...das ist zu spät.
        Ich könnte mir auch vorstellen nochmal neu zu bauen, und zwar so dass es unseren Bedürfnissen entsprechend aussieht.
        Also; alles barrierefrei, ohne Keller, kleines Stück Garten, ohne Treppe .
        Unser Haus hat Keller und ein 1000 qm Grundstück, das war super für die Kinder: mit Spielgeräten, Pool, Trampolin.
        Aber jetzt?
        Ich brauche keine 100 qm Wohnraum, empfinde das nicht als Luxus sondern als Belastung.
        Mein Mann ist jetzt schon körperlich stark eingeschränkt und das wird nicht besser werden wenn wir noch warten.
        Daher ist in meinen Augen jetzt der Zeitpunkt gekommen, nicht erst später

        • Ich finde 100 qm für ein Ehepaar 50+ nicht zu viel. Man hat Hobbies, mal will mal Freunde einladen, die Kinder kommen zu besuch. Wenn man in Rente ist, steht das Haus tagsüber ja nicht leer, sondern man lebt drin. Sitzt ihr da nur herum? Wollt ihr nicht im Garten was machen? Kein Hobbyraum, Werkstatt? Büro?

          Wenn ihr statt dessen bauen wollt, dann wird das neue kleinere Objekt wahrscheinlich teurer sein als das bisherige alte Objekt. Habt ihr die Finanzen dafür?

          Das sind alles Fragen, die ihr nur selbst beantworten könnt.

          Mir wären 100 qm zu zweit nicht zu groß. Eher zu klein.

          • (18) 28.09.17 - 19:24

            Wie gesagt, wir haben auf 110qm mit drei Kindern gelebt und zeitweise noch einem kranken Großelternteil.
            Ich fand das völlig ausreichend an Platz, da wir durch den Keller und zwei Garagen genug Abstellfläche hatten.
            Für mich sind daher 110 qm für 2 Personen auf keinen Fall zu klein, nach meinem Empfinden mehr als ausreichend.
            Ich käme gut mit weniger Fläche klar.
            Da die Zimmer klein sind wir insgesamt auf 3 Etagen leben, passt das nicht zu dem was ich mir jetzt vorstelle.
            Finanziell ist es kein Problem neu zu bauen.
            Für 200.000 Euro hätten wir hier einen schönen kleinen Bungalow.
            Die Kinder werden sicher in diese strukturschwache Gegend nicht zurück kehren, und für Besuch von Kindern oder Enkeln??? ein Haus zu behalten was für meine Begriffe nicht mehr zu meiner Vorstellung passt , ist für mich völlig indiskutabel ubd spielt überhaupt keine Rolle.
            Wie gesagt jeder sieht es anders.
            Mein Mann würde gerne in seine alte Heimat zurück, an die niederländische Nordsee, da würde sich aber auch anbieten ein kleines Häuschen am Meer zu kaufen, vielleicht ein Chalet .
            Ich möchte mich gerne nochmal wohnlich verändern und das Kapitel unseres Lebens was jetzt hinter uns liegt ( Stichwort : " Kinderaufzucht" ) damit abschließen und ein neues Kapitel beginnen
            Und dabei meine Wünsche verwirklichen, was js ohne weiteres möglich ist.

            • (19) 29.09.17 - 08:31

              Dann macht es!
              Es ist euer Leben, ihr seid euch einig und wenn die Kinder sowieso nicht mehr zurück in diese Einöde wollen....nun....und für Enkelkinder ist doch immer Platz :-)

              2 Paare, gute Bekannte haben sich einen altersgerechten Bungalow gebaut und sind super zufrieden.

              Wir hatten ebenfalls zuerst die Idee, auch, da wir günstig bauen könnten.Nur letztlich ist es nicht das was wir möchten.Uns zieht es auch in die Nähe der holländischen Nordsee, ein kleines Chalet oder so.
              Allerdings könnten wir uns auch vorstellen ein größeres Mobilheim auf einem bestimmten Campingplatz zu kaufen.
              Klar muss man sehen wie das platzmäßig ist, aber bei dem was wir bisher gesehen haben, dürfte das für uns kein Problem sein.

              Dieses: Haus behalten, ist für die Kinder....das war nie unser Gedanke.
              1. hat er einen guten Beruf 2. möchte er nicht hierhin ziehen und 3. ob Haus oder anderes, er bekommt genug und egal wo wir sind, er ist immer herzlich willkommen und er fühlt sich dort Zuhause und wohl wo wir sind.

              • (20) 29.09.17 - 11:39

                Hat jetzt nicht direkt mit dem ursprünglichen Thema zu tun aber dein Satz mit dem Haus behalten für die Kinder da fällt mir was zu ein:
                Meine Eltern haben uns ( insgesamt drei Geschwister ) schon zu Lebzeiten einen Teil unseres Erbes gegeben, nämlich als wir uns nacheinander ein Eigenheim zugelegt haben.
                Meine Eltern leben in einer Gegend wo keiner von uns dreien auch nur ansatzweise vor hatte zu bleiben.
                Uns hat es in alle Winde zerstreut, ich habe schon in den Niederlanden gelebt, da mein Mann da her kommt.
                Meine Schwester ist an eine andere Ecke von D gezogen, wegen des Studiums und ist auch dort geblieben ( ist ja oft so: als Student lebt man dort jahrelang, findet Freunde, einen Partner und auch eine Arbeit und bleibt )
                Das Haus wurde von meinen Eltern verkauft und keiner von uns hätte das Geld aus dem Verkaufserlös gebraucht.
                Keiner von uns wollte das Geld, was soll ich mit 100000 Euro?
                Unser Haus ist schuldenfrei, wir verdienen gut, ich hab alles was ich brauche.
                Meiner Schwester ging es genauso.
                Letzten Endes haben wir unserem Bruder unsere Anteile überlassen, er hat sich selbständig gemacht und konnte das Geld sinnvoll investieren, ich hätte es nur zur Bank bringen können und mickrige Zinsen kassieren.
                Dazu noch Steuern ohne Ende abführen.
                Mein Bruder hat was aus dem Geld gemacht, sein Unternehmen läuft sehr gut, er hat 5 Arbeitsplätze geschaffen und spendet noch Geld für wohltätige Zwecke, so wie meine Eltern es auch gemacht haben.
                An der holländischen Nordsee ist es toll zu lebrn, aufgrund der schlechten Infrastruktur und mangelnden Arbeitsplätzen für junge Leute aber eher unattraktiv.
                Daher wäre es jetzt für uns ok dort hin zu gehen, ein Chalet wäre vollkommen ausreichend

            (21) 01.10.17 - 15:22

            Ich finde man muss immer die Wohn-Umstände berücksichtigen.
            110qm auf 3 Etagen wöllte ich im Alter auch nicht bewohnen. Lieber ein Haus oder Wohnung auf einer Ebene.

            Bei dir klingt es sehr danach als wärst du unzufrieden mit der Wohnsituation, dann würde ich auch was daran ändern. Lieber frühzeitig, dass du noch was davon hast und nicht warten, bis man keine Wahl mehr hat. Du hängst ja weder an Immobilie noch an der Lage?

            Bei uns ist das anders, wir könnten später im Alter nur das EG bewohnen, das hat uns beim Kauf auch zugesagt.
            DG sind nur Schalfzimmer und Bad. Im EG Wohn-/Essen, Bad, WC und 2 Zimmer.
            Wenn wir das EG Bad renovieren, werden wir zur Sicherheit noch einen Waschmaschinen Anschluss einplanen.
            Wir haben das Haus komplett selbst renoviert, bzw sind noch dabei, Daher hängen wir sehr daran.
            Wir fühlen uns aber auch sehr wohl hier, ist mein Mann hier aufgewachsen und wir haben Feldrandlage. Könnten uns beide nicht vorstellen woanders zu leben.

            Aber behalten, nur für die Kinder, würde ich definitv nicht.

            Meine Eltern haben auch verkauft, unmittelbar als wir ausgezogen sind. Es war zwar anfangs ein komisches Gefühl, aber es war richtig.
            Gekauft haben sie sich dann eine EG Wohnung mit bisschen Garten, glaub 80/90qm

      Ich kann dich total verstehen. Überleg doch einfach, wie du deine Zeit im Alter verbringen möchtest. Mehr im zu Hause oder mehr draußen?

      Ich habe in einem Haus gelebt und bin jetzt sehr glücklich wieder in einer Wohnung zu sein. Mir ging das Putzen auf die Nerven und das ständige Zeit im Haus verbringen, weil immer irgendetwas zu tun ist.

      Jetzt bin ich eigentlich fast nur noch zum Schlafen in der Wohnung. Mein Mann arbeitet sehr viel und ich jetzt auch wieder Vollzeit und wenn wir mal frei haben, dann nix wie raus! Ausflüge machen! Urlaub!
      Hauptsache raus und was erleben.

      Unsere Tochter ist auch sehr interessiert an Aktivitäten. Also ist die Wohnung mehr ein Aufbewahrungsplatz für Kleider und ein Übernachtungsplatz. Essen tun wir auch lieber auswärts oder draußen.

Hallo,

ich würde sowas entscheiden, wenn es soweit ist, d.h. nachdem die Kinder aus dem Haus sind bzw. wahrscheinlich erst im Rentenalter.

Z.B. weiß man vorher nicht, wie oft und mit wem die Kinder zu Besuch kommen.
Es könnte sein, dass dein Mann und du euch gegenseitig auf den Keks geht, wenn einer von euch oder beide in Rente sind und ihr nicht genug Platz habt.
Eine/r von euch könnte ein neues Hobby finden, für das man Platz braucht.

In jedem Fall solltest du Rücksicht auf die Bedürfnisse deines Mannes nehmen. Ich persönlich könnte nie auf Dauer mit jemandem auf 60qm zusammenwohnen, da hätte ich zu wenig Rückzugsmöglichkeit (als ich frisch verliebt war, ging das, aber die Beziehung ändert sich ja...).

LG Meggie

  • (24) 28.09.17 - 12:05

    Unser jüngstes Kind zieht demnächst aus und mein Mann ist krankheitsbedingt schon berentet.
    Von daher ist die Überlegung ja nicht ohne Grund jetzt da.

Deine Bedenken kann ich verstehen und ich musste ein wenig schmunzeln bei den vielen Usern hier, die (derzeit noch jung und gesund) sich überhaupt nicht vorstellen können, welch eine Last ein Haus im Alter bedeuten kann.
Ich meine jetzt das "richtige" Alter, nicht 50 oder 60 Jahre, sondern eher um die 80 Jahre.
Dann ist man in der Regel nicht mehr fit, hat Beschwerden, die Treppen zu laufen oder schiebt u.U. schon einen Rollator vor sich her.
Am Haus aber fallen neben Gartenbewirtschaftung und Hausputz (wer traut sich ernsthaft zu, mit 85 Jahren noch ein ganzes Haus inkl. Fenster zu putzen?) auch noch die üblichen Renovierungsarbeiten (Dach, Fassade, streichen, tapezieren,...) an. Entweder, man hat im Alter viel Geld zur Verfügung und kann für alles eine Putzfrau, Gärtner und Handwerker kommen lassen oder aber, man guckt da ganz schön in die Röhre.
Kaum jemand denkt als junger Mensch daran, dass man auch mit 70 einen Schlaganfall haben kann und dann einen Treppenlift benötigt, um überhaupt die 1. Etage betreten zu können oder große Umbaumaßnahmen im Bad, um dieses behindertengerecht zu machen. Die meisten haben so eng gebaut, dass dies gar nicht geht.

Kurz und knapp: ALLE Freunde meiner Eltern, die über 70 sind, haben ihre Häuser verkauft und sind in altersgerechte Wohnungen gezogen.
Und der ein oder andere hier in diesem Forum wird sich in 30 Jahren echt umgucken und wundern... ;-)

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