Kompromisse eingehen - in welchen Bereichen nötig?

    • (1) 02.10.17 - 21:06
      Tse Tse

      Ich hab oft Schwierigkeiten in der Auseinandersetzung mit meinem Mann.
      Er wirft mir vor nicht kompromissbereit genug zu sein, ich sehe es so, dass ich in einigen Bereichen schon Zugeständnisse mache aber es auch Bereiche gibt, wo mir das zu weit geht.
      Wir hatten das Thema während der Schwangerschaft, als ich irgendwann sagte, dass ich unserem Kind nicvt die Brust geben möchte.
      Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, außerdem war auch klar, dass ich nach vier Monaten wieder arbeiten gehen wollte.
      Er fand das nicht gut und die Lösung war, dass ich die ersten Tage das Kolostrum abgepumpt habe, damit unser Kind das wenigstens bekommt ( Immunsystem stärken usw.).
      Das hab ich gern gemacht auch wenn es mir unangenehm war, ich kam mir seltsam vor an so einer Pumpe zu hängen.
      Am 3. TAG jab ich dann Tabletten gegen denbMilcheinschuss bekommen, da wollte er nochmal reden und mich überzeugen zu stillen.
      Ich hab mich dann aber nach Rücksprache mit der Hebamme gegen das Stillen entschieden.
      Meine Hebamme meinte, dass es nichts bringt wenn ich es innerlich ablehne und mich zwingen muss und es wichtiger wäre, dass ich mich wohlfühle, damit mein Kind und ich
      einen guten Start haben.
      Mein Mann hat das nicht verstehen können , meine Hebi hat dann mit ihm gesprochen und ihm erklärt, dass es meine Entscheidung wäre, da ich über meinen Körper entscheiden darf.
      Nachdem das durch war, kam die Situation mit der Betreuung auf.
      Meine Mutter hatte sich angeboten, unser Kind zu betreuen qenn uch nach 4 Monaten an drei Tagen zurück in drn Job möchte.
      Ich hab mich so auf den Wiedereinstieg gefreut und mein Mann wusste auch wie wichtig mir das war.
      Auch da sagte er, dass er möchte dass ich doch das Jahr Elternzeit nehme.
      Das ging natürlich nicht so ohne weiteres da mein Chef ja mit mir gerechnet hat und ich keine Elternzeit beantragt hatte.
      Ich schlug ihm dann vor, dass er doch Elternzeit nehmen könnte wenn es ihm so wichtig ist, aber das lehnte er entschieden ab: wer ist denn die Mutter?
      Du oder ich?
      Ich hab dann gesagt, dass ich versuchen könnte, an zwei vollen Tagen jeweils 10 Stunden zu arbeiten, das findet er auch nicht gut...dann würde ich unser Kind ja gar nicht mehr sehen sn diesen Tagen.
      Ich sagte dann, dass das bei berufstätigen Vätern ha auch vorkommen kann, da kam wiedee das Argument : aber du bist die Mutter.
      Es belastet mich, denn ich fühle mich inzwischen wirklich als würde etwas mit meinen Muttergefühlen nicht stimmen.
      Außerdem belastet es auch unsere Beziehung und ich merke wie ich wütend auf meinen Mann bin, denn vorher war er immer für Gleichberechtigung und hatte auch kein Problem mit meinem Plan wieder arbeiten zu gehen.
      Muss ich mich da noch mehr nach ihm richten oder wo endet die KompromissBereitschaft?

      • Immer wieder die gleiche Leier und wie immer kein liebevolles Wort für Mann und Kind übrig.

        Gleichberechtigung ist ja schön und gut, aber dein Mann hat keine Brust um das Kind mit Muttermilch zu stillen. Und eine Flasche ist bei weitem nicht dasselbe.

        Ich vermisse hier in der Stilldiskussion handfeste Argumente, stichhaltige Argumente gegen das Stillen und für die Flasche. Du hättest doch mindestens 4 Monate stillen können und danach wenigstens noch morgens und abends.
        Wenn es Argumente gibt, welche?

          • Es geht ja nicht darum, dass ICH das wissen will.

            Es geht darum, dass die TE nach Kompromissen fragt. Da braucht man Argumente.
            Unverschämt finde ich es, einfach sich zu verweigern ohne dafür Gründe nennen zu wollen oder zu können - nicht mir gegenüber, dem Ehemann gegenüber.

            Das arme Kind..... was soll man da noch sagen. Mir tut das Kind leid, mir tut der Mann leid.

            • >>>Unverschämt finde ich es, einfach sich zu verweigern<<<

              Ein "ich will das nicht" reicht nicht?

              Komisch.

              Wenn hier ein Mann kein 2. oder 3. Kind möchte, wird der Frau immer geschrieben, dass sie das hinzunehmen hat (wenn sie sich nicht trennen will) und der Mann nicht argumentieren muss. Wenn er nicht will, will er eben nicht.

            • (9) 02.10.17 - 22:38

              Ich hatte keine rationalen Argumente.
              Es war eine Gefühlsentscheidung.
              Meine Hebamme meinte , dass ich nichts tun soll was ich innerlich ablehne.
              Und dass das Stillen nicht zum Dogma erklärt werden sollte. Alles was Druck ausübt, ist kritisch zu sehen.
              Es ist immer noch jeder Mutter überlassen, zu stillen oder nicht.
              Ohne Grund einfach so.
              Es geht auch gar nicht darum sondern darum, in wieweit ich da Zugeständnisse machen sollte.

              • (10) 03.10.17 - 19:33

                Du musst das nicht stillen hier nicht rechtfertigen!! Und dein Mann darf als Vater seine Meinung äußern, aber wenn du nicht willst, kann dich Niemand zwingen oder verurteilen!! So ein blödsinn... wenigstens hat deine hebi den Durchblick!!

          (11) 02.10.17 - 22:48

          Ich wollte es einfach nicht.
          Es war mir unangenehm und ich hab mich unwohl gefühlt damit.
          Es geht darum dass mein Mann und ich da einfach nicht auf einen Nenner kommen.
          Wenn ich jetzt hätte stillen wollen und er hätte das abgelehnt, hätten wir ja das gleiche Problem.
          Letzten Endes hätte ich natürlich gestillt wenn ws mur zugesagt hätte...egal was er sagt
          Dann wäre er der böse oder wie?
          Ich finde nicht.
          Mein Mann ist mir sehr wichtig, er ist ein guter Vater, kümmert sich toll um unsere Kleine.
          Sie entwickelt sich gut und er genießt auch die Kuschelzeit und die Möglichkeit, dass er ihr die Flasche geben kann...
          Von daher: es hat ja auch Vorteile, der Mann ist stärker in die Versorgung eingebunden und das fördert ja auch die Bindung zum Vater.
          Er ist nicht so außen vor.

          • Okay, offensichtlich hat dein Mann in diesem Punkt nachgegeben und deine Argumente akzeptiert. Hast du im Gegenzug auch seine Argumente für das Stillen ernst genommen und mit einbezogen in deine Entscheidung?

            Und wie willst du ihm entgegenkommen, z.B. könntest du ihm in der Frage der Elternzeit ein Stückchen entgegenkommen. Ein Kompromiss besteht nun mal darin, dass jeder ein Stückchen von seiner Position nachgibt, so dass man sich irgendwo in der Mitte trifft.

            P:S.: ich werde nur noch auf die TE eingehen, die anderen können sich die Kommentare sparen.

    Es gibt ein super Argument warum man nicht stillt: man will es nicht. Es fühlt sich eben nicht für jeden gut an und belastet die Beziehung zum Kind mehr.

    Und das muss man niemanden gegenüber erklären. Es ist der Körper der Mutter und da hat keiner reinzureden.

    Ich habe 2 Kinder. 1 10 Wochen teilweise gestillt - der Horror für mich, nie wieder. Nummer 2 bekommt die Flasche.

    Das kann jemand doof oder was auch immer finden - es geht niemanden etwas an.

    • Es geht den Ehemann nichts an, warum die Ehefrau ihrem Säugling nicht die Brust geben will?

      Finde ich eine sehr merkwürdige Vorstellung von Ehe und Partnerschaft. Aber bitte, jedem das Seine.

      Nur verstehe ich dann nicht, warum die TE hier fragt, in welchen Bereichen sie Kompromisse eingehen muss, wenn sie das doch gar nicht wissen will. Dann soll sie doch gar nicht fragen, sondern es einfach tun. Und nun wundert sie sich, das sie mit ihrem Mann Probleme hat.

      Die beiden machen miteinander "Basta-"Politik. Sie sagt "basta", und er sagt "basta", jeder auf seinem Gebiet. Sie hätten besser nicht geheiratet, so funtioniert Ehe nun mal nicht.

Top Diskussionen anzeigen